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Weltzeit | Beitrag vom 02.09.2020

Ufo-Glaube in den USAArea 51 und die Suche nach den Außerirdischen

Von Arndt Peltner

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Ein Schild mit der Aufschrift "Extraterrestrial Highway" steht neben einer Straße. (Arndt Peltner)
Von Las Vegas aus fährt man etwa zweieinhalb Stunden, bis man auf den "Extraterrestrial Highway" abbiegt. (Arndt Peltner)

Knapp die Hälfte der US-Amerikaner glaubt an Ufos. Nicht wenige suchen nach ihnen auch ganz aktiv: rund um die Air-Force-Basis Area 51 in Nevada zum Beispiel. Im Örtchen Rachel ist das Interesse an Außerirdischen längst Geschäftsmodell.

"Es hat hier in unserer Gegend zahlreiche Ufo-Sichtungen gegeben. Und die Leute kommen hierher, um Ufos zu sehen und darüber zu sprechen", sagt Pat Travis. Sie sitzt in ihrem A'Le'Inn in Downtown Rachel, Nevada.

Das Little A'Le'Inn ist zugleich Diner und Souvenir-Shop mit allem möglichen Ufo-Kram. Daneben: ein paar kleine Fertighäuser als Gästezimmer. Das hier als "Downtown" zu bezeichnen ist etwas hochgegriffen, aber so nennen die etwa 50 Bewohner von Rachel, die kleine Ansiedlung am Highway 375, die der geheimnisvollen US Air Force Basis Area 51 am nächsten liegt.

Die Suche nach Ufos und Außerirdischen bringt jährlich Tausende von Touristen hierher. Das ist das Geschäft von Pat Travis: Sie lebt von dem, was man hier draußen in der Wüste von Nevada, sehen, nicht sehen und vor allem oftmals nicht erklären kann.

Außerirdische als Attraktion für Touristen

Von Las Vegas kommend fährt man etwa zweieinhalb Stunden um ein riesiges Militärsperrgebiet herum, erst Richtung Norden, bevor man westlich auf den "Extraterrestrial Highway", den 375er, Richtung Rachel abbiegt. Die Wüstenlandschaft ist einzigartig schön, ein ungehinderter Weitblick, eine totale Stille umgibt einen, in der Ferne gewaltige Bergketten.

Westlich dieses von Nord nach Süd verlaufenden Highways liegt die "National Test and Training Range" der US Air Force, kurz NTTR, die eine Größe von fast 12.000 Quadratkilometern umfasst, viereinhalb Mal so groß wie das Saarland.

Blick in die Wüste auf dem Weg zur Area 51 in Nevada (Arndt Peltner)Unterwegs zur Area 51: Die Wüstenlandschaft ist einzigartig schön. (Arndt Peltner)

"Ich bin Teilzeiteinwohner von Rachel, Nevada, seit einigen Jahren", sagt Jörg Arnu. Er zog 1995 von Berlin zuerst nach Las Vegas, dann hierher.

"Und was mich hierhergebracht hat, war eigentlich mein Interesse an der Area 51", erzählt er. "Ich bin damals wie viele Touristen hierhergekommen, hatte keine Ahnung, was ich zu erwarten hatte, was es mit der Area 51 auf sich hat. Und ich muss sagen, je mehr ich mich damit beschäftigt habe und je mehr ich da rumgestochert habe in irgendwelchen 'Geheimnissen' in Anführungsstrichen, desto mehr bin ich neugierig geworden, habe mich eigentlich noch weiter in Geschichten verstrickt und habe weiter nach, nach Antworten gesucht. Und bevor ich mich versehen habe, habe ich hier in Rachel ein Grundstück gekauft und bin jetzt hier teilweise Einwohner."

"Ein Thema, das mich immer fasziniert hat"

Jörg Arnus Haus ist leicht zu finden, wie eigentlich alles in Rachel. Ausgangspunkt ist immer das Little A'Le'Inn am Highway. Von dort einmal links, noch mal links und dann rechts. Jörg schrieb in seiner Mail, sein Haus könne ich an der amerikanischen Fahne erkennen. Es ist ein flaches Fertighaus, keine Büsche oder Bäume außen rum. Vor der Tür steht ein in die Jahre gekommener SUV. Ein paar eindeutige Aufkleber lassen erkennen, dass Jörg Arnu überzeugter Amerikaner geworden ist.

"Ich wollte immer glauben, dass es Ufos gibt", sagt er. "Das war ein Thema, das mich immer fasziniert hat. Und als ich hierherkam, hatte ich keine Ahnung, was ich eigentlich erwarten konnte. Und je mehr ich dann herumgestochert habe und je mehr ich Antworten gefunden habe und je mehr ich gesehen habe, was hier vor sich geht, desto mehr wurde mir eigentlich klar, dass das alles zwar sehr irdische Technologie ist, dass es wirklich geheime Projekte sind, die unsere Regierung entwickelt und legitim geheim hält, um die auch vor unseren Feinden geheim zu halten. Aber nichtsdestoweniger ist es sehr interessant."

Jörg Arnu glaubt nicht daran, dass in der strenggeheimen Air-Force-Basis irgendwelche Außerirdischen und ihre Flugkörper versteckt werden. Dieses Gerücht kursiert nämlich nach wie vor: Dass hier, wie es auch im Hollywoodstreifen "Independence Day" erzählt wird, ein 1947 in der Nähe von Roswell, New Mexico, abgestürztes Ufo verborgen wird. Daran glaubt auch Pat Travis vom Little Little A'Le'Inn.

Graunasig oder eher Reptil?

"Ich kann dir nach all den Erzählungen, die ich gehört habe, sagen, dass auf der Basis sechs verschiedene Geschöpfe sind", sagt sie. "Der große und der kleine Graunasige, der Orangene, der Blaue, der Reptile und der Menschenähnliche. Diese Dinge passieren wirklich. Ich glaube, sie arbeiten dort Seite an Seite mit unseren Leuten. Sie sind schon unter uns. Du mit diesem durchdringenden Blick könntest auch einer sein."

Mit solchen Geschichten braucht man Arnu nicht zu kommen, davon hält er gar nichts. Und doch, Ufos, also "Unidentified Flying Objects" hat er schon zu Genüge hier in der Gegend gesehen. Gerade deshalb ist er schließlich auch hierhergezogen.

"Ja tatsächlich habe ich ziemlich zu Anfang meine in Anführungsstrichen 'interessantesten Sightings' gehabt", erzählt er. "Und zwar deshalb, weil ich damals noch nicht wusste, was ich eigentlich sehe. Ich kann mich noch an ein Mal erinnern, als ich nachts im Tal gecampt habe. Plötzlich sehe ich am Himmel einen Halbkreis von ganz hellen, orangefarbenen Lichtern. Meine erste Reaktion war natürlich: Oh mein Gott, jetzt kommt das Mutterschiff. Die kommen jetzt, und jetzt wird es interessant! Bis mir dann klar wurde, das sind einfach Militärmanöver. Und diese hellen Lichter waren Flairs. Das sind Hitzefackeln, die von Fliegern abgeworfen werden, um im Luftkampf, angreifende Flugzeuge abzuwehren. Aber das Ganze sah so täuschend echt aus, dass ich wirklich für einen Moment gedacht habe. Jetzt geht es los, jetzt kommt das Mutterschiff mich holen."

Mysteriös und hoch gesichert 

Gerüchte und Geschichten gibt es zu Genüge über die Area 51. Offiziell geben die US-Regierung und das Pentagon keine Informationen über das Testgelände heraus. Jahrzehntelang wurde die Existenz des weitläufigen Areals sogar ganz geleugnet. Lieferungen und Budgets tauchen in keinen offiziellen und zugänglichen Dokumenten auf. Mein Versuch, über eine Kongressabgeordnete ein Interview und einen Besuch in der Area 51 zu organisieren, scheiterte schon vor einiger Zeit. Die Antwort kam schnell und war knapp: Es gibt keine Area 51.

"Wir fahren jetzt zum Hintereingang der Area 51, zum 'Back Gate' über eine Schotterstraße, die etwa zehn Meilen vom Highway bis zum Gate der Area 51 führt.", sagt Jörg Arnus. "Und mehrere Meilen außerhalb der Area 51 schon sind 'Road Sensors', Bewegungsmelder, die vorbeifahrende Fahrzeuge an die Basis melden, die im Boden versteckt sind, die man auch so ohne Weiteres nicht sehen kann."

Die Schotterstraße zum hinteren, dem nordöstlichen Teil der Area 51 führt nicht weit weg von Jörg Arnus Haus Richtung Westen. Wer hier entlang fährt, kann schon von Weitem an der Staubwolke gesehen werden.

Blick auf eine Schotterstraße in der Wüste, rechts und links stehen Warnschilder. (Arndt Peltner)Etwa zehn Meilen vom Highway entfernt liegt das "Back Gate" der Area 51. (Arndt Peltner)

"Ich habe jetzt hier meinen Scanner mal auf eine der Frequenzen eingestellt, da werden wir gleich eine von diesen 'Road Sensors' passieren, dann hört man dann auf dem Scanner einen kleinen Quietsch, Biep, wie man das auch nennen mag, mit dem dann der Sensor der Basis meldet, dass der gerade ausgelöst worden ist. Jetzt werden wir gleich einen auslösen hier - da war er. Jetzt sind wir hier wirklich, so nah, wie wir können, an der Grenze der Area 51 dran. Ich dreh jetzt mal um, dann können wir uns hier ein bisschen umgucken und uns vor allem auch die russischen Radaranlagen näher ansehen. Wenn wir jetzt mal hier ein stückweit hier rüber gucken, dann sieht man jetzt da schon eine russische, etwas weiter hinten, diese beigen Gebäude, das ist eine russische Radaranlage."

US-Piloten, die russische MIGs fliegen

Das sei ein ganz großes Ding in der Area 51, meinte Arnu, die Auswertung russischer Technologie.

"So ist es also seit den 60er-Jahren gang und gäbe", erzählt er, "dass es in der Area 51 eine ganze Piloteneinheit gibt, die nennen sich Red Heads, die als Lebensunterhalt tatsächlich Tag für Tag russische MIGs fliegen. Und so gibt es auch eine ganze Gruppe von Leuten, die russische Radaranlagen bedienen, die hier im Tal um die Area 51 und teilweise bis zu zehn Meilen außerhalb von Rachel aufgestellt sind. Die Radaranlagen hier in der Nähe von Rachel, sind direkt vorm Zaun. Die kann man also von öffentlichem Land aus sehr gut sehen."

Irgendwann endet die Fahrt auf der Schotterpiste. Nicht an einem abgeriegelten Tor, vor dem schwerbewaffnete Soldaten patrouillieren. Lediglich ein paar Schilder, ein Stopp-Zeichen, eine Stacheldrahtrolle links und rechts im Wüstensand symbolisieren: Bis hierher und nicht weiter, obwohl die Straße weiterführt.

Auf den ersten Blick wirkt die strenggeheime Militärbasis völlig unbewacht. Aber das täuscht. An der Seite der Straße sind weitere Bewegungsmelder angebracht. Kameras und sogar Mikrofone sichern das weiträumige Gelände. Bis zum legendären Rollfeld der Area 51 und den Hangars sind es noch 20 Meilen, also etwa 32 Kilometer. Keine Chance bis dahin unentdeckt durchzukommen.

Jörg Arnu geht all das, was er hier sieht und hört und mitbekommt, ganz bodenständig, logisch, ja, wissenschaftlich fundiert an. Wer von ihm irgendwelche Geschichten über Außerirdische hören will, der wird enttäuscht. Mit Ausdauer und durchaus kreativ schöpft er alle legalen Möglichkeiten der Informationssuche aus.

Ausgerüstet mit Scannern und Teleobjektiven

Mit Scannern überwacht er den Funkverkehr, fotografiert mit Teleobjektiven von umliegenden Bergketten die Basis und nutzt auch modernste Technik für seine Recherchen.

"Google Earth ist natürlich heutzutage der absolute Go-to Bereich, wenn man was von der Area 51 sehen will", sagt er. "Nun werden natürlich die Fotos auf Google Earth nicht ständig upgedatet, und so haben wir dreimal, über meine Website habe ich das finanziert, habe selber Satellitenbilder fotografieren lassen. Habe tatsächlich der Satellitenfirma einen Auftrag gegeben: Hier sind die Koordinaten, macht mir mal ein Foto von diesem Bereich auf der Erde, was die Area 51 war. Es hat auch erstaunlicherweise eigentlich keine Probleme gegeben. Die haben mir dann ein Foto erzeugt, ein Satellitenfoto mit einem Meter Auflösung. Inzwischen können sie bis 30 Zentimeter Auflösung erzeugen. Das Ganze hat dann, ich glaube, 2000 Dollar gekostet, die ich dann umgelegt habe, über meine Viewer, über die Website. Ich hatte dann tatsächlich fast ein tagesaktuelles Foto der Area 51."

Sehen kann man all diese Bilder und Informationen auf Jörg Arnus Webseite dreamlandresort.com, eine umfangreiche Sammlung all der Informationen rund um die Area 51, die er und einige interessierte Mitstreiter über die Jahre zusammengetragen haben. Über Spenden wird dieses eher aufwendige Hobby finanziert.

"Wenn man jetzt mehrere von diesen Fotos in einer zeitlichen Folge hat", erklärt er, "dann kann man da ganz toll sehen, welche Bereiche der Basis sich verändern, wo Aktivität ist, wo neu gebaut wird. So sind im südlichen Bereich der Basis in den letzten zehn Jahren zwei ganz große Hangars gebaut worden, wo man jetzt im Nachhinein sagen muss, mit Sicherheit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für das B-21-Projekt. Zumindest einer von den Hangars ist für das B-21-Projekt gebaut worden."

Vom Amateur zum Experten für militärische Flugobjekte 

Der deutsche Area-51-Experte, mittlerweile mit amerikanischem Pass, hat ein anfängliches Hobby zu seinem Lebensinhalt gemacht. Er wirkt dabei nicht besessen, irgendwelche Geheimnisse unbedingt lösen zu müssen. Ganz im Gegenteil, wenn es zur Area 51 kommt, ist er zu einem Experten geworden, der bereitwillig und fundiert über das spricht, was er in teils mühsamen und zeitaufwendigen Recherchen herausgefunden hat.

Wie etwa, dass Tag für Tag rund 1500 Mitarbeiter aus Las Vegas in die Basis geflogen werden. Dafür hat er den Flughafen und das abgesonderte Terminal beobachtet, Satellitenaufnahmen des separaten Parkplatzes ausgewertet und schließlich auch den Funkverkehr zwischen Airport Tower in Las Vegas, den Piloten an Bord und dem Tower in der Area 51 aufgezeichnet.

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"Das geht mit einer Flotte von Boeing 737 Fliegern, die das Rufsignal 'Janet' verwenden", erläutert Jörg Arnu. "Meinetwegen Janet eins, zwei, drei wäre dann der Flug, die Flugnummer. Die kann man auch ohne Weiteres in Las Vegas Scanner hören auf den ganz normalen Air Traffic Control Chanels. Und die fliegen am Morgen dann die Angestellten, in die Area 51 rein. Fliegen leer zurück, hohlen mehr und bringe mehr Leute rein. Wie gesagt, bis zu 1500 Leuten am Tage und am Abend geht das Ganze rückwärts. Die bringen die Leute dann wieder nach Vegas zurück. Das Ganze geht unter ganz großer Geheimhaltung. Und selbst wenn man Leute sieht, dann sind die alle in Zivilkleidung mit irgendwelchen Sporttaschen, wo sie ihre Arbeitskleidung drin haben. Man kann da gar nicht sagen, das ist jetzt hier ein General, der die Basis leitet, und das ist hier ein Hausmeister, der da irgendwo den Keller fegt."

Das FBI hat den Endfünfziger sicherlich schon lange auf dem Radar. Nicht erst seit einem Zwischenfall, bei dem er und ein Freund Besuch von der Bundespolizei bekamen. Es ging um die Bewegungsmelder am Rande der Schotterpiste.

"Und gut, zusammen mit einem Freund habe ich dann eine Methode entwickelt, um die Dinger zu finden", erzählt Jörg Arnu. "Die sind also im Boden verbuddelt, und da guckt nur eine kleine Antenne raus. Ich habe dann eine relativ sichere Methode gefunden, die Dinger zu finden. Und wir haben dann so an die 30 von den Dingern gefunden auf öffentlichem Land. Haben die ausgebuddelt, auseinandergenommen, fotografiert: Die Fotos sind jetzt noch auf meiner Website. Haben sie alle wieder zusammengebaut und wieder verbuddelt. Als guter Deutscher ist man ja ordentlich. Aber uns hat, während wir das getan haben, auch die Security von der Basis beobachtet. Und ich habe mir gedacht, na gut, wenn die jetzt ein Problem damit haben, dann werden Sie das schon wissen lassen."

Ein Hobby mit Risiko 

Die Antwort kam zwei Wochen später. Sein Freund rief an, das FBI habe seine Wohnung durchsucht. Dann bekam Jörg Arnu einen Anruf.

"Ich hatte in der Zwischenzeit einen Anwalt präsent", erzählt er. "Bei mir haben sie das Haus nicht durchsucht, weil der Bescheid nicht entsprechend rechtskräftig war. Aber dadurch, in dem Moment ist schon klar gewesen, dass wir an der Stelle ein bisschen über die Stränge geschlagen haben, und ich habe mich seitdem mit diesen 'Road Sensors' auch nicht unbedingt weiter befasst. Ich weiß zwar immer noch, wie ich es finden kann, wenn ich wirklich will, aber ich lasse da jetzt die Finger von."

Jörg Arnu wirkt auf den ersten Blick nicht gerade wie ein Experte von militärischen Flugobjekten. Er ist ruhig, hat zurückgekämmte Haare, trägt Pferdeschwanz, dazu einen grauen Bart. Ganz bedacht redet er über seine Erfahrungen, Erlebnisse und Recherchen, die ihn auch immer wieder zu der Frage bringen, kann ich das, was ich jetzt hier sehe oder mitbekomme, veröffentlichen.

"Um ein Beispiel zu nennen", sagt er, "die Stealth Helicopter, die in Bin Ladens Compound eingedrungen sind und die dann am Ende auch dazu geführt haben, dass er am Ende ausgeschaltet worden ist, die sind ein paar Tage vor der eigentlichen Aktion, da bin ich ziemlich sicher, hier in der Area 51 getestet worden. Ich habe die Dinger nachts hier fliegen hören, ohne jedes Licht. Ganz leise sind die hier über Rachel geflogen, haben sich eine Weile über dem Dry Lake Bed aufgehalten und sind dann wieder in die Area 51 zurückgeflogen. Ich kann das nicht beweisen, aber ich bin mir ziemlich sicher, ein paar Tage später war das eben in den Medien, dass wir Bin Laden haben. Das wäre so eine Geschichte gewesen, wenn ich diese Aktion veröffentlicht hätte auf meiner Webseite. Es wäre sicherlich kritisch gewesen für die nationale Sicherheit."

Und obwohl er sich selbst bei seinen Recherchen gerne an das hält, was er mit eigenen Augen sieht, amüsiert es ihn auch, dass andere auf der Jagd nach Ufos immer sofort an Außerirdische denken.

"Aber wie gesagt, die Leute wollen Ufos sehen und die sehen dann auch ihre Ufos", sagt er. "Man muss natürlich auch sagen, dass hier teilweise Technologie getestet wird, entwickelt wird in der Area 51, die weit dem voraus ist, was wir heutzutage als Militärtechnologie kennen. Man sieht also teilweise Dinge, Flugzeuge in einer Weise manövrieren, die wir uns gar nicht vorstellen können." 

Alles hat einen logischen Grund, "out here", in der Wüste von Nevada. Zumindest für Jörg Arnu.


Was steckt hinter dem Ufo-Glauben? Laut einer Ipsos-Erhebung glaubt knapp die Hälfte der US-Amerikaner an die Existenz von Ufos - und daran, dass Außerirdische bereits die Erde besucht haben. Ein Glaube, der nun vom Pentagon ein wenig Rückendeckung bekommen zu haben scheint: Das US-Verteidigungsministerium untersucht nun auch ganz offiziell "nicht identifizierte Luftphänomene". Es gibt seit Kurzem eine Ufo-Analysestelle beim Pentagon. USA-Korrespondentin Doris Simon im Interview zu den Hintergründen des Ufo-Glaubens.


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