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Samstag, 13.06.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Große Bühne für großes Theater
    Eine Lange Nacht über das Wiener Burgtheater
    Von Robert Sollich
    Regie: Susanne Krings

    Das Wiener Burgtheater gilt als einzigartiges Kulturerbe, über dessen Aufführungen - so heißt es - sogar Taxifahrer Bescheid wissen. Das „kaiserliche Theater, das Burgtheater war für den Wiener, für den Österreicher mehr als eine bloße Bühne, auf der Schauspieler Theaterstücke spielten; es war der Mikrokosmos, der den Makrokosmos spiegelte [...]. Jedes Jubiläum, jedes Begräbnis eines großen Schauspielers wurde zum Ereignis, das alle politischen Geschehnisse überschattete“, formulierte es emphatisch vor einhundert Jahren Stefan Zweig, und noch in diesem Jahrhundert erklärte es ein Burgtheaterdirektor zum sakralen Ort der Kunst, ähnlich dem Louvre und den Uffizien, und verglich den Ruf dorthin mit einem Nobelpreis. Anlässlich des 250. Jahrestages seiner Erhebung zum „teutschen Nationaltheater“ 1776 möchte eine Lange Nacht über das Wiener Burgtheater ergründen, was an diesen mythischen Erzählungen und Überhöhungen (noch) dran ist. Von Charlotte Wolter bis Gert Voss wird sie seine größten Mimen wieder auferstehen lassen, von Joseph Schreyvogel bis Claus Peymann seine berühmtesten Direktoren würdigen und von Franz Grillparzer bis Elfriede Jelinek auf die Stücke schauen, mit denen hier Theatergeschichte geschrieben wurde. Außerdem wird es darum gehen, was mit Ehrenmitgliedern des Burgtheaters nach ihrem Tod geschieht, woher eine Wiener Neigung zum Happy End rührt und warum Burgschauspieler bis vor gar nicht allzu langer Zeit nicht beklatscht werden durften.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 24.05.2026

    Adolphus Hailstork
    "Lachrymosa: 1919"

    Jean Sibelius
    Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

    Peter Tschaikowsky
    Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

    Augustin Hadelich, Violine
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Manfred Honeck
    (Wdh. v. 28.05.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Hitler und die Atombombe
    Über die Folgen des weltweiten Nuklearexports
    Von Reinard Spilker
    Deutschlandfunk 1984
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    International fürchtete man noch vor dem Zweiten Weltkrieg, dass Hitler in den Besitz der Atombombe kommen könnte. Experten gingen davon aus, dass, wenn der Diktator in den Besitz derselbigen gelangt wäre, er sie auch eingesetzt hätte. Der Autor untersucht, inwieweit der Export von Atomtechnologie die Menschheit gefährdet und wie man dies verhindern kann.

    Die Geschichte lehrt, dass viele Länder, die in die Atomtechnologie eingestiegen sind, vorrangig ein militärisches Interesse damit verbanden. Das heißt: Sie wollten nicht nur Strom produzieren, sondern auch die Fähigkeit erwerben, Atombomben zu bauen. In den USA und in der Sowjetunion war das Interesse am Bau von Atombomben von Beginn an das ausschlaggebende Motiv beim Einstieg in die Atomtechnologie. Alle Länder, die an die Technologie zum Bau von Atombomben gekommen sind oder dies jahrelang versucht haben, wurden dabei von Ländern mit vorhandenen Atomprogrammen unterstützt. Der Export von vermeintlich ziviler Atomtechnologie, Know-how und spaltbaren Stoffen ist der Weg für die Verbreitung der Techniken und von Know-how zum Bau von Atomwaffen. Alle Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Länder, die Atomtechnik exportieren, sorgen für eine Weiterverbreitung einer hochgefährlichen Waffentechnologie. Eine tickende Zeitbombe für die gesamte Welt.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Dieter Kassel

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Pfarrerin Antonia Klumbies, Karlsruhe
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Starke Stimme in turbulenten Zeiten? -
    Die Zukunft der Gewerkschaften

    Gäste: Tanja Schneider, Betriebsratsvorsitzende bei IAV, Berlin
    - und Klaus Dörre, Soziologe und Gewerkschaftsexperte

    Moderation: Vladimir Balzer

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Gewerkschaften haben die heutige Arbeitswelt maßgeblich geprägt und viele Verbesserungen für Beschäftigte durchgesetzt. Doch welche Bedeutung haben sie heute angesichts von Digitalisierung und zunehmend flexiblen Beschäftigungsformen? Diskutieren Sie mit über die Zukunft von Gewerkschaften.

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Israel, Gaza und die deutsche Staatsräson - Bücher für eine friedlichere Welt
    Moderation: Christian Rabhansl

    Buchkritik:
    Hamza Abu Howidy: "Muscheln am Strand von Gaza. Erinnerungen an ein zerstörtes Land"
    Rezensiert von Carsten Hueck

    Interview:
    Avner Ofrath: "Israel, Palästina, Deutschland - Versuch einer Entwirrung"
    Gespräch mt dem Historiker und Autor

    Interview:
    Kai Ambos: "Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht"
    Gespräch mit dem Straf- udn Völkerrechtler und Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Alan Posener, Publizist und Buchautor
    Moderation. Julius Stucke

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Martin Böttcher

    Weizenbaum Konferenz: KI stellt Wissenschaft vor Herausforderungen
    Gespräch mit Dennis Kogel

    Instagram: Support-Chatbot half beim Knacken zehntausender Accounts
    Gespräch mit Franziska Boenisch

    Skinnytok: Wie soziale Medien ungesunde Körperbilder fördern
    Von Hagen Terschüren

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Janis El-Bira

    Bedrohte Bühnen: Deutscher Bühnenverein tagt in Berlin
    Gespräch mit Carsten Brosda

    Blick auf die eigene Geschichte: Puppentheater Gera mit "Gehen Kommen Bleiben"
    Von Henry Bernhard

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Sterben, Trauern und Lockdown - Der Festivalhit "Sechswochenamt"
    Gespräch mit Jacqueline Jansen

    "Backrooms" & "Obsession": Die 100 Mio. Dollar Horrorhits der Gen Z
    Von Christian Berndt

    "Azza" erzählt von Grenzen weiblicher Selbstbestimmung in Saudi Arabian
    Gespräch mit Stefanie Brockhaus

    Meine Frau weint und die störrische Kinokunst von Angela Schanalec
    Gespräch mit Anke Leweke

    KI als Alptraum: Hit-Serie Black Mirror bekommt ein VR-Erlebnis
    Von Dennis Kastrup

    Weltangst und Sommerträume im Spielfilm "Nulpen"
    Gespräch mit Sorina Gajewski

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Susanne Balthasar

    Rückenansichten - Von Muskeln und blinden Flecken

    Rucking - Den Rücken mit Gepäck stärken?
    Von Matthias Finger

    Eine große Projektionsfläche - Der Rücken als Symbol
    Gespräch mit Friedrich Weltzien

    Modehund Dackel - Kleiner Kerl mit langem Rücken
    Von Anne-Sophie Schmidt

    Klassik drastisch #74: Antonio Vivaldi
    Von Axel Ranisch

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Julius Stucke

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Rohstoffpolitik - Der Kampf um seltene Erden

    Jakob Kullik, Politologe, im Gespräch mit Anna Hoffmeister

    Ein Leben ohne das Handy, den Computer oder das eigene Auto, das kann sich kaum jemand vorstellen. Doch die dafür benötigten Seltenen Erden sind für den Westen nur schwer verfügbar. Ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit, kritisiert der Chemnitzer Politologe Jakob Kullik.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Westsahara
    Heißer Sand und ein verlorenes Land
    Von Olivia Wimmer
    Regie: die Autorin
    Mit: Alina Fritsch, Dominic Oley, Fanny Altenburger, Raphael Muff, Philip Scheiner, Felix Kammerer, Rainer Doppler, Michael Köppel und Olivia Wimmer
    Ton: Fridolin Stolz
    Redaktion: Eva Roither
    ORF 2025
    Länge: 52'58
    (Wdh. am 14.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)

    Seit einem halben Jahrhundert leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Ein Feature über ein vergessenes Volk und seinen verzweifelten Kampf um Unabhängigkeit.

    Die Westsahara ist ein Gebiet an der Nordwestküste Afrikas, das von Marokko besetzt wurde, als sich die spanischen Kolonialtruppen daraus zurückzogen. Im Jahr 1975 bricht ein Krieg zwischen Marokko und dem dort ansässigen Volk der Sahrawi aus. Viele Sahrawi fliehen ins Landesinnere, in die Wüste, und über die Grenze nach Algerien, wo sie sich mitten in der Sahara in improvisierten Zeltstädten niederlassen. Nach einem von der UNO verhandelten Waffenstillstand von 1991 sollen die Sahrawi entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder einen eigenen Staat gründen wollen. Doch das Referendum findet nie statt. Die Menschen harren seit einem halben Jahrhundert in der Wüste aus. Ein Leben über das Überleben hinaus zu gestalten, ist schwierig. Und so sind viele wieder bereit, zu den Waffen zu greifen, denn die junge sahrawische Generation ist des Wartens müde.

    Olivia Wimmer, geboren 1983 in Grieskirchen, ist freie Radiojournalistin und Fotografin und lebt in Wien. Studium der Fotografie und Arabistik in Wien und Damaskus. Sie produziert internationale Reportagen und Langform-Features. Zu ihren Schwerpunkten gehören der Nahe Osten, Nordafrika und Menschenrechte. Am Kinodokumentarfilm „Everyday Rebellion“ (2013) war sie als Kamerafrau beteiligt.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Teatro alla Scala, Mailand
    Aufzeichnung vom 08.06.2026

    Georges Bizet
    "Carmen"
    Opéra-comique in vier Akten
    Libretto: Prosper Mérimée

    Carmen - Clémentine Margaine, Mezzosopran
    Micaëla - Slávka Zámečníková, Sopran
    Don José - Vittorio Grigolo, Tenor
    Escamillo - Giorgi Manoshvili, Bassbariton
    Le Dancaïre - Pierre Doyen, Bariton
    Le Remendado - Loïc Félix, Tenor
    Mercédès - Marine Chagnon, Mezzosopran
    Frasquita - Sarah Dufresne, Sopran
    Kinderchor des Teatro alla Scala
    Chor des Teatro alla Scala
    Orchester des Teatro alla Scala
    Leitung: Myung-Whun Chung

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Leonie Böhm inszeniert in München "Mein kleines Prachttier“ nach Rijneveld
    Gespräch mit Dorothea Marcus

    Brombeerland: große Polit-Doku über die politischen Verhältnisse in Thüringen
    Gespräch mit Yvonne Andrä

    No more excuses: Wiener Festival mit Werken von Komponistinnen und Transpersonen
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

    "Call Me Gravity": Kunst zum Thema Verschuldung in Brüssel
    Von Sabine Oelze