Seit 17:05 Uhr Studio 9
Donnerstag, 29.10.2020
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 23. August 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Stunde 1 Labor

Gundermanns Erbe
Leben und Lieder eines Unbequemen
Jörg Degenhardt und Magdalena Neubig im Gespräch mit der Filmemacherin Grit Lemke
(Wdh. v. 10.05.2020)

Gundermann - die einen verklären den singenden Baggerfahrer aus der Lausitz als „Bob Dylan vom Tagebau“, als Stimme des Ostens; andere halten ihn für einen naiven Traumtänzer und Stasi-Zuträger. Und dann gibt es nach wie vor viele, vor allem im Westen der Republik, die mit dem Namen überhaupt nichts anfangen können. Dabei hat der Spielfilm „Gundermann“ von Andreas Dresen den Ruhelosen wie Zerrissenen kräftig ins öffentliche Bewusstsein geschoben. Mit „Gundermann Revier“ folgte eine berührende Dokumentation von Grit Lemke, die mit ihm einst in Hoyerswerda aufwuchs. Sie lässt das Publikum noch dichter heranrücken an einen unbequemen Zeitgenossen, dessen Lieder auch heute noch ihren besonderen Zauber entfalten; 22 Jahre nach seinem frühen Tod mit 43 und längst über die Grenzen von Gundermanns Revier hinaus.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Diskurs

Wendezeit in Belarus - Europas letzte Diktatur vor dem Ende?

Es diskutieren:
Sergey Lagodinsky (Bündnis 90/Die Grünen), Europaabgeordneter
Maria Davydchyk, Kulturwissenschaftlerin aus Belarus
Thielko Grieß, Deutschlandradio-Korrespondent in Moskau
Moderation: Birgit Kolkmann
(Wdh. v. 21.08.2020)

In Belarus halten die Proteste gegen die offensichtlich gefälschte Präsidentenwahl an. Amtsinhaber Lukaschenko droht den Demonstranten, mit denen die EU sich solidarisiert. Russland warnt vor Einmischung. Steht Europas letzte Diktatur vor der Wende?

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jörg Adamczak

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Oliver Schwesig

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Hindu-Gemeinde

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Sorget nicht"?
Was durch schwere Tage hilft
Von Pfarrerin Angelika Scholte-Reh, Kroppen
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Feature
Was das Internet über dich weiß
Von Marcus Richter
Moderation: Fabian Schmitz

Erst eine kurze Suche wegen der Hausaufgaben, dann ein neues Foto posten und anschließend mit den Freunden irgendwelche lustigen Clips ansehen. Bei allem, was wir im Internet machen, hinterlassen wir Spuren. Und heißt es nicht, das Internet vergisst nichts?
Doch was weiß das Internet wirklich über mich und kann ich darauf Einfluss nehmen?

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kinderhörspiel
Der Sandelf
Von Mario Göpfert
Nach der Erzählung von Edith Nesbit
Ab 7 Jahre
Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Komposition: Jakob Diehl
Mit: Boris Aljinovic, Anna Huthmann, Wyn Laurids Engeholm, Anton Kurth u.a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Moderation: Fabian Schmitz

Dass alle Wünsche in Erfüllung gehen - wer hat davon noch nicht geträumt? Doch es kann fatale Folgen haben, wenn alle Sehnsüchte in Erfüllung gehen.

Ein seltsames Wesen entdecken Anthea, Robert und Cyrill beim Spielen in der Sandgrube. Es hat ein Fell, Fledermausohren, Stielaugen und kann sprechen. Es sei ein Sandelf und könne Wünsche erfüllen, behauptet es. Wünsche erfüllt bekommen! Wer hat davon nicht schon geträumt? Aber was soll man sich wünschen, wenn dies plötzlich möglich ist? Anthea, Robert und Cyrill müssen bald erkennen, dass ihre Wünsche zwar in Erfüllung gehen, doch auf andere Weise als gedacht und meist mit fatalen Folgen. Das Wünschen scheint eine hohe Kunst zu sein, die kaum jemand beherrscht. Am Ende jedenfalls bringen die drei Kinder ihren kleinen Freund so in Bedrängnis, dass sie ihm selbst einen Wunsch erfüllen müssen.

Edith Nesbith, (1858- 1924), englische Schriftstellerin, bekannt durch ihre fantasievollen Kinderbücher.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kakadu

Magazin
Moderation: Fabian Schmitz
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Plus Eins

Moderation: Sonja Koppitz

11:00 Nachrichten

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Die Reportage

Erinnerung ohne Zeitzeugen
Wie Geschichte weiterlebt
Von Elin Hinrichsen

Es sind Gänsehaut-Momente, wenn Holocaust-Überlebende in Schulen ihre Geschichten erzählen. Aber die Zeitzeugen sind inzwischen sehr alt und bald wird es keine mehr geben, die aus erster Hand berichten könnten. Hier knüpft der Verein Zweitzeugen e.V. - Heimatsucher heute aus Essen an:
Der Verein sammelt die Biografien von Holocaust-Überlebenden und junge Leute erzählen sie weiter. Sie werden zu sogenannten „Zweitzeugen“ ausgebildet. Als solche beschäftigen sie sich intensiv mit dem Lebensweg „ihrer“ Zeitzeugen und tragen deren Schicksal in Schulklassen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler selbst zu „Zweitzeugen“ zu machen, so dass sie Verantwortung übernehmen gegen das Vergessen und ihrerseits das Erfahrene weitergeben.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Stephanie Rohde

u.a.:
Rezension: Lisa Herzog: "Die Erfindung des Markts"

Woko

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Moderation: Ralf Bei der Kellen

Kreuzigung im Krankenhausbett
Viele Psychosen gehen mit religiösen Wahnvorstellungen einher
Von Michael Hollenbach

Anorexia Mirabilis
Die heilige Magersucht?
Das Fasten hat in allen Religionen eine lange Tradition
Von Kirsten Serup-Bilfeldt

Die Grenze ist dort, wo das Leiden beginnt
In Jerusalem liegen wichtige Stätten dreier Weltreligionen
Von Brigitte Jünger

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Zur Gemütsergötzung
Gustav Leonhardt und die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach
Moderation: Johannes Jansen
(Wdh. v. 31.08.2008)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Thomas Jaedicke

Des Kaisers längst vergessenes Stadion: Golfen und Geschichte in Slubice
Von Wolfgang Weber

Deutsch-Polnische Golffreundschaft: Mehr als eine Sportverbindung

Sport als Exportschlager 1: Was die Briten den Deutschen hinterlassen haben
Von Heinz Schindler

Sport als Exportschlager 2: Netball, eine Basketball-Variante aus Great Britain
Von Thomas Wheeler

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Ohne Druck von unten bewegt sich nichts
Zur Perspektive menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht im Sport                                                                 
Von Anton Klischewski und Günter Herkel

Der deutsche Profisport steht - ähnlich wie große Teile der Privatwirtschaft - noch ganz am Anfang eines konsequenten Bekenntnisses zu menschenrechtlicher Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit Menschenrechten flammt zwar häufig im Kontext sportlicher Großereignisse auf. Etwa, wenn es um Katar, den Ausrichter der Fußball-WM 2022 geht. Ein Land, das beim Bau von Sportstadien seine Gastarbeiter skrupellos Zwangsarbeit und Menschenhandelmethoden unterwirft. Was Vereine wie den deutschen Rekordmeister Bayern München, aber auch Bundesligakonkurrenten wie den FC Schalke 04 nicht daran hindert, regelmäßig Trainingslager in diesem Emirat auszurichten. Auch ein deutscher Vorzeigeathlet wie Triathlon-Superstar Jan Frodeno ist sich nicht zu schade, für ein Team aus dem gleichfalls unter Menschenrechtsaspekten kritisierten Königreich Bahrain zu starten. Immerhin: Große internationale Sportorganisationen, allen voran IOC, FIFA und UEFA, kündigen an, ihre bisherige Politik bei der Vergabe und Durchführung von Sportereignissen zu überdenken. Die Überwachung und Einhaltung von Menschenrechtsstandards in den Lieferketten sieht auch der 2017 von der Bundesregierung veröffentlichte „Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ vor. Ob er aber in Gesetzesform gegossen wird, erscheint in Zeiten von Corona eher zweifelhaft.

18:30 Uhr

Hörspiel

Die vierzig Tage des Musa Dagh (1/2)
Nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
Mit: Alexander Fehling, Vincent Leittersdorf, Stefan Viering, Christian Grashof, Sebastian Blomberg, Josef Ostendorf, Valery Tscheplanowa, Robert Gallinowski, Peter Kurth, Edgar M. Böhlke, Lukas Rüppel, Isaak Dentler, Nico Eleftheriadis, Horst Hildebrand, Thomas Huber, Torben Kessler, Oliver Kraushaar, Florian Kroop, Andreas Leupold, Sebastian Mirow, David Rott, Andreas Helgi Schmid, Berthold Toetzke, Stefan Viering
Komposition: Araik Bartikian, David Kuckhermann
Ton: Daniel Senger
Produktion: SWR / NDR / HR 2015
Länge: 88'01

1915: Sieben armenische Dörfer nehmen ihre Vertreibung und Vernichtung nicht hin und verschanzen sich auf ihrem Hausberg. Hörspiel nach Franz Werfels historischem Roman über den Völkermord an den Armeniern.

Gabriel Bagradian kehrt nach 23 Jahren, die er in Paris verlebt hat, in seine armenische Heimat am Fuße des Musa Dagh zurück. Der Besuch in Yoghonoluk soll nur kurze Zeit in Anspruch nehmen, doch noch während sich Gabriel mit Frau und Kind in Armenien aufhält, bricht der Erste Weltkrieg aus. Die Familie sitzt fest. Das Osmanische Reich plant die Verschickung der gesamten armenischen Minderheit. Doch statt sich wie die meisten seiner Leidensgenossen in das schreckliche Schicksal der Deportation zu fügen, setzt Gabriel alles auf eine Karte: Auf dem Musa Dagh sucht er mit 5.000 Armeniern Zuflucht vor Verfolgung, Verschleppung und Ausrottung durch die Türken. Sein verzweifelter Triumph heißt erbitterter Widerstand, koste es, was es wolle.
In einer Nachbemerkung schreibt Franz Werfel in der Erstausgabe seines Romans: „Dieses Werk wurde im März des Jahres 1929 bei einem Aufenthalt in Damaskus entworfen. Das Jammerbild verstümmelter und verhungerter Flüchtlingskinder, die in einer Teppichfabrik arbeiteten, gab den entscheidenden Anstoß, das unfassbare Schicksal des armenischen Volkes dem Totenreich alles Geschehenen zu entreißen.“

Franz Werfel (1890-1945), österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutschböhmischer Herkunft, avancierte in den 1920er und 1930er Jahren zu einem der meistgelesenen deutschsprachigen Romanciers. Seine Werke, darunter auch Theaterstücke und Lyrik, werden dem lyrischen Expressionismus zugerechnet. Viele wurden für Film und Hörfunk adaptiert, darunter „Jacobowsky und der Oberst“ (NWDR 1948) und „Das Lied von Bernadette“ (SWF 1954). 1938 emigrierte Werfel nach Frankreich, 1940 über Spanien in die USA. Er starb in Beverly Hills. „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ erschien 1933 in Wien und Berlin und wurde in Deutschland zwei Monate später verboten.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 03.06.1994

Alexander Skrjabin
Sinfonie Nr. 1 E-Dur für zwei Solostimmen, gemischten Chor und Orchester op. 26
"Prometheus" für Orchester, Chor und Klavier

Brigitte Balleys, Mezzosopran
Sergej Larin, Tenor
Peter Jablonski, Klavier
Bernhard Hartog, Violine
Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Vladimir Ashkenazy

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Literatur

Reihe: Lyriksommer
Das deutsche Gedicht in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts
Adolf Endler im Gespräch mit Stephan Hermlin
Moderation: Karl Mickel
Produktion: Deutschlandsender Kultur
(Wdh. v. 23.01.1993)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Marietta Schwarz

u.a.:
Wolfgang Herrndorfs Vermächtnis und Welterfolg: Vor 10 Jahren erschien "Tschick"

Nach 46 Jahren Deutschland-Premiere: "Die Verfolgten" auf Arte

Historische Schneise: Weg zwischen Schloss Ettersburg und Buchenwald verrottet

Schmalspurausgabe: Tanz im August und die Lage der Tanzszene

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

August 2020
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