Seit 19:05 Uhr Oper

Samstag, 21.09.2019
 
Seit 19:05 Uhr Oper
Tagesprogramm Samstag, 17. Februar 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Feuerfest und Donauwalzer
Eine Lange Nacht in Alt-Wien
Von Andreas Kloner
Regie: Nikolaus Schloz
(Wdh. v. 01./02.12.2012)

Der Begriff ‚Alt-Wien’ ist ein ‚guter Schmäh’, würde man in Wien sagen. Mit dem Abbruch der Wiener Stadtmauern ab 1858, an deren Stelle in den Folgejahren die Wiener Ringstraße entstand, blickten die Bewohner recht bald auf ein Wien zurück, das es in dieser romantischen Gestalt und Unbeschwertheit nie gegeben hat. Im Mittelpunkt dieser Verklärung stand die unmittelbare Vergangenheit, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier begegneten sich Künstler wie Ludwig van Beethoven sowie die Altersgenossen Franz Schubert, Josef Lanner und Johann Strauß Vater und trugen mit ihrer Musik zur Romantisierung dieser Zeit bei. In Wirklichkeit war das Wien der Biedermeierzeit beherrscht vom Spitzelwesen unter der Ägide eines Fürsten Metternich, von tödlichen Krankheiten wie Cholera, Lungenschwindsucht und Syphilis, vom unsäglichen Gestank der offenen Fleischerläden und jener Exkremente, die Tausende von Pferden tagtäglich in den engen Gassen und Straßen innerhalb der Stadt zurückließen. Theaterleute wie Johann Nestroy oder Ferdinand Raimund haben - soweit es die Zensur zuließ - der Stadt und ihren Einwohnern einen Spiegel der herrschenden Zustände vorgehalten.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
John Williams
"Lincoln"
Chicago Symphony Chorus and Orchestra

Gabriel Yared
"Adam Resurrected" (Ein Leben für ein Leben)

Rachel Portman
"Dido Elizabeth Belle" (Belle, die Nichte des Lords)
The City of Prague Philharmonic Orchestra
Leitung: David Snell

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

"Wollt Ihr den totalen Krieg?"
Die Goebbels-Rede im Berliner Sportpalast am 18.02.1943
RIAS Berlin 1989

Protest und Widerstand
Die Hinrichtung der Geschwister Scholl am 22.02.1943
RIAS Berlin 1963

Vorgestellt von Michael Groth

Zweimal 75 Jahre Zeitgeschichte, aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Propagandaminister ruft auf zum "letzten Kampf", die Münchener Studenten verurteilen die NS-Diktatur und werden dafür ermordet.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

u.a.
Gespräche, Berichte und Kritik von den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin

06:20 Wort zum Tage

Evamaria Bohle
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Chaostage bei der SPD - Rückwärts schreiten Seit an Seit
Von Stephan Hebel

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Vor 50 Jahren
Das Vietnamtribunal in Berlin
Gespräch mit John C. Kornblum, ehemaliger amerikanischer Botschafter in Berlin

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Von Vögeln und Menschen" von Magriet de Moor
Rezensiert von Sigrid Löffler

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Chaostage in Berlin - Wird Politik wieder spannend?
Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts
Prof. Dr. Christine Landfried, Politikwissenschaftlerin, Senior Fellow an der Hertie School of Governance
Moderation: Matthias Hanselmann

Chaostage in Berlin: Die SPD befindet sich im freien Fall - derzeit liegt sie im ARD-Deutschlandtrend bei 16 Prozent, ein Prozentpunkt vor der AfD. CDU/CSU stagnieren bei ca. 33 Prozent.

Was für ein Trauerspiel für die Parteien, die - eigentlich - die neue Große Koalition bilden sollen. Beides Volksparteien, denen offensichtlich das Volk wegläuft. Und was bieten diese Parteien - besonders die SPD - derzeit für ein Schauspiel um Macht und Postengerangel … Aber liegt in all dem nicht auch eine Chance? Die Jüngeren begehren auf gegen das Kungeln in den Hinterzimmern; in der als „Kanzlerwahlverein“ gescholtenen CDU wird offen über die Nachfolge Angela Merkels diskutiert, der Mitgliederentscheid hat der der SPD neuen Schwung an der Basis verliehen.

Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter:
Telefonnummer: 0800 2254 2254
E-Mail unter: gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Facebook und Twitter

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch

"Das Ende der Banken. Warum wir sie nicht brauchen" von Jonathan McMillan
Rezensiert von Ursula Weidenfeld

"Chinas Bosse. Unsere unbekannten Konkurrenten"
Gespräch mit dem Autor Wolfgang Hirn

"Liebe in Zeiten des Kapitalismus"
Gespräch mit dem Autor Robert Misk

"Trump - und was tun wir?" von Erhard Eppler
Rezensiert von Sieglinde Geisel

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Vera Linß

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

Ist das Bereitstellen privater Daten Arbeit?
Gespräch mit Adrian Lobe, Politik- und Rechtswissenschaftler, Publizist

Der Sinn von Remakes bei Computerspielen
Von Christian Huberts, Kulturwissenschaftler

Podcastkritik
"Endless Thread" - Der Reddit Podcast
Von Teresa Sickert

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Die Schauspielerin Barbara Nüsse wird 75
Von Michael Laages

Die geniale Stelle
Henry Hübchen über Castorfs "Räuber" an der Berliner Volksbühne

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Live von den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin
Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

#metoo@ Berlinale
Gespräch mit Anna Wollner

Immer noch unabhängig: "Rückenwind von vorn"
Gespräch mit dem Regisseur Philip Eichholtz

Draufhalten? Wie findet man Bilder für die Gefahr von rechts
Gespräch mit Dominik Kamalzadeh

People and Numbers
Gibt es überhaupt ein Kinopublikum?
Gespräch mit Maja Ellmenreich

Sein Casablanca
Christian Petzold verfilmt Anna Seghers‘ „Transit“
Gespräch mit dem Regisseur Christian Petzold

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

Home Sweet Home
Kolumne von David Tschöpe

Hausstaub in der Kunst
Die "Dust Sculptures" von Paul Hazelton
Von Ruth Rach

Begehrte Ruinen
Die "Klushuizen" in Holland
Von Kerstin Schweighöfer

Vergesst Hygge!
Warum dänische Einrichtung so langweilig ist
Gespräch mit Clemens Bomsdorf

Das "Zuhause" in bewegten Zeiten
Von Magdalena Bienert

Zeit für den Nachbarn
Folge 1: Nett bleiben!
Von Kerstin Kuhnekath

Draussen ist es noch kalt. Drinnen sieht man plötzlich jedes Staubkorn. Das muss der beginnende Frühling sein! Wir empfehlen: Wollmäuse horten statt Frühjahrsputz. Ein britischer Künstler führt vor, wie man daraus wunderschöne Skulpturen macht. Außerdem berichten wir über ein holländisches Programm gegen die Wohnungsnot, das wir sofort importieren möchten. Fragen uns wie viele "Zuhause" man eigentlich haben kann, in Zeiten "flexiber Lebensläufe". Und wettern mal so richtig gegen "Hygge". Denn unserem dänischen Architekturexperten zufolge, verbergen sich hinter dem gefeierten "nordischen Einrichtungsprinzip" in Wirklichkeit die langweiligsten Interieurs der Welt.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Tacheles

"Es geht um das Überleben der freiheitlich-demokratischen Grundordnung"
Der Harvard-Politikwissenschaftler Yascha Mounk im Gespräch mit Christian Rabhansl über den Aufstieg der AfD, über das Demokratie-Defizit des Bundestags und über einen neuen "inklusiven Patriotismus".

"In den kommenden Jahren geht es um nichts weniger als um das Überleben der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ , sagt Yascha Mounk. Er lehrt an der Harvard University politische Theorie und bezeichnet den Zustand der liberalen Demokratie sowohl in den USA als auch in Westeuropa als "sehr besorgniserregend“.

Dazu trage in Deutschland auch die Zersplitterung des Bundestages bei. Wir hätten noch gar nicht verstanden, wie sehr das Eintreten der AfD in das Parlament die grundsätzlichen Koordinaten verschoben habe, da "keine ideologisch kohärenten Koalitionen“ mehr möglich seien. "In einem funktionierenden System wäre es so: Wir hätten ein paar Jahre Rot-Grün, dann würden die unbeliebt. Dann hätten wir ein paar Jahre so etwas wie Schwarz-Gelb, und dann wird irgendwann wieder gewechselt. Mittlerweile ist das nicht mehr möglich.“

Die Folge laut Mounk: "Die alten Sprüche der Populisten werden langsam wahr: dass es keine großen Unterschiede zwischen den etablierten Parteien gibt. Denn wenn man immer miteinander regieren muss, dann ist es sehr schwer, Unterschiede zu bewahren.“ Trotzdem will er der SPD nicht raten, sich einer Koalition mit der Union zu verweigern: "Dann haben wir wahrscheinlich neue Wahlen, bei denen die AfD noch stärker wird - und dann fängt das ganze Problem von vorne an.“

Mounk beobachtet weltweit in vielen Demokratien, dass immer mehr Bürger die Demokratie nicht mehr als beste Regierungsform wahrnehmen und zunehmend offen für die Idee einer Autokratie oder (Militär-)Diktatur sind. Die Zahl der Deutschen, die sich einen starken Anführer wünschen, der sich nicht mit Wahlen und Parlamenten herumschlagen müsse, habe sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Die größte Gefahr für die liberale Demokratie liege aber darin, sagt der Politologe, dass zunehmend Populisten in die Parlamente und Regierungen drängten, die die demokratischen Spielregeln missachteten. Mounk sagt: "Wir sehen auch in europäischen Ländern, dass populistische Politiker, die ihre politischen Kontrahenten für nicht legitim halten, sagen: Ich alleine stehe für das Volk und alle anderen sind Verräter - dass solche Politiker immer mehr Macht haben.“

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Neun Stockwerke neues Deutschland
Ein Hochhaus in Gladbeck
Von Reinhard Schneider
Mit: Moritz Heidelbach, Daniel Berger, Martin Bross, Edda Fischer, Louis Friedemann Thiele
Erzähler: Ulrich Noethen
Im Originalton: Chris, Elvis, Franka, Frank, Harry, Hassan, Heinz, Matthes, Norbert, Odie, Tobi, Venja u. a.
Ton: Jürgen Glosemeyer
Produktion: WDR 2017
Länge: 52'44

Konfliktreiches Nebeneinander von Deutschen und Migranten aus zehn Nationen.

Als der Autor das Haus vor sieben Jahren in einem Feature zum ersten Mal porträtierte, gab es Spannungen, aber auch Freiräume: ‚Leben und leben lassen’. Nun sind mit neuen Kulturen neue Herausforderungen gekommen. Die Frage nach wechselseitiger Empathie oder auch nur Toleranz stellt sich schärfer. Der sprachliche Austausch in Übersetzungsketten ist schwierig. Hinter allem steckt die Frage nach den sozialen Strukturen: hier Clanstrukturen wie auf dem Balkan, da verunsicherte Syrer und Iraker und dort um Selbstbehauptung kämpfende Alteingesessene.

Reinhard Schneider, geboren 1952 in Gelsenkirchen. Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen und Hörfunkfeatures. Das Feature "Mein Sohn, der Nazi" (SFB/WDR) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Weitere Hörfunkfeatures: "Die Zeit, die noch bleibt - Auf einer Palliativstation in Heidelberg" (SWR/WDR-Hörfunk 2015), "Wettstreit in Stein und Beton" (rbb 2015), "Draußen im Abseits" (rbb 2013), "Alleinsein" (rbb/NDR/WDR 2013), "Neun Stockwerke Deutschland" (WDR/rbb 2010), "Manchmal könnte ich schreien" (DKultur/rbb 2012), "Die Roboter kommen und der Mensch steht Modell" (rbb/SR/WDR 2010), "Der Abstieg" (rbb/Deutschlandradio Kultur/WDR 2007), "Einsteins Kopf" (rbb/NDR/SR 2005), "Countdown für die Ewigkeit" (rbb/NDR/Dlf/WDR/SR 2003).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Wiener Staatsoper
Aufzeichnung vom 26./29.01.2018

Georges Bizet
“Carmen”, Oper in vier Akten
Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée

Margarita Gritskova, Mezzosopran - Carmen, eine Zigeunerin
Piotr Beczala, Tenor - Don José, Sergeant der Dragoner
Carlos Álvarez, Bariton - Escamillo, Stierkämpfer
Olga Bezsmertna, Sopran - Micaëla, ein Bauernmädchen
Wiener Staatsopernchor
Wiener Staatsopernorchester
Leitung: Jean-Christophe Spinosi

21:55 Uhr

Die besondere Aufnahme

Boris Blacher
"Concertante Musik " für Orchester
Orchestersuiten aus den Balletten "Demeter", "Fest im Süden", "Hamlet" und "Lysistrata"
"Poème" für Orchester

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Johannes Kalitzke

Produktion Deutschlandfunk Kultur 2017

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Berlinale
Kritik Wettbewerb
"Transit" / "Dovlatov" / "Eva"
Gespräch mit Jörg Taszman

Eine Ärztin segelt in die Realität
'Styx' eröffnet das Panorama bei der Berlinale
Gespräch mit dem Regisseur Wolfgang Fischer

Drogenroman
Oliver Reese inszeniert "Panikherz" von Benjamin von Stuckrad-Barre
Uraufführung im Berliner Ensemble (BE)
Gespräch mit André Mumot

Pizza is God
Eine Ausstellung im NRW Forum in Düsseldorf feiert die Pizza als Pop und Kult
16. Februar - 20. Mai 2018
Von Kolja Unger

"Der haarige Affe" von Eugene O'Neill
Frank Castorf inszeniert im Hamburger Schauspielhaus
Gespräch mit Michael Laages

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Klaus Pokatzky

Februar 2018
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Vladimir Jurowski dirigiert Britten und EnescuInnere Unruhe
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Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt Werke, die die Unruhe der beiden Weltkriege seismographisch spiegeln. Enescus dritte Sinfonie ist nervös mit Splittern der rumänischen Volksmusik durchsetzt. Und Brittens Violinkonzert ist von Beklemmung gezeichnet.Mehr

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