Programm
Samstag, 14.02.2026
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00:00 Uhr
Nachrichten
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00:05 Uhr
Lange Nacht
Die Moderne aus dem Dorf
Eine Lange Nacht über Paula Modersohn-Becker
Von Berit Hempel
Regie: Burkhard Reinartz
(Wdh. v. 30./31.03.2024)„Ich bin glücklich, glücklich, glücklich!“ - schreibt die vor 150 Jahren geborene Künstlerin Paula Becker 1897 über ihren ersten Aufenthalt in der Künstlerkolonie Worpswede. Hier möchte sie lernen, das Wesen der Menschen darzustellen. Sie porträtiert Mädchen vor hellen Birken, alte Frauen, die sich auf einen Stock stützen, zeichnet lebensgroße Akte. Das Dorf im Teufelsmoor bedeutet für die junge Frau Freiheit und Bildung. Hier findet sie auch ihren späteren Ehemann, den Maler Otto Modersohn. Doch bald ist ihr die Künstlerkolonie zu eng, es zieht sie nach Paris, wo Künstler wie Auguste Rodin und Pablo Picasso neue Formen und neue Inhalte für die Kunst suchen. In Paris sieht sie Ausstellungen avantgardistischer Künstler und versucht, ihre eigene Malerei auf das Wesentliche zu reduzieren. 1906 porträtiert sie sich selbst als nackte schwangere Frau - der erste weibliche Selbstakt in der Kunst -, malt eine nackte Mutter, die neben ihrem Säugling liegt. Alles neue Motive für diese Zeit. Hin- und hergerissen zwischen Paris und Worpswede entscheidet sie sich schließlich für das Leben auf dem Dorf mit ihrem Mann. 1907 bringt sie ein Kind zur Welt, doch wenige Wochen nach der Geburt bricht sie zusammen, stirbt mit den Worten „wie schade“ auf den Lippen. Nach ihrem Tod wurde ihr in Bremen ein Museum gebaut, das erste allein einer Künstlerin gewidmete. Ihre Bedeutung als Künstlerin und Wegbereiterin der Moderne hatte kaum einer ihrer Zeitgenossen erkannt.
01:00 UhrNachrichten02:00 UhrNachrichten -
03:00 Uhr
Nachrichten
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03:05 Uhr
Tonart
Klassik reloaded
(Wdh. v. 01.02.2026)
Gewandhaus Leipzig
Aufzeichnung vom 22.01.2026
Paul Ben-Haim
1. Sinfonie
Ernest Bloch
Avodath Hakodesh (Gottesdienst) für Bariton, Chor und Orchester
Gewandhausorchester Leipzig
GewandhausChor Leipzig
Erwin Schrott, Bariton
Leitung: Omer Meir Wellber -
05:00 Uhr
Nachrichten
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05:05 Uhr
Aus den Archiven
Radiosatiren für das Reich
Der Ätherkrieg der BBC London gegen Nazideutschland
Von Klaus Pilger
Deutschlandfunk 1996
Vorgestellt von Isabella Kolar
Durch satirische Überzeichnung dem Naziregime schaden - das war das Ziel von Hitlers Gegnern. Sie hatten die ursprünglich literarische Gattung der Satire als populäres Mittel des Widerstands entdeckt und nutzten Hörfunk und Fernsehen dafür. Der Ätherkrieg begann. Speerspitze der Bewegung war einmal mehr die britische BBC, die sich mit Thomas Manns Reden an die Deutschen aus dem amerikanischen Exil in dieser Hinsicht schon hervorgetan hatte.Satire zielt darauf ab, durch Humor und Ironie gesellschaftliche, politische oder menschliche Missstände zu kritisieren. Satirische Bücher sind oft humorvoll und unterhaltsam, haben aber eine tiefere, kritische Botschaft. Sie nutzen Übertreibung und Absurdität, um auf Probleme aufmerksam zu machen und zum Nachdenken anzuregen.
Die Deutschen hörten die BBC heimlich, gerne unter der Bettdecke. Die Nazis versuchten, dies durch Störsender zu verhindern. Aber Reichspropagandaminister Goebbels konnte nicht verhindern, dass auch Gegner der Nationalsozialisten im Radio vorkamen. Bereits 1931 hat die BBC begonnen, deutschsprachige Sendungen zu verbreiten, Beispiel Thomas Mann. Ab 1940 setzt der britische Sender die neue Waffe der Satire in der Rundfunkpropagandaschlacht ein. Satire gegen Nazipropaganda. Das kam gut an. -
06:00 Uhr
Nachrichten
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06:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
Mit Buchkritik
Moderation: Dieter Kassel06:20 Uhr Wort zum TageGuido Erbrich, Leipzig
Katholische Kirche06:30 UhrNachrichten06:40 Uhr Aus den Feuilletons07:00 UhrNachrichten07:30 UhrNachrichten07:40 Uhr Interview08:00 UhrNachrichten08:30 UhrNachrichten -
09:00 Uhr
Nachrichten
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09:05 Uhr
Im Gespräch
Sehenswert! Ihre besten Filme und Serien
Gäste: Anna Wollner, Filmkritikerin
- und Markus Trutt, Redakteur beim Online-Magazin Filmstarts.de
Moderation: Vladimir Balzer
Live mit Hörerinnen und Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.deUnd wieder lockt die Berlinale - Deutschlands größtes Film-Event. Wir sind dabei und tauschen Tipps mit unseren Hörerinnen und Hörern aus: Welche Filme, welche Serien, haben Sie beeindruckt - aktuelle, aber auch Klassiker? Was sind Ihre Lieblingsschauspieler- und -regisseurinnen? Erzählen Sie es uns!
10:00 UhrNachrichten -
11:00 Uhr
Nachrichten
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11:05 Uhr
Lesart
Das politische Buch
Moderation: Florian Felix Weyh
Sighard Neckel: "Katastrophenzeit"
Die Gesellschaft im Klimawandel und die Fallstricke der Transformation
Gespräch mit dem Autor
Anna Pollmann, Christopher Möllmann (Hg.): "Schlüsselbegriffe gesellschaftlichen Zusammenhalts"
Ein kritisches Vokabular
Rezensiert von Christian Schüle
Johannes Drerup: "Moralischer Fortschritt"
Geschichte vermitteln und Zukunft gestalten
Gespräch mit dem Autor
Carl von Ossietzky: "Idiotenführer durch die Regierungskrise"
Rezensiert von Ulrike Köppchen -
12:00 Uhr
Nachrichten
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12:05 Uhr
Studio 9 - Der Tag mit ...
Alisha Mendgen, Focus
Moderation: Julius Stucke -
13:00 Uhr
Nachrichten
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13:05 Uhr
Breitband
Digitales Leben
Moderation: Marcus Richter
EU-Kommission geht gegen TikTok vor
Gespräch mit Benedikt Wenck
Synchronsprecher gegen Netflix
Gespräch mit David Schulze
Digitaler Omnibus: Rückbau digitaler Bürgerrechte?
Gespräch mit Vera Linß -
14:00 Uhr
Nachrichten
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14:05 Uhr
Rang 1
Das Theatermagazin
Moderation: Janis El-Bira
Genial oder banal? Ein Streitgespräch zu "Irgendetwas ist passiert"
Gespräch mit Barbara Behrendt
"Ich habe kein Deutschland gefunden": Doku über Einar Schleef auf der Berlinale
Von Robert Brammer
Theaterpodcast: Musik im Theater: Die unsichtbare Miterzählerin
Von Friedrike Bernhardt -
14:30 Uhr
Vollbild
Das Filmmagazin
Live von den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin
Moderation: Susanne Burg
"Gelbe Briefe“: Ilker Çatak über Nähe, Verantwortung und Verdrängung
40 Jahre Teddy: Sichtbarkeit, Kino und queere Geschichte auf der Berlinale
Von Christian Berndt
Die 90er auf der Berlinale: Ein Gespräch über Kino im Umbruch
Gespräch mit Annika Haupts
Berlinale 2026 hat begonnen: Filme, Themen und Stimmung
Gespräch mit Patrick Wellinski
Ich verstehe Ihren Unmut: Schichtarbeit und Unsichtbarkeit von Reinigungskräften
Gespräch mit Kilian Friedrich
"The Story of Documentary Film“: Ein Blick auf Macht, Bilder und Wahrheit
Gespräch mit Andreas Kötzing15:00 UhrNachrichten -
16:00 Uhr
Nachrichten
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16:05 Uhr
Echtzeit
Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher
Willkommen "Jahr des Feuerpferdes"! - Von Hobby Horsing und Hightech-Hengsten
Das Horse Girl als Stilikone in der Frühjahrsmode 2026
Von Mathias Finger
Ein Sport wie jeder andere? - Turniereindrücke vom Hobby Horsing
Gespräch mit Sophie Rebmann
China startet ins Jahr des Feuerpferdes - mit einem traurigen Maskottchen
Von Eva Lamby-Schmitt
Mit dem Hightech-Hengst in die Zukunft?
Gespräch mit Fabian Dresler
Die Frau in Blau 14 - Liegewaschmaschine
Von Mariola Brillowska -
17:00 Uhr
Nachrichten
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17:05 Uhr
Studio 9 kompakt
Themen des Tages
Moderation: Nicole Dittmer -
17:30 Uhr
Tacheles
Gemeinwohl - Wie politisch dürfen gemeinnützige Vereine sein?
Jurist Sebastian Unger im Gespräch mit Anna HoffmeisterGemeinnützige Organisationen sollen der Allgemeinheit fördern - doch wie politisch dürfen sie dabei sein? Jurist Sebastian Unger warnt: Wenn man das Recht zu eng auslegt, kann das die Demokratie schwächen.
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18:00 Uhr
Nachrichten
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18:05 Uhr
Feature
Angst, Wut, Hoffnung
Das rassistische Attentat von Hanau und die Folgen
Von Sebastian Friedrich
Regie: Hannah Georgi
Mit: Serkan Kaya
Ton: Gerd Nesgen
Deutschlandfunk Kultur / NDR 2025
Länge: 54'30
(Wdh. am 15.02.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)
Beim rassistischen Anschlag von Hanau verlor Serpil Temiz Unvar ihren Sohn Ferhat. Seitdem kämpft sie mit der "Bildungsinitiative Ferhat Unvar" gegen Rassismus. Das Feature begleitet Angehörige, Überlebende und Weggefährten.Am 19. Februar 2020 veränderte sich das Leben von Serpil Temiz Unvar für immer. An diesem Tag tötete im hessischen Hanau ein 43-jähriger Mann ihren Sohn Ferhat und weitere acht junge Menschen mit Migrationshintergrund. Noch im Jahr des Attentats gründete sie die „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“, die sich für eine Gesellschaft ohne Rassismus einsetzt.
Das Feature begleitet Serpil Temiz Unvar und ihre Tochter Nesrîn Unvar in den Jahren nach dem Anschlag - zwischen Trauer, Aktivismus und alltäglichen Anfeindungen. Neben der Familie kommen auch die Protagonistinnen und Protagonisten zu Wort, die bereits in der Vorgänger-Doku von Sebastian Friedrich („Der erste Tag. Das Attentat von Hanau“) zu hören waren: Arjin Civelek-Bicer, die seit ihrer Kindheit mit Ferhat Unvar befreundet war und das Attentat überlebte; Jaweid Gholam, der die letzten Stunden mit Ferhat verbrachte und wenige Minuten vor dem Anschlag nach Hause ging; Antje Heigl, die als Sozialarbeiterin im Jugendzentrum Hanau-Kesselstadt viele der Ermordeten über Jahre hinweg begleitet hatte; sowie Said Etris Hashemi, dessen Bruder Said Nesar Hashemi ermordet wurde und der selbst schwer verletzt überlebte.
Das Feature zeigt, wie persönliche Verluste, gesellschaftliche Missstände und fragwürdiges Verhalten der Behörden zu Enttäuschungen, Frustrationen und Misstrauen führen - und wie ein unermüdlicher Einsatz gegen Hass und Unterdrückung trotz alledem Hoffnung stiften kann. Im Gespräch mit Freunden, Zeuginnen und Betroffenen stellt sich die Frage nach einem sinnvollen Leben nach dem Verlust - in einer Gesellschaft, in der rechtsradikale Kräfte stark sind wie nie.
Für die Protagonisten sind Alltagsrassismus und eine sich zunehmend formierende politische Rechte auf bedrückende Weise spürbar. Der Vater des Täters, welcher nach der Tat seine Mutter und sich selbst getötet hatte, lebt weiterhin in direkter Nachbarschaft zur Familie Unvar und belästigt sie seit dem Anschlag mit rechten Parolen. Und die AfD erzielte 2023 ausgerechnet in Hessen ihr bislang bestes Wahlergebnis in einem westdeutschen Bundesland.
Sebastian Friedrich, 1985 in Halle (Saale) geboren, ist freier Journalist und Autor. Er arbeitet u.a. für das ARD-Politikmagazin Panorama, die Wochenzeitung Der Freitag, den NDR sowie den Deutschlandfunk. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit Rechtsradikalismus, der Entwicklung des Kapitalismus und seiner Alternativen, Diskurstheorie und Klassenanalyse. Zuletzt: „Deutsches Denken - Rechte Intellektuelle der Bundesrepublik“ (Dlf Kultur 2025, zusammen mit Nils Schniederjann). -
19:00 Uhr
Nachrichten
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19:05 Uhr
Oper
Wiener Staatsoper
Aufzeichnung vom 06.12.2025
Leoš Janáček
"Věc Makropulos" ("Die Sache Makropulos"), Oper in drei Akten
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Theaterstück von Karel Čapek
Emilia Marty, vormals Elina Makropulos - Marlis Petersen, Sopran
Albert Gregor - Pavel Černoch, Tenor
Vítek - Lukas Schmidt, Tenor
Krista - Stephanie Houtzeel , Sopran
Jaroslav Prus - Bo Skovhus, Bariton
Janek Prus - Carlos Osuna, Tenor
Dr. Kolenatý, ein Anwalt - Wolfgang Bankl, Bassbariton
Hauk-Šendorf - Matthäus Schmidlechner, Tenor
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Tomáš Hanus -
21:30 Uhr
Die besondere Aufnahme
"Bach vs. Scheibe"
Marie-Sophie Pollak, Sopran
Concerto Köln
Flöte und Leitung: Max Volbers
Deutschlandfunk / Berlin Classics 2025
Der berühmte Johann Sebastian Bach trifft auf Johann Adolph Scheibe, Thomaskantor auf Musikkritiker. Scheibe griff die "schwülstige und verworrene" Musik des Konkurrenten heftig an und versuchte selbst, mit gutem Beispiel voranzugehen. -
23:00 Uhr
Nachrichten
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23:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
u.a. 76. Internationale Filmfestspiele Berlin
Moderation: Eckhard Roelcke
"Rosebush Pruning“: Wie Schauspielende dem Berlinale-Wettbewerb Gewicht geben
Gespräch mit Patrick Wellinski
"Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten“ in Bochum
Gespräch mit Stefan Keim23:50 Uhr KulturpresseschauWochenrückblick
Von Tobias Wenzel


