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Fazit / Archiv | Beitrag vom 20.02.2016

Goldener Bär für "Fuocoammare"Hat der beste Film gewonnen?

Die Berlinale-Jury: Clive Owen, Lars Eidinger, Jury-Präsidentin Meryl Streep, Malgorzata Szumowska, Alba Rohrwacher, Brigitte Lacombe, Nick James.  (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
Die Berlinale-Jury: Clive Owen, Lars Eidinger, Jury-Präsidentin Meryl Streep, Malgorzata Szumowska, Alba Rohrwacher, Brigitte Lacombe, Nick James. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Der deutsche Beitrag "24 Wochen" geht bei der Bären-Verleihung leer aus. Den Goldenen Bären erhält der italienische Regisseur Gianfranco Rosi für seine Lampedusa-Doku "Fuocoammare". Hat die Berlinale-Jury die richtigen Entscheidungen getroffen?

Der Lampedusa-Film "Fuocoammare" von Gianfranco Rosi hat bei der 66. Berlinale den Goldenen Bären gewonnen. Der einzige deutsche Wettbewerbsbeitrag "24 Wochen" ging dagegen leer aus. Als beste Darstellerin gewann die dänische Schauspielerin Trine Dyrholm für ihre Rolle in dem Film "Die Kommune" einen Silbernen Bären, bester Darsteller wurde der Tunesier Majd Mastoura für seine Rolle in "Inhebbek Hedi".

Den "Großen Preis der Jury" erhielt der bosnische Regisseur Danis Tanovic für "Death in Sarajevo", für die beste Regie wurde die Französin Mia Hansen-Løve mit ihrem Film "L'avenir" ausgezeichnet, der Kameramann Mark Lee Ping-Bing erhielt die Auszeichnung für die beste künstlerische Arbeit in "Crosscurrent". Den Preis für das beste Drehbuch gewann der Pole Tomasz Wasilewski für seinen Film "United States of Love". Lav Diaz' Acht-Stunden-Film "A Lullaby to the Sorrowful Mystery" wurde mit dem Alfred-Bauer-Preis für innovative Filmkunst ausgezeichnet.

Das sind die Entscheidungen der Jury um Meryl Streep. Unsere Kritikerrunde mit Katja Nicodemus, Peter Körte und Christiane Peitz diskutiert die Auswahl. "Das waren für mich eher journalistische Bilder", sagt etwa Nicodemus über den Gewinner-Film "Fuocoammare". Er sei deshalb im Wettbewerb deplatziert gewesen.

"Das ist ein Zeichen das man setzt: Das Kino besteht nicht aus 90 Minuten", meint Körte über den Preis für "A Lullaby to the Sorrowful Mystery" - selbst gesehen habe er wegen beruflicher Verpflichtungen aber nur zweieinhalb Stunden des Films.

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