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Sonntag, 26.04.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Zu Gast: Judith Schalansky
    Gesprächspartner: Nadja Küchenmeister, Nico Bleutge
    Moderation: Tobias Lehmkuhl

    „Marmor, Quecksilber, Nebel“ heißt das neue Buch von Judith Schalansky, und so schwer zu fassen wie Quecksilber ist auch die Schriftstellerin selbst. Als Herausgeberin, Romanautorin und Buchgestalterin hat sie sich einen Namen gemacht, ohne dass man sie auf das ein oder andere festlegen könnte. In ihrem erzählerischen Essay „Marmor, Quecksilber, Nebel“ wendet sie sich den Aggregatzuständen zu, in denen uns die Welt begegnet: fest, flüssig oder ganz und gar flüchtig. Ein Marmorblock auf einem Schiff in der Ägäis führt sie dabei vom Pygmalion-Mythos über den Fußboden der Staatsbibliothek Berlin bis zur verschollenen Plastik eines Schweins, eine Reise nach Mexiko von der Arche Noah zu vergifteten Flüssen bis zum „Lucha-Libre“-Kampf zwischen Diablo Azteca, El Santo und Psicosis. Das Schreiben erweist sich dabei als äußerst bewegliches Instrument, um den verschiedenen Erscheinungen Form zu verleihen. Wie der Essay Geschichte und Gegenwart, Mythos und Realität, Gisèle Pelicot, Roland Barthes und Hernán Cortés miteinander in Verbindung bringt und poetologische Funken schlägt, darüber diskutieren mit der Autorin der Kritiker Nico Bleutge und die Dichterin Nadja Küchenmeister. Es moderiert Tobias Lehmkuhl.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Oboist François Leleux
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Ob mit der Oboe oder dem Taktstock: Er lebt Musik und spricht über die Menschen, die ihn besonders geprägt haben.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Carsten Rochow

    Gut anderthalb Wochen vor der Superbooth26 richten wir in der Tonart Urban schon mal den Blick nach vorne auf die Jubiläumsausgabe: zehn Jahre Superbooth in Berlin. Eine Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern, die dort auftreten werden, gibt einen Vorgeschmack auf diese besondere Mischung aus Fachmesse für Musikelektronik und Festival.

    Außerdem schauen wir genauer auf das Label Peak Oil aus Los Angeles - eine der spannendsten Adressen für experimentelle Elektronik zwischen Ambient und avanciertem Sounddesign. Und wie immer gibt’s frische Musik: etwa von Harmonious Thelonious mit seinem eigenwillig polyrhythmischen Kraut-Entwurf und dem Duo Zena, das auf Temesgen Jazz, Soul und Elektronik elegant verbindet.

    Ganz am Ende der Sendung, wie immer, ein fulminanter Schlusspunkt: Willow Skye-Biggs mit ihrem Projekt Stag Hare.

    Vier Stunden Tonart Urban - Musik mit Synthesizern am Sonntagmorgen.

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Soka Gakkai

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Geliehene Worte
    Die Kraft von alten Gebeten
    Von Pfarrerin Andrea Wagner-Pinggéra, Bethel
    Evangelische Kirche

  • Warum wird mir manchmal schlecht?
    Von Babette Braun
    Moderation: Ulrike Jährling

    Übelkeit kennt jeder und ist, wenn sie nur ab und zu auftritt, eine meist harmlose, aber unangenehme Reaktion des Körpers auf Stress, falsche Ernährung oder Ekel. Daneben gibt es aber noch die Reisekrankheit, beispielsweise wenn jemandem beim Autofahren schlecht wird. Diese Reisekrankheit kann auch bei anderen Fortbewegungsarten und sogar beim Liegen im Wasserbett auftreten. Grund dafür ist der Unterschied zwischen dem, was unser Gleichgewichtssinn dem Gehirn meldet, und dem, was wir sehen.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel und Geschichten
    Moderation: Ulrike Jährling

    Der Ausflug in den Dinopark
    Von Birgit Schössow
    Gelesen von Fabian Busch
    Regie: Friderike Wigger
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandradio Kultur 2025

    Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte ...
    Gedichte über die Jahreszeiten
    Von Karin Hahn
    Deutschlandfunk Kultur 2019

    Die Klasse 2b sorgt für ein gewaltiges Chaos beim Ausflug in den Dinopark, und Elea, Friedrich, Lea, Yalli und Noah erkunden, wie die vier Jahreszeiten in Gedichten klingen.

    Sehr schnell stellt Frau Finkenstein fest, dass es keine so wirklich gute Idee war, mit der Klasse 2b einen Ausflug in den Dinopark zu machen. Denn schon vor der Abfahrt des Busses vor der Schule fangen Kinder und Eltern an, zu stressen und die Planung der Klassenlehrerin der 2b zu untergraben. Das wird sich auch im weiteren Verlauf des Ausflugs leider nicht ändern.

    Jahr für Jahr wechseln sie sich in ihrem ganz eigenen Rhythmus ab, die Jahreszeiten. Und jede hat so ihre ganz eigene Gefühlslage, ihren besonderen Klang und ihre spezielle Farbmischung. Welche wundersamen Düfte verbinden sich mit dem Herbst, dem Winter, dem Frühling und dem Sommer? Riecht der Sommer wirklich nach Birnen und Nelken? Klingt er wie eine Flötenmelodie? Mädchen und Jungen erzählen, was sie von Gedichten halten, die die Jahreszeiten beschreiben.

    Mögen sie den Sommer mehr als den Winter, ist der Herbst ihnen vertrauter als der Frühling? Denken Sie überhaupt darüber nach, was der Wechsel der Jahreszeiten für Mensch, Tier und Natur bedeutet? Keine Lyrikerin, kein Lyriker, ob Heinrich Heine, Eduard Mörike, Mascha Kaléko, Peter Hacks, Theodor Storm, Wilhelm Busch, Jutta Richter oder Arne Rautenberg, haben es sich nehmen lassen, über Frühling, Sommer, Herbst und Winter zu dichten - mal melancholisch, mal fröhlich und oft sehr nachdenklich.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Dritte Lebensphase
    "Manche Dinge werden schöner, wenn man sie lange verfolgt"
    Moderation: Gesa Ufer

    Florian Körner von Gustorf ist Baggerfahrer, Schlagzeuger und Filmproduzent. Bei seinem erneuten Besuch bei Plus Eins erzählt er über die neue Arbeit als Mediator, spricht mit Max Müller, dem Sänger seiner Band "Mutter", über 40 Jahre Freundschaft - und berichtet natürlich über seinen neuen Bagger.


    Ein krimineller Jugendlicher wird erwachsen
    Wenn das Leben “hardcore überfordert”
    Gesa Ufer im Gespräch mit Klaus Schirmer

    Vor 17 Jahren lernt Autor Klaus Schirmer den damals 17-jährigen Altaf kennen - auf einem weit abgelegenen Therapiebauernhof. Es ist Altafs letzte Chance vor dem Knast. Er macht als einziger in seinem Jahrgang Abitur. Seine Zukunft sieht bei Entlassung vielversprechend aus. Doch dann gerät Altafs Leben aus den Fugen…

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • Ukrainische Soldaten 
    Augen aus dem 3-D-Drucker 
    Von Sabine Adler 

    Junge Menschen mit Arm- oder Beinprothesen tauchen immer häufiger im Bild ukrainischer Städte auf. Für viele sind sie Helden, die alles gegeben haben. Dagegen werden Verwundete, deren Gesichter entstellt wurden, oft wie Monster betrachtet. Sie trauen sich kaum in die Öffentlichkeit. Russlands Krieg hat schon über einhunderttausend ukrainische Soldaten das Leben und über eine halbe Million die Gesundheit gekostet. Immer mehr werden durch Drohnen im Gesicht verletzt. Die Hilfsorganisation „Ärzte für die Helden“ nimmt sich vor allem dieser Opfer an und ermöglicht ihnen eine Rückkehr in die Gesellschaft. 

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Catherine Newmark

    Friedrich Merz und die gesetzliche Rente: Rette sich wer kann
    Von Andrea Roedig

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber

    Regelbrüche

    Fasten mit Ausnahmen, Alkohol manchmal? Regelbrüche im Islam
    Von Murat Koyuncu

    Bewerbung gegen Diskriminierung
    Gespräch erläutert Mirjam, warum sie Priesterin der römisch-katholischen Kirche werden möchte.

    Die Heiligen Väter - Päpste und ihre Kinder
    Von Kirsten Serup-Bilfeldt

    Die indischen Aghoris: Meditieren bei den Toten
    Von Antje Stiebitz

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Humanismus ohne Helden
    Die Sechste Sinfonie von Karl Amadeus Hartmann
    Moderation: Volker Tarnow

    Komponieren nach der Katastrophe: Hartmanns Musik setzte in der frühen Nachkriegszeit musikalische und moralische Maßstäbe.

    Fast weniger durch seine eigenen Werke als durch seinen Dienst an den Werken anderer ist der Komponist Karl Amadeus Hartmann (1905-1963) in die Geschichte eingegangen. Die "musica viva" des Bayerischen Rundfunks ist dem Engagement des früh verstorbenen Hartmann zu verdanken - eine Konzertreihe, die in der jungen Bundesrepublik Maßstäbe in Sachen Neuer Musik setzte und noch heute besteht. Hartmanns eigene Kompositionen, darunter acht nummerierte Sinfonien, sind trotz der Fürsprache berühmter Dirigenten Raritäten geblieben. In vollkommen eigenständiger Weise erkundete Hartmann hier Wege, Sinfonien für das 20. Jahrhundert zu schreiben - im Bewusstsein dessen, wozu Menschen im Guten wie im Schlechten fähig sind. Diese Musik ist zutiefst politisch, ohne jemals plakativ zu sein.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    WM-Serie - Fans und Zivilgesellschaft in Los Angeles
    Von Kerstin Zilm

    Anstoß für ein neues Leben - Fußball im Gefängnis
    Von Vivien Leue

    Wandern in Asien - Christine Thürmer in Japan, Taiwan und Südkorea
    Von Caroline Kuban

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Tradition, die verpflichtet
    Vor 150 Jahren wurde Rudern in Berlin zum Trendsport
    Von Thomas Jaedicke

    Mit der Industrialisierung wuchs Berlin Mitte der 1870er-Jahre zur Millionenmetropole. Beim neuen Trendsport Rudern konnten gestresste Großstädter „entschleunigen“. Allerdings war das nur etwas für die besseren Kreise. Der 1880 gegründete Berliner Ruder-Club, BRC, einer der traditionsreichsten deutschen Vereine, profitierte von seinem Mäzen Georg W. Büxenstein. Der im Kaiserreich bestens vernetzte Medienunternehmer spendierte ein Clubhaus am Wannsee. Bis heute residiert der Verein in dieser mondänen Villa, in der es nicht nur Boote, Krafträume und einen prunkvollen Festsaal mit traumhaftem Wasserblick gibt. Unterm Dach stehen dem BRC-Nachwuchs 20 WG-Zimmer zur Verfügung. Von den Olympiasiegern im Vierer mit Steuermann, 1964 in Tokio, wohnten vier Ruderer im BRC-Clubhaus. Und auch Anton Finger, der vor zwei Jahren bei Olympia in Paris auf Platz fünf im Doppelvierer fuhr, trainierte in der Wannsee-Villa.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Nichts, was nicht politisch wäre
    Hörspielunterhaltung im Dritten Reich
    Von Wolfram Wessels
    Regie: Ulrike Brinkmann
    Mit: Wolfram Wessels, Falk Rockstroh, Mark Oliver Bögel, Viktor Neumann
    Ton: Bernd Friebel
    DeutschlandRadio Berlin 2001
    Länge: 88'40

    In der NS-Zeit büßte der Rundfunk seine literarische Experimentierfreude ein und wurde auf opportunistische Gefälligkeit und Propaganda getrimmt. Um unter Goebbels als Autor zu überleben, war Anpassung unvermeidlich. Auch heute noch angesehene Schriftsteller wie Günter Eich machten mit. Eine Analyse von Wolfram Wessels.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Live aus der Weimarhalle

    Ralph Vaughan Williams
    "Fantasia on a Theme by Thomas Tallis for Double Stringed Orchestra"

    Maurice Ravel
    Konzert für Klavier (linke Hand) und Orchester D-Dur

    ca. 20.40 Konzertpause

    William Walton
    Sinfonie Nr. 1 b-Moll

    Jean-Efflam Bavouzet, Klavier
    Staatskapelle Weimar
    Leitung: Nicholas Carter

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Literatur im Gespräch
    Auf der Suche nach dem verlorenen Vater
    Erinnerungen an den Religionsphilosophen Jacob Taubes
    Mit Aleida Assmann und Ethan Taubes
    Moderation: René Aguigah

    Ein Gespräch mit Ethan Taubes, dem Sohn des Philosophen Jacob Taubes, und Aleida Assmann.

    Jacob Taubes (1923-1987) hat als Hochschullehrer sein Publikum in den Bann geschlagen - etwa mit seinem Selbstverständnis als „Erzjude“ und zugleich als Anhänger des Apostels Paulus, der doch im allgemeinen als Begründer des Christentums gilt. Nach einem psychischen Zusammenbruch begegnet er am Heiligabend 1976, nach langer Funkstille, seinem Sohn Ethan Taubes wieder. Aus dem Wiedersehen wird ein langer Spaziergang durch Manhattan, aus dem Spaziergang wird ein Erinnerungsbuch namens „Der verlorene Vater“. Das Gespräch mit Ethan Taubes und der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann ruft die Ideen und Kontroversen dieses Spaziergangs wach über eine schmerzhafte Vater-Sohn-Beziehung, über Paulus als Juden und über die nicht vernarbten Wunden des Holocaust.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Charlotte Oelschlegel

    Das war der Wettbewerb: Bilanz der Lesungen beim Heidelberger Stückemarkt
    Gespräch mit Marie-Dominique Wetzel

    "Ruin und Rausch" - Neue Nationalgalerie widmet sich den 1910er & 1920ern
    Von Claudia Wheeler