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Sonntag, 12.04.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • Strategien der Kulturbeeinflussung
    VON RECHTER FIKTION ZU ECHTEM TERROR

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Die Zeit in Zeiten von Corona
    Susanne Führer im Gespräch mit Norman Sieroka, Professor für Philosophie, Uni Bremen

    Zeit ist Geld. Keine Zeit verschwenden. Die Zeit verrinnt. Wir reden über Zeit, als sei sie eine Substanz, kritisiert der Philosoph Norman Sieroka. Doch durch die Coronakrise hat sich für viele die Zeitwahrnehmung verändert. Zum Besseren?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Wolfgang Meyering

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    "Liebe lebt auf"
    Ein internationales Osterlied
    Von Pfarrer Günter Ruddert, Bochum
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzählung
    Esterhazy (1/2)
    Von Hans Magnus Enzensberger
    Gelesen vom Autor
    Produktion: Deutschlandradio Berlin 1994
    (Teil 2 am 13.04.2020)
    Moderation: Fabian Schmitz

    Die Esterhazys sind ein sehr altes und edles Hasengeschlecht doch es gibt ein Problem: Die Nachkommen sind von Generation zu Generation immer kleiner geworden. Als der jüngste Enkel in den Papierkorb fällt und allein nicht mehr herauskommt, beschließt Fürst Esterhazy zu handeln: Er schickt seine Enkel in die weite Welt. Sie sollen sich Frauen suchen, nicht unbedingt edle - Hauptsache groß. Der Jüngste soll ausgerechnet in Berlin sein Glück suchen, denn dort soll es besonders viele Hasen geben. Wie der Hase dort (noch hinter der Berliner Mauer) die Häsin Mimi findet und die beiden (nach dem Mauerfall) das Glück, davon erzählt dieser ebenso komische wie kluge Kinderbuch-Klassiker.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Die verzauberten Kinder
    Von Gabriele Neumann
    Nach einem Märchen von Jewgeni Schwarz
    Ab 8 Jahre
    Regie: Beatrix Ackers
    Komposition: Peter Kaizar
    Mit: Steven Horn, Tabea Sitte, Ron Hermann, Thomas Vogt u. a.
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2001
    Länge: 47'36
    Moderation: Fabian Schmitz

    Zeiträuber stehlen drei Kindern die Zeit, sie sind mit 8 Jahren schon alte Menschen geworden.

    Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Felix. Er war neun Jahre alt und bummelte gern durch die Stadt. Eines Tages, als er wieder einmal zu spät zur Schule kam, war er plötzlich ein alter Mann und niemand erkannte ihn. Er lief nach Hause, aber auch seine Mutter wusste nicht, wer dieser alte Mann sein sollte. Nur die Straßenkatze, die er immer gefüttert hatte, die erkannte ihn. Und sie half ihm auch, das Geheimnis zu ergründen. Zeiträuber hatten ihm und zwei anderen Kindern die Zeit gestohlen. Nun musste Felix die beiden anderen verzauberten Kinder finden.

    Jewgeni Schwarz (1896-1958), russischer Dramatiker, schrieb u. a. „Der Schatten" und „Der Drache".

    Gabriele Neumann, lebt als freischaffende Lektorin und Autorin in Berlin.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Fabian Schmitz
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    11:00 Uhr
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Axel Flemming

  • Die Mutmacher von Manchester
    Der fangeführte Fußballklub FC United
    Von Thomas Jädicke

    Vor 15 Jahren als einer der ersten fangeführten Vereine in Großbritannien gegründet, ist der FC United of Manchester noch heute Vorbild. Immer mehr Vereine wenden sich ab vom großen Kommerz. Mehr als ein Dutzend Nachahmer hat dieses basisdemokratische Modell allein in England schon gefunden. Seit der Siebtligist im von Problemen geplagten Moston im Nordosten Manchesters ein eigenes Stadion gebaut hat, schöpft dieser fast schon abgeschriebene Stadtteil wieder neuen Mut.  United, getragen vom ehrenamtlichen Engagement vieler Mitglieder, ist nicht nur Fußball. Von der Weihnachtsfeier mit den Bewohnern des benachbarten Seniorenheims bis zu Gesprächsangeboten für Menschen, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Uniteds Stadion ist mittlerweile ein sinnstiftender Treffpunkt der Gemeinde. 

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa MIller

    Social Distancing:
    Das kommt der Philosophie entgegen
    Von Andrea Roedig

    Buchkritik:
    "Simone de Beauvoir" - Vorurteilsfreie Biographie
    Von Catherine Newmark

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Aufersteh’n, ja aufersteh’n wirst du!"
    Die Zweite Sinfonie von Gustav Mahler
    Moderation: Hans Winking
    (Wdh. v. 05.04.2010)

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Mathias von Lieben

    Vor 40 Jahren beschließen die USA einen Olympiaboykott der Spiele in Moskau
    Von Hartmut Goege

    Boykott 80 - Ulrike Meyfarth
    Tut weh, wenn man könnte und nicht darf

    Pilates via Zoom
    In Coronazeiten boomen Sportkurse im Netz
    Von Stefan Osterhaus

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Online gegen Großmeister
    Fernschach ohne Briefporto
    Von Fritz Schütte
    (Wdh. v. 10.03.2019)

    16. September 1981. Im UEFA-Pokal ist Borussia Möchengladbach zu Gast beim 1. FC Magdeburg. Frank lernt einen Fußball-Fan aus dem Westen kennen. Es entwickelt sich ein reger Briefkontakt, denn beide mögen eine in der DDR äußerst beliebte Sportart: Fernschach. Viereinhalb Jahre nach ihrem Untergang gewinnt die DDR im Fernschach sogar noch eine Bronzemedaille. Das Turnier hatte acht Jahre zuvor begonnen.
    Zwar können Fernschachpartien immer noch Jahre dauern, aber dank des Internets hat das Tempo merklich angezogen. Sogar Blitzschachpartien mit streng limitierter Bedenkzeit werden heute ohne direktes Gegenüber gespielt. Auf einigen Online-Plattformen können Laien sogar gegen Großmeister antreten.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Die Welpen (2/3)
    Nach dem Roman von Pawel Salzman
    Übersetzung: Christiane Körner
    Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
    Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin und Erzähler) sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: 84’33
    (Teil 3 am 13.04.2020)

    Zwei Welpen streunen in Pawel Salzmans Roman durch eine gewalttätige Zeit, durch ein Land ohne Gesetze und Moral. Was sie als Realität erleben, ist schwer ertragbar, hingegen bringt der Traum gute Gefühle und Sicherheit zurück.

    Das Collagenhafte des Romans „Die Welpen“ von Pawel Salzman zeigt sich sowohl in der Handlung als auch an seiner künstlerischen Umsetzung. So greift er unter anderem Motive der Fantastik auf und lässt Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen. Tiere können daher wie selbstverständlich sprechen. Nicht nur der Mensch ist grausam, auch die Natur. Sie ist bei Salzman keineswegs ein Idyll. Regen, Kälte und Überflutungen bilden das lebensfeindliche Hintergrundpanorama, vor dem marodierende Soldaten und Verhungernde wüten.

    Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow (Moldawien). Der Vater, ein Oberst, war deutscher, die Mutter jüdischer Herkunft. Die Eltern ziehen 1925 nach Leningrad. Nach dem Schulabschluss wird Salzman Illustrator, assistiert beim Film. Er lernt den Maler Pawel Filonow kennen, ist beeinflusst von der russischen Avantgarde, schreibt Lyrik und Erzählungen, malt, zeichnet und findet letztlich eine Anstellung als Szenenbildner beim Film. Mit Filmteams reist er quer durch die Sowjetunion: nach Karelien, Sibirien, Tadschikistan. 1941, während der Belagerung Leningrads, verhungern die Eltern. Salzman wird 1942, inzwischen mit Frau und Tochter, nach Kasachstan evakuiert. In Alma Ata arbeitet er bis zu seinem Tod 1985 als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm. Der Roman „Die Welpen“ entsteht mit Schreibpausen von 1932-1982 und erscheint 2012 erstmals auf Russisch.

    Klaus Buhlert, geboren 1950, Komponist und Hörspielregisseur. Hörspielregien u.a. „Hotels“ (von Raoul Schrott, BR 1995, Hörspiel des Jahres), „Der Mann ohne Eigenschaften“ (von Robert Musil, BR 2004), „George Grosz: Hirnzirkus-Gedankenflüge“ (DLR Berlin 2004), „Ulysses“ (von James Joyce, SWR/Deutschlandfunk 2012), „Meister und Margarita“ (von Michail Bulgakow, BR 2014), „Das Ende der Paraden“ (von Ford Madox Ford, BR 2018).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Johann Sebastian Bach

    "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" BWV 137
    "Der Friede sei mit dir" BWV 158
    "O Ewigkeit, du Donnerwort" BWV 20
    "Christ lag in Todesbanden" BWV 4
    "Wer nur den lieben Gott lässt walten" BWV 93

    Dorothee Mields, Sopran
    Yeree Suh, Sopran
    Marie-Sophie Pollack, Sopran
    Olivia Vermeulen, Alt
    Mélodie Ruvio, Alt
    Leandro Marziotte, Altus
    Benno Schachtner, Altus
    Benedikt Kristjánsson, Tenor
    Georg Poplutz, Tenor
    Benjamin Bruns, Tenor
    Tobias Berndt, Bass
    Thomas E. Bauer, Bass
    Daniel Ochoa, Bass

    Chorus Musicus Köln
    Das Neue Orchester
    Leitung: Christoph Spering

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Die Geographie des Jenseits
    Himmel und Hölle in antiken Texten
    Von Robert Brammer
    (Wdh. v. 31.03.2012)

    Niemand weiß, was nach dem Tod geschieht. Daher wurde schon in der Antike viel vom Jenseits erzählt.

    Was nach dem Tod geschieht, hat Menschen immer beschäftigt. Solange sich ihr Denken zurückverfolgen lässt, korrespondieren Jenseitsvorstellungen mit Bildern von Höhlen und Gärten, mit Wäldern, Wüsten und Feuerseen. Die Unterweltsregionen sind in den Jenseitserzählungen vieler Kulturen so gut wie nie ein Strafort. Zwar wird das Totenreich wiederholt als trostlos und unangenehm geschildert, doch erscheint die Unterwelt zunächst nicht als Hölle, in der Verstorbene qualvoll leiden müssen. Die antiken Philosophen stellen sich das Jenseits oft als ein riesiges Niemandsland vor, in dem Gestorbene umherirren und nicht wissen, wie lange sie in diesem Transitraum bleiben müssen. Das Jenseits, ob Himmel oder Hölle, ist ein Raum, in dem sich menschliche Ängste und Hoffnungen spiegeln.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Rom, geschlossene Stadt
    Kulturelle Leere und antideutsche Stimmung
    Gespräch mit Dr. Maria Gazetti, Casa di Goethe

    Analog oder digital
    Auktionshäuser und online-Versteigerungen
    Gespräch mit Katrin Stoll, Inhaberin des Kunstauktionshauses Neumeister

    Vielfalt und Artenreichtum
    Das BioMuseum von Frank Gehry in Panama
    Von Michael Marek

    Kunst im Augenblick:
    "Il diluvio universale" von Gaetano Donizetti
    Von Uwe Friedrich

    Verlorene Zeit
    Marcel Prousts "Recherche" im Selbstversuch
    Von Jürgen König

    Covid-19-Berichterstattung der BBC
    Hilfe gegen Boris Johsons Sparpläne?
    Von Friedbert Meurer