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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 22.09.2015

Gian Domenico BorasioWarum setzen Sie sich als Arzt für das würdevolle Sterben ein?

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Der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio (privat)
Gian Domenico Borasio kritisiert die geplante gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe. (privat)

Über 10.000 Patienten hat er beim Sterben begleitet. Wenn jemand also Erfahrungen mit Todkranken und deren Bedürfnissen hat, dann ist es Gian Domenico Borasio. Der 53-Jährige lehrt an der Universität Lausanne und betreut gleichzeitig als Palliativmediziner Todkranke in der angeschlossenen Klinik.

In zwei Bestsellern über das Sterben beschreibt er kompetent und anschaulich, welche Bedingungen einen würdevollen Tod erst ermöglichen. Er begrüßt die Absicht der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Sterbehilfe gesetzlich zu regeln. Aber Borasio befürchtet, am Ende könnte ein Gesetz herauskommen, das die Situation von Todkranken und deren Angehörigen in Deutschland verschlechtert.

Warum setzt er sich als Arzt, als Lehrender und als Buchautor so leidenschaftlich für das würdevolle Sterben ein? Wieso kritisiert er die geplante gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe in Deutschland? Wieso wäre er am liebsten Dirigent geworden?

Fragen, die Ulrike Timm mit Gian Domenico Borasio in der Sendung "Im Gespräch" am 22.09.2015 ab 9.07 Uhr bespricht.

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