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Kompressor | Beitrag vom 24.05.2016

RuhrfestspieleWenn Zombies die Festung Europa angreifen

Robert Koall im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Der Chefdramaturg des Staatsschauspiels Dresden, Robert Koall, spricht am 26. Januar 2015 bei einer Großveranstaltung in Dresden, bei der tausende Bürger ein Zeichen für Weltoffenheit setzen wollen (Imago / Max Stein)
Robert Koall, Chefdramaturg des Staatsschauspiels Dresden, macht sich gegen den Missbrauch der Flüchtlingsfrage stark. (Imago / Max Stein)

Eine monströse Armee bedroht Europa: Robert Koall hat "Die lebenden Toten" des dänischen Autors Christian Lollike für die Ruhrfestspiele Recklinghausen dramaturgisch bearbeitet. Hat er denn keine Bedenken, Flüchtlinge als Zombies zu zeigen, wollen wir von ihm wissen.

Das klingt verdammt gut, was sich der dänische Theaterautor Christian Lollike für die Bühne ausgedacht hat: Ein Zombiedrama mitten in Europa! Der ganze Kontinent ist zur Festung ausgebaut und wird von einer Armee der Untoten bedroht. Die kommt locker übers Mittelmeer – denn: Einmal gestorben ist man ja schon.

Die Migrationskrise als Blaupause

Relativ klar ist, dass die Migrationskrise die Blaupause für das Bühnenstück "Die lebenden Toten" liefert. Am Abend hat es auf den Ruhrfestspielen in Recklinghausen Premiere - als Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden. Auf dessen Spielplan sind der Widerstand gegen Rechtspopulismus und der Missbrauch der Flüchtlingsfrage seit mehr als einem Jahr prägende Themen. 

Im "Kompressor" spricht Stephan Karkowsky mit dem Dresdner Chefdramaturgen Robert Koall. Ob er denn keine Bedenken hatte, Flüchtlinge als Zombies dargestellt zu sehen, hat er ihn unter anderem gefragt.

Die lebenden Toten
Von Christian Lollike
Regie: Tilmann Köhler
Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen in Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden

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