Seit 05:05 Uhr Studio 9
Montag, 26.10.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.12.2019

Abdullah Kenan Karaca über FamilieZusammenhalt, egal was passiert

Von Georg Gruber

Beitrag hören Podcast abonnieren
Abdullah Kenan Karaca blickt in Richtung des Betrachters. (HR Schulz / imago-images)
Der Regisseur Abdullah Kenan Karaca schätzt die Neugier bei den Menschen. (HR Schulz / imago-images)

Der Regisseur Abdullah Kenan Karaca ist zweiter Festspielleiter der Passionspiele Oberammergau. In unserer Reihe "Was mir heilig ist" erzählt er, dass sein Vater ihn gelehrt habe, immer neugierig zu sein, denn das sei Triebfeder vieler Entdeckungen.

"Was mir heilig ist, das ist die Familie, der Zusammenhalt und dass ich immer die Sicherheit habe, dass ich weiß, meine Familie steht hinter mir, egal was passiert und unterstützt mich, holt mich aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen, falls man sich gerade im Moment entweder zu abgehoben verhält oder spricht", sagt Karaca.

Behütete Kindheit mit klaren Regeln 

Trotz einer behüteten Kindheit in Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen mit vielen Freiheiten habe es immer Regeln gegeben, an die man sich habe halten müssen. Dazu gehörten Respekt gegenüber anderen Menschen, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

"Vor allem mein Vater hat mir immer mit auf den Weg gegeben, dass ich neugierig sein bzw. bleiben soll, was ich auch für einen sehr wichtigen Punkt halte. Mit der Neugier beginnt immer alles. Der Mensch hat, glaube ich, sehr vieles entdeckt, dadurch dass er neugierig war und auf Menschen zugegangen ist, auf die er vielleicht sonst nicht zugegangen wäre."

Familienbande halten auch Distanz aus

Aus der Neugier heraus könnten wichtige Begegnungen entstehen, sagt Karaca. Darum sei es wichtig, dass man sich nicht abschotte, in seiner Ecke verkrieche und mit der Welt, wie sie ist, und mit den Menschen nichts zu tun haben möchte. Das wäre ein Fehler.

Seine Familie sei immer da gewesen, auch wenn sie eine Zeit lang ziemlich verstreut gewesen sei, die Verbindung gehe auch über größere Distanz nie verloren. Er habe in seiner Familie immer Halt und Unterstützung gefunden.

Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Was mir heilig ist"

Jutta Ditfurth über Freundschaften - Warum ihr nichts heilig ist
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 25.12.2019)

Friedrich Schorlemmer über den Klimawandel - Kämpfen für das, was gut und richtig ist
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 24.12.2019)

Sarah Maria Sun über Konsumverantwortung - Die Schöpfung bewahren helfen
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 23.12.2019)

Eva Löbau über Kindheitserinnerungen - Die kleine Hütte am See
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 22.12.2019)

Veruschka über Religiosität - Ohne Umwege zu Gott
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 21.12.2019)

Bénédicte Savoy über Freiheit - Unabhängige Forschung muss geschützt werden
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 20.12.2019)

Peggy Piesche zu Spiritualität - Eine Verbindung mit dem früheren Ich
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 19.12.2019)

Andreas Beck über Ehrlichkeit - Gefühle müssen aufrichtig sein
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 18.12.2019)

Tino Sehgal über Heiligkeit - Manche Sachen nicht rigide verteidigen
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 17.12.2019)

Wiebke Puls über Offenheit - Tolerant sein gegenüber dem Anderen
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 16.12.2019)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur