Seit 16:05 Uhr Aktuelles 16-17

Dienstag, 07.04.2020
 
Seit 16:05 Uhr Aktuelles 16-17
Tagesprogramm Samstag, 18. Juni 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Der adlige Wüstling und der steinerne Gast
Die Lange Nacht des Don Juan
Von Cornelia Staudacher
Regie: Rita Höhne

Don Juan ist als Urbild des skrupellosen Verführers, furchtlosen Atheisten und rebellischen Anarchisten in die europäische Kulturgeschichte eingegangen und unzählige Male literarisch, musikalisch und bildnerisch gestaltet worden. Tirso de Molina schrieb 1624 mit 'Der Verführer von Sevilla und der steinerne Gast' eines der ersten überlieferten Stücke, gefolgt von Molières Komödie 'Dom Juan', die 1665 in Paris uraufgeführt wurde. Über Italien und die Commedia dell’arte gelangte der Stoff nach Wien, wo Lorenzo da Ponte binnen weniger Wochen das Libretto für eine der meistgespielten Opern der Welt schrieb: Mozarts Dramma giocoso 'Der bestrafte Wüstling oder Don Juan'. 'Die Oper aller Opern' (E.T.A. Hoffmann) wurde 1787 in Prag uraufgeführt. Unter dem Titel 'Don Giovanni' trägt sie bis heute wesentlich zum Erhalt des Mythos des Don Juan bei. Im 19. und 20. Jahrhundert erfährt der Stoff, ausgehend von Sören Kierkegaards Ausführungen zur 'Genialität des Sinnlichen' bei Mozart durch Einflüsse aus Philosophie, Psychologie und gesellschaftlicher Entwicklungen markante Veränderungen. Don Juan wird zum Getriebenen und Sinnsuchenden. Eine 'Lange Nacht' über den zynischen Melancholiker, der "im Fliehen sein Element fand" (P. Handke).

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Max Steiner
Since You Went Away
(Als du Abschied nahmst)

Michael Kamen
Renegades (Auf eigene Faust)

Brian Tyler
Terror Tract (Der Makler)
Utah Symphony Orchestra

Moderation: Birgit Kahle

1944 schuf Max Steiner eine jüngst liebevoll restaurierte Musik für David O. Selznicks Prestige-Projekt „Since You Went Away“. Ein ehrgeiziges Drama in schwarz/weiß, das die Situation an der sogenannten Heimatfront im zweiten Weltkrieg beschreibt. Max Steiners ausladende, warmherzige und Oscar-gekrönte Musik unterstützt differenziert und illustrativ die emotional angespannte Lage der Familien, die zu Hause ihrer patriotischen Pflicht ebenso nachkamen wie die Männer im Feld. - In dem schmal budgetierten Buddy-Cop-Actionfilm „Renegades“ geht es um eine Undercover-Aktion, die misslingt. Michael Kamen entwarf hierzu eine in ethnischer Kolorierung gehaltene, dezente und suggestive Musik. Seine subtile, atmosphärische Komposition für Keyboards, Streicher, Percussion und indigene Instrumente unterstützt eher den Subtext als das Offensichtliche und bildet einen reizvollen Kontrast zur couragierten Inszenierung. Für den von tiefrabenschwarzem, subversivem Humor geprägten Thriller „Terror Tract“ entwarf Brian Tyler einen erstaunlich robusten Sound, der die breit gefächerten Stimmungen unterstützt und ergänzt - mal Furcht einflößend, mal komisch, romantisch, tragisch und auch wahnsinnig.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Begegnungen - Friedrich Luft erinnert sich
Der Theaterkritiker im Gespräch mit Horst Eifler
RIAS 1986
Vorgestellt von Michael Groth

Friedrich Luft, geboren am 24.8.1911, gestorben am 24.12.1990 in Berlin, war einer der bedeutendsten deutschen Kritiker. Seine Rundfunkbeiträge, seine Glossen und Zeitungsberichte spiegeln die Kultur- und Theatergeschichte unseres Landes. Am 9. Februar 1946 sendete der RIAS erstmals Lufts 'Stimme der Kritik'. Es folgten 44 Jahre, jeweils 15 Minuten am Sonntagvormittag, in denen Luft die Premieren der vergangenen Woche Revue passieren ließ.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pastoralreferentin Carla Böhnstedt
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Orlando-Attentat und der Umgang mit Schwulen und Lesben
Von Christian Rabhansl

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Nicht- und Gelegenheits-Kulturkonsumenten, die unbekannte Spezies?
Gespräch mit Thomas Renz, Kulturwissenschaftler am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Konzertkritik: Bruce Springsteen gestern in München
Von Markus Meyer

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Einen Körper haben" von Brigitte Giraud
Rezensiert von Ursula März

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
So klingt Heimat - Keine Angst vor Volksmusik!
Matthias Hanselmann im Gespräch mit dem Musikproduzenten Jochen Kühling und Professor Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats.

Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der Telefonnummer 00800 2254 2254, per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de und auf Facebook und Twitter.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Es ist angerichtet
Die Nahrungsindustrie zwischen Fleischfabrik und Bauernhof-Idylle

Anja Banzhaf
Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen
oekom verlag, 2016

Jan Grossarth
Vom Land in den Mund
nagel & kimche, 2016

Jens Dirksen, Kulturchef der WAZ

Moderation: Christian Rabhansl, Deutschlandradio Kultur
Aufzeichnung vom 14.06.2016 aus dem Café Central, Grillo-Theater Essen

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Kirsten Lemke

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Andre Zantow

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Breitband - das Feature
Die ganze Welt hat sich verschworen
Ein Close Reading des Falles um Elisa Lam
Von Heiko Behr

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Vorgespult:"Neon Demon", "Die Frau mit der Kamera" & "Kill Billy"
Vorgestellt von Christian Berndt

"Café Belgica": Große Träume kleiner Menschen
Gespräch mit dem Filmregisseur Felix von Groeningen

Bilderstreit: "Neon Demon" - Die Bilderwelt des Nicolas W. Refn
Von Hartwig Tegeler

Vererbte Spielsucht im Debüt "Treppe aufwärts"
Gespräch mit Mia Meyer

Film im Netz: Die Webserie "ConMan" auf Vimeo
Von Christian Alt

Traditionelles Cross-Gender in Albanien: Das Debüt "Sworn Virgin"
Gespräch mit Laura Bispuri

Top Five - Die Arthouse-Charts
Von Anna Wollner

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher

Live on Tape: Ein Hauch von Orientexpress? Mein letzter Nachtzug von Berlin
Von Jürgen Stratmann

Warten lernen. Im Fahrradrudel durch Bogotá
Von Johannes Kulms

Der Weg ist das Ziel. Auf Cumbia-Pilgerfahrt in Buenos Aires
Von Anne Herrberg

Peinlich oder praktisch? Der modische Aufstieg der Funktionsklamotte
Von Katja Bigalke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Kirsten Lemke
u.a. UEFA Fußball Europameisterschaft™ 2016

17:30 Uhr

Tacheles

2015 war das Jahr der Flüchtlinge und Helfer. Und 2016?
Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, stellt sich den Fragen von Panajotis Gavrilis.

Seit nunmehr 13 Jahren ist Rudolf Seiters Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das in Deutschland als größte humanitäre Hilfsorganisationen gilt. Rudolf Seiters gibt die strategische Ausrichtung für ca. 3 Millionen Mitglieder, 410.000 Ehrenamtliche und 158.000 Hauptamtliche vor, er ist die Schnittstelle zwischen Helfenden und Politik. Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen der Geflüchteten. „2015 war das Jahr einer ganz großen Hilfsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung“, resümiert der 78-Jährige. In diesem Jahr kommen bis jetzt weniger Schutzsuchende an. Doch die Fragen und Probleme auf der Welt bleiben, in Syrien werden Krankenhäuser von Partnerorganisationen gezielt bombardiert und Helferinnen und Helfer getötet.
Was ist aus der großen Hilfsbereitschaft der Deutschen geworden? Wem nützt der sogenannte „EU-Türkei-Deal“ und welche Position nimmt das DRK ein? Werden Schutzsuchende in Griechenland menschenwürdig untergebracht? Wie sinnvoll ist das hierzulande geplante Integrationsgesetz? Und: wo hat das DRK womöglich versagt?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Neues aus der Provinz
Lob der Genügsamkeit
Von Merle Hilbk
Produktion: SWR 2016
Länge: 25'18

Provinz als Lebensform - Die Gekränkten
Von Carl Améry
Produktion: DLF 1966
Länge: 28'47

Was macht die Provinz aus? Ein Essay von 1966 und ein aktuelles Feature geben zwei Antworten.

Lob der Genügsamkeit
Am Anfang stand eine Ausschreibung im Internet: Die Gemeinde Eisenbach im Hochschwarzwald vergab ein Stadtschreiberstipendium. Merle Hilbk hat sich darauf beworben und sie hat das Stipendium erhalten. Was macht eine Journalistin aus Berlin, dem "place to be" für alle Kulturschaffenden, in einem Schwarzwalddorf mit 2000 Einwohnern, das noch nicht mal richtig idyllisch ist, sondern industriell geprägt? Sie hört den Menschen zu und lernt den Wald kennen. Sie lebt sich ein. Was das bedeutet, erzählt sie in dieser Sendung.

Provinz als Lebensform - Die Gekränkten
Was denken wir, wenn wir an "die Provinz" denken? Carl Améry ist dieser Frage schon 1966 in einem Essayband und einer Rundfunkreihe nachgegangen. Auch 50 Jahre später dreht sich vieles um die gleichen Fragen.

Merle Hilbk, 1969 in Düsseldorf geboren, bis 2001 Dossier-Redakteurin bei der "Zeit" in Hamburg, danach Schriftstellerin in Berlin, ist auf Osteuropa und Russland spezialisiert. Mit einem Autorenstipendium kam sie nach Eisenbach/Hochschwarzwald - und entdeckte den "alten Westen" neu.

Carl Améry (Pseudonym für Christian Anton Mayer), geboren 1922 in München, gestorben 2005. Schriftsteller, Publizist. Ende der 70er Jahre Jahren gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Grünen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 07.06.2016

Georg Friedrich Händel
"Belshazzar" Oratorium in drei Akten HWV 61
Libretto: Charles Jennens

Nitocris - Rosemary Joshua, Sopran
Daniel - Delphine Galou, Alt
Belshazzar - Thomas Walker, Tenor
Gobrias - Andreas Wolf, Bass
Cyrus - Valer Sabadus, Countertenor
RIAS Kammerchor
Accademia Bizantina
Leitung: Ottavio Dantone

Pause nach dem 1. Akt, ca. 20.25 Uhr
Ruth Jarre im Gespräch mit Ottavio Dantone

22:15 Uhr

Die besondere Aufnahme

Paul Ben-Haim
Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 31a

Klaus Hampl, Klarinette
Quartetto di Roma

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Torsten Bihegue nach Wilde "Das Bildnis des Dorian Gray"
Von Michael Laages

Fünf neue Ausstellungen zu Worpswedes wilder Künstlerkolonie
Von Beate Arnold

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

Juli 2016
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