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Lesart / Archiv | Beitrag vom 29.04.2020

Das Lyrik-Kabinett empfiehltNeue Gedichte, die Beachtung verdienen

André Hatting im Gespräch mit Frank Meyer

Ein junger Mann, am Strand,  trägt ein Gedicht vor. (imago images / PhotoAlto / Michèlex Constantini)
Lyrik hat eine treue Leserschaft. Wegen der großen Menge an Neuerscheinungen hilft das Lyrik-Kabinett beim Orientieren. (imago images / PhotoAlto / Michèlex Constantini)

Lyrik ist eine Nische und macht nicht einmal ein Zwölftel der Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt aus. Dennoch ist das Angebot immer noch riesengroß - weshalb die Münchner Stiftung Lyrik-Kabinett jedes Jahr eine Liste mit Empfehlungen herausgibt.

Der Dschungel an Neuerscheinungen ist auch im Bereich Lyrik nur schwer zu durchdringen. Daher hilft die Münchner Stiftung Lyrik-Kabinett seit fünf Jahren bei der Qual der Wahl mit ihren Lyrik-Empfehlungen.

Zehn deutschsprachige und zehn übersetzte Neuerscheinungen werden gewürdigt. Eine Jury aus Lektorinnen, Autoren, Lyrikern und Lyrikerinnen wählt diese alljährlich aus. Wir präsentieren hier ihre Empfehlungen:

Profil des Dichters und Literaturkritikers Nico Bleutge. (imago images / gezett)Dichter und Literaturkritiker Nico Bleutge (imago images / gezett)

Nico Bleutge empfiehlt:

Terje Dragseth, Bella Blu. Handbuch für den Weltraum. Gutleut, Frankfurt am Main 2019, 132 Seiten, 24 Euro.

Maren Kames, luna luna. Secession, Zürich 2019, 109 Seiten, 35 Euro.

Porträt der Schriftstellerin Nora Bossong, mit freundlichem Blick in die Kamera. (imago images / Sven Simon)Die Schriftstellerin Nora Bossong (imago images / Sven Simon)

Nora Bossongs Empfehlungen:

Georg Leß, die Hohlhandmusikalität. Kookbooks, Berlin 2019, 93 Seiten, 19,90 Euro.

Koleka Putuma, Kollektive Amnesie. Englisch-Deutsch. Übersetzt von Paul-Henri Campbell. Wunderhorn, Heidelberg 2020, 204 Seiten, 22 Euro.

Der Journalist Florian Kessler während einer Lesung auf der Bühne. (imago images / Horst Galuschka)Der Journalist Florian Kessler. (imago images / Horst Galuschka)

Florian Kessler empfiehlt:

Lisa Jeschke, Die Anthologie der Gedichte betrunkener Frauen. Hochroth, München 2019, 56 Seiten, 8 Euro.

Aras Ören, Berliner Trilogie. Drei Poeme. Verbrecher Verlag, Berlin 2019, 232 Seiten, 22 Euro.

Dichter und Schriftsteller Michael Krüger während einer Lesung, auf der Bühne. (mago images / Horst Galuschka)Dichter und Schriftsteller Michael Krüger (mago images / Horst Galuschka)

Michael Krüger rät zu:

Szilárd Borbély, Berlin Hamlet. Gedichte. Aus dem Ungarischen übersetzt von Heike Flemming. Suhrkamp, Berlin 2019, 201 Seiten, 24 Euro.

Philipp Luidl, Das Wort beim Wort genommen. Maro, Augsburg 2019, 176 Seiten, 20 Euro.

Die Juryvorsitzende des Preises der Leipziger Buchmesse, Kristina Maidt-Zinke, spricht während der Verleihung des Buchpreises auf der Buchmesse in Leipzig, 2016. (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)Journalistin und Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

Kristina Maidt-Zinke empfiehlt:

Barbara Schwepcke und Bill Swainson (Hg.), Ein Neuer Divan. Ein lyrischer Dialog zwischen Ost und West. Suhrkamp, Berlin 2019, 228 Seiten, 30 Euro.

Uwe Kolbe, Die sichtbaren Dinge. Poetenladen, Leipzig 2019, 72 Seiten, 18,80 Euro.

Porträt von Christian Metz. (S. Fischer Verlag / Markus Kirchgessner)Christian Metz (S. Fischer Verlag / Markus Kirchgessner)

Empfehlungen von Christian Metz:

Athena Farrokhzad, Bleiweiß. Aus dem Schwedischen übersetzt von Clara Sondermann. Kookbooks, Berlin 2019, 72 Seiten, 19,90 Euro.

Karin Fellner, eins:zum andern. Parasitenpresse, Köln 2019, 67 Seiten, 10 Euro.

Schriftstellerin Marion Poschmann auf dem blauen Sofa der Frankfurter Buchmesse. (imago images / Hoffmann)Schriftstellerin Marion Poschmann (imago images / Hoffmann)

Marion Poschmann rät zu:

Arne Rautenberg, Permafrost. Wunderhorn, Heidelberg 2019, 88 Seiten, 20 Euro.

Jo Shapcott, Mein Leben im Schlaf. Englisch-Deutsch. Ausgewählt und übersetzt von Jan Wagner. Hanser Berlin, Berlin 2020, 136 Seiten, 19 Euro.

Kritiker Joachim Sartorius auf der Bühne im Haus der Poesie, in Berlin. Im Hintergrund ist der Schriftzug "Poesie" zu sehen. (imago images / Rolf Zöllner)Kritiker Joachim Sartorius im Haus für Poesie, Berlin 2018 (imago images / Rolf Zöllner)

Empfehlungen von Joachim Sartorius:

Anne Carson, Rot. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Anja Utler. S.Fischer, Frankfurt am Main 2019, 320 Seiten, 24 Euro.

Gerhard Falkner, Schorfheide. Gedichte en plein air. Berlin Verlag, Berlin 2019, 128 Seiten, 22 Euro.

Porträt der Germanistin und Literaturkritikerin Daniela Strigl im Rahmen eines Interviews. (picture alliance / APA / Herbert Neubauer)Germanistin und Literaturkritikerin Daniela Strigl (picture alliance / APA / Herbert Neubauer)

Daniela Strigls Empfehlungen:

Fabjan Hafner, Erste und letzte Gedichte. Slowenisch-Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von Peter Handke. Suhrkamp, Berlin 2020, 120 Seiten, 20 Euro.

Barbara Hundegger, [anich.atmosphären.atlas]. Haymon, Innsbruck/Wien 2019, 208 Seiten, 19,90 Euro.

Uljana Wolf während einer Lesung, vor dem Mikrofon. (imago images / Mike Schmidt)Uljana Wolf während einer Lesung (imago images / Mike Schmidt)

Uljana Wolf rät zu:

Etel Adnan, Sturm ohne Wind. Gedichte | Prosa | Essays | Gespräche. Edition Nautilus, Hamburg 2019, 560 Seiten, 38 Euro.

Thien Tran, Gedichte. Herausgegeben von Ron Winkler. Elif, Nettetal 2019, 145 Seiten, 20 Euro.

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Lesart

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