Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 21.01.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 23. August 2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"Ich träume noch immer vom Lager..."
Eine Lange Nacht über Gulag-Frauen und ihre Kinder
Von Meinhard Stark
Regie: Rita Höhne

Zwischen Ende der 20er- und Mitte der 50er-Jahre waren mehrere Millionen Frauen im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, inhaftiert. Sie entstammten allen sozialen Schichten, den verschiedensten nationalen Identitäten und verfügten über ganz unterschiedliche politische und religiöse Überzeugungen. Eines jedoch war allen politischen Gefangenen gleich, sie trugen keinerlei Schuld. Frauen, die jahrelange Gulag-Haft überlebten, erzählen in beeindruckenden Schilderungen über Alltagserfahrungen, Zwangsarbeit, Haftordnung und ihren Kampf ums Überleben. Zu den vergessenen Opfern des stalinschen Terrors gehören ihre Kinder - egal ob vor, während oder nach der Haft geboren. Hunderttausende Mädchen und Jungen vegetierten nach der Verhaftung ihrer Eltern jahrelang in Kinderheimen oder später mit ihren überlebenden Müttern bzw. Vätern in der Verbannung. Zehntausende kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt und mussten ihre ersten Lebensjahre, völlig unzureichend versorgt, in kärglichen Kinderbaracken verbringen. Minderjährige sperrte die sowjetische Führung zu Hunderttausenden in „Arbeitsbesserungskolonien“ oder gleich in den Gulag. Die Annäherung der Mütter und Kinder gestaltete sich nach den Jahren der Trennung als problematisch. Wie verlief das erste Wiedersehen? Welche Erwartungen erfüllten sich, welche wurden enttäuscht? Wie gingen sie mit ihren Erfahrungen um? Konnten sie sich ihre Erlebnisse erzählen oder schwiegen sie, in der Hoffnung, den anderen nicht zu belasten? Auch darüber erzählen überlebende Gulag-Frauen und ihre Kinder in dieser 'Langen Nacht'.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Andreas Müller

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Frank Sinatra - Die Stimme (1/6)
Von Siegfried Schmidt-Joos
RIAS 1980
Vorgestellt von Margarete Wohlan
(Teil 2 am 27.09.2014)

Er ist "the Voice" - die Stimme, die das Unterhaltungsgewerbe fast ein halbes Jahrhundert dominiert hat, nicht nur in Amerika. 1980 hat sich der Musikjournalist Siegfried Schmidt-Joos dem damals 65 Jahre alten, aber immer noch Frankieboy genannten Künstler in einer Reihe für den RIAS genährt. Darin enthalten: die Wege und Irrwege des Solisten Sinatra; die Eroberung Hollywoods; der Wandel vom Jazz- zum Popsänger sowie der lange Abschied und die bald unweigerlich folgenden Comebacks. Doch auch der private Sinatra und der Businessman kommen vor. Der Unternehmer und Weltstar. Seine Geschäfte in Las Vegas, die Nähe zur Mafia, der Einfluss auf Präsident Kennedy: ein Musiker, dessen Facettenreichtum seinesgleichen sucht. In der ersten Folge geht es nach einer einführenden Würdigung um die frühen musikalischen Jahre Sinatras: erste Auftritte 1939 mit der Henry James Band - zunächst als anonymes Orchestermitglied, schon bald danach als Star, der seine Begleiter in den Schatten stellt.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: André Hatting

06:23 Wort zum Tage

Von Dietrich Heyde
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Ferguson oder die Alltäglichkeit der Gewalt
Von Thoams Nehls

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Internationaler Sklaventag: Das Milliardengeschäft mit der Ware Mensch in Europa
Gespräch mit dem Autor Michael Jürgs

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Musikmesse c/o Pop in Köln
Von Peter Backof

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

Eberhard Rathgeb: Das Paradiesghetto. Roman, Hanser Verlag, München 2014
Von Pieke Biermann

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Waffenlieferungen an die Kurden -Tabubruch mit Folgen?
Gespräch mit Dr. Markus Kaim, Stiftung Wissenschaft und Politik /Leiter Forschungsgruppe Sicherheitspolitik und Hans-Georg Wellmann (MdB),CDU-Außenpolitiker

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Sigrid Brinkmann

u.a.
Jan Erik Schulte, Peter Lieb, Bernd Wegner (Hrsg): Die Waffen-SS. Neue Forschungen, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2014
Gespräch mit Jan Erik Schulte

Daniel Roos: Julius Streicher und "Der Stürmer" 1923-1945, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2014
Rezensiert von Stefan Berkholz

Lutz Hachmeister: Heideggers Testament. Der Philosoph, der Spiegel und die SS, Propyläen Verlag, Berlin 2014
Rezensiert von Stefan Monhardt

Originalton: Wo die Technik versagt
Von Stefan Weidner

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Christian Rabhansl

u.a.
Deutsche Waffen in Krisengebiete
Ukraine - Kämpfe und Diplomatie
Das Gespenst des Rassismus
Gespräch mit Christoph Schwennicke, Journalist und Autor

Glosse: Tantra und Fritz
Von Silke Burmester

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin

u.a.
"Provinztheater ist kein Schimpfwort!" - Ein Landkreistheater auf Erfolgskurs
Gespräch mit Karl M. Sibelius, Intendant des einzigen Landkreis-Theaters Deutschlands

Ende der Spielzeitpause: Vom Bemühen, originell die Saison zu eröffnen
Von Michael Laages

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

u.a.
"Diplomatie" von Volker Schlöndorff
Gespräch mit dem Regisseur

Vorgespult: "Can a song save your life", "Wolfskinder" und "Guardians of the Galaxy"
Vorgestellt von Noemi Schneider

Der skandinavische Arthouse-Horrorfilm "When Animals Dream"
Gespräch mit Jonas Arnby

Wolfskinder- wenn Kinder ums Überleben kämpfen
Von Wolfgang Hamdorf

Bilderstreit: Xavier Dolan - ein Genie oder filmischer Scharlatan?
Gespräch mit Anke Leweke und Patrick Wellinski

Heimkino: True Blood
Von Noemi Schneider

Top Five: "Arthouse"
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
MEER
Vom Eintauchen, Auftauchen und Abtauchen
Moderation: Mandy Schielke

Live on Tape: Flucht übers Meer - das kalabrische Dorf Riace empfängt afrikanische Flüchtlinge mit Offenheit. Die Reise ins Ungewisse bleibt trotzdem eine traumatische Erfahrung
Von Eberhard Schade

Was vom Tage übrig blieb. Ein Strandspaziergang in Barceloneta
Von Julia Macher

Funkspruch aus dem Südatlantik - warum ein Amateurfunker sich nach St. Helena begibt, um von dort 12.000 Postkarten zu schreiben
Von Gerhard Richter

Unerforschte Tiefen
Der Geologe Colin Devey vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel untersucht die Oberfläche des Meeresgrunds

Die Riviera des Westens
Salton Sea war einst Treffpunkt von Hollywoodstars, doch von Meeratmosphäre mitten in der Wüste ist nicht viel geblieben
Von Kerstin Zilm

Bevor der Sommer sich dem Ende neigt, springt die Echtzeit nochmal in die Fluten, genießt die Weite und den Horizont und taucht ab in die Tiefen. Nur beschaulich geht es trotzdem nicht zu. Ein afrikanischer Flüchtling in Kalabrien kann den Anblick des Meers nicht mehr ertragen. Ein Tiefseeforscher erzählt, was der Meeresboden über den Ursprung des Lebens verrät. Die Salton Sea, mitten in der kalifornischen Wüste, war früher die "Riviera des Westens", ein Treffpunkt für Hollywoodstars. Geblieben sind Müllberge, Freaks und Fischleichen. Wir fragen, was ein Funkamateur im Südatlantik sucht und durchkämmen den Stadtstrand von Barcelona im Abendrot.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Tacheles

Wie korrupt ist Deutschland?
Christian Humborg, Geschäftsführer von Transparency International Deutschland, stellt sich den Fragen von Martin Steinhage

Aus Sicht von Christian Humborg, dem Geschäftsführer von Transparency International Deutschland (TI), gibt es hierzulande bei der Korruptionsbekämpfung noch viel zu tun. Nicht ohne Grund belege Deutschland im Korruptionswahrnehmungsindex von TI lediglich Platz 12. Das liege nicht zuletzt daran, dass man etwa in den skandinavischen Ländern schon seit langem Informationsfreiheitsgesetze kenne, mit denen hiesige Bürokratien und Verwaltungen weniger vertraut seien.

Humborg begrüßt es zwar ausdrücklich, dass in Deutschland am 1. September die lange überfällige Verschärfung des Gesetzes zur Abgeordnetenbestechung in Kraft trete. Auf anderen Feldern habe die Politik aber noch großen Nachholbedarf: So gebe es zu wenig Transparenz bei den Nebeneinkünften von Mandatsträgern, die Karenzzeiten beim Wechsel aus der Politik in die Wirtschaft seien nicht geregelt, und noch immer fehle ein Lobbyisten-Register.

Deutliche Fortschritte beim Kampf gegen Korruption habe hingegen die deutsche Wirtschaft zu verzeichnen. Weiterhin anfällig sei allerdings die Waffenindustrie.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Das Menopausending
Und: Ist das alles?
Von Barbara Eisenmann
Regie: die Autorin
Ton: Frieder Butzmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Länge: 53'57
(Ursendung)

Die Menopause ist Gegenstand neoliberaler Selbstoptimierung geworden. Anti-Aging, Lifestyle, Botox, Silikon, Mösendesign. Der Kollektivzwang zur Prävention ist überall.

Die Menopause ist Gegenstand der neoliberalen Selbstoptimierung geworden. Durch den medizinischen Diskurs geistert sie als Risiko, das die menopausale Frau managen soll. Der Kollektivzwang zur Prävention ist überall, egal ob Schwangerschaft, Krebs, Wechseljahre. Die Menopause ist auch Objekt von Anti-Aging und Lifestyling mit Botox, Kunstbrüsten, Mösendesign. Und sie beschäftigt die Gesundheitsindustrie mit Hormonpräparaten und Gebärmutterentfernungen. Von der Menopause zu sprechen, öffnet ein weites Feld und rückt die kapitalismus- und sprachkritischen Wurzeln des feministischen Projekts wieder in den Blick. Das Feature spielt mit verschiedenen Genres und mischt das klassische Interview mit Doku-Fake-Formen und fiktiven Szenen. Es ist auch eine Hommage an Yvonne Rainers Film ›Privilege‹.

Barbara Eisenmann, geboren 1960, studierte Hispanistik und Germanistik, lebt als Radioautorin und Regisseurin in Berlin. Zuletzt: ›You are not a loan! Oder: Kapitalismus als Schuldenökonomie‹ (DLF 2014).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bregenzer Festspiele
Festspielhaus
Aufzeichnung vom 23.07.2014

HK Gruber
„Geschichten aus dem Wienerwald“
Oper in 3 Akten
nach Ödön von Horváths gleichnamigem Theaterstück
Libretto: Michael Sturminger

Marianne - Ilse Eerens, Sopran
Alfred - Daniel Schmutzhard, Bariton
Oskar - Jörg Schneider, Tenor
Valerie - Angelika Kirchschlager, Mezzosopran
Zauberkönig - Albert Pesendorfer, Bass
Mutter - Anke Vondung, Mezzosopran
Grossmutter - Anja Silja, Sopran
Erich - Michael Laurenz, Tenor
Rittmeister/Beichtvater - Markus Butter, Bariton
Mister - David Pittman-Jennings, Bassbariton
Der Hierlinger Ferdinand - Alexander Kaimbacher, Tenor
Havlitschek - Robert Maszl, Tenor
Vokalensemble Nova
Jazzorchester Vorarlberg
Wiener Symphoniker
Leitung: HK Gruber

"Geschichten aus dem Wienerwald" heißt ein charmanter Walzer von Johann Strauss (Sohn). Diesen Titel trägt auch das bekannteste und mehrfach verfilmte Theaterstück des ungarisch-österreichischen Schriftstellers Ödön von Horváth, das 1931 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wurde. Eine bittere Satire über die Verlogenheit und Brutalität des Kleinbürgertums, ironisch benannt nach dem im Walzer so idealisierten Mittelgebirge nahe der österreichischen Hauptstadt. Die Wiener Gemütlichkeit wird zur hohlen Floskel, die tragisch-brutale Geschichte um das süße Mädel Marianne und den biederen Fleischhauer Oskar spiegelt die von der Weltwirtschaftskrise und Existenzängsten geprägten späten 1920er-Jahre wider. Taugt dieses Stück auch zur Oper? Horváth selbst dachte an den Komponisten Kurt Weill, der mit dem Dichter Bertolt Brecht Die Dreigroschenoper zum Erfolg geführt hatte. Doch dieses Projekt kam nicht zustande. Heute gibt es wohl keinen besseren als den Wiener HK Gruber, der dem Stück eine musikalische Gestalt geben könnte. Der Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler mixte bereits in seinem Pandämonium Frankenstein!! ganz unterschiedliche Ebenen von Wiener Musik über Sprechgesang bis hin zum Kabarett - das weltweit gefeierte Stück wurde 2012 bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt. Nun verwandelt er Geschichten aus dem Wiener Wald zum Musiktheater. Das Resultat ist 2014 in Bregenz zu erleben. Die Idee stammt vom Regisseur und Librettisten Michael Sturminger, der das Stück auch inszenieren wird.

22:05 Uhr

Die besondere Aufnahme

Max Reger
Konzert für Klavier und Orchester f-Moll op. 114

Marc-André Hamelin, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Ilan Volkov

22:30 Uhr

Lesung

Aus "Rayuela. Himmel und Hölle" von Julio Cortázar
Gelesen von Tonio Arango

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

u.a.
Ende der Spielzeitpause: Vom Bemühen, originell die Saison zu eröffnen
Von Michael Laages

Bundespolizeiorchester: Mit Pauken und Trompeten
Gespräch mit Arend zu Hoehne

Bilanz vom Filmfest Sarajewo - 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs
Von Claudia Lenssen

Kunst auf dem Grenzstreifen
Gespräch mit Nikolaus Hirsch, Kurator

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Burkhard Müller-Ullrich

23:30 Kulturnachrichten

August 2014
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