Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Samstag, 26.09.2020
 
Seit 13:00 Uhr Nachrichten
Tagesprogramm Samstag, 3. Oktober 2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Kozmic Blues“
Eine Lange Nacht zum 50. Todestag von Janis Joplin
Von Michael Frank
Regie: Jan Tengeler

Lange Zeit deutete nichts darauf hin, dass Janis Joplin ihre Stimme anders als im Kirchenchor erheben würde. Aber seit Beginn ihrer Pubertät erlebte sie sich zunehmend als Außenseiterin. Sie rebellierte gegen den als heuchlerisch empfundenen American Way of Life in ihrer texanischen Heimatstadt Port Arthur und entdeckte die Musik schwarzer Bluessängerinnen und -sänger. Schließlich fand sie in ihrer Stimme - zwischen Schrei und Hauch - das Mittel, sich gegen die Zumutungen des Lebens aufzubäumen. Als sie sich 1966 in San Francisco niederließ und bei der Rock-Band Big Brother & The Holding Company einstieg, hatte sie das erste Mal wieder das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Ihr Leben endete nur vier Jahre später. Keine Weiße vor ihr sang Blues, Soul, Rock mit so viel emotionaler Tiefe, gleichzeitig enthemmter Leidenschaft und Stimmbeherrschung. Den Titel ihres Songs „Kozmic Blues“ erklärte sie wenige Monate vor ihrem Tod so: „Kozmic Blues bedeutet, dass Du machen kannst, was Du willst, am Ende erwischt es Dich doch. Eines Tages erkannte ich, dass niemals alles in Ordnung kommen würde - irgendetwas läuft immer schief. Es sind deine Wünsche, die dich unglücklich machen - das Loch, das Vakuum.“ Trotz allem war Janis Joplin weit mehr als das Opfer tragischer Umstände, als das sie so oft dargestellt wurde. Sie fällte bewusst ihre Karriereentscheidungen und arbeitete an der Vervollkommnung ihrer Kunst inmitten eines männlich dominierten Musikgeschäfts. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass sich so unterschiedliche Musikerinnen wie Stevie Nicks, Pink und Alicia Keys von ihr inspirieren ließen. Janis Joplin starb am 4. Oktober 1970 im Alter von nur 27 Jahren.

01:00 Nachrichten 

02:00 Nachrichten 

03:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

03:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Filmmusik
Thomas Newman
"1917"

Mario Nascimbene
"A Farewell to Arms" (In einem anderen Land)

Mychael Danna
"Regeneration" (Der Preis der Ehre)
Leitung: Peter Breiner

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten 

05:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

05:05 Uhr

Tonartaufnehmen

Klassik
450 Jahre Staatskapelle Berlin
Aufnahmen der Kapelle, von 1939 bis heute
Gast: Detlef Giese, Dramaturg
Moderation: Stefan Lang

06:00 Nachrichten 

06:55 Uhr

Wort zum Tageaufnehmen

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Feiertagaufnehmen

Zusammenwachsen und Zusammengehören
Von Uwe Birnstein, München
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteheraufnehmen

Feature
Meine Wiedervereinigung
Von Frauke Reyer
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Moderation: Ulrike Jährling

Die deutsche Einheit aus der Sicht von zwei damals 10-jährigen Mädchen.

Dass sie und ihre beste Freundin damals vor 30 Jahren eine Art Audio-Kassetten-Tagebuch geführt hatten, war längst in Vergessenheit geraten. Doch dann plötzlich finden sich die Kassetten in einer vergessenen Kiste und waren für die beiden Frauen der Anlass, noch einmal an die Zeit vor 30 Jahren einzutauchen. Wie das damals war, als die deutsche Einheit kam. Gemeinsam mit ihren Kindern, die inzwischen so alt sind, wie sie selbst vor 30 Jahren, hören sie nun die alten Aufnahmen an und erinnern sich eine Zeit, in der es um neues West-Spielzeug und Schul-Eifersüchtelein ging und in der damals das neue Meerschweinchen wesentlich mehr Beachtung fand, als die deutsche Wiedervereinigung.

08:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Kinderhörspiel
Miamis Welt
Von Beate Dölling
Ab 7 Jahre
Regie: Guiseppe Maio
Komposition: Andreas Bick
Mit. Pola Szymczak, Toni Lorentz, Matti Krause, Britta Steffenhagen, Arnd Klawitter, Matti Altgeld, Leonie Rainer, Ole Lagerpusch, Maike Rötzer u.a.
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
(Ursendung)
Moderation: Ulrike Jährling

Miami ist acht Jahre alt und eine der erfolgreichsten Influencerinnen auf You-Tube. Miami ist ein Star. Doch sie fühlt sich mehr und mehr einsam in ihrer Welt. Zum Glück kommt Ronja neu in ihre Klasse.

Miami ist die erfolgreichste Influencerin in Deutschland. Sie lebt mit ihren Eltern in einem Anwesen mit 22 Zimmern, Outdoor- und Indoorpool, Riesenrutschen, eigener Kletterwand, eigenem Reitstall, einem Rummelplatz mitsamt Achterbahn und und und. Jeder kennt sie, und was sie in ihrem YouTube Kanal anpreist, will danach fast jedes Kind haben. Seit Miami drei Jahre alt ist, verdient sie so das Geld in ihrer Familie. Und das ist so viel, dass ihre Mutter sich inzwischen fast ausschließlich von Pizza mit Blattgold ernährt. Doch seit einiger Zeit hat Miami keine richtige Lust mehr an den Videos und als dann auch noch ihre Eltern anfangen, ihr Vorwürfe zu machen, da ihre Klick-Zahlen rückläufig sind, beschließt Miami, dass sich etwas in ihrem Leben ändern muss. Und zusammen mit Ronja, die neu in ihre Klasse gekommmen ist, findet sie auch einen Weg wie.

Beate Dölling, geb 1961 in Osnabrück, lebt heute in Spanien und Berlin. Die frühere Hörfunk-Journalistin wurde vor allem mit ihren Kinder- und Jugendbüchern bekannt und erhielt diverse Auszeichnungen und Stipendien.

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kakaduaufnehmen

Magazin
Moderation: Ulrike Jährling
08 00 22 54 22 54

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Im Gesprächaufnehmen

Schriftstellerin und Bachmann-Preisträgerin Helga Schubert im Gespräch mit Britta Bürger

Eine Wiederentdeckung: Den Ingeborg-Bachmann-Preis bekam in diesem Jahr die 80-jährige Schriftstellerin und Psychologin Helga Schubert. Über das Leben in der DDR schreibt sie schon mit 20. Ihre eigene Lebensgeschichte ist spannend wie ein Thriller.

11:00 Nachrichten 

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportageaufnehmen

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Zeitfragen. Featureaufnehmen

Ost-West-Beziehungen 30 Jahre nach der Einheit
In Liebe vereint?
Von Ralph Gerstenberg

Die Unterschiede zwischen Ost und West halten sich auch 30 Jahre nach der Einheit noch immer hartnäckig. In Ehen und Lebensgemeinschaften, in denen die Partner dies- und jenseits der früheren innerdeutschen Grenze aufgewachsen sind, machen sich die getrennten Erfahrungen ganz konkret bemerkbar - bei der Kindererziehung, im Verhältnis zur Religion oder in der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Der Anteil von Ost-West-Paaren betrug 2009 laut einer gesamtdeutschen Studie bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften elf Prozent, bei Ehen knapp zwei Prozent. Am häufigsten leben Ost-West-Paare im Westteil Deutschlands und bestehen aus einem westdeutsch sozialisierten Mann und einer Frau, die aus Ostdeutschland kommt. Doch die Binnenwanderung von West nach Ost steigt stetig. Wie sehen Ost-West-Paare ihre Beziehung und die gesamtdeutsche Entwicklung heute? Eine deutsch-deutsche Bestandsaufnahme.

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Musik im Gesprächaufnehmen

"Ich singe, weil ich ein Lied hab'..."
Die Liedermacherszene in drei Jahrzehnten deutscher Einheit
Mit Dota Kehr, Sarah Lesch, Klaus Hoffmann und Hans Eckardt Wenzel
Moderation: Carsten Beyer

„Ich singe, weil ich ein Lied hab‘, nicht weil es euch gefällt“, singt Konstantin Wecker seit 1975 in seinen Konzerten und thematisiert damit zugleich das moralisch-ethische Selbstverständnis seiner Zunft: Liedermacher*innen stehen mit ihren Werken - seien sie nun „politisch“ oder nicht - für Authentizität, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit. Sie stehen für ihre Haltung ebenso gerade, wie für ihre Zweifel und Fragen. Ob es uns nun „gefällt“ oder nicht.
Nach der deutschen Wiedervereinigung hat sich eine robuste und bunte Liedermacherszene in Deutschland entwickelt. Die Generation der Barden ist mit Reinhard Mey, Gerhard Schöne oder Konstantin Wecker auf den großen Bühnen immer noch präsent, und der Einfluss Wolf Biermanns, Hannes Waders oder Franz-Josef Degenhardts auf junge Liedermacher*innen offensichtlich. Und doch hat die nachrückende Generation dem „Liedermachertum“ in Deutschland sehr selbstbewusst neue Impulse verliehen.
Die Liedermacher*innen, Songpoeten, Singer/Songwriter - oder wie sich heute nun auch nennen mögen - singen nicht nur von Freiheit und Unabhängigkeit, sie leben sie auch kommerziell. Oft mit eigenem Label unterwegs, nutzen sie die Neuen Medien. Über das Internet, Social Media, Crowdfunding sowie Video- und Audiostreaming erschließen sie sich - wie auch einige der „alten Hasen“ - neue Distributionswege und Anhänger für ihre Kunst. Sie sind offen für moderne Stilistiken, musikalische Fusionen und multikulturelle Einflüsse. Sie vernetzen sich. Dabei wehren sie sich mit ihren Liedern vehement gegen das plakative Stigma, nur „klampfende Weltverbesserer“ zu sein. Sie singen, weil sie ein Lied haben!

15:00 Nachrichten 

16:00 Nachrichten 

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages

17:30 Uhr

Die besondere Aufnahmeaufnehmen

18:00 Nachrichten 

18:30 Uhr

Hörspielaufnehmen

Der Erlkönig (1/2)
Die sinistren Aufzeichnungen des Abel Tiffauges
Nach Michel Tournier
Übersetzung aus dem Französischen: Hellmut Waller
Bearbeitung und Regie: Michael Farin
Mit: Ulrich Noethen, Bernhard Schütz, Astrid Meyerfeld
Komposition: zeitblom
Ton und Technik: Alexander Brennecke, Susanne Beyer
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Länge: 80'05
(Teil 2 am 04.10.2020)

Abel Tiffauges ist Automechaniker im Paris der 30er-Jahre. Fremd und versponnen treibt er durchs Leben. Seine heimliche Liebe gilt einem Deutschland, das er sich zurecht träumt. Michel Tourniers preisgekrönter Roman als Hörspiel.

Die Umstände sind dem Automechaniker Abel Tiffauges günstig. Angeklagt und verurteilt für ein Verbrechen, das er nicht beging, aber begangen haben könnte, schickt man ihn zur Frontbewährung. Und so gelangt er nach Deutschland, ins Land seiner abseitigen Träume: Hyperborea. „Wir sind Hyperboreer, wir wissen gut genug, wie abseits wir leben“, heißt es bei Nietzsche.

„Tiffauges’ anrüchige und anrührende Liebe zu Kindern, dessen aufkommender Hunger nach frischem Fleisch, dessen Leidenschaft für die Reparatur schöner Wagen, dessen kalendarisch genügsamer Geschlechtsverkehr mit Rachel („dem hebräischen Hirtenmädchen“) und andere Kruditäten könnten abstoßend sein. Sie sind es aber nicht. Denn gleichzeitig ist der Text - wie auch die Radioadaption - von luziden, gleichsam kommentierenden Passagen durchzogen, die das cartesianische Denken des Philosophen Michel Tournier spiegeln.“ (Angela di Ciriaco-Sussdorff, 18.06.2010, Medienkorrespondenz)

Michel Tournier (1924-2016), französischer Schriftsteller, wurde für seinen zweiten Roman „Der Erlkönig“ (1970) mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Der Titel spielt mit Verweis auf Goethes Ballade auf die Nazis an, die als Kindesverführer dargestellt werden. 1996 wurde der Roman von Volker Schlöndorff unter dem Titel „Der Unhold“ verfilmt. Tournier war Träger der Goethe-Medaille und Ehrendoktor der Londoner Universität. Er lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Choisel bei Paris.

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:03 Uhr

Konzertaufnehmen

Live aus dem Kulturpalast Dresden

Kurt Weill
"Kleine Dreigroschenmusik"

Dmitrij Schostakowitsch
Jazz-Suite Nr. 1

Hanns Eisler
Suite aus der Musik zum Film "Kuhle Wampe"

Paul Dessau
Musik zu Animationsfilmen von Walt Disney

Dresdner Philharmonie
Leitung: Jonathan Stockhammer

anschließend:
Ausschnitte aus dem Programm "Lichtspielmusik" vom Nachmittag
Kompositionen von Rainer Promnitz, Georg Katzer und Hanns Eisler

Ensemble der Dresdner Philharmonie
Leitung: Jonathan Stockhammer

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage

23:30 Kulturnachrichten 

23:50 Kulturpresseschau 

Wochenrückblick

Oktober 2020
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