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Breitband | Beitrag vom 14.04.2018

Vertrauensbildung auf ChinesischDas Social Scoring System

Axel Dorloff berichtet aus China / Doris Fischer im Gespräch mit Katja Bigalke und Martin Böttcher

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Mann mit Papier vor den Augen (novia wu auf Unsplash)
Gesichtserkennung soll in China Vertrauen schaffen. (novia wu auf Unsplash)

Ab 2020 soll in China das "Social Scoring System" landesweit eingesetzt werden. Bereits ab Mai kann die Benutzung von Flugzeugen oder Zügen eingeschränkt werden. Wie lebt es sich mit diesen Aussichten in China und welche Gründe gibt es für die Einführung dieses Systems?

Die allgegenwärtige Überwachung der chinesischen Bevölkerung ist in vollem Gange. Derzeit gibt es geschätzte 176 Millionen Überwachungskameras. Bis 2020 soll diese Zahl auf 600 Millionen ansteigen. Und diese Kameras zeichnen nicht nur auf. Dank Gesichtserkennung können Menschen auch konkreten Namen zugeordnet werden. Jede Handlung wird bewertet und fließt in den so genannten Social Score ein, ein staatliches Bewertungssystem für jeden Bürger. Ab 2020 soll auch dieses System landesweit eingesetzt werden.

Je höher die Wertung, desto bessere Chancen hat man bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt, aber auch die Zinsen für den nächsten Kredit können niedriger sein. Bei einem zu schlechten Wert hingegen könnte einem unter anderem der Zugang zum Zug oder Flugzeug verwehrt bleiben. Letzteres soll bereits ab Mai umgesetzt werden.

Wie genau das System funktioniert und in welchen Bereichen die Überwachung bereits heute in den Alltag eingreift, darüber berichtet China-Korrespondent Axel Dorloff.

Mehr zu der Frage, wie Vertrauen in China funktioniert und inwieweit die chinesische Bevölkerung für das System des "Social Score", aber auch für die Überwachung im Allgemeinen Verständnis hat, erklärt Professorin Doris Fischer, Inhaberin des Lehrstuhls China Business and Economics an der Universität Würzburg.

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