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Lesart | Beitrag vom 20.07.2019

"Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen" Plädoyer für eine offene Streitkultur

Von Christian Rabhansl

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"Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen" herausgegeben von Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema, Meron Mendel (Verbrecher-Verlag)
Ein Buch, voll harter und konstruktiver Kritik. (Verbrecher-Verlag)

Der Band "Trigger Warnung" versammelt (selbst)kritische Stimmen zu identitätspolitischen Fallstricken. Eine Sachbuch-Empfehlung zur Ferienzeit aus unserer Lesart-Redaktion.

Trigger Warnung: Überall sollen Unterdrückte und Marginalisierte vor Verletzungen beschützt werden. Wer nicht selbst davon betroffen ist, darf nicht mehr mitdiskutieren. Und Marginalisierte haben automatisch recht. Stimmt das? Hat linke Identitätspolitik mittlerweile quasi religiöse Züge und ein fundamentalistisches Ausmaß erreicht? Dieser Band versammelt (selbst)kritische Stimmen zu identitätspolitischen Fallstricken. Spannend ist das, weil die Autorinnen und der Autor die Errungenschaften dieser Identitätspolitik für grundlegend richtig und wichtig halten.

Abkühlung gegen die geistige Überhitzung

Und gerade deshalb für mehr Fehlertoleranz und weniger Dogmatismus werben. Dieses Buch steckt voll harter, konstruktiver Kritik, es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine offene und ehrliche Streitkultur, die aber Rücksicht nimmt. Und weil ich ganz ähnlich wie die Herausgeber befürchte, dass wir uns als Gesellschaft in eine Dialog-Unfähigkeit hineinmanövrieren, deshalb ist dieses Buch meine Empfehlung für die Sommerferien. Ein bisschen Abkühlung gegen geistige Überhitzung.

"Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen"
Herausgegeben von Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema, Meron Mendel
Verbrecher-Verlag, 2019
270 Seiten, 18 Euro

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