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Samstag, 30.05.2026

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    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Chronist der Shoah
    Eine Lange Nacht über den Pionier der Holocaust-Forschung Raul Hilberg
    Von Andreas Beckmann
    Regie: Beate Ziegs
    (Wdh. v. 04./05.11.2023)

    Sein Buch „Die Vernichtung der europäischen Juden“ gilt heute als Standardwerk der Holocaust-Forschung. Als er es 1955 zum ersten Mal fertiggestellt hatte, fand Raul Hilberg (1926 - 2007) nirgendwo einen Verleger, weder in den USA noch in Israel, schon gar nicht in Deutschland. Doch die akribische Beschreibung sowohl der Vernichtung der Juden als auch der deutschen Gesellschaft, die sie betrieb, blieb sein Lebenswerk. Ständig erweiterte und präzisierte er sein Buch und schrieb es damit immer wieder neu.
    Als Teenager war Hilberg aus Wien vertrieben worden. Als US-Soldat kehrte er nach Europa zurück, um alle nur irgendwie auffindbaren Spuren von NS-Verbrechen zu sichern. Er überwarf sich mit Hannah Arendt im Disput über die Banalität der Täter und mit der Gedenkstätte Yad Vashem wegen der Einschätzung des jüdischen Widerstands. Erst in den 1980er-Jahren wurde seine Arbeit als bahnbrechend anerkannt, gerade auch von jungen Historikern in Deutschland. Heute droht sein Werk schon wieder in Vergessenheit zu geraten.
    Die Lange Nacht zu Raul Hilberg schildert sein Ringen mit der historischen Sichtung der Shoah, seinem manchmal verzweifelten Kampf um Gehör, seinem kurzen Ruhm und rekonstruiert ein dramatisches Kapitel Wissenschaftsgeschichte. Zu Raul Hilbergs 100. Geburtstag am 2. Juni wiederholen wir die Lange Nacht von Andreas Beckmann aus dem Jahr 2023.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
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  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 29.04.2026

    Jean Sibelius
    "En saga", Sinfonische Dichtung op. 9

    Kaija Saariaho
    "Notes on Light" für Violoncello und Orchester

    Antonín Dvořák
    Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

    Anssi Karttunen, Violoncello
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Sakari Oramo
    (Wdh. v. 05.05.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 65 Jahre Amnesty International
    Kampf für Gerechtigkeit und Menschlichkeit
    Von Peter Lange
    RIAS 1986
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Amnesty International ist die weltweit größte Bewegung für die Menschenrechte. Der britische Rechtsanwalt Peter Bennenson gründete sie am 28. Mai 1961. Heute ist AI eine Bewegung mit nach eigenen Angaben mehr als 10 Millionen Mitgliedern und Unterstützern in mehr als 150 Ländern. Die meisten Recherchen zu Menschenrechtsverletzungen übernimmt das Internationale Sekretariat in London. AI hat sich auch den Kampf gegen die Todesstrafe auf die Fahnen geschrieben.

    Grundlage der Arbeit von Amnesty International sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere Menschenrechtsdokumente, wie beispielsweise der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Die Organisation betreibt neben der Recherche zu Menschenrechtsverletzungen Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und organisiert unter anderem Brief- und Unterschriftenaktionen für alle Bereiche ihrer Tätigkeit. Im Jahr 1977 erhielt Amnesty International den Friedensnobelpreis.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Mira Körlin, Dresden
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • War Opa ein Nazi? -
    Wie umgehen mit der NSDAP-Mitgliederdatei?

    Gäste: Veronica Frenzel, Autorin
    - und Dr. Johannes Spohr, Historiker und Gründer des Recherchedienstes „Present Past“

    Moderation: Marco Schreyl

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Gab es in meiner Familie Nazis? Seitdem das US-Nationalarchiv Millionen von NSDAP-Mitgliedskarten online gestellt hat, lässt sich die Familiengeschichte mit wenigen Klicks recherchieren. Wie aussagekräftig sind die Daten? Was löst eine solche Nachforschung in den Familien aus?

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ralph Bollmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Vera Linß

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Lolas vergeben: Zum Zustand des deutschen Kinos
    Gespräch mit Anke Leweke

    Japans neuer Kinoboom - Das Nippon Festival in Frankfurt beginnt
    Gespräch mit Florian Höhr

    Masters of the Universe - Hollywood versucht sich erneut am He-Man Mythos
    Gespräch mit Anke Wollner

    Doxumentale: Sorry for the Genocide untersucht deutsche Kolonialverbrechen
    Gespräch mit Theodora Shandé

    Retro: Great expectatios - Das britische Nachkriegskino
    Gespräch mit Ehsan Khoshbakht

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

    Von Federn und Vögeln

    Aufgeplustert - Federn in der Mode
    Von Vera Klocke

    Von Federn fasziniert - Leicht, bunt und Meisterstücke der Evolution
    Gespräch mit Hans-Jürgen Koch

    Inspiriert vom Vogelflug - Bionik in der Drohnenentwicklung
    Von Magdalena Schmude

    Spezielle Köder - Fliegenfischen mit Federn
    Von Matthias Finger

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Demographie - eine erfundene Bedrohung?

    Andreas Hoffmann, Wirtschaftsjournalist, im Gespräch mit Gerhard Schröder

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Angst haben fast alle
    Gewalt im Leben von Obdachlosen
    Von Johanna Tirnthal und Timo Stukenberg
    Regie: Johanna Tirnthal
    Mit: Inka Löwendorf, Mareike Hein und Laszlo Kish
    Technische Realisation: Eric Michels
    Redaktion: Thomas Nachtigall, Wolfgang Schiller
    WDR / Deutschlandfunk 2023
    (Wdh. am 31.05.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)

    Brandattacken, Streit im Milieu, Angriffe durch Rechtsextreme - das Leben wohnungsloser Menschen ist von Gewalt geprägt. Sie werden von Securities vertrieben und von Unbekannten beleidigt. Warum werden sie zur Zielscheibe?

    Das Feature begleitet eine Gruppe wohnungsloser Menschen an einem Berliner Bahnhof. Helle, Tommy, Melli, Umut und viele andere treffen sich hier täglich, holen ihre Substitutionsmedikamente ab und teilen Geschichten aus ihrem Leben. Viele haben schon in der Kindheit Gewalt erlebt, später auf der Straße sind alle betroffen: Sie werden beschimpft, mit Steinen beworfen, manchmal verprügelt oder sogar angezündet.
    Mindestens jeder zweite Angriff wird von Menschen verübt, die selbst eine Wohnung haben. Über die Motive ist wenig bekannt. Klar ist nur: Es wird nicht von ganz oben nach ganz unten getreten. Menschen mit Abstiegsängsten grenzen sich gegen „die Penner“ ab. Manchmal auch mit Gewalt.

    Johanna Tirnthal ist Radioautorin und Redakteurin. Sie gestaltet lange Radiofeatures über Philosophie, Literatur und soziale Bewegungen. 2020 hat sie das [audiokombinat] mitbegründet, ein junges Kollektiv, das Podcasts, Audiowalks und Radioworkshops anbietet.

    Timo Stukenberg, geboren 1990, arbeitet als freier Reporter für Radio und Online-Medien. Er berichtet unter anderem über Justizvollzug, extreme Rechte und Drogen.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Namur Concert Hall
    Aufzeichnung vom 10.04.2026

    Jean Philippe Rameau
    "Castor et Pollux“
    Tragédie en musique in einem Prolog in fünf Akten
    Libretto: Pierre-Joseph-Justin Bernard

    Castor - Reinoud Van Mechelen, Tenor
    Pollux - Thomas Dolié, Bass
    Télaïre - Judith van Wanroij, Sopran
    Phébé - Victoire Bunel, Sopran
    Chœur de Chambre de Namur
    Cappella Mediterranea
    Leitung: Leonardo Garcia-Alarcón

  • Evstigney Fomin
    Ballette aus der Oper "Bogatyr Boeslavich“

    Ernst Wanzura
    Sinfonie D-dur, "Russische" (2. Version, 1785)

    Ensemble altera pars

    Produktion: Deutschlandfunk / cpo

    Das Ensemble altera pars hat Werke aus dem 18. Jahrhundert aufgenommen, die in Russland heute kaum Beachtung finden.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Erstmals als Musiktheater: Hanns Eislers "Deutsche Symphonie" in Kassel
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

    Uraufführung "Fearful Symmetry“ von Christian Spuck am Staatsballett Berlin
    Gespräch mit Elisabeth Nehring

    "Beeing Alone" - Perspektiven aus Zentral- und Ostasien
    Von Gerd Brendel