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Kompressor | Beitrag vom 24.06.2019

Twitter-Spiel So schnell wird man von Beyoncé gefeuert

Rebekka Baden im Gespräch mit Shanli Anwar

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Beyoncé steht in abgerissenen Jeans und einem knallgelben Pullover auf der Bühne und schaut ins Publikum. (Getty Images / Larry Busacca )
Habe ich das Zeug dazu, Beyoncés Assistentin zu sein? Auf Twitter kann man das jetzt testen. (Getty Images / Larry Busacca )

Einmal Beyoncés Assistentin sein - bevor man sich für diesen Glamour-Job bewirbt, kann man auf Twitter ausprobieren, ob man nicht bei der erstbesten Gelegenheit zum Teufel gejagt wird. Die Journalistin Rebekka Baden hat das Clickspiel getestet.

Wie wäre es, einen Tag lang die Assistentin von US-Popstar Beyoncé zu sein? In einem Clickspiel auf Twitter kann man herausfinden, ob man für den Job überhaupt geeignet wäre und nicht schon nach einem halben Tag von der Sängerin gefeuert wird.

Dieser besondere Twitter-Thread wurde von einem Fan namens Green Chyna als eine Art digitaler Entscheidungsbaum kreiert - und mittlerweile fast 80.000 Mal geteilt.

Das Spiel ist simpel. Ab dem Frühstück sind immer wieder Entscheidungen zu treffen: Joghurt und Müsli oder 5-Sterne-Frühstück? Mit welchem Kind telefonieren? Welche Freizeitbeschäftigung? Und wenn man das Falsche wählt, war es das mit dem Glamour-Job.

Schwimmen gehen? Fataler Fehler!

Rebekka Baden, Redakteurin beim Online-Magazin "Vice", hat das Spiel ausprobiert und meint: "Ich wurde schon bei der Auswahl der Freizeit-Aktivität gefeuert." Baden hatte Beyoncé "Schwimmen" vorgeschlagen. Großer Fehler - und tschüs.

Was ist der Sinn dahinter? Will das Spielchen sich über Beyoncé als kapriziösen Star lustig machen?

"Ich kann mir vorstellen, dass das Ganze einfach ein Experiment dafür ist, wie man Twitter im Rahmen des Möglichen und auch mal anders verwenden kann", sagt die Journalistin. Der Thread erinnere viele User an den interaktiven Netflix-Film "Black Mirror: Bandersnatch", bei dem man das Geschehen beeinflussen konnte.

Austesten der Möglichkeiten

Kunst ist das Clickspiel für Baden allerdings eher nicht - schon eher einfaches Entertainment. So etwas gebe es bereits in etwas anderer Form auf Twitter - wo jede Person mit einem Satz einer Geschichte etwas hinzufügen und ihr eine neue Richtung geben könne.

Twitter - als große Projektions- und Multiplikationsfläche - habe für solche Experimente vermutlich mehr Möglichkeiten als andere soziale Medien wie Instagram oder Facebook, sagte Baden.

(mkn)

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