Sonntagsrätsel Ausgabe Nr. 2886

Gesucht wurde: das REISIG

Ein Igel ganz nah fotografiert auf einem grünen Untergrund.
Ein nachtaktives Tier: der Igel. © imago images / JanPietruszka
Moderation: Ralf bei der Kellen · 13.11.2022
„Abgebrochene oder vom Baum gefallene dürre Zweige“ – so beschreibt es der Duden. Reisighaufen sind beliebte Überwinterungsplätze von Igeln. „Reisig“ als Adjektiv bedeutete früher, dass sich jemand (meistens reitend) auf der Reise befand.

Gesucht wurde: ein Substantiv (früher auch mal ein Adjektiv) mit sechs Buchstaben.

1. Frage

Der Igel hat ein durchweg positives Image: Ein knuffiger Einzelgänger, der sich bei Gefahr defensiv im Stachelkleid verkriecht; der aber, wenn Not am Tier ist, es auch mal mit einer Schlange aufnehmen kann. Daher kommt übrigens auch sein Name: Das Wort „Igel“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie „Schlangenfresser“. Der zur ersten Musik gesuchte Kabarettist und Liedermacher kommt aus Hamburg. 1977 erschien auf seiner LP „Heiliger Marx“ das Lied „Ich möchte gern ein Igel sein“. Sein größter Hit war das Lied „Das macht doch nichts, das merkt doch keiner“. Am 23. Mai 2022 ist er in seiner Heimatstadt verstorben. Der letzte Buchstabe aus seinem Familiennamen macht den Auftakt zum gesuchten Ratebegriff.

R – Hans Scheibner

2. Frage

Mitte November gehen nicht nur die Igel allmählich in den Winterschlaf; es beginnt auch langsam aber sicher, zu Weihnachten. In der Sendung zu hören ist Alice Babs mit dem Lied „Tomten och Igelkotten“. Letzterer ist der Igel, ersterer ein Kobold oder eben der Weihnachtsmann. Und aus welchem Land stammt Alice Babs? Aus seinem deutschen Namen wird gesucht: der fünfte oder der siebte Buchstabe (wobei Sie bitte die Regierungsform bitte ignorieren).

E – Schweden

3. Frage

Auch zur dritten Musik suchen wir das Herkunftsland eines Künstlers. Und das ist in diesem Fall der Dirigent Sergiu Celibidache, berühmt nicht zuletzt für seine beißende Kritik an Kolleginnen und Kollegen (vor allem Herbert von Karajan) und seine Weigerung, für die Konserve, sprich: die Schallplatte zu spielen. Wobei er eine Ausnahme machte: 1979 nahm er seine Orchestersuite „Der Taschengarten“ auf. In dieser kommt der Igel gleich mehrfach vor, so zum Beispiel in „Aus einem Igel wurden zwei“. Und aus welchem Land stammte der Komponist und Dirigent? Im Norden grenzt es an die Ukraine, im Osten ans Schwarze Meer. Aus seinem Namen soll notiert werden: der sechste Buchstabe.

I – Rumänien

Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin, oder senden Sie uns ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608.

4. Frage

Der Igel ist auch Held zahlloser Kinderlieder. 1962 besang ihn die französische Sängerin Anne Sylvestre in dem Stück „Hérrison“. In den „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm gibt es die Geschichte vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Und wie heißt der Igel in diesem ursprünglich aus dem norddeutschen Raum stammenden Schwank? Kleiner Tipp: Es wird ihm hier ein anderer Tiername vorangestellt. Das Wort wird auch als Schimpfwort für als unmoralisch empfundene Menschen gebraucht, was vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass der Igel unter anderen in der Lutherbibel zu den unreinen Tieren gezählt wird. Aus dieser Bezeichnung notieren Sie bitte: den ersten Buchstaben.

S Swinegel / Schweinigel

5. Frage

Dem Musiker und Komponisten Rudolf August Ordnung muss irgendwann gedämmert haben, dass es unter seinem bürgerlichen Namen schwer werden würde mit der Karriere. Und so gab er sich den „gewitzten“ Namen Peter Igelhoff. 1941 nahm er das Lied „Delirium“ auf. Den Nazis missfiel solcherlei swingendes Liedgut, und so jagten sie den vorwitzigen Igel an die Front. Und in welcher Stadt wurde Peter Igelhoff 1904 geboren? Der zweite Buchstabe aus dem Namen dieser europäischen Metropole bringt Sie der Lösung einen Schritt näher.

I – Wien

6. Frage

1982 besang der Autor, Kabarettist und Cellist Franz Hohler eine „Igel-Züglete“. Und mit welchem deutschen Wort würde man das schweizerische „Züglete“ allgemein übersetzen? Fünf Buchstaben hat dieses Substantiv; sein letzter Buchstabe ist auch der letzte des diesmal gesuchten Ratebegriffs.

G - Umzug

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