Mit einer Neuauflage ihrer Westberliner Wahlkampagne von 1981 greift "Die Tödliche Doris" in den den Bundestagswahlkampf ein. Das Praktische daran: Die Slogans mussten kaum verändert werden, so "Tödliche Doris"-Gründer Wolfgang Müller.
Ekstase, Rausch und Bierseligkeit: "Oktoberfest 1984 - 2019" versammelt Fotos aus 35 Jahren Wiesn. Sie zeigen auch, wie sich das Feiern in dieser Zeit verändert hat: "Es gibt nicht mehr so viele Ausschweifungen", sagt der Fotograf Volker Derlath.
Es ist nicht leicht, als Kriegsfotograf ins normale Leben zurückzufinden, sagt Christoph Bangert. Er hat den Absprung trotzdem geschafft, auch weil er irgendwann am Sinn seiner Arbeit zweifelte. Diese Zweifel thematisiert er in seinem Buch "Rumors of War".
Die Hackeraktion des Kollektivs Anonymous gegen den Verschwörungsideologen Attila Hildmann war "vielleicht nicht die beste Idee", meint der Politologe Josef Holnburger. Hildmann sei kaum noch gehört worden, jetzt bekomme er wieder Aufmerksamkeit.
Eine große Retrospektive der indigenen Filmemacherin Alanis Obomsawin: Für Susanne Burg ein Highlight des Filmfestivals in Toronto 2021. Auch die Serie "Panthers" über die polynesische Minderheit in Neuseeland hat unsere Filmredakteurin beeindruckt.
Niedliche Posterboys: So kannte man die drei jungen Norweger, die als A-ha in den 1980ern die Popcharts stürmten. Die Kinodoku "A-ha - the Movie" erzählt eine andere Geschichte. Ehrlich wie selten eine Künstlerdokumentation, findet Jenni Zylka.
Ein jüdischer Junge gibt vor, Muslim zu sein, um in seinem türkisch und arabisch geprägten Freundeskreis keine Probleme zu bekommen. Der Filmemacher Damir Lukačević erzählt eine authentische Geschichte aus dem harten Berliner Bezirk Wedding.
Wie tritt die Modeindustrie der Coronakrise entgegen? Um diese Frage dreht sich alles auf der Berlin Fashion Week. Die Veranstaltung macht Hoffnung: Wir werden uns bald wieder in Schale werfen – zur Not in eine aus Ananas.
Schon als Jugendlicher war er von Dinosaur Jr. begeistert, ein paar Jahre später wurde Bandsänger J Mascis sein Freund. Nun erzählt der Filmemacher Philipp Reichenheim in einer Dokumentation die wechselhafte Geschichte der Indie-Rock-Band.
Selbsttötung ist eines der letzten Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Das will die Ausstellung "Suizid - let's talk about it" ändern. Einige Künstler verarbeiten in ihren Werken die Suizide naher Angehörige.
Französische Soldaten können ab sofort mit dystopischen Videos für den Krisenernstfall üben. Frankreichs Verteidigungsministerium beauftragte dafür Science-Fiction-Autoren: Sie denken sich zu Trainingszwecken Kriegsszenarien für die Armee aus.
Er ging nie ohne kugelsichere Weste aus dem Haus, darüber ein langer schwarzer Mantel: Der Gangster Omar Little war eine prägende Figur in der US-Serie "The Wire". Jetzt ist Darsteller Michael K. Williams mit nur 54 Jahren gestorben.
Ein Film über Leni Riefenstahl liegt beim WDR seit Jahrzehnten unter Verschluss: Die NS-Filmemacherin hatte juristisch ein Aufführungsverbot erwirkt. Dass dieses immer noch besteht, kritisiert der Journalist Gerhard Beckmann in einem offenen Brief.
Mit "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" betritt ein neuer Held das filmische Superhelden-Universum von Marvel. Unser Kritiker schwärmt: Dieser Film mache sehr viel richtig und sieht auch noch richtig gut aus.
Die Game-Branche boomt und liefert Nervenkitzel. Das Baseler Haus der Elektronischen Künste zeigt nun Werke von Künstlern und Künstlerinnen, die mehr wollen. Sie haben sich das Gaming angeeignet und hinterfragen Erzählstrukturen und Stereotypen.
Mary Bauermeister ist eine wichtige Künstlerin, die aber erst zuletzt wieder mehr Aufmerksamkeit erfährt. Bekannt war sie eher in anderen Rollen, etwa als Frau des Komponisten Karlheinz Stockhausen. Carmen Belaschk widmet ihr nun eine Doku und kommt ihr sehr nah.
"The Drag and Us" erzählt davon, wie Dragqueen "Catherine" den Alltag einer Familie auf den Kopf stellt. Der Journalist Stefan Mesch hält die Sitcom für 90er-Jahre-Klamauk, der auf unterstem Niveau Klischees über trans Personen bedient.
Eine Garage ist eigentlich nichts Besonderes. In der DDR aber stand sie nicht nur für die baldige Ankunft eines ersehnten Autos, sondern sie war auch ein verlängertes Wohnzimmer. Der Band „Das Garagenmanifest“ beleuchtet dieses Stück Kultur.
Der Horrorklassiker "Candyman" bekommt eine Fortsetzung: Der Film über Rassismus, Gentrifizierung und die Kunstwelt wird, anders als der erste Teil, aus schwarzer Perspektive erzählt, ist aber inhaltlich zu vollgestopft, meint Kritiker Jochen Werner.
Behinderte Menschen sollen bei BBC und Netflix besser repräsentiert werden – vor oder hinter der Kamera und auch in Shows, in denen es nicht um Behinderung geht. Die Schauspielerin Alina Buschmann findet das vielversprechend und überfällig.