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Sonntag, 12.04.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Muskelgedächtnis der Klänge
    Die Komponistin Anna Sowa
    Vorgestellt von Karl Ludwig
    (Wdh. v. 07.04.2026)

    Die polnische, heute in Basel lebende Künstlerin interessiert sich vor allem für die Überschneidung von Bewegung, Geste und Theatralik.

    In der Musik von Anna Sowa (*1987) kratzt und knirscht, knistert und knarzt, donnert und rumpelt, haucht und singt es. Die polnische Komponistin mischt Geräusche mal in brodelnder Intensität, mal in zurückhaltender Vereinzelung. Die rauen Oberflächen verhüllen eine körperliche und gestische Denkweise, die die Eurythmie-studierte Anna Sowa klanglich inszeniert. Haften an den Gesten Geschichten und Erinnerungen und kann man diese hören?

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Psychische Wunde, physischer Schmerz -
    Wege aus der Stigmatisierung von mentalen Erkrankungen

    Es diskutieren:
    - Christian Grell, Vorsitzender Landesverband Niedersachsen der Selbsthilfevereinigung von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (AANB e.V.), Hannover
    - Dr. med. Jakob Hein, Psychiater und Autor, Berlin
    - Prof. Dr. Shuyan Liu, Professorin für Global Mental Health; Leiterin FB Neurowissenschaftliche Populationswissenschaft (PONS) und AG Umwelt und psychische Gesundheit, Charité Universitätsklinikum Berlin
    - Prof. Dr. Katarina Stengler, Aktion Psychisch Kranke e.V., Bonn Helios Park-Klinikum, Leipzig Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Moderation: Jana Münkel

    - in Kooperation mit der VolkswagenStiftung -
    (Aufzeichnung vom 09.04.2026 - Schloss Herrenhausen, Hannover)

    Angststörungen, Depressionen, bipolare Störungen, Suchterkrankungen: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lebten im Jahr 2023 rund 40 % aller Erwachsenen mit einer psychischen Erkrankung. Bei den über 80-Jährigen waren es sogar noch mehr. Obwohl auch immer mehr Prominente in der Öffentlichkeit über ihre Diagnosen sprechen und damit große Sichtbarkeit für psychische Krankheiten schaffen, mangelt es noch immer an gesellschaftlicher Akzeptanz - und an Therapieplätzen. Das belastet nicht nur Betroffene und deren Angehörige. Auch Unternehmen spüren die Folgen: Fehlzeiten und geringere Leistungsfähigkeit führen zu wirtschaftlichen Einbußen und stellen Arbeitgeber:innen vor große Herausforderungen. Zudem zeigt aktuelle Forschung, dass psychische und körperliche Gesundheit eng zusammenhängen. Bspw. treten Herzkrankheiten und chronische Schmerzen häufiger auf, wenn die Psyche belastet ist. Welche neuen Therapieansätze gibt es und wie können Therapien schneller und einfacher zugänglich werden? Welche körperlichen Folgen können psychische Erkrankungen haben? Und was braucht es für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und politischen Handlungsdruck?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Brigitte Franzen
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Museen und Ausstellungen publikumsnah gestalten, das begeistert die neue Direktorin des Bauhaus-Archivs.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Christoph Reimann

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Sikh Gemeinde

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Mission Filmmusik. Die Welt des Ennio Morricone
    Von Pfarrer Christian Engels, Berlin
    Evangelische Kirche

  • Warum gibt es süßes und salziges Wasser?
    Von Teresa Sickert
    Moderation: Ulrike Jährling

    Das Wasser in Flüssen und Seen ist fast immer Süßwasser während das Wasser in den Meeren immer salzig ist. Doch warum ist das so? Und welche Rollen spielen Zeit Regen und Verdunstung in diesem Prozess. Der, das können wir schon einmal verraten, ein Kreislauf ist. Denn das Süßwasser in den Flüssen und Seen war ursprünglich einmal salziges Meerwasser und das salzige Wasser in den Meeren einmal Süßwasser.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel und Geschichten
    Moderation: Ulrike Jährling

    Angeben mit Volldampf
    Von Anna-Luise Böhm
    Gelesen von Adam Nümm
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandfunk Kultur 2012

    Staffellauf
    Von Maraike Wittbrodt
    Gelesen von Anna-Magdalena Fitzi
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandradio Kultur 2009

    Tetje will Opas Dampfmaschine verkaufen, ohne dass dieser es erlaubt hat, und Merle würde fast alles dafür tun, diesmal beim Sportfest in der Staffel mitlaufen zu dürfen.

    Eigentlich findet Tetje angeben ja blöd. Aber andererseits ist es natürlich auch cool, wenn einen alle in der Klasse wegen einer neuen Spielkonsole beneiden. Nur sind diese Dinge ja so teuer. Opa hat diese alte Dampfmaschine im Schrank stehen. Mit der spielt er nie, und er hat gesagt, dass Tetje die erben soll. Kalle, der Besitzer des Trödelladens, würde dafür richtig viel Geld zahlen. Opa wird doch garantiert nicht merken, wenn Tetje sich sein Erbe jetzt schon nimmt.

    Am Freitag wird es einen Staffellauf geben, die Klassen 4a und 4b kämpfen um den Sieg. Es winkt eine tolle Belohnung: Herr Polenz, der Sportlehrer, unternimmt mit den Siegern eine Nachtwanderung. Die 4b hat gute Chancen, im letzten Jahr haben sie nur verloren, weil Merle weder schnell laufen noch den Stab richtig weitergeben konnte. Merle ist seit zwei Wochen krank, also könnte es klappen. Doch pünktlich zum Sportfest ist sie wieder am Start. Was nun?

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Queer und selbstbestimmt
    Maxime van Velzen über Freiheit und Aktivismus
    Moderation: Sonja Koppitz

    Grüne Haare, nicht-binär und mit klarer Haltung: Maxime van Velzen, 22 Jahre jung, erzählt von Armut, häuslicher Gewalt und einem Leben im Funktionsmodus — und davon, wie queerer Aktivismus, Sprache und Solidarität zum Rettungsanker wurden. Maximes junges Leben ist eine beeindruckende Geschichte über Identität, Freiheit und den Mut, sichtbar zu sein.


    Wenn die große Liebe stirbt
    Bereit für eine neue Liebe?
    Sonja Koppitz im Gespräch mit Carina Schroeder

    Mit 18 lernt Markus im Ferienlager die 16-jährige Anke kennen. Er ist “schockverliebt”. Die beiden werden ein Paar und führen schließlich ein glückliches Eheleben mit zwei Söhnen - bis Anke mit 55 Jahren überraschend verstirbt. Als Markus kurz darauf eine ebenfalls verwitwete Frau kennenlernt, fragt er sich: Kann es nach der ersten großen Liebe noch eine zweite geben?

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • Parkinson
    Tanzen mit Tremor
    Von Marie Hecht
    (Wdh. v. 24.08.2025)

    In Deutschland leben mindestens 200.000 Menschen mit Parkinson. Und auch, wenn die meisten Betroffenen über 60 sind, trifft es manchmal Jüngere, so wie Christian Schmidt-Heisch, der seine Diagnose mit 37 Jahren bekommt. Autorin Marie Hecht hat ihn für ihre Reportage durch seinen Alltag begleitet und erzählt wie vor allem Tanz und Familie ihm helfen, Kraft zu schöpfen und den Tremor - das wohl bekannteste und sichtbarste Symptom bei Parkinson - zu bekämpfen und manchmal sogar zu vergessen.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Leben wir im Zeitalter des Narzissmus?
    Gespräch mit Thomas Arnold

    Philosophischer Wochenkommentar
    Von Thorsten Jantschek

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Julia Ley

    Jugend

    Gottgefällig - Wieso gerade viele Jugendliche gläubig werden
    Von Judith Poppe

    Lebenswende und Jugendweihe - Übergangsriten einer säkularen Gesellschaft
    Von Christian Berndt

    "Das ist doch einfach nur Scheiße" - Jugendliche trauern anders
    Von Brigitte Jünger

    "Ritual Seks" - Für manche indonesische Pilger ist Sex eine Form der Heiligenverehrung
    Gespräch mit dem Ethnologen Volker Gottowik

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Fanal gegen Fanatismus
    Die Oper "La Juive" von Jacques Fromental Halévy
    Gast: Constantin Trinks, Dirigent
    Moderation: Uwe Friedrich
    Deutschlandfunk Kultur 2021

    Ein Erfolgsstück des frühen 19. Jahrhunderts mit politischer Signalwirkung, ein Werk gegen Hass und Antisemitismus. Verfemt im Nationalsozialismus, ist die "Jüdin" erst 1999 wieder ins Bewusstsein der breiteren Öffentlichkeit zurückgekehrt.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Nervenfaser-Erkrankung nach Corona-Impfung. Ex-Ausdauerläuferrin und Post-VAC
    Von Thomas Wheeler

    Einwurf: Wenn sich der Pyro-Nebel lichtet - ein Ausdruck toxischer Liebe
    Von Heinz Schindler

    Golfen auf Grönland - Kein Deal für Donald Trump
    Gespräch mit Wofgang Weber

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Zwischen Leistung und Moral
    Der Neubrandenburger "Walk of Sport“
    Von Alexa Hennings

    Neubrandenburg ist eine Sportstadt. Überdurchschnittlich viele Gewinner olympischer Medaillen, Europa- und Weltmeister trainierten hier und trugen den Ruhm der mecklenburgischen Stadt bis ins Ausland. Seit 2020 gibt es in Neubrandenburg einen sogenannten „Walk of Sport“. 2025 und auch in diesem Jahr standen auch umstrittene Namen auf der Liste. Kann man trotz IM-Tätigkeit, trotz Dopings oder Medikamentenmissbrauchs geehrt werden? Die Stadt sagt: Wir sind kein Sportgericht. Die Medaille zählt. Kritiker meinen: Auch die Moral zählt. Und mahnen eine Aufarbeitung an.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Lichtspiel (1+2/4)
    Hörspielserie nach dem Roman von Daniel Kehlmann
    Mit: Thomas Loibl, Michael Kranz, Bibiana Beglau, Fabian Hinrichs, Valery Tscheplanowa, Erwin Leder, Monica Gruber, Aenne Schwarz, Roman Knizka, Holger Handtke, Nicolas Mockridge, Oscar Kehlmann, Andreas Nickl, Oliver Urbanski, Antonia Bill, Felix Römer, Raphael Dwinger, Marion Breckwoldt, Hannes Liebmann, Jördis Trauer, Gudrun Gabriel, Uriel Jung, Alice Prosser, Julia Zimth, Anton Rattinger, Felix Pöchhacker, Theresa Albert, Konstantin Frank, Paul Heimel, Felix Laicher, Patrick Strasser, Helena Gammel, Eva-Marlen Hirschburger, Rudolf Krause, Eliot Karow
    Besetzung: Kathi Bonjour und Jutta Kommnick
    Komposition: Markus Lehmann-Horn
    Eingespielt vom: Leopold-Mozart-Quartett
    Klavier: Katrin Isabel Klein
    Regieassistenz und dramaturgische Mitarbeit: Simon Hastreiter
    Ton und Technik: Alexander Brennecke und Eugenie Kleesattel
    Bearbeitung und Regie: Sebastian Stern
    Dramaturgie: Christine Grimm
    Deutschlandfunk 2026
    Längen: 41’48 (Teil 1), 48’31 (Teil 2)

    Teil 3 und 4 am 18.04.206, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk und am 19.04.2026, 18.30 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

    Der Regisseur G.W. Pabst kehrt 1938 nach Österreich zurück: Zwischen Kunstproduktion und Anpassung entsteht in den folgenden Jahren ein Film, der verschwinden wird. Eine Hörspielserie in vier Teilen über Schuld, Kunst und das Gewicht der Vergangenheit.

    Die Hörspielserie „Lichtspiel“ nach Daniel Kehlmanns Roman erzählt die Geschichte des berühmten Filmregisseurs G.W. Pabst. Nach einem enttäuschenden Hollywood-Exil kehrt er wegen seiner kranken Mutter nach Österreich zurück. Ein Fehler: Mit Kriegsbeginn schließen sich die Grenzen. Das NS-Regime zwingt den Regisseur durch perfide Erpressung, wieder für Deutschland Filme zu drehen. Pabst redet sich ein, als Künstler vollkommen unpolitisch bleiben zu können. Doch während er inmitten des Krieges obsessiv an seinem Meisterwerk „Der Fall Molander“ arbeitet, verstrickt er sich unweigerlich in moralische Schuld. Ein fesselndes Drama über Opportunismus und den wahren Preis der Kunst.

    Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Romane wie „Die Vermessung der Welt“ oder „Tyll“ machten ihn international berühmt. Er lebt in Berlin und New York.

    Dieser Roman, auch wenn er sich in vielem an den Lebensgeschichten des historischen G.W. Pabst und seiner Familie orientiert, ist ein Werk der Fiktion; so gab es etwa keinen Sohn mit dem Namen Jakob. Pabsts Filme sind bis heute zugänglich; allein "Der Fall Molander", gedreht in den letzten Kriegsmonaten in Prag, gilt als verschollen.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 02.04.2026

    Florence Price
    "Dances in the Canebrakes" (bearbeitet für Orchester von William Grant Still)

    Sergej Rachmaninow
    Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester

    Richard Strauss
    "Ein Heldenleben", Tondichtung op. 40

    Yulianna Avdeeva, Klavier
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Santtu-Matias Rouvali

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Stiljunkies
    Was ist Stil - Ernst oder Spiel, Charakter oder Maske?
    Von Sieglinde Geisel
    (Wdh. v. 15.05.2016)

    Schwer zu fassen, obwohl er immer da ist - der Stil.

    In seinen „Stilübungen“ jagt Raymond Queneau 1947 eine kurze Pariser Alltagsbegebenheit durch alle möglichen Stile - darunter auch einige, die es gar nicht gibt. Darf man das? Form und Inhalt bedingen einander, so die traditionelle Auffassung. Für manche Autoren ist der Stil ein künstlerisches Gewissen. Schopenhauer betrachtet ihn als Physiognomie des Autors, Tucholsky als Kleid des Gedankens, Karl Kraus gar als dessen Fleisch. "Der Stil ist der Mensch" lautet ein berühmter Satz aus dem 18. Jahrhundert. Im Stil gibt sich ein Autor zu erkennen. Oder gerade nicht: Er kann sich auch hinter dem Stil verstecken, sich mit ihm maskieren. Zum Stil als Spiel ist es dann nicht mehr weit.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Entscheidende Wahl für Orban: So sieht Ungarns Zukunft aus
    Gespräch mit Jörn Taszman

    Hape Kerkeling in Buchenwald: Rede zum Gedenken an KZ-Befreiung
    Gespräch mit Henry Bernhard

    Freischütz: Jossi Wieler inszeniert Webers Opern-Klassiker in Nürnberg
    Gespräch mit Uwe Friedrich

    Frauen, die lieben und sterben: Tobias Kratzer inszeniert Klassik in Hamburg
    Gespräch mit Georg Kasch