Programm

Kalender
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Samstag, 12.09.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Demut, Dankbarkeit und Resilienz. Diese drei?
    Eine Lange Nacht über die Kunst des glücklichen Alterns
    Von Blanka Weber
    Regie: die Autorin

    Es gelte, ein „Leben nicht mit Jahren“ zu füllen, „sondern die Jahre mit Leben“, formulierte der US-amerikanische Politiker Adlai E. Stevenson II. Gut gesagt - und wie macht man das? Worauf kommt es an? Was sind die Dinge, die am Ende wirklich zählen? Was sagen hochbetagte Menschen, hat ihnen zu leben geholfen, Tiefschläge zu meistern, nicht zu verzagen? Gibt es Rezepte für ein gutes, ein glückliches und erfülltes Leben? Wir fragen eine Zisterzienserin, sind mit einem fast 99-jährigen Dirigenten im Gespräch, einem Regisseur, der mit über 90 weiterhin fröhlich inszeniert und Pläne schmiedet. Wir fragen den renommierten Maler Michael Triegel, der in seinen Bildern Leben und Tod verhandelt. Wir sind mit der Kulturwissenschaftlerin Alaida Assmann im Gespräch, mit dem Intendanten und Tenor Jonas Kaufmann sowie dem Pianisten András Schiff, der bis zu seinem 70.Lebensjahr gewartet hat, bevor er sich Bachs „Kunst der Fuge“ zuwandte. Wir sprechen mit Menschen, die andere im letzten Lebensabschnitt begleiten und wollen herausfinden, was im Leben wirklich zählt.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Lachen im Totalitarismus
    Der Witz als Waffe der Unterdrückten
    Von Ben W. Kopps
    Deutschlandfunk 1966
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Der politische Witz gedeiht überall da, wo er unterdrückt wird. Totalitäre Systeme waren von jeher ohne Humor. Sie glauben sich im Alleinbesitz der Wahrheit. Also ist es ein Verbrechen, wenn man an den Zuständen, für die die regierende Partei verantwortlich ist, Kritik übt. So entsteht ein Druck, der sich ein Ventil sucht. Dieses Ventil ist der politische Witz.

    Witze, zumal politische, haben oftmals eine befreiende Wirkung. Wenn man über etwas, das eigentlich bedrückend ist, lachen kann, wird das Verlachte kleiner, verliert von seiner Bedrohlichkeit und wird lächerlich. Gerade in Systemen, die totalitär und unterdrückend sind, entwickeln sich eine Vielzahl von Witzen, die dann schnell von Mund zu Mund verbreitet werden. Der politische Witz ist eine Möglichkeit der Machtlosen. Er geht gegen „die da oben“. In einem totalitären System einen politischen Witz öffentlich zu erzählen, kann zwar befreiend, aber auch gefährlich sein. Solches zu erzählen, bedeutet auch, sich zu erkennen zu geben und herauszufinden, wo das Gegenüber steht. In der DDR klang das etwa so: „Kennen Sie den Unterschied zwischen dem Regierungsapparat in Mitteldeutschland und einer Blue Jeans? Da gibt es keinen. An allen entscheidenden Stellen sitzen Nieten und halten die Engpässe zusammen.“

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Sebastian Fiebig, Hamburg
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:50 Uhr   1001 Nacht

    Nacht 92/121: Zwanzig Jahre Saus und Braus

    Der redselige Friseur erzählt: Sein Bruder hat den Hausherrn beeindruckt, wird zu dessen Zechkumpan und Vermögensverwalter. Als der Herr stirbt und der Bruder verarmt, kommt der Friseur auch für seinen sechsten Bruder auf - so rechtschaffen ist er!

    Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
    Auswahl der Geschichten: Safiye Can
    Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
    Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
    Besetzung: Kathi Bonjour
    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
    Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
    Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
    Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
    Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
    Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
    Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
    Disposition: Dagmar Goyk
    Regie: Judith Lorentz
    Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
    Deutschlandfunk 2026

    Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.

    Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
    deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Shelly Kupferberg

    Buchkritik:
    "Ferne Heimat Altmontal" von Michael Riepl
    Rezensiert von Holger Heimann

    Andreas Kossert: "Elsas Welt. Auf den Spuren meiner Großmutter"

    Wilhelm Herzog: "Menschen denen ich begegnete. Porträts über Persönlichkeiten de
    Gespräch mit Thomas Schumann

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Nicole Dittmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Vera Linß

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Venedig auf der Zielgeraden: Eindrücke
    Gespräch mit Anke Leweke

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Das hellhörige Haus
    Ein akustisches Abschiedsalphabet
    Von Ludwig Berger
    Regie: der Autor
    Mit: Veronika Bachfischer
    Redaktion SWR: Michael Lissek
    SWR 2026
    (Wdh. am 13.09.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Nach dem Tod seines Vaters verbringt Ludwig Berger einen letzten Sommer im Haus seiner Eltern. Erinnerungen vermischen sich mit den Geräuschen, die er mit dem Ort verbindet: von den Birken im Garten bis zu den Stimmen der Eltern.

    Ein altes Fachwerkhaus im Elsass, das Elternhaus. Schon lange lebt der Autor nicht mehr dort. Vor vielen Jahren starb die Mutter, in diesem Jahr der Vater. Das Haus wird ausgeräumt und bald verkauft. Die Räumung dauert den gesamten Sommer. Jeder einzelne Raum birgt Erinnerungen, jede Bewegung generiert Klänge. Im Garten zwei Birken. Die rechte wurde für den großen Bruder gepflanzt, die linke für den Autor; beim leichtesten Wind zittern beide. Ludwig Berger erschafft mit seinem Stück eine würdevolle, melancholische Dokumentation seines Abschiednehmens.

    Ludwig Berger ist Klangkünstler, Komponist und Radioautor. Er studierte Elektroakustische Komposition und war bis 2022 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Akustische Ökologie, Deep Listening und poetisches Erzählen prägen seine Arbeiten. Sein Werk wurde mit dem Grand Prix de l’ Académie Charles Cros ausgezeichnet und auf der Architekturbiennale Venedig präsentiert. Ludwig Berger lebt in Montreal.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Bregenzer Festspiele
    Aufzeichnung vom 23.07.2026

    Leoš Janáček
    Die Ausflüge des Herrn Brouček
    Oper in zwei Akten
    Libretto: Leoš Janáček

    Matěj Brouček - Peter Hoare, Tenor
    Mazal / Blankytný / Petřík - Mihails Čulpajevs, Tenor
    Sakristan / Lunobor / Domšík - Károly Szemerédy, Bariton
    Málinka / Etherea / Kunka - Tatev Baroyan, Sopran
    Würfl / Čaroskvoucí / Schöffe - Jan Stava, Bass
    Číšníček / Wunderkind / Student - Gaja Napast, Sopran
    Kedruta - Jana Kurucová, Mezzosopran
    Svatopluk Čech / I. Táborita - Svatopluk Sem, Bariton
    Komponist / Harfoboj / Miroslav Zlatník - Linard Vrielink, Tenor
    Maler / Duhoslav / Stimme der Professoren / Vojta od Pávů / II. Táborita - Paul Curievici, Tenor
    Dichter / Oblačný / Vacek Bradatý - Lukáš Bařák, Bariton

    Philharmonischer Chor Prag
    Wiener Symphoniker
    Leitung: Robert Jindra

  • Johann Sebastian Bach

    Köthener Trauermusik
    Für Soli, Chor und Orchester, BWV 1143/244a
    Neu-Rekonstruktion von Chad Kelly

    Solomon's Knot

    Deutschlandfunk Kultur / Linn Records 2026

    Bach trauert - um seinen geliebten Fürsten Leopold. Die Trauerode für dessen Beerdigung ist zwar verschollen, aber anhand von anderen Werken hat der Komponist und Dirigent Chad Kelly eine Neu-Rekonstruktion angefertigt.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Sondersendung
    Eröffnung des OSTEN-Festivals für Kunst und gegenseitiges Interesse
    Live aus dem Kraftwerk Zschornewitz
    Mit Charly Hübner, dem RIAS Kammerchor und vielen weiteren Gästen
    Moderation: Vladimir Balzer