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Sonntag, 09.08.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Mshika-Shika
    Von Masimba Hwati
    Stimme und Xizambi: Lukha Mukhavele
    Stimme: Alois Moyo, Masimba Hwati, Markus Westphal, Michael Fischer, Vivien Mercedes Jester, Laura Anh Thu Dang, Dean Ruddock, Luka Mukhavhele, Georg Milz
    O-Töne: Robin Douglas Hwati, Florence Maidei Hwati, Konstantin Bayer, Bianka Voigt
    Ton: Lefteris Krysalis, Vivien Mercedes Jester
    Dramaturgische Begleitung: Nathalie Singer, Marcus Gammel
    Deutschlandfunk Kultur / Bauhaus-Universität Weimar / Goethe-Institut / Galerie Eigenheim 2021
    Länge: 50'12

    Die Guerillaradios im simbabwischen Unabhängigkeitskrieg und der Schwarzmarkt von Harare: Diese Klangräume begreift der Klangkünstler Masimba Hwati als Orte des Widerstands gegen koloniale und postkoloniale Machtstrukturen.

    Der Schwarzmarkt von Harare könnte das sein, was der Philosoph Achille Mbembe einen Ort „politischer Improvisation“ nennt: Vor aller Augen versteckt, sichtbar und unsichtbar zugleich, ist er ein Gegenentwurf (post-)kolonialer Gewaltverhältnisse. Er ist das Börsenparkett der Straße: gedämpfte Stimmen, verführerische Angebote, dubiose Blicke. Der Klang abgenutzter Geldscheine, rasend schnell durch die Finger geblättert.
    Diese Soundaufnahmen verschränkt der Künstler Masimba Hwati mit Radiomitschnitten aus der Zeit des Unabhängigkeitskriegs in Simbabwe von 1964 bis 1979. Für die Befreiung von der britischen Kolonialmacht spielte die Weitergabe von Informationen per Guerillaradio eine zentrale Rolle.
    Ein Hörstück über alternative Machtstrukturen, kollektive Selbstermächtigung, über Aufbegehren und Widerspenstigkeit.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Informationsfreiheit unter Druck - Rückkehr des Amtsgeheimnisses?

    Es diskutieren: 
    - Peter Schaar, ehemaliger Bundesdatenschutzbeauftragter 
    - Dr. Carolin Wagner, MdB SPD 
    - Jan-David Franke, Referent Politik, Wikimedia Deutschland e.V.

    Moderation: Vera Linß

    - in Kooperation mit Wikimedia Deutschland e.V. - 

    Wie transparent muss ein Staat gegenüber seinen Bürgern sein? Müssen diese wirklich so genau wissen, was die Behörden tun? Und wie viele Informationen braucht man, damit Macht kontrollierbar bleibt?
    Auf diese Fragen hat die Politik 2006 eine Antwort gegeben - mit dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Es garantiert jedem Bürger und Organisationen den Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen gegenüber Bundesbehörden und sonstigen Bundesorganen. 
    Jetzt, 20 Jahre später, soll das Gesetz reformiert werden. Der Koalitionsausschuss von SPD und Union hat im Juli 2026 beschlossen, das IFG drastisch verschärfen und einschränken zu wollen. Manche sprechen deshalb vom schwersten Angriff auf die staatliche Transparenz in der Geschichte der BRD.
    Ist die Informationsfreiheit in Deutschland am Ende? Und wie müsste ein Transparenzgesetz aussehen, das demokratischen Ansprüchen genügt?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Schlagzeugerin Vanessa Porter
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Vanessa Porter liebt leise Klänge. Vielleicht, weil es in ihrer Kindheit oft laut zuging.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Martin Risel

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Die Christengemeinschaft

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Musikalische Glaubensbekenntnisse?
    Zur Spiritualität des Jazz
    Von Thomas Kroll, Berlin
    Katholische Kirche

  • Tragen alle Ballerinen rosa?
    Von Hannah Burmeister
    Moderation: Tim Wiese

    Dass Rosa in der Ballettwelt eine so häufig vorkommende Farbe ist, hat einen Grund. Früher, zu Zeiten der Königinnen und Könige, galt es als unanständig, überhaupt mehr als den Knöchel zu zeigen. Die Kleider reichten fast bis zum Boden und es wurden auch Strumpfhosen oder Strümpfe getragen, damit die Haut nicht sichtbar war. Das sogenannte „Ballettrosa“ - ein helles Lachs- oder Pfirsichrosa - verhüllte die echte Haut des Tänzers oder der Tänzerin und verbarg zudem die Muskeln in den Beinen. Doch gilt das immer noch?

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Die Sommer-Sause
    Das Kakadu-Ferienprogramm
    mit Rätseln, Musik und den Abenteuern des Odysseus
    Moderation: Tim Wiese

    Die Abenteuer des Odysseus (5/6)
    Der schreckliche Polyphem
    Von Jürgen Knop, frei nach Homer
    Ab 6 Jahre
    Regie: Ulli Herzog
    Mit: Friedhelm Ptok, Wolfgang Völz, Edith Elsholtz, Buddy Elias, Renate Heuser, Marianne Groß, Gisela Fritsch, Norbert Langer, Hans Wilhelm Hamacher, Erwin Schastok, Wilfried Herbst, Joachim Kerzel, Joachim Nottke
    Sender Freies Berlin 1981

    Teil 6 am 16.08.2026

    Das große Heldenepos des Altertums als ein spannendes Hörabenteuer für Jung und Alt, in dem die Götter kräftig im Alltag der Menschen mitmischen.

    Der schreckliche Polyphem. - Den Krieg um Troja hat Odysseus überlebt. Aber ehe er nach weiteren zehn Jahren in die Heimat darf, muss er auf schrecklichen Irrfahrten und in gefährlichen Abenteuern den Zorn der Götter versöhnen. Die Zauberin Circe muss er besiegen, die Sirenen überlisten und Poseidon milder stimmen, dessen Sohn, den Zyklopen Polyphem, er geblendet hat.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Tim Wiese
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Geglückte Transplantation
    "Sie können jetzt Ihrer neuen Niere 'Hallo' sagen!"
    Sonja Koppitz im Gespräch mit René Schorsch

    René Schorsch ist Anfang 30 und Vater von zwei kleinen Kindern, als er plötzlich krank wird und eine neue Niere braucht. Seine Schwiegermutter erklärt sich bereit, ihm eine Niere zu spenden. Eine Situation, die Renés Leben und das seiner Familie von Grund auf verändert. Und dann kommt auch noch die Pandemie.


    Haarausfall bei Männern
    “Du versuchst das zu vertuschen”
    Sonja Koppitz im Gespräch mit Swantje Reuter
    (Wdh. v. 17.08.2025)

    Konrad hat genetisch bedingten Haarausfall. Zunächst probiert er, den lichten Kopf mit Kosmetika zu behandeln oder mit einem Cap zu kaschieren. Als das Thema mit zunehmendem Alter präsenter wird, muss er sich entscheiden, wie wichtig ihm sein Äußeres ist.

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • "Theater der Verrückten“
    Szenen aus dem echten Leben
    Von Maximilian Brose

    Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchterfahrungen spielen gemeinsam Theater, um Machtverhältnisse in den Fokus zu rücken, die sie teils selbst erleben mussten. So kann man das Ziel der Theatergruppe „Theater der Verrückten“ in Berlin zusammenfassen. Die Reportage begleitet die Spielenden in ihrem Alltag, bei den Proben und bei der Premiere eines Stücks, in dem es um Macht und Ohnmacht im Jobcenter geht.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Tourismus - Die koloniale Kehrseite der Reisewut
    Gespräch mit Sinthujan Varatharajah

    Lebenszeiten 2: Jugend - Zwischen Lust und Lähmung
    Von Andrea Roedig

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Julia Ley

    Hexerei - zwischen Esoterik-Trend und brutaler Verfolgung

    Listenreiche Hexen - eine Aufzählung populärer Irrtümer
    Von Ingrid Wenzel

    Moderne Hexenjagd - In 47 Ländern werden Frauen noch immer als Hexen verfolgt
    Gespräch mit der Autorin und Fotografin Bettina Flitner, die zur Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea recherchiert hat

    Magie im Islam - Keine Hexen, aber Frauen mit besonderen Kräften
    Von Nabila Abdel Aziz

    Hexerei für Dummies - Ein Selbstversuch
    Von Marilena Berends

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "… nichts als Wahrtraumdeuterei …"
    Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg"
    Gast: Marek Janowski, Dirigent
    Moderation: Uwe Friedrich
    Deutschlandradio Kultur 2013

    "Was deutsch und echt …": Wagners Texte können eine Zumutung sein. Im Gespräch mit einem der erfahrensten Wagner-Interpreten wird dieses Werk kritisch und differenziert erörtert.

    Werk und Wirkung Wagners sind ebenso wenig voneinander zu trennen wie die wunderbaren „W“ der Wagnerschen Stabreime. Darstellungen des nationalsozialistischen Deutschlands als „Meistersinger-Staat“ (in bemühter Anlehnung an Eugen Kogons Buch „Der SS-Staat“) sind keine Seltenheit. Auch wenn über Wagners abscheulichen Antisemitismus und die fragwürdigen Thesen einiger seiner Schriften ebenso wenig hinweggesehen werden kann wie über die - von seinen Erben bereitwillig unterstützte - Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus: Wagner schrieb sein Werk in einer anderen Zeit, in der vieles anders klang, als es heute klingt. Und insofern ist die nüchterne Auseinandersetzung mit seinem Schaffen, gerade auch unter dem Aspekt des Metiers, eine wichtige Stütze zum Verständnis des Phänomens Wagner. In diesem Gespräch aus dem Jahr 2013 lotete der versierte Wagner-Dirigent Marek Janowski die Facetten der „Meistersinger von Nürnberg“ aus.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Tour de France Femmes - Neue Betrugsmasche BH-Doping
    Von Tom Mustroph

    Die gesundheitliche und sportliche Wirkung des Schwimmens
    Von Thorsten Philipps

    "Auf allen Vieren gekrochen" - Post-VAC bei Ex-Läuferin Stefanie von Wietersheim
    Von Thomas Wheeler

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Boule ist cool
    Zwischen Tradition und Trendsport
    Von Wolf-Sören Treusch
    (Wdh. v. 27.07.2025)

    „La boule“ ist Französisch und heißt zunächst einmal nur: „die Kugel“. Wer davon spricht, Boule zu spielen, meint in der Regel die beliebteste Variante unter mehreren: Petanque. Erfunden vor mehr als 100 Jahren, wird das Spiel auch hierzulande immer beliebter. Mehr als 20.000 Spielerinnen und Spieler werfen in Deutschland die 700 Gramm schweren Metallkugeln so nah wie möglich ans „Schweinchen“ - es gibt sogar eine Boule-Bundesliga.
    Das IOC diskutierte kurz, ob es Boule 2024 bei den Olympischen Sommerspielen in Paris zulassen solle, entschied sich aber dagegen. Dabei hat sich Boule längst zum Trendsport entwickelt. Denn neben dem Leistungs- und Wettkampfgedanken zählt vor allem das gesellige Miteinander. Boule ist der perfekte Breitensport.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Unterm Milchwald
    Von Dylan Thomas
    Übersetzt von Jan Wagner
    Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
    Mit: Mechthild Grossmann, Barbara Nüsse, Angela Winkler, Udo Samel, Manfred Zapatka
    Komposition: Luise Volkmann
    Regieassistenz: Clara Nebel
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Besetzung: Andreja Andris
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 90‘

    Der legendäre Hörspielklassiker über das kleine Fischerdorf Llarregubb an der walisischen Küste. Neu übersetzt und inszeniert mit einem All-Star-Ensemble.

    Der Morgen beginnt in dem kleinen Fischerdorf Llareggub an der walisischen Küste. Wir folgen den Bewohnern in ihre Träume, wir sitzen in den Stuben, hören Gespräche in einer Kneipe, erfahren von den Wünschen des blinden Kapitäns Cat und folgen insbesondere den heimlichen Liebespaaren hinauf in den Milchwald. Eine einzigartige „Prosa mit Blutdruck“, die von Bildern, Lautmalereien, Wortspielen schier zu bersten scheint. Das legendäre Werk des walisischen Dichters Dylan Thomas in einer neuen, funkelnden Übersetzung von Jan Wagner, der „Unterm Milchwald“ als das schönste Stück Literatur bezeichnet, „das jemals über den Äther lief“.

    Dylan Thomas, 1914 in Swansea geboren, 1953 in New York gestorben, arbeitete ab 1934 für Zeitschriften und die BBC in London. 1949 zog er sich in den kleinen walisischen Fischerort Laugharne zurück. Er schrieb Gedichte, Essays, Briefe, Drehbücher, autobiografische Erzählungen und das Stück „Unterm Milchwald“, das postum mit dem Prix Italia 1954 ausgezeichnet wurde.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Nikolaisaal, Potsdam
    Aufzeichnung vom 14.02.2026
    Wdh. vom 26.02.2026

    Bohuslav Martinů
    Sinfonietta “La Jolla”

    Astor Piazzolla
    “Oblivion” für Oboe und Streichorchester

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Cembalo, Streicher und Basso contuinuo d-Moll BWV 1052

    Keith Jarrett
    Adagio für Oboe und Streichorchester

    Joseph Haydn
    Sinfonie Nr. 96 D-Dur “The miracle”

    Giorgi Gigashvili, Klavier
    Kammerakademie Potsdam
    Leitung und Oboe: François Leleux

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Lyriksommer
    "Ich bin niemand. Wer bist Du?"
    Zur ersten vollständigen, zweisprachigen Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson
    Mit Gunhild Kübler und Heinz Ickstadt
    Moderation: Dorothea Westphal
    (Wdh. v. 09.08.2015)

    Emily Dickinson lebte vor 150 Jahren und schrieb Gedichte, die von heute zu sein scheinen.

    150 Jahre sind ihre Gedichte alt und wirken doch ungemein modern. Dafür sorgen der knappe, präzise und äußerst unkonventionelle Umgang mit der Sprache ebenso sehr wie ihre aufblitzenden Gedanken sowie die Vielfalt der Themen. Emily Dickinson, 1830 geboren und mit 56 Jahren in Massachusetts gestorben, hatte zu Lebzeiten auf die Veröffentlichung ihrer Gedichte und damit auf möglichen Ruhm verzichtet. Nur zehn Poeme wurden anonym in Zeitungen veröffentlicht, ohne ihre Zustimmung. Dickinson schrieb in Notizbücher, die sie in einer Kiste aufbewahrte. Sie gilt längst als eine der berühmtesten amerikanischen Dichterinnen - und ist für viele doch immer noch ein Geheimtipp geblieben. Die erste vollständige, zweisprachige Ausgabe ihrer Gedichte, erschienen 2015, hat das geändert. Die Übersetzungen von Gunhild Kübler, die von Dickinson seit Jahren begeistert ist, erlauben neue Einblicke in ein noch immer überraschendes Werk.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Pop in Hildegards Garten - Der Pavillon des Vatikan bei der Biennale in Venedig
    Von Susanne Burkhardt