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Sonntag, 01.11.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Ulrike Sterblich
    Gäste: Klaus Lederer und Cornelius Reiber
    Moderation: Katharina Teutsch
    Produktion: Deutschlandfunk 2026

    Moderne Märchen und Mythen, Wahn, Inkompetenz und kriminelle Machenschaften. So beschreibt der Klappentext den dritten Roman der Berliner Autorin Ulrike Sterblich, der den Berliner Bankenskandal der Jahrtausendwende aufgreift und weiterdichtet. Damals wurden Fehlinvestitionen in dreistelliger Millionenhöhe bei Plattenbauten getätigt. Ein Parteispendenskandal brachte den Regierenden Bürgermeister zu Fall. Und dann war in der Hauptstadt jahrelanges Sparen angesagt. Wer Ulrike Sterblichs so geistreichen wie witzigen Roman „Drifter“ gelesen hat, wird dieses Buch sofort zur Hand nehmen. Und sich bei der Lektüre ein wenig an Thomas Pynchons durchgeknallte Versuche erinnert fühlen, Ordnung in unordentliche Verhältnisse zu bringen. „Das Museum der Indizien“ spielt im Jahr 1999. Bekanntermaßen das Jahr vor dem Millennium, dem Nerds damals den Zusammenbruch aller Systeme vorausgesagt hatten. So warten auch die Protagonisten von „Das Museum der Indizien“ auf den großen Knall. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die Immobilienverwalterin Bärbel und deren Tochter Luzi, eine Jurastudentin, die sich ins Netz der Verschwörungstheorien begibt, während ihre Mutter dem Fortgang einer echten Verschwörung ausgesetzt ist. Ulrike Sterblich wird im LCB ihren neuen Roman in Lesung und Gespräch vorstellen. Mit ihr diskutieren der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Lederer und der Literaturwissenschaftler Cornelius Reiber über Literatur - und über die Stadt als Beute.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Comiczeichner-Duo Hauck & Bauer
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Sie zeigen Alltag, hintersinnig und skurril. Im Deutschlandfunk untersuchen Elias Hauck und Dominik Bauer ihren Musikgeschmack.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Martin Böttcher

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Sufi-Bewegung

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Macy's Thanksgiving Day Parade
    Wie die kommerzielle Welt Erntedank feiert
    Von Pfarrer Bertram Schirr, Berlin
    Evangelische Kirche

  • Sind alle Erbsen grün?
    Von Nicole Silbermann
    Moderation: Ulrike Jährling

    Erbsen mag irgendwie jeder. Und das schon seit Jahrtausenden. Erbsen haben viel Protein und werden daher sowohl bei uns Menschen als Gemüse geschätzt als auch bei den Tieren als Futter.
    Doch wie entstehen diese kleinen grünen Kugeln eigentlich? Warum gehören sie zur Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütler. Denn Erbsen können doch gar nicht fliegen. Und warum sind manche Erbsenarten nicht braun, sondern gelb, bräunlich oder gar schwarz?

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Das Gespenst von Canterville
    Von Henry Schneider, nach der gleichnamigen Erzählung von Oskar Wilde
    Ab 8 Jahre
    Regie: Gerda Zschiedrich
    Komposition: Hermann Naehring
    Mit: Käte Reichel, Klaus Piontek, Klaus Manchen, Heide Kipp, Ulrike Krumbiegel, Peter Sturm, Paul Sturm, Daniel Minetti, Friedo Solter u.a.
    Deutschlandsender Kultur 1992
    Moderation: Ulrike Jährling

    Sir Simon, das berühmt-berüchtigte Gespenst von Canterville, ist verstört. Eine amerikanische Familie ist ins Familienschloss gezogen, und ihr Verhältnis zu Gespenstern ist mehr als robust.

    Obwohl Mr. Otis, amerikanischer Gesandter in England, beim Kauf des Schlosses Canterville Chase vor dem dort seit Generationen hausenden Gespenst gewarnt wird, zieht er furchtlos mit seiner ganzen Familie ein. Das verstimmt das Gespenst. Immerhin wurde es bisher für diverse Nervenzusammenbrüche, ja sogar für den Tod einiger früherer Schlossbewohner verantwortlich gemacht. Aber die amerikanische Familie stört sich nicht an seinem Treiben. Die Eltern begegnen dem traditionell eingestellten Gespenst mit der Unbekümmertheit moderner, aufgeklärter Menschen. Welche Schmach! Und die Kinder treiben das Gespenst zunehmend zur Verzweiflung: Unermüdlich entfernen sie sein Markenzeichen, den immer wieder auf dem Fußboden erscheinenden Blutfleck, mit Spezialreinigern! Sie spannen Schnüre, um es zum Stolpern zu bringen, und sie erschrecken es mit gespensterähnlichen Attrappen. Wäre da nicht die zauberhafte Virginia, Sir Simon wäre in der Tat verloren.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Comedian mit Doktortitel und Familie
    Caro Korneli im Gespräch mit Sandra Schmidt

    Sandra Schmidt ist promovierte Philosophin, Stand-up-Comedian und Mutter. Mehrmals pro Woche steht sie mit ihrem Programm auf Berliner Bühnen - möglichst früh, damit sie zum Abendbrot wieder zu Hause ist. Wie passen Comedy-Karriere, Familie und die Angst zu scheitern zusammen?


    Horst und der unbemerkte Erfolg
    Caro Korneli im Gespräch mit Lukasz Tomaszewski

    Horst Günther schreibt in der DDR ein Puppenspiel, das in seiner Heimat nur mäßigen Erfolg hat. Anderswo allerdings ist "Nashorn und Giraffe" ein Hit. Der Autor erfährt durch einen Zufall davon. Wie kämpft er um die Anerkennung seiner Arbeit während seine Welt sich verändert?

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • Europäischer Aal
    Zu lecker, um ihn zu schützen?
    Von Céline Weimar-Dittmar
    (Wdh. v. 03.05.2026)

    Eine bedrohte Art essen? Eigentlich kann das nicht erlaubt sein. Oder wäre zumindest mit großen Skrupeln verbunden - doch der europäische Aal beweist das Gegenteil. Seit 1980 sind die Bestände dieses sagenumwobenen Fisches um über 90 Prozent eingebrochen. Und trotzdem landen allein in Europa weiterhin jährlich rund 7.000 Tonnen Aal auf dem Teller. Wie kann das sein?

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Taylors "Kosmische Verbindungen" - Die Wiederverzauberung der Welt
    Gespräch mit Prof. Dr. Hartmut Rosa

    Philosophische Flaschenpost: Zhuangzi und der Schmetterling
    Von Gert Scobel

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Ralf Bei der Kellen

    Wie sich unser Umgang mit den Toten verändert

    Viele neue technische Möglichkeiten erlauben es, unser Nachleben ganz bewusst zu gestalten. Verstorbene können digital präsent bleiben, ihre Asche kann uns zum Diamanten verwandelt ständig begleiten. Auch die religiöse Trauerkultur wandelt sich.
    Ein Feature von Brigitte Jünger
    (Wdh. v. 02.11.2025)

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Eine gespenstische Geschichte"
    Die Klavierkonzerte von Bohuslav Martinů
    Gast: Robert Kolinsky, Pianist
    Moderation: Elisabeth Hahn
    Deutschlandfunk Kultur 2021

    Fünf Klavierkonzerte schrieb nicht nur Beethoven, sondern auch Bohuslav Martinů. Dazu weitere Werke für Klavier, manchmal mit, meistens ohne Orchester. Sein viertes Klavierkonzert erschien dem Tschechen als "eine gespenstische Geschichte".

    Bohuslav Martinů (1890 - 1959) war ein äußerst produktiver Komponist, von dem mehr als 400 Werke überliefert sind, darunter auch Großformatiges wie Opern und Ballette. Auch fünf offizielle Klavierkonzerte gehören zum Œuvre des tschechischen Komponisten, daneben weitere konzertante Werke wie ein linkshändig zu spielendes Divertimento, ein Concertino und eine „Sinfonietta Giocosa“ für Klavier und Orchester. Obwohl Martinůs Musik in den letzten Jahren auch international geschätzt wird, hört man seine Klavierkonzerte jenseits der tschechischen Grenze nur selten, darunter auch das markante vierte, das dem Komponisten selbst als „eine gespenstische Geschichte“ erschien.
    Der 1970 geborene Pianist Robert Kolinsky leitet die Martinů-Festtage in Basel. 2009 nahm er gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy die Klavierkonzerte Nr. 2 und Nr. 4 auf. In den „Interpretationen“ erzählt er von seiner langjährigen Erfahrung mit der Musik von Bohuslav Martinů und von der nötigen Neubewertung seines Klavierwerks.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    "Wir rasen mit 80 km/h aufs Tor zu!"
    Motoball - schnellster Ballsport der Welt
    Von Fritz Schütte
    (Wdh. v. 17.08.2025)

    Rasant und artistisch - laut und staubig. Auf einem fußballfeldgroßen Hartplatz jagen acht Motorräder dem Ball hinterher. Der spektakuläre Sport ist über 100 Jahre alt, war in der UdSSR sogar Profisport und sorgte für volle Stadien. In Deutschland hat sich die Begeisterung in Mecklenburg-Vorpommern erhalten und im Badischen bei Karlsruhe. Zwei Jahre Training sind erforderlich, um in der Mannschaft mitspielen zu können. In Kuppenheim trainieren bereits Kinder auf Elektromotorrädern.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Träume
    Von Günter Eich
    Regie: Peter Groeger
    Mit: Käthe Reichel, Volkmar Kleinert, Horst Hiemer, Marga Legal, Oswald Foerderer, Trude Brentina, Gerhard Lau, Heide Kipp, Joachim Conrad, Ruth Reinecke, Wolfgang Dehler, Jessy Rameik, Ulrich Voss, Annemone Haase, Volker Nitsch, Gerd Ehlers, Hans-Joachim Hanisch, Friederike Aust, Thomas Kästner, Peter Groeger, Wolfgang Brunecker, Arno Wyzniewski, Heidi Weigelt, Franz Viehmann, Katrin Haubold, Robert Porsch, Birgit Hassenstein, Ernst Steiner
    Komposition: Lothar Voigtländer
    Ton und Technik: Klaus Henke, Ramona Bauer
    Regieassistenz: Heide Brand
    Dramaturgie: Lutz Volke
    Rundfunk der DDR 1981
    Länge: 84'26

    Fünf alptraumhafte Visionen evozieren Krieg, Ausbeutung, Flucht und Zerstörung. Günter Eich schrieb seine "Träume" - hier in einer Hörspielfassung des Rundfunks der DDR - als kompromisslose Aufforderung, aus dem Schlaf der Gleichgültigkeit zu erwachen: Gefangene in endlos rasenden Güterzügen, grausame Bluttherapien an Kindern, panische Flucht vor unsichtbaren Feinden, Identitätsverlust in der Fremde und blind wütende Termiten, die den scheinbar sicheren Wohlstand aushöhlen.

    Günter Eich (1907 - 1972) zählt zu den bedeutendsten Lyrikern und Prosaschriftstellern der deutschen Nachkriegsliteratur. Mit Werken wie „Träume“ (1951) oder „Die Mädchen aus Viterbo“ (1953) prägte er das literarische Medium Hörspiel maßgeblich.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 10.10.2026

    Lili Boulanger
    "D’un soir triste" für Orchester

    Igor Strawinsky
    "Psalmensymphonie" für Chor und Orchester

    Lili Boulanger
    Psalm 130 "Du fond de l’abîme" für Mezzosopran, Tenor, Chor und Orchester

    Leonard Bernstein
    "Chichester Psalms" für Knabensolo, Chor und Orchester

    Catriona Morison, Mezzosopran
    Knabensolist des Staats- und Domchores Berlin
    Rundfunkchor Berlin
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Ingo Metzmacher

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Literatur und psychische Erkrankungen
    "Vom geraden Blick in einer schraubenförmigen Welt"
    Von Uta Rüenauver

    Der Wahnsinn hat die Literatur immer fasziniert.

    Psychische Erkrankungen sind gefürchtet - die Literatur aber war von ihnen immer fasziniert. Schon Platon setzte einem krankhaften Wahnsinn einen „göttlichen“ entgegen. Für die Romantiker galt der Wahnsinn als höhere Erkenntnisform gegen die einengende Herrschaft der Vernunft. Die im Wahn aufgelösten Bewusstseinsgrenzen, das Ineinanderfließen von Innen- und Außenwelt ersehnten sie, um eine wahre poetische Welt zu schaffen. Das romantische „Genie und Wahnsinn“, übernommen von den Surrealisten, hallt bis heute nach. Nicht erst Rainald Goetz kritisiert in seinem Roman „Irre“ die Verklärung des psychischen Leidens. Schon Spätromantiker wie E.T.A. Hoffmann zeigen den Alptraum eines Ichs, das nur noch in seiner Innenwelt lebt. Psychische Erkrankungen sind in der überpsychologisierten Gegenwart sehr präsent. Schriftstellerinnen und Schriftsteller beschreiben die Literatur als Rettung vor Selbst- und Weltverlust.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    "Denken schafft Raum" - Eröffnung der Jüdischen Akademie in Frankfurt am 02.11.2026
    Gespräch mit Sabrina Donath

    Neue Suhrkamp-Edition: "30 Farben und 500 Billiarden Möglichkeiten"
    Gespräch mit Olaf Nicolai

    Rachmaninow-Trilogie in Zürich - inszeniert von Dmitri Tcherniakov
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

    Das große Drama: Auguste Rodin und der Streit um die Moderne
    Von Claudia Wheeler

    Das Wiener Kollektiv "Matriarchive" träumt vom Bezug einer legendären Villa
    Gespräch mit Valerie Präkelt