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Samstag, 17.10.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Gesetzesbruch in staatlichem Auftrag
    Eine Lange Nacht über das Spionieren
    Von Christian Blees
    Regie: Jan Tengeler

    Die Spionage zählt zu den ältesten Gewerben der Welt. Schon vor mehr als 2500 Jahren versuchten Herrschende in Erfahrung zu bringen, was potenzielle Staatsfeinde im Schilde führten. Abhören, bespitzeln, täuschen, lügen, verraten - all das gehört seit jeher zum täglichen Geschäft der Geheimdienste. Dabei wird auch immer wieder geltendes Recht gebrochen - allerdings zumeist das Recht anderer Staaten. Und weil es alle tun (einen Staat ohne Geheimdienst gibt es nicht), kann sich die Weltgemeinschaft nicht auf ein Verbot von Spionage einigen. Inzwischen hat die digitale Revolution zudem dafür gesorgt, dass nicht nur BND, CIA & Co. immer mehr Daten abgreifen können. Auch Journalisten, Hacker und Konzerne verfügen heutzutage über ein umfangreiches Instrumentarium zum Sammeln von Informationen. Die Lange Nacht unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte der Spionage und zeigt auf, inwiefern selbst normale Bürgerinnen und Bürger heutzutage im Alltag durch Spionageaktivitäten bedroht sind.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Albert Camus
    Die Sinnsuche im Absurden
    Von Paul Schallück, Hans-Ekkehard Bahr
    RIAS 1960 und Deutschlandfunk 1966
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    "Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung“ - sagte er über das Leben. Albert Camus (1913-1960) war ein wegweisender französischer Schriftsteller, Philosoph und Literaturnobelpreisträger, dessen Werke den Existenzialismus und die Philosophie des Absurden entscheidend prägten. Sein Mythos des Sisyphos (1942) fasst seine Philosophie des Absurden zusammen. Sisyphos rollt ewig einen Stein den Berg hinauf, der immer wieder herabrollt. Trotz dieser sinnlosen und endlosen Quälerei findet er Sinn im Kampf selbst und bejaht sein Schicksal.

    Camus' literarisches Werk kreist zentral um die Bewältigung der Sinnlosigkeit des Daseins und den notwendigen Widerstand gegen Unterdrückung. Inspiriert von seinen algerischen «Sehnsuchtsbildern» - der Welt, dem Schmerz, der Erde, dem Meer - entwickelte er eine Philosophie, die das «Kältetrauma» seiner Herkunft und die «Sonnenglut» seiner Heimat vereint. Seine Arbeit lässt sich grob in Zyklen einteilen: Der erste Zyklus widmet sich dem Absurden, jenem Moment, in dem der menschliche Ruf nach Sinn auf das Schweigen der Welt trifft. Später, geprägt durch den Widerstand gegen die deutschen Besatzer, wandelte sich sein Ton hin zur Revolte und dem Kampf gegen die «braune Pest». Er lehnte den hochmütigen Dogmatismus vieler Pariser Linker ab und propagierte stattdessen eine «Mittelmeerutopie» als humanistischen Ausweg aus den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts. Albert Camus starb 1960 bei einem Autounfall.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Pfarrerin Antonia Klumbies, Karlsruhe
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:50 Uhr   1001 Nacht

    Nacht 121/121: Eine freundliche Antilopel

    Eine Antilope freundet sich mit Frau Pfau und der Ente an. Eines Tages ankert in der Nähe ein Schiff. Frau Pfau fliegt davon, die Antilope rennt in die Steppe. Nur die Ente ist zu langsam und wird zur Jagdbeute. Und Schahrasad fragt: Was ist Glück?

    Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
    Auswahl der Geschichten: Safiye Can
    Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
    Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
    Besetzung: Kathi Bonjour
    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
    Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
    Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
    Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
    Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
    Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
    Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
    Disposition: Dagmar Goyk
    Regie: Judith Lorentz
    Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
    Deutschlandfunk 2026

    Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.

    Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
    deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Diskussion um Zuckersteuer -
    Wie gelingt ein bewusster Umgang mit Zucker?

    Moderation: Katrin Heise

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Shelly Kupferberg

    Harald Meller und Kai Michel: "Im Herzen der Macht"
    Gespräch mnit dem Autoren-Duo

    Buchkritik:
    "Heimweh nach gestern" von Tobias Becker
    Rezensiert von Frank Dietschreit

    Fynn Ole Engler: "Mit Einstein denken"
    Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Sebastian Puschner, der Freitag, stellvertretender Chefredakteur
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Marcus Richter

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

    Geburtsstätte des Regietheaters: Besuch im Theater Meiningen
    Von Henry Bernhard

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Dokumentarfilm "Whistleblower": Was es kostet, die Wahrheit zu sagen
    Gespräch mit Marc Bauder

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Susanne Balthasar

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Julius Stucke

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Anstieg der ADHS-Diagnosen

    Eike Ahlers, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Gespräch mit Anna Hoffmeister

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Lillo
    Mein Großvater, der Faschismus, Italien und ich
    Von Livia Valensise
    Regie: Stella Luncke mit Livia Valensise
    Dramaturgie: Julia Illmer
    Deutschlandfunk 2026
    (Wdh. am 18.10.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Jahrzehntelang engagierte sich mein Großvater für die neofaschistische Partei Italiens. Nach seinem Tod begebe ich mich auf Spurensuche, will seinen Lebensweg und den Aufstieg der Rechten in Italien besser verstehen.

    „Avere il sole in tasca“ - Die Sonne in der Manteltasche tragen. Diesen Spruch verbinde ich mit meinem Großvater. Die Falten an seinem Hals, seine ruhige Art zu sprechen. Und die Büste des italienischen Diktators Benito Mussolini in seinem Bücherregal. 26 Jahre saß mein Großvater für die neofaschistische Partei Italiens im Parlament. Um die Jahrtausendwende starb er. Jetzt, wo auch meine Großmutter tot ist, tauchen alte Fotos und Erinnerungen auf. Und mir, der Enkelin, stellen sich alte Frage neu: Wie wurde aus meinem Großvater ein überzeugter Faschist? Das Thema sei zu komplex, heißt es in der Familie. Doch dann reden mein Vater und seine Geschwister dennoch: über ihren Vater, die Geschichte Italiens und den Aufstieg der Rechten in Italien.

    Livia Valensise, geboren 1989 in Rom, Drehbuchautorin, studierte an der deutschen Film- und Fernsehakademie DFFB. Ihr Hörspiel „Fiktive Gelände“ (Deutschlandfunk Kultur 2023) war für den max15-Preis nominiert. „Lillo“ ist ihr erstes Radio-Feature. Mit zwei weiteren Autorinnen gründete sie das Kollektiv Fieber.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Teatro dell’ Opera di Roma
    Aufzeichnung vom 11.10.2026

    Giuseppe Verdi
    "Falstaff", Commedia lirica in drei Akten
    Libretto: Arrigo Boito nach nach "The Merry Wives of Windsor“ von William Shakespeare

    Falstaff - Luca Salsi, Bariton
    Ford - George Petean, Bariton
    Mrs. Alice Ford - Maria Agresta, Sopran
    Mrs. Meg Page - Ekaterine Buachidze, Mezzosopran
    Mrs. Quickly - Violeta Urmana, Mezzosopran
    Nannetta - Mariana Monzò, Sopran
    Fenton - Yijie Shi, Tenor
    Dr. Cajus - Carlo Bosi, Tenor
    Bardolfo - Paolo Antognetti, Tenor
    Pistola - Gabriele Sagona, Bass
    Chor und Orchester des Teatro dell’ Opera di Roma
    Leitung: Michele Mariotti

  • Conrad Ansorge

    Streichquartette 1 & 2
    Sonate für Violoncello und Klavier op. 24

    Oliver Triendl, Klavier
    Orpheus Quartett

    Produktion: Deutschlandfunk Kultur / cpo 2026

    Heutzutage fast vergessen, prägte Conrad Ansorge das Musikleben des späten 19., frühen 20. Jahrhunderts. Er war Liszt-Schüler, begnadeter Pianist, bedeutender Pädagoge, und seine Kompositonen sind eine Wiederentdeckung wert.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Neuinszenierung des Horváth-Klassikers in München: "Jugend ohne Gott"
    Gespräch mit Christoph Leibold

    Daniela Löffner inszeniert in Dresden Shaffers "Amadeus"
    Gespräch mit Vincent Koch

    „Zier & Zeichen: Was Männer schmückt“ - Ausstellung in Stuttgart
    Gespräch mit Irmgard Müsch