Seit 22:03 Uhr Freispiel

Donnerstag, 14.11.2019
 
Seit 22:03 Uhr Freispiel
Tagesprogramm Freitag, 18. November 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

Mein Herz ist leer
Von Werner Fritsch
Mit: Michael Altmann und Kae Uchihashi
Komposition: Miki Yui
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur/RB 2016
Länge: 51'47
(Ursendung)

Die Haiku des Wanderdichters Taneda Santôka.

Ein guter Haikumacher ist ein 'Dichter des Gehörs', er lebt "in der Welt der Klänge". Das schrieb der Wanderdichter Taneda Santôka (1882 - 1940) über sein Metier, die kurze japanische Versform. Seine modernen Haiku erzählen vom Brüllen der Brandung, vom harschen Klang des Brettspiels, vom Stimmengewirr in der Gaststube, der Stille der Berge. Der Autor und Hörspielmacher Werner Fritsch dichtete Santôkas Haiku nach und ordnete sie zu einem Zyklus. Gemeinsam mit der Komponistin Miki Yui verzahnt er den Klang der Rezitation mit den inneren Hörbildern der Verse.

Werner Fritsch, 1960 in der Oberpfalz geboren, ist Schriftsteller und Hörspielmacher. Im Jahr 2011 erhielt er das Peter-Suhrkamp-Stipendium und den Grand Prix nova. Werner Fritsch ist Mitglied des PEN-Clubs und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er lebt in Hendelmühle und Berlin. Sein Hörspiel "Sense" (SWF 1992) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Weitere Hörspiele: "Isidor Isidor" (SWF 1994), "Nico - Sphinx aus Eis" (HR/SWR 2003), "Enigma Emmy Göring" (SWR 2006, Hörspiel des Jahres und ARD Hörspielpreis 2007), "Faust Sonnengesang" (Eigenproduktion 2012, Grand Prix Marulic 2013).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Thorsten Bednarz

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die erste Erzählung des Zyklus um den britischen Butler Jeeves von P.G. Wodehouse erscheint

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Pastoralreferentin Maria-Anna Immerz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Verdammt und vergessen
Afghanistans doppelte Flüchtlingskrise
Von Emran Feroz

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Plastikgeschirr
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

07:50 Interview

Neue Besen.... Wie sieht gute Führung aus?
Gespräch mit Dirk Baecker, Soziologe, Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management, Universität Witten/Herdecke

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

"Rechenschaft" - Isabelle Adjani kämpft gegen Mobbing (ARTE)
Von Laf Überland

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Durch Mauern gehen: Autobiografie" von Marina Abramovic
Rezensiert von Wiebke Hüster

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Frühe Mahnerin: Jahrzehntelanges Engagement gegen Rechts
Klaus Pokatzky im Gespräch mit Anetta Kahane, Gründerin und Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
(Wdh. v. 06.06.2016)

Was sie macht, macht sie mit Leidenschaft oder gar nicht: Anetta Kahane ist eine starke Frau, kämpferisch, streitbar und unbeirrbar. Sie ist eine der prominentesten Ostdeutschen, die sich seit vielen Jahren mit leidenschaftlichem Kampfgeist gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus engagiert. Die Tochter jüdischer Intellektueller erkennt früh die Gefahren der fremdenfeindlichen Alltagskultur in der DDR. Nach der politischen Wende übernimmt sie als erste und zugleich letzte das Amt der Ausländerbeauftragten des Magistrats von Ost-Berlin. Nach der Wiedervereinigung gründet sie mit anderen 1998 die Amadeu Antonio Stiftung, die sich seitdem für mehr Zivilcourage und gegen Rechtsradikalismus, Rassismus oder Antisemitismus einsetzt. Lange Jahre wollen viele Politiker ihre Mahnungen nicht hören. Nicht umsonst trägt ihr autobiographisches Buch den Titel "Ich sehe, was du nicht siehst“. Aber auch Anetta Kahane ist keine Säulenheilige: Als junge Frau war sie IM der Staatssicherheit, von 1974 bis 1982. Mit diesem Kapitel ihres Lebens geht sie bewusst offen um: Auf der Homepage der Stiftung kann man ein Gutachten über ihre Akte einsehen.
Was ist der Motor für ihr unbeirrbares Engagement? Warum wurde sie IM der Staatssicherheit? Was tun gegen den wachsenden Rechtsnationalismus?

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

Bitte nicht lesen
Ringvorlesung 'Böse Bücher' an der Universität Basel
Gespräch mit den Veranstaltern Harun Maye, Ute Holl und Markus Krajewski

"Lesen" von Steve McCurry
Prestel Verlag, München 2016
Rezensiert von Carsten Hueck

Straßenkritik
"Das achte Leben" von Nino Haratischwili

Ihr Buchhändler empfiehlt:
Gespräch mit Peter Peterknecht
Buchhandlung Peterknecht, Erfurt

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Klub Kuba
Eine musikethnologische Reise ins Kuba von heute
Von Kerstin Poppendieck

Das muss man gehört haben - oder auch nicht
Von Jutta Petermann

11:30 Musiktipps

11:35 Klassik

Festival Wien Modern mit "letzen Fragen" und neuem Leiter
Holger Hettinger im Gespräch mit Bernhard Günther

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: André Hatting

12:50 Mahlzeit

Nitrat im Grundwasser - der große Schwindel
Von Udo Pollmer

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Moderation: Matthias Thiel

Kirche ohne Dorf - Eckweiler im Hunsrück
Von Anke Petermann

Vom umgesiedelten und planierten Eckweiler im Hunsrück ist nur die Kirche ürig geblieben - regelmäßig wird mit Kulturveranstaltungen an die Geschichte des Dorfes erinnert.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

Frage des Tages:
Obama-Abschiedsbilder: Inszenierte Nostalgie?
Gespräch mit Christina Landbrecht

Kunst und Kommerz - wie viele Geheimnisse braucht ein Künstler?
Gespräch mit Thomas Girst

Das Lesen der Anderen
Pop. Kultur und Kritik
Gespräch mit Thomas Hecken, Professor für Germanistik, Universität Siegen

Arbeiterlieder im Blechgewand - 30 Jahre Bolschewistische Kurkapelle
Gespräch mit Jürgen Kuttner

14:30 Kulturnachrichten

Von Cora Knoblauch

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Entdeckertag

Gute Hexe, böse Hexe
Mit Zauberblick verhex' ich Dich
Von Angi Harrer-Vukorep
Moderation: Tim Wiese

Sind Hexen wirklich so böse, können auf Besen reiten und in Kristallkugeln die Zukunft vorhersehen? In vielen alten Märchen werden Hexen als bucklige und hässliche Frauen dargestellt - der reinste Kinderschreck. Im Mittelalter wurden viele unschuldige Frauen als Hexen bezeichnet, die als Hebammen arbeiteten oder sich mit Kräuterheilkunde auskannten. Man glaubte, sie stünden mit dem Teufel im Bunde. Diese Frauen wurden in der dunklen Zeit der Hexenverfolgung gejagt und bestraft. Gute Hexe, böse Hexe, wer sind diese Hexen überhaupt? Gibt es Hexen heute noch? Was können sie? Wir lernen moderne Hexen kennen und blicken zurück in die Geschichte der starken Frauen mit ihren besonderen Bräuchen und Ritualen. Hex, hex!

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Carsten Rochow

Ausbruch in die große Welt
"Life is long" von Scott Matthew und Rodrigo Leão
Von Uwe Golz

Über destruktive Verhaltensweisen
"Hardwired...to self-destruct" von Metallica
Von Torsten Hempelt

Das muss man gehört haben - oder auch nicht
Von Jutta Petermann

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer

17:30 Kulturnachrichten

Von Cora Knoblauch

18:00 Uhr

Nachrichten

18:07 Uhr

Wortwechsel

Aufstand der "Abgehängten"? Wie Populisten die Distanz zur "Elite" nutzen
Darüber diskutieren:
Manfred Güllner, Meinungsforscher von "Forsa"
Michael Hartmann, Soziologe und Eliteforscher
Jan Fleischhauer, Kolumnist beim "Spiegel"
Lothar König, Jugendpfarrer in Jena

Moderation: Gerhard Schröder

"Die da oben machen doch sowieso, was sie wollen" - das ist Stammtisch pur, nur dass solche Diskussionen nicht mehr nur im Wirtshaus, sondern größtenteils im Internet stattfinden. "Die da oben", das sind Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und auch Journalismus; manches Mal verächtlich als "Elite" bezeichnet. Leben "Die da oben" so in ihrer eigenen Welt, dass sich "Die da unten" als abgehängt betrachten müssen? Wer sind "Die da unten" überhaupt? Sind sie längst in der Wahrnehmungslücke verschwunden und tauchen nur bei Wahlen wieder auf, zur Verwunderung aller "da oben"?

"Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie längst verboten" - auch so eine Parole, die am Stammtisch schnell Zustimmung findet - obwohl gerade Wahlen wie in den USA gezeigt haben, dass sie etwas ändern können. Für die Meinungsforscher wird aus dem Wähler, "dem unbekannten Wesen" immer häufiger das bekannte Unwesen. Woran liegt das? Kann man dem Volk aufs Maul schauen, ohne ihm nach dem Munde zu reden?

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Pluralität des Judentums
Wie soll sie aussehen 60 Jahre nach dem Tode von Leo Baeck; Diskussion im Centrum Judaicum
Von Thomas Klatt

Violinen der Hoffnung
Porträt des Geigenbauers Amnon Weinstein
Von Blanka Weber

Wir Juden aus Breslau
Dokumentarfilm mit Zeitzeugen ab Donnerstag in den bundesdeutschen Kinos
Von Rebecca Hillauer

Musik zum Schabbat
Le Dor vador, von Generation zu Generation: Kantorin Mimi Sheffer, Berlin

Moderation: Mirjam Reusch-Helfrich

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

"Ich lief von einem Verlag zum anderen“
Jack London und seine deutschen Übersetzungen
Von Christian Blees

Der Erfolg von Jack Londons Büchern in Deutschland ließ lange auf sich warten, weil sich die Verlage nicht für den Autor interessierten.

"Bei neun von zehn Anfragen, die mögliche Übersetzungen meiner Bücher betreffen, höre ich nach einer ersten Antwort von dem angeblichen Interessenten nie wieder etwas", schrieb Jack London in einem Brief vom Januar 1910. Tatsächlich ging es auch mit den Übertragungen von Londons Büchern ins Deutsche nur mühsam voran. Als erste übersetzte Lisa Hausmann, Ehefrau des Heidedichters Hermann Löns, 1907 ein Werk des Schriftstellers ins Deutsche. Erst fünf Jahre später übertrug mit Marie Laue erneut eine Frau einen weiteren Jack-London-Roman ins Deutsche. Zwar konnten Londons Bücher ab Mitte der 20er-Jahre endlich auch hierzulande einen durchschlagenden Erfolg verzeichnen. Doch bis es so weit war, hatte sich Erwin Magnus - ihm waren nach Londons Tod durch dessen Witwe exklusiv die deutschen Übertragungsrechte zugesichert worden - bei rund zwei Dutzend Verlagen nichts als Absagen eingehandelt: "Wenn einer Jack London heißt - was kann das schon sein?"

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Meistersingerhalle Nürnberg

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 3 "Die Glocken von Zlonice"

ca. 20.50 Konzertpause

"Die Partitur im Kopf und nicht den Kopf in die Partitur, so gehört sich’s"
25 Jahre Dirigentenforum
Von Carola Malter

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Staatsphilharmonie Nürnberg
Leitung: Marcus Bosch

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Thorsten Jabs

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Villa Aurora in Los Angeles wird das neuerworbene Thomas-Mann-Haus betreiben
Gespräch mit Markus Klimmer, Villa Aurora

Tagung über ein Exilmuseum in Deutschland
Gespräch mit der Schriftstellerin Herta Müller

Nach der Trump Wahl
Der mexikanische Autor Yuri Herrera in Berlin
Von Tobias Wenzel

Regisseur Sebastian Hartmann mit der Komödie "Raub der Sabinerinnen" im Stuttgarter Opernhaus
Gespräch mit Rainer Zerbst

23:30 Kulturnachrichten

Von Benjamin Ebeling

November 2016
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