Seit 11:05 Uhr Lesart

Samstag, 21.09.2019
 
Seit 11:05 Uhr Lesart
Tagesprogramm Freitag, 19. April 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

Vive les fantômes
Komposition und Realisation: Martin Brandlmayr
Produktion: SWR 2018
Länge: 54'40

Preisgekrönte Klangkomposition mit O-Tönen von Miles Davis, Jacques Derrida, Billie Holiday und Thelonious Monk.

Was in der Musik die Schleife ist, zum Beispiel der Loop oder die Fuge, ist in der Theorie von Jaques Derrida das Gespenst. Flüchtige Figurationen gespeist aus Erinnerung und Wiederholung. In seinem Radiodebüt trifft der Jazzmusiker Martin Brandlmayr mit den erweiterten Klangmöglichkeiten seines Schlagzeugspiels auf die Gespenster, die sein Schaffen geprägt haben: Miles Davis, Jacques Derrida, Billie Holiday und Thelonious Monk.

Martin Brandlmayr, geboren 1971 in Bad Ischl in Österreich, studierte Schlaginstrumente an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit der Band "Radian" tourte er weltweit und veröffentlichte sieben Alben. Darüber hinaus ist er Mitglied der Gruppen Polwechsel und Trapist. Intensive Auseinandersetzung mit dem Schlagzeug als Groove-Instrument und als erweiterter Klangkörper. Die Komposition gewann 2018 den Karl-Sczuka-Preis.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Wolfgang Meyering

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Klassik
Studioproduktionen mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Werke von
Karl Weigl
Franz Schreker
Dmitri Kabalewski
Walter Braunfels
Ralph Vaughan-Williams
Franz Schmidt

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017-2018

Moderation: Stefan Lang

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Neuapostolische Kirche

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Ein Zeugnis des Karfreitags?
Warum die Faszination um das Turiner Grabtuch anhält
Von Martin Korden
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Leo - eine Heldengeschichte
Von Hans Zimmer
Gelesen von Fabian Busch
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Moderation: Tim Wiese

Leo wäre so gern ein Held. Aber leider ist er keiner. Doch vielleicht kann er ja einer werden.

Einmal ist Leo am Zaun vorbeigegangen und hat an gar nichts gedacht, ausnahmsweise. Plötzlich stand der große Hund vor ihm und versperrte ihm den Weg. Er hat Leo angestarrt und dann aus tiefster Kehle geknurrt. Das wäre einmal mehr der richtige Moment gewesen, ein Held zu sein. Doch Leo konnte nicht, er stand da wie angenagelt und erst als Herr Murr kam und sagte: „Wotan sitz!” und den Hund beiseite zog, konnte er weitergehen. Noch an diesem Nachmittag traf Leo eine Entscheidung. Von nun an würde er mutig sein, heldenhaft mutig und Wotan war genau der richtige Hund, um das zu erlernen.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Schlafen Fische?
Von Jens Raschke
Ab 8 Jahre
Regie: Judith Lorentz
Komposition: Lutz Glandien
Mit: Fea Faika
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 50'17
Moderation: Tim Wiese

Jette erzählt uns, wie das war, als ihr Bruder Emil krank wurde und dann plötzlich nicht mehr da war.

Jette ist zehn geworden, am letzten Sonntag. Zehn, das ist eine Eins mit einer Null dahinter, weiß Jette. Jettes Papa sagt, das nennt man zweistellig. Jettes Bruder Emil ist nur sechs geworden. Das ist bloß einstellig. Jette erzählt uns, wie das so war, als Emil krank wurde und dann plötzlich nicht mehr da war. Sie erinnert sich an die Zeiten davor, an schöne Urlaube mit der Familie, an die üblichen Neckereien zwischen Geschwistern und an all die Fragen, die sie ihren Eltern stellte und auf welche diese nie eine Antwort hatten. Können Blindschleichen niesen? Wieso ist die Sonne so heiß? Schlafen Fische? Und was ist das eigentlich, sterben?

Jens Raschke, geboren 1970, Studium der Nordischen Literaturwissenschaft und Geschichte. Arbeitet als Autor, Dramaturg und Regisseur für das Kinder- und Jugend Theater in Kiel. Für "Schlafen Fische?" bekam er 2012 den Mühlheimer KinderStückePreis.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Feiertagsmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
feiertagsmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

11:00 Nachrichten

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

12:30 Uhr

Die Reportage

Die Lichtbringer
Ein deutsches Startup erzeugt Solarstrom in Mali
Von Thomas Kruchem

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Literatur

Darniederliegen
Über Krankheit, Schmerz und schöne Worte
Von Katharina Döbler
(Wdh. v. 16.11.2008)

Die Krankheit eines Literaten ist nichts anderes als - eine Krankheit. Was natürlich nur mit einem, am besten mit mehreren Texten zu beweisen ist. Manche gehören zur Weltliteratur.

Krankheiten sind Grenzerfahrungen, die einem schon ein schmerzender Zahn zu schenken vermag. Als existenzielle Erfahrungen, die vom Geist oder dem Körper ausgehen können und den ganzen Menschen ergreifen, sind sie immer wieder literarisch behandelt worden. Manche Krankheiten traten in der Literatur vermutlich gar epidemischer als in der Wirklichkeit auf: die Schwindsucht zum Beispiel. Tuberkulose sei die metaphorische Krankheit des Schönen, befand einst Susan Sontag. Grippe dagegen sei zwar hochinteressant, aber fast unmöglich zu erzählen, stellte Virginia Woolf fest (und fand doch nicht wenige, schöne Worte für die Infektion). Und der todkranke Roberto Bolaño stellte fest, dass die Krankheit eines Literaten letztlich nichts anderes sei - als eben eine Krankheit. Was natürlich am Besten mit Hilfe eines Textes zu beweisen ist. Oder gleich mehreren Texten. Manche gehören zur Weltliteratur.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Musik im Gespräch

"Dein Kreuz ist unser Trost"
Karfreitag und Ostern in der Kirchenmusik
Gast: Konrad Küster, Musikwissenschaftler (Universität Freiburg)
Moderation: Holger Hettinger
(Wdh. v. 02.04.2018)

15:00 Nachrichten

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Klavierwerke von
Francis Poulenc
Arthur Honegger
Georges Auric

Corinna Simon, Klavier

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Moderation: Miron Tenenberg

Zum Feiertag Pessach
Die Geschichte, wie Moses das Meer teilte, ist überall bekannt. Es ist ein wichtiges Detail der Pessachgeschichte, die heute Abend erzählt wird.
Von Eva Bartolmai

Israel ist zu Pessach das perfekte Urlaubsland
Gerald Beyrodt wollte zu Pessach Urlaub machen - und das möglichst koscher. In Israel verbringt er nun wiederholt das einwöchige Fest und findet, dass es die einfachste Möglichkeit darstellt, diesem Fest näher zu kommen.
Gespräch mit dem Jounalisten

Zum klingenden Schabbat:
Pessach-Hymne „Elijahu Hanawi“
Der kanadische Künstler Socalled mit einer modernen Interpretation des traditionsreichen Liedes

18:20 Uhr

Zum jüdischen Fest Pessach

"...Ich werde ein Glas der Erlösung erheben und den Namen Gottes anrufen."
Von Evelyn Bartolmai

Die Weinrebe gehört zu den sieben Früchten, mit denen das Gelobte Land gesegnet ist. Ein besonders prächtiges Exemplar brachten der Bibel zufolge die von Moses ausgesandten Kundschafter den noch durch die Wüste irrenden Israeliten mit, und bis heute wird ein spezieller Segen gesprochen, wann immer Juden Wein trinken. Zum Pessach-Fest gibt es gar die Verpflichtung, vier Becher Wein zu trinken, denn der Rebensaft gilt als das Symbol von Freiheit und Lebensfreude. Die vier Becher wiederum erinnern an die vier Erlösungen, die die Kinder Israels mit dem Auszug aus Ägypten durch Gott erfahren haben, und sie stehen auch für die vier Verdienste, die sie sich der Tradition nach im Exil erworben haben: Sie änderten nicht ihre hebräischen Namen, hielten standhaft an der hebräischen Sprache fest, verhielten sich in höchstem Maße moralisch und erwiesen einander absolute Loyalität. Und es gibt weitere Gründe für den Brauch, vier Becher Wein zu trinken.

18:30 Uhr

Hörspiel

Fünf Mann Menschen
Von Ernst Jandl und Friederike Mayröcker
Vorgestellt von Hannsjörg Schitthenner
Regie: Peter Michel Ladiges
Mit: Günther Neutze, Helmut Wöstmann, Jürgen Schmidt, Friedrich von Bülow, Gian Fadri Töndury, Gerhard Remus, Hans Timerding, Ellen Xenakis, Heiner Schmidt, Dinah Hinz, Christine Davis, Ute Remus, Isabel Stumpf, Renate E. Bauer
Ton: Hans Wurm
Produktion: SWF 1968
Länge: 44'20

Die Humanisten
Von Ernst Jandl
Kommentiert von Hermann Bohlen
Regie: der Autor
Mit: Peer Augustinski, Eva Garg, Ernst Jandl, Walter Riss
WDR 1977
Länge: 26'56

Der Kreislauf des Lebens in kurzen Szenen und die Begegnung zweier Nobelpreisträger.

Anschließend:
Ein Kommentar von Hermann Bohlen zu “Die Humanisten“

Fünf Mann Menschen
Im Schnellverfahren werden in kurzen Szenen zentrale Lebensereignisse durchgespielt: von der Gebärklinik über Elternhaus, Schule, Berufsberatung, Militär, Krieg, Spital, Gericht, Gefängnis, Erschießung wieder zurück zur Gebärklinik. Ausgezeichnet mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1969.

Die Humanisten
Jandl lässt zwei Nobelpreisträger, einen Literaten und einen Historiker, das Loblied auf die deutsche Sprache und die große deutsch-österreichische Geistesgeschichte singen.

Friederike Mayröcker, geboren 1924 in Wien, ist eine österreichische Lyrikerin und Dichterin. Erhielt viele Literaturpreise, u.a. 2001 den Georg-Büchner-Preis. Autorin zahlreicher Hörspiele. Karl-Sczuka-Preis für "Das Couvert der Vögel" (WDR 2001), Ö1-Hörspiel des Jahres für "Oper!" (ORF 2017). Zuletzt: "Das unbestechliche Muster der Ekstase" (ORF 2018).

Ernst Jandl, 1925 geboren in Wien, wo er im Jahr 2000 starb. Schrieb Lyrik, Hörspiele und Theaterstücke. Gewann zahlreiche Preise, so etwa 1984 den Büchner-Preis oder 1995 den Hölderlin-Preis. Schrieb u.a. die Hörspiele "Das Röcheln der Mona Lisa" (BR/HR/NDR 1970) und "Aus der Fremde" (HR/WDR 1980). Jandl wurde 1989 mit dem Frankfurter Hörspielpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Friederike Mayröcker und Ernst Jandl seit 1954. Gemeinsame Hörspiele u.a. "Der Gigant" (WDR 1969), "Spaltungen" (WDR/SWF 1970) sowie "Fünf Mann Menschen" (SWF 1968).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 25.03.2019

Johann Sebastian Bach
"Johannes-Passion" für Soli, gemischten Chor und Orchester BWV 245

Marie-Sophie Pollack, Sopran (1. Teil)
Anja Petersen, Sopran (Arie "Zerfließe, mein Herze")
Benno Schachtner, Altus
Werner Güra, Tenor (Evangelist)
Raphael Höhn, Tenor (Arien)
Stefan Drexlmeier, Bass (Petrus)
Jonathan de la Paz Zaens, Bass (Christus)
Johannes Schendel, Bass (Pilatus und Arioso "Betrachte, meine Seel")
Matthias Lutze, Bass (Arie "Eilt, ihr angefochtnen Seelen")
Andrew Redmond, Bass (Arie "Mein teurer Heiland")

Akademie für Alte Musik Berlin
RIAS Kammerchor
Leitung: Justin Doyle

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thomas Jaedicke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Gabi Wuttke

Streit über ein Tianamen-Foto zwischen China und Leica
Von Steffen Wurzel

Kultursponsoring mit schmutzigem Geld
Beispiel Los Angeles
Von Kerstin Zilm

Von Pflanzen und Menschen
Ausstellung im Hygienemuseum Dresden
Gespräch mit der Kuratorin Kathrin Meyer

Cinderella, Sindbad & Sinuhe
Arabisch-deutsche Erzähltraditionen im Ägytischen Museum, Berlin
Von Maria Ossowski

Büchermachen in Zeiten des Populismus
Der Südtiroler Folio-Verlag wird 25
Von Dirk Fuhrig

Kunstwerke aus Kohle
Atelierbesuch bei der Künstlerin Alejandra Prieto
Von Tom Mustroph

Kulturpresseschau
Von Adelheid Wedel

April 2019
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