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Samstag, 09.05.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Die Last des Schweigens
    Eine Lange Nacht über späte Folgen der NS-Zeit
    Von Burkhard Reinartz
    Regie: der Autor

    Zeitlich gesehen ist die Zeit von 1933 bis 1945 nur ein kurzer Abschnitt der Geschichte. Doch dieser Zeitraum hat enorme Spuren hinterlassen. Ängste, Depressionen und diffuse Schuldgefühle belasten auch heute noch das seelische Gleichgewicht der Nachkommen. Die Vernichtung von über sechs Millionen Juden sowie Millionen von Erschießungen beim Angriffskrieg der Nazis hat auch Millionen von Nachkommen der Täter in ganz Europa zu unschuldigen Opfern gemacht. Trotz der staatlichen Aufarbeitung herrschen in den Familien weiterhin Verdrängung, Schweigen und Verschweigen. Die Mehrheit der Kriegsgeneration hat den Dialog über die Nazi-Zeit vermieden. Es wurde geleugnet, verklärt oder verschwiegen. Inzwischen machen nicht nur Nachkommen, sondern auch die Nachkommen der Nachkommen sich auf den Weg, das Schweigen zu brechen und recherchieren in Datenbanken, ob ihre Väter, Großväter oder Uropas Nazi-Täter waren. Repräsentative Studien zeigen, dass Deutschland weniger ein Weltmeister im Erinnern ist, sondern eher im Verdrängen. So halten in der „Memo-Studie“ der Universität Bielefeld nur 18 Prozent der Befragten ihre Vorfahren für Nazis. Dabei hat die Mehrheit der Bevölkerung die Hitler-Diktatur mitgetragen. Ebenfalls 18 Prozent geben an, ihre Vorfahren hätten den Opfern geholfen, zum Beispiel Juden versteckt. Faktisch waren es allerhöchstens ein Prozent.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Mein Wille geschehe
    Über die Freiheit in Deutschland
    Von Renate Eisel
    Deutschlandradio Berlin 1994
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Jeder hat eine Idee von Freiheit, aber keiner weiß, was Freiheit ist. Immer, wenn man jemanden fragt, hat er eine - oft präzise - Vorstellung davon, was er sich unter seiner Freiheit vorstellt - und kann dennoch nicht erklären, was Freiheit - etwa für alle - sein soll. Dieser Widerspruch macht auch heute noch die Lebendigkeit, die Virulenz der Frage nach der Freiheit aus.

    Frei sein bedeutet, unabhängig zu sein, mit Freiheit geht aber auch Verantwortung einher. Freiheit ist nicht grenzenlos. Gemäß dem Grundgesetz (Art. 2 GG) darf die eigene Freiheit die Rechte anderer oder die verfassungsmäßige Ordnung nicht verletzen. In diesem Feature geht es um die Freiheit aus aktueller Sicht von „Volkes Stimme“ aus Ost und West bis zur Meinung von Politikern und Publizisten und um historische und künstlerische Blickwinkel. Eine facettenreiche Bestandsaufnahme der Vorstellungswelten von Freiheit in Deutschland.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Julia Bamberg

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Claudia Zinggl, Triefenstein
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Große Vogelschau -
    Was Sie schon immer über Vögel wissen wollten! 

    Gäste: Martin Rümmler, Vogelschutz-Experte beim NABU
    - und Antonia Coenen, Filmproduzentin, Autorin und Host des Podcast „Gut zu Vögeln“

    Moderation: Gisela Steinhauer

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Der NABU ruft an diesem Wochenende zur Vogelzählung auf. Wir sind wieder dabei! Welche Vögel sind bei Ihnen unterwegs - im Garten, Park oder im Wald? Unsere Gäste freuen sich auf die Beobachtungen und Fragen unserer Hörerinnen und Hörer.

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch

    Angelique Geray: "Undercover unter Nazis"
    Gespräch mit der Autorin

    Buchkritik:
    „Links - Deutsch / Deutsch - Links“ von Pauline Voss, Julian Reichelt
    „Rechts - Deutsch / Deutsch - Rechts“ von Matthias Kurt
    Rezensiert von Nils Schniederjann

    Dirk Laabs: "Armee der Einzeltäter. Wie sich junge Männer online radikalisieren"
    Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Nicole Dittmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Martin Böttcher

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Janis El-Bira

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Patrick Wellinski

    Ungarisches Wunderkind - Das Kino von Laszlo Nemes
    Gespräch mit Jörg Taszman

    Kein deutsches Pixar? Zum Zustand des deutschen Animationsfilms
    Von Christian Berndt

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    doku drops 11 + 12
    Zusammenstellung: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
    Deutschlandfunk 2026
    (Wdh. am 10.05.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    doku drops 11: Tief im Moor
    Moderation: Judith Geffert
    Sprecherin: Amal Keller
    Ton: Christoph Richter und die Autor*innen
    Länge: 27‘14

    Moore sind ein bedrohter Lebensort. In Geschichten sind sie oft geheimnisvolle Zwischenorte, halb Land, halb Wasser, halb tot, halb lebendig. Was hier versickert, wird zugleich transformiert. Neue Kurzdokus erkunden das reale und das erzählte Moor.

    Mit folgenden Kurzdokus:

    Moor House
    Von Ludwig Berger und Laura Harrington
    Ein Moor im Norden Englands speichert 8000 Jahre Erdgeschichte. Tiere, Gras, Torf, unterirdische Adern: behutsam lauschen wir mit hochauflösenden Mikrofonen in die Tiefen der Zeit.

    Moorbutterrezept
    Von Katie Revell
    Tief im Moor ruht die Butter, die dort vor hunderten von Jahren vergraben wurde. Über ihr verändert sich die Welt. Eine kulinarische Reise in die Geschichte des Moors.

    Für schlechte Tage
    Von Tia Morgen
    Sprecherin: Amal Keller
    Ein geliebter Mensch entscheidet sich, diese Welt zu verlassen. Zurück bleiben Gerüche, Chatverläufe, Trauer und magisches Denken - ein Leben in der Schwebe zwischen dem, was war und was es heute noch bedeutet.

    doku drops 12: (Un)Vergessen
    Moderation: Ingo Kottkamp
    Ton: Ingo Kottkamp, Jesse Lou Lawson und die Autor*innen
    Länge: 27‘25

    Eine Hungersnot, die keine gewesen sein soll; eine Vatersprache, die verstummt ist. Zwei Kurzdokus auf rumänisch und tschechisch umkreisen verschüttete Erinnerungen. Auf Deutsch werden sie nicht nur übersetzt, sondern auch weitergedacht.

    Mit folgenden Kurzdokus:

    vers pervers remix
    Von Norbert Lang

    vers pervers
    Von BORȘ
    Entstanden für die Plattform semisilent.ro: Sound Art, Radiokunst, Field Recording

    Die Hungersnot in der Sowjetunion 1946/47 hat unvorstellbares Leiden verursacht. Dennoch wird sie oft negiert und verharmlost. Selbst bei Überlebenden vermischen sich eigene Erinnerungen mit Propaganda.
    Daraus entstand das Stück der moldawischen Autorin Madalina Ciocanu alias BORȘ. Norbert Lang, Radioautor mit rumänischen Wurzeln, macht einen übersetzenden Remix, der versucht, die verschüttete und pervertierte Erinnerung zurückzuholen.

    For Beirut, for Linda
    Von Martina Pouchlá
    Entstanden im Rahmen einer künstlerischen Residenz von THE ECCO im Jahr 2025.
    Deutschsprachige Fassung von Vivien Schütz

    Linda ist zweisprachig aufgewachsen. Mit ihrer Mutter spricht sie Tschechisch. An die Sprache ihres Vaters, Arabisch, kann sie sich kaum noch erinnern. Unvergessen von ihrer Kindheit bis heute ist dagegen die Melodie des Songs „Li Beirut“ der libanesischen Sängerin Fairuz.
    Vivien Schütz greift übersetzend in das Stück ein, fügt ihm eine neue erzählerische Ebene hinzu und stellt dabei die Frage nach der Übersetzbarkeit von Gefühlen.

    doku drops ist das monatliche Magazin für kurzes dokumentarisches Audio. Doku für dokumentarisch und drops für: süße Drops, saure Drops, Tropfen, die Wellen schlagen, Tränen der Freude, der Rührung oder der Wut, Mike drops, kleine Einheiten, die Teil eines größeren Ganzen sind. In der Nachfolge der Feature-Antenne stellen wir jeden Monat neue Kurzdokus vor: vielfältig, vielschichtig und mit viel Spaß produziert.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Live aus dem Niedersächsischen Staatstheater Hannover

    Erich Wolfgang Korngold
    "Die tote Stadt"
    Libretto: Paul Schott nach Georges Rodenbach

    Paul - Mirko Roschkowski, Tenor
    Marietta / Die Erscheinung Mariens - Kiandra Howarth, Sopran
    Frank - Peter Schöne, Bariton
    Brigitta - Anthea Barać, Mezzosopran
    Juliette - Julia Sturzlbaum, Sopran
    Lucienne - Cassandra Doyle, Mezzosopran
    Victorin - Michał Prósszyński, Tenor
    Fritz - Max Dollinger, Bariton
    Chor der Staatsoper Hannover
    Kinderchor der Staatsoper Hannover
    Niedersächsischen Staatsorchester Hannover
    Leitung: Mario Hartmuth

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: André Mumot

    Sebastian Hartmann inszeniert neues Lotz-Stück "Träume in Europa“ in Dresden
    Gespräch mit Vincent Koch

    Mozarts "Zauberflöte“ trifft auf Computerspiele in Gelsenkirchen
    Gespräch mit Stefan Keim