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Samstag, 28.02.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Kämpfer für die Republik und Erfinder des politischen Feuilletons.
    Eine Lange Nacht über Ludwig Börne
    Von Claus Leggewie
    Regie: Claudia Kattanek

    Nach Ludwig Börne sind in einigen Städten Straßen und Plätze benannt, ein jährlich in der Frankfurter Paulskirche verliehener Preis trägt seinen Namen. Doch den meisten ist dieser Schriftsteller, geboren 1786 als Juda Löb Baruch, gestorben und begraben in Paris, unbekannt. Die Lange Nacht erinnert an seine Herkunft aus dem Frankfurter Judenghetto, beschreibt seinen Aufstieg zum kämpferischen Republikaner, bringt Essays, Aphorismen und Briefe des „Zeitschriftstellers“ zu Gehör, erörtert die Bedeutung zweier starker Frauen für sein Schreiben und das Überleben des kränkelnden Mannes. Der historische Hintergrund ist die Restaurationszeit, als die Obrigkeit freie Meinungsäußerungen zensierte, Dichter und Schriftsteller verfolgte und sie außer Landes trieb. Darunter Ludwig Börne nach Paris, wo die Julirevolution von 1830 europäischen Republikanern neue Hoffnung gab. Doch auch der Bürgerkönig Louis Philippe leitete eine neue Ära der Restauration ein, in der sich das saturierte Bürgertum hemmungslos bereichern sollte. Damals entstand die „engagierte Literatur“, Börne gilt als einer ihrer Erfinder. In Paris stritt er mit seinem früheren Gefährten und Kollegen Heinrich Heine und mit „Franzosenfressern“, die dem kosmopolitischen Freiheitsdenken deutsch-nationale und judenfeindliche Engstirnigkeit entgegensetzten. Noch in den 1980er Jahren entzündete sich an dem einstigen Frankfurter, der als Universalist das Besondere des Judentums nicht aufgab und sich immer als deutscher Patriot fühlte, ein heftiger Streit um die Gestaltung des Platzes, der heute seinen Namen trägt. Und wie aktuell ist der Aphorismus Börnes: Die öffentliche Meinung ist die unsichtbare Rüstung des Volkes?

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Konzerthaus Freiburg
    Aufzeichnung vom 03.02.2026

    Vater und Sohn

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonie D-Dur KV 385 "Haffner-Sinfonie"

    sowie weitere Werke von Wolfgang Amadeus und Franz Xaver Mozart

    Christoph Prégardien, Tenor
    Julian Prégardien, Tenor
    Freiburger Barockorchester
    Klavier und Leitung: Kristian Bezuidenhout

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Egon Erwin Kisch
    Die Jagd nach der Wahrheit
    Von Walther Schmieding
    Deutschlandfunk 1978
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Egon Erwin Kisch, ein Klassiker des Journalismus, changierend zwischen Fiktion und Wirklichkeit, mehr rasend als rastend, beschäftigt die Menschen bis heute. Was ist an dem Mann mit dem Schlapphut und der hängenden Kippe im Mundwinkel immer noch so interessant?

    Kisch, der Journalist und Literat zugleich, lebte von 1885 bis 1948. Prager Jude, Kommunist und Freund Franz Kafkas und Max Brods, wurde Egonek, wie ihn seine Freunde und Verwandten nannten, zum Vater der modernen Reportage in deutscher Sprache. Themen: die kleinen Leute in den großen Städten, das Abenteuer des Alltags und der Alltag in Krieg und Revolution. Seine politische Haltung aber auch seine jüdischen Wurzeln machten ihn zum entschiedenen Gegner Hitlers.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ramona Westhof

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Benedikt Anzeneder, Behringsdorf / Schwaig
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Bewegte Zeiten - Was und wie viel gönnen Sie sich und anderen noch?

    Gäste: Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Soziologin, Politikwissenschaftlerin und Freiheitsforscherin
    - und Dr. Maike Gossen, Wirtschafts - und Konsumforscherin

    Moderation: Katrin Heise

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Sich etwas zu gönnen - wie leicht fällt Ihnen das noch? Und wie sehr können Sie anderen Menschen etwas gönnen? "Gönnen" ist verknüpft mit Genuss, Verzicht Neid und Freiheit. Wir wollen darüber sprechen, was die Fähigkeit sich und anderen etwas zu gönnen für die eigene Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeuten kann.

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Florian Felix Weyh

    Michael Wolffsohn: "Genie und Gewissen"
    Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus
    Gespräch mit dem Autor

    Evan Osnos: "Yacht oder nicht Yacht"
    Nachrichten aus der Welt der Ultrareichen
    Rezensiert von Nana Brink

    Johannes Frank und Johannes Berchtold (Hg.): "Ethos der Macht"
    Rezensiert von Marko Martin

    Michael Kunze: "Rudolf Jhering"
    Das unsichtbare Recht
    Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Mathias Greffrath, Journalist und Schriftsteller
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Vera Linß

    archive.today: Zugängliches Medienarchiv oder irreführender Paywall-Zerstörer?
    Gespräch mit Hagen Terschüren

    Feindbild Frau: Wie gefährlich ist das Netz für Politikerinnen, Ingrid Brodnig?

    Risiken und Nebenwirkungen: Können Gesundheits-KI-Bots helfen?
    Gespräch mit Timur Gökce

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

    True-Crime-Theater über rechte Netzwerke: Brauner Schnee über Franken
    Gespräch mit Matthias Köhler

    Vom 26.02.2026: Debatte zur Zukunft Chemnitzer Schauspielhaus
    Von Alexander Moritz

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    "Für Jarmusch hätte ich die Hand in der Wand gespielt"-Vicky Krieps im Gespräch
    Gespräch mit Vicky Krieps

    Türkisches Kino zwischen politischem Mut und Repression
    Von Christian Berndt

    Sind Filmfestivals politische Akteure - oder politische Projektionsflächen?
    Gespräch mit Andreas Körtzing

    Marty Supreme folgt einem Ping Pong Hustler zum Sieg
    Gespräch mit Anna Wollner

    Chinesischer Serien-Hit: Shanghai Blossoms von WKW
    Gespräch mit Anke Leweke

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Mandy Schielke

    Die ganze Farbpalette - Von roten Wänden und blauen Sternen

    Über die Modefarbe “Cloud Dancer” - Weiß ist nicht gleich weiß!
    Von Marietta Schwarz

    Bunt oder doch lieber weiß? Wie Tellerfarben unseren Appetit beeinflussen
    Von Kristina Hüttl

    Rote Wände und gelber Reis - Farbvielfalt in Indien
    Gespräch mit Franziska Amler

    Die Farben des Universums
    Gespräch mit Florian Freistetter

    Serie "Die Frau in Blau" 16 - Mobiler Planschrank
    Von Mariola Brillowska

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Infrastruktur-Milliarden: Wohin fließt das Geld?

    Ökonom Carl Mühlbach im Gespräch mit Columba Krieg

    Ein Jahr nachdem das Sondervermögen für Klimaschutz und Infrastruktur eingerichtet wurde, wächst die Kritik daran, wie es ausgegeben wird. Ökonom Carl Mühlbach sieht trotzdem positive Effekte und Perspektiven für eine Reform der Schuldenregeln.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Reihe: 18 Plus!
    SPEARA
    Mit einem Atemzug in die Tiefe
    Von Florian Baron
    Regie: der Autor
    mit: Mitsuki Hara, Jaquelin Klaiber, Wakako Takahashi, Kelvin Solchin, Rich German, Matthew Wheaton
    Es sprachen: Julia Ueno Strowski, Nina Weniger, Akiko Hitomi, Max Urlacher, Marian Funk und Milad Kuhpai
    Regieassistenz: Asssunta Alegiani
    Ton und Technik: Lukas Wilke
    Komposition: Jana Ilmert
    Redaktion: Katrin Moll
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 54'40
    (Ursendung)

    (Wdh. am 01.03.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Mitsuki Hara ist Weltrekordhalterin in der Disziplin des Speerfischens. In einer männerdominierten Subkultur kämpft sie für Selbstbestimmung, Respekt und Nachhaltigkeit.

    Ohne Flasche, ohne Netz - nur mit einem Atemzug, einer Harpune und dem Wissen um die Natur taucht Mitsuki Hara in die Tiefe. Hinter ihr liegt ein Weg voller Hindernisse. Aufgewachsen in Japan in schwierigen Familienverhältnissen, wäre sie als Kind beinahe ertrunken. Doch die spätere Begegnung mit der Schönheit des Ozeans wurde zu einer transformierenden Kraft, die ihr half, persönliche und emotionale Hürden zu überwinden. Im Speerfischen fand sie nicht nur Stärke, sondern auch eine Gemeinschaft, die ihr die Unterstützung bot, die sie in ihrer Kindheit vermisste. Trotz der Gefahren dieses Sports wurde er mit seiner engen Verbindung zur Natur zu einem wichtigen Teil ihres Heilungsprozesses - und führte sie schließlich zu zwei Weltrekorden im Speerfischen.
    Heute lebt sie in Kalifornien und hat sich in einer Männerdomäne durchgesetzt. Sie ist Jägerin, doch es geht um mehr als nur den Fang: Es geht um Selbstbestimmung und schließlich auch um Nachhaltigkeit. Denn Mitsuki Hara ist auch Köchin. Aus Respekt vor dem Tier, das sie tötet, verwertet sie beim Kochen jeden Teil des Fisches. Ihr achtsamer und nachhaltiger Umgang mit der Natur findet seinen Ausdruck in dem japanischen Dank, den sie vor dem Essen mit ihren Freunden spricht: Itadakimasu - „Ich empfange dieses Essen in Ehrfurcht“. Das Feature begleitet eine junge Frau, die mit jedem Tauchgang unsere Beziehung zur Natur, zum Essen und zu uns selbst hinterfragt.
    „SPEARA“ wurde in 3D produziert.

    Florian Baron, geboren 1984 in Berlin, ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent. Von 2004 bis 2006 lebte er in Japan, wo er an Film- und Videokunstwerken arbeitete, anschließend studierte er Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. 2013 war er Stipendiat des DAAD in den USA und drehte zusammen mit Kameramann Johannes Waltermann eine Langzeit-Dokumentation über junge Kriegsveteranen in Pittsburgh. 2018 wurde ihr Film „Joe Boots“ für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert und mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnet. Der Langfilm „Stress“ wurde mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung ausgezeichnet. Er ist Gründer der Produktionsfirma RAENDROP Film (2020, mit Johannes Waltermann) und war 2023 Stipendiat der Villa Aurora.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Wiener Staatsoper
    Aufzeichnung vom 07.02.2026

    Giuseppe Verdi
    "Luisa Miller", Melodramma tragico in drei Akten
    Libretto: Salvadore Cammarano nach "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

    Il Conte di Walter - Roberto Tagliavini, Bass
    Rodolfo - Freddie de Tommaso, Tenor
    Federica - Daria Sushkova, Mezzosopran
    Wurm - Andrea Mastroni, Bass
    Miller - George Petean, Bariton
    Luisa - Nadine Sierra, Sopran
    Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
    Leitung: Michele Mariotti

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Missa solemnis c-moll, KV 139 (Waisenhausmesse)
    Missa brevis D-Dur, KV 259 (Orgelsolomesse)
    Missa solemnis C-Dur, KV 337

    Katharina Ruckgaber und Carolina Ullrich, Sopran
    Elvira Bill und Marie Reinhold, Alt
    Paul Schweinester und Angelo Pollak, Tenor
    Jonas Müller und Konstantin Krimmel, Bass
    Vokalensemble Kölner Dom
    Kölner Kammerorchester
    Leitung: Christoph Poppen

    Deutschlandfunk / Naxos 2025

    Der fünfte Teil der Gesamtausgabe von Mozarts Messen - einer Reihe, die unter anderem den Kritikerpreis des American Record Guide erhalten hat.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    "Isidor. Ein jüdisches Leben" nach Shelly Kupferbergs Roman in Wien
    Gespräch mit Martin Thomas Pesl

    Simon Rattle inszeniert an Staatsoper Berlin Janaceks "Das schlaue Füchslein"
    Gespräch mit Andre Mumot

    Wie politisch ist die Kunstmesse Frieze in Los Angeles dieses Jahr?
    Von Antje Sieb