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Samstag, 24.10.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Stadtpfarrer des Universums
    Die Lange Nacht über Jean Paul
    Von Sabine Fringes
    Regie: die Autorin

    Ihm sind Wortneuschöpfungen wie Weltschmerz, Angsthase, Schmutzfink oder Gänsefüßchen zu verdanken: Jean Paul darf bis heute als einer der modernsten, erfindungsreichsten und tiefsinnigsten Erzähler gelten. 1763 in Wunsiedel als Sohn eines Pfarrers in ärmste Verhältnisse hineingeboren, übte er sich zunächst an Satiren, bevor er mit seinen beiden ersten Romanen Aufsehen erregte und mit "Hesperus" 1795 zum meistgelesenen Autor seiner Zeit aufstieg. „Der ist noch über Goethe“, befand der Schriftsteller Karl Philipp Moritz. Schiller hingegen empfand ihn nach einer persönlichen Begegnung als „fremd, wie einer, der aus dem Mond gefallen“ sei. Jean Paul war so eigentümlich wie viele seiner Figuren: Zu Hause betrieb er intensive Wetterforschungen mit Fröschen und Fliegen und glaubte an die fantasiebeflügelnde Kraft des Bayreuther Biers. Den Bitten seiner Verehrerinnen nach einer Dichterlocke kam er gelegentlich mit einer Locke seines Pudels nach. In seinen Romanen bringt er die Leser innerhalb kürzester Zeit vom Weinen ins Lachen, vom Vergänglichen zum Ewigen, vom Empfindsamen zum Satirischen, vom Sonntagsbraten am häuslichen Esstisch - ins All mit seinen Monden und Kometen. „Denn ein Autor ist der Stadtpfarrer des Universums“, befand Jean Paul.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Raritäten der Klaviermusik
    Rittersaal im Schloss vor Husum
    Aufzeichnung vom 22.08.2026

    Francis Poulenc
    Élegie FP 175
    L'Embarquement pour Cythère FP 150

    Victor Babin
    Three Fantasies on Old Themes

    Cécile Chaminade
    Valse Carnevalesque op. 73
    Pas des Cymbales op. 36 Nr. 2

    ca. 20.50 Konzertpause
    "Manchmal muss man vergessen, dass man Solist ist"
    Ludmilla Berlinskaya und Arthur Ancelle im Gespräch mit Ruth Jarre

    Amy Beach
    Suite for Two Pianos Op. 104

    Anton Arensky
    "Silhouettes“ - Suite Nr. 2 für zwei Klaviere op. 23

    Klavierduo Ludmilla Berlinskaya & Arthur Ancelle
    (Wdh. v. 07.10.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Luise Rinser
    Literatin und Nazi-Verstrickte
    Von Dagmar Ploetz und Heike Schneider
    Deutschlandfunk 1981 / Deutschlandradio 1996
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Luise Rinser, 1911 in Pitzling in Oberbayern geboren, war eine der meistgelesenen und bedeutendsten deutschen Autorinnen, nicht nur der Nachkriegszeit, und eine moralische Instanz. Da aber das Bild, das sie selbst durch ihre Autobiografie von sich kreiert hatte, nicht mit der Wirklichkeit ihres Lebens unter der Herrschaft der Nationalsozialisten übereinstimmte, wurde sie gleichzeitig zu einer umstrittenen Persönlichkeit.

    Wie heute bekannt ist, hat Luise Rinser als junge Lehrerin mit Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus sympathisiert und war auch als Autorin tiefer in das Regime verstrickt, als sie es selbst zugestanden hätte. Fakt ist aber auch, dass sie mehrere Monate wegen Wehrkraftzersetzung in Traunstein im Gefängnis einsaß. Eine grundlegende Veränderung muss in der Gesinnung der Frau während der letzten Kriegsjahre stattgefunden haben. Luise Rinser stand deshalb immer wieder im Mittelpunkt zahlreicher Recherchen. Seitdem hat sich das Bild der Autorin, das sie, wie man heute weiß, auch selbst geschickt inszeniert hatte, radikal gewandelt.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Dieter Kassel

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Johanna Vering, Langenberg
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Gut schlafen - aber wie?

    Gast: Dr. Christine Blume, Psychologin und Schlaffforscherin am Zentrum für Chronobiologie Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel (UPK)

    Moderation: Gisela Steinhauer

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Stadtbilddebatte: Wie wollen wir leben?

    Buchkritik:
    "Die Wohnkrise" von Rolf G. Heinze und Sebastian Kurtenbach
    Rezensiert von Franz Paul Helms

    "Verbietet das Bauen!" - Daniel Fuhrhop über eine radikal einfache Idee
    Gespräch mit Daniel Fuhrhop

    Karl-Martin Hentschel, Kai Beutler, Roman Huber: "Starke Kommunen"
    Gespräch mit Roman Huber

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Matthias Greffrath, Journalist und Schriftsteller
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Jenny Genzmer

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

    Geburtsstätte des Regietheaters: Besuch im Theater Meiningen
    Von Henry Bernhard

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Die Blutgräfin und die Welt von Ulrike Ottinger

    SKYDANCE 2/3 - Paramount kauft Warner: Was wird aus dem deutschen Filmgeschäft?
    Von Christian Berndt

    Keine Helden, keine Unschuld: Die große Robert Aldrich Retro in Wien
    Gespräch mit Christoph Huber

    Von Hope bis Possible Love: Der koreanische Filmboom geht weiter
    Gespräch mit Anke Leweke

    Netflix, Cannes & Jelinek: Schauspiel-Newcomerin Josephine Thiesen startet durch
    Von Florian Schmidt

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Perle
    Der Weg zurück zur körperlichen Unversehrtheit
    Von Yasmina Hamlawi
    Regie, Bearbeitung und Übersetzung aus dem Französischen: Annika Erichsen
    Mit: Sophia Platz, Janna Horstmann, Catharina Kottmeier, Stefan Roschy
    Komposition: Manuel Hermia
    Ton: Manfred Seiler
    SWR 2023

    Fos wächst in Somalia mit weiblicher Genitalverstümmelung auf - für sie ist das Normalität. Sie entkommt diesem Schicksal und findet in Belgien einen Weg zurück zu ihrem Körper und zu ihrer „Perle“, der Klitoris.

    Fos hat lange geglaubt, die Geschlechtsorgane aller Frauen seien gleich: verstümmelt und zugenäht. Denn in Somalia, wo sie geboren wurde, war das so. Ihr Leben wurde von der Dorfgemeinschaft, ihrem Vater und später ihrem Ehemann bestimmt. Doch Fos hat es geschafft, diesem Schicksal zu entfliehen. Heute lebt sie in Belgien, wo sie sich einer Operation unterzogen hat, um den Köperteil zu rekonstruieren, den sie ihre Perle nennt: die Klitoris.

    „Perle“ wurde beim Prix Europa als „beste europäische Radiodokumentation 2022“ ausgezeichnet.
    Die deutsche Fassung erhielt den CIVIS Medienpreis 2024 und den Sonderpreis der Jury des Juliane-Bartel-Medienpreises.

    Annika Erichsen, geboren 1981 in Schwäbisch Hall, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Marseille. Seit 2010 ist sie Feature-Autorin und Regisseurin für ARD, Deutschlandradio und ARTE Radio in Frankreich. 2024 CIVIS-Preis für ihre SWR-Adaption des belgischen Features „Perle - Der Weg zurück zur körperlichen Unversehrtheit“ von Yasmina Hamlawi. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „Couscous oder Wann wird Tradition Folklore?“ (2022).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Cankarjew Dom, Ljubljana
    Aufzeichnung vom 16.07.2026

    Gioachino Rossini
    "Il barbiere di Siviglia", Opera buffa in zwei Aufzügen
    Libretto: Cesare Sterbini nach der Komödie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

    Rosina - José Maria Lo Monaco, Mezzosopran
    Doktor Bartolo - Omar Montanari, Bass
    Graf Almaviva - Dave Monaco, Tenor
    Figaro - Vincenzo Taormina, Bariton
    Don Basilio - Francesco Milanese, Bass
    Fiorello - William Corrò, Bass
    Berta - Giovanna Donadini, Sopran
    Chor und Orchester des Teatro La Fenice di Venezia
    Leitung: Renato Palumbo

  • Ludwig van Beethoven
    Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 (Bearbeitung für Akkordeon und Orchester)

    Bagatelle a-Moll WoO 59 "Für Elise"

    Menuett Es-Dur WoO 82

    Viviane Chassot, Akkordeon
    Collegium Musicum Basel
    Leitung: Jan Schultsz

    Deutschlandfunk / Prospero 2026

    Die Schweizer Akkordeonistin Viviane Chassot wagt sich an ein Heiligtum und arrangiert es für ihr Instrument: Beethovens Violinkonzert. Dabei stützt sie sich auf Beethovens Klavierfassung und orientiert sich an der Interpretation des Geigers Franz Clement, für den Beethoven das Werk schrieb und dessen Spiel für seine „äußerst liebliche Zartheit“ bekannt war.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    Alexander Zeldin "Antigone. Der Abschied" in der Schaubühne Berlin
    Gespräch mit Michael Laages

    Milo Rau inszeniert Wagners "Der fliegende Holländer" an Deutscher Oper Berlin
    Gespräch mit André Mumot