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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 04.03.2012

Zwischen Jeans und Pluderhosen

Der kurdische Nordirak sucht einen Weg aus seiner Vergangenheit

Von Luise Sammann und Fatih Kanalici

Die Geschichte der Region Kurdistan ist eine Geschichte der Gewalt. (AP)
Die Geschichte der Region Kurdistan ist eine Geschichte der Gewalt. (AP)

Sie ist kein Staat, und hat doch eine Regierung, eine Armee und eine Flagge. Sie ist kein Land und hat doch eine eigene Bevölkerung, eigene Grenzen: die autonome Region Kurdistan. 20 Jahre Hass und Gewalt sind seit ihrer Ausrufung vergangen.

Vor 20 Jahren, nach Ende des zweiten Golfkrieges, rief das neu gewählte kurdische Parlament im Nordirak den "Föderalen Teilstaat Kurdistan" aus. 20 Jahre voller Gewalt, Hass und Leid, aber auch voller Aufbruchsstimmung und Hoffnung sind seitdem vergangen. 20 Jahre zwischen Stammesstrukturen und Demokratieversuchen, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Pluderhosen und Jeans.

Autorin Luise Samman (privat)Autorin Luise Samman (privat)Luise Samman: "Die kurdische Kultur ist ja eine, von der man bei uns eigentlich immer nur im Zusammenhang mit Problemen hört: Kurden-Konflikt, PKK, Ehrenmorde. Umso spannender war es, diese kulturell eigentlich so reiche Region Kurdistan im Nordirak mal jenseits von solchen Klischees zu bereisen. Zu erleben, wie die Menschen dort sich mit ihrer schwierigen Vergangenheit und der ungewissen Zukunft arrangieren."

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