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Sonntag, 19.04.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Der Mann hinterm Sofa
    Eine radiofone Bildbeschreibung
    Von Stefan Fricke

    Der Komponist, Bratscher und Verleger Johannes Fritsch in seinem "Feedback"-Studio im Belgischen Viertel Köln.

    Man nannte ihn auch „Mister Feedback“, den Komponisten und Bratschisten Johannes Fritsch (1941 - 2010). Seit 1971 unterhielt er in einem Hinterhaus im Belgischen Viertel von Köln ein Studio für elektronische Musik (das Feedback Studio), einen Verlag (den Feedback Studio Verlag) für Partituren und eine Zeitschrift (die Feedback Papers). Überdies veranstaltete er, der bei Bernd Alois Zimmermann studiert hatte und viele Jahre die Viola im Stockhausen-Ensemble spielte, hier „Hinterhausmusiken“: Konzerte mit Jazz, aktuellen Kompositionen und Musik aus Japan und Indien. Als Dozent lehrte er an der Rheinischen Musikschule Köln, an der Akademie für Tonkunst sowie von 1984 bis 2006 als Kompositionsprofessor an der Kölner Musikhochschule. Zudem engagierte er sich fast 25 Jahre lang im Vorstand des Darmstädter Instituts für Neue Musik und Musikerziehung, veranstaltete im ostwestfälischen Vlotho vier „Weltmusik-Kongresse“, veröffentlichte ein Buch über „Straßenmusik in Köln“. Und natürlich komponierte er auch: über 100 Werke, darunter Tonbandkompositionen und Radiostücke, Orchesterstücke, Environments, die Oper „Aschenbrödel“, etliche Ballette, vieles für Bühne und Film und reichlich Kammermusik für rare Besetzungen wie Trumscheit, zwei Basstuben oder eine Uhr. Als Bratscher in eigener Sache war Fritsch, der irgendwann die Viola d’amore für sich entdeckte, rege unterwegs. Sein live-elektronisches Improvisationskompositions-Solo „Violectra“ spielte er ungezählte Male.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Streit um Barrierefreiheit - Wie teuer ist Inklusion?

    Es diskutieren:
    - Wilfried Oellers, Beauftragter der CDU/CSU-Fraktion für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
    - Ottmar Miles-Paul, Redakteur von kobinet-nachrichten für Behindertenpolitik, Sprecher der LIGA Selbstvertretung behinderter Menschen
    - Dorothee Czennia, Referat Behindertenpolitik beim Sozialverband VDK

    Moderation: Katja Bigalke
    (Wdh. vom 17.04.2026 - Wortwechsel)

    Das Behindertengleichstellungsgesetz soll bald auch Barrieren in Privatunternehmen abbauen. Doch die sollen nicht zu sehr belastet werden. Kritiker sehen einen "Kniefall vor der Wirtschaft". Kann so echte Inklusion gelingen?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Schriftsteller Charles Lewinsky
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Ist er das Schweizer Taschenmesser unter den Schriftstellern? Vielseitig und präzise seziert er Facetten seiner Landeskultur.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Martin Böttcher

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Bahá'í

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Kloster für Anfänger. Ein persönlicher Leitfaden
    Von Elena Griepentrog, Ettlingen
    Katholische Kirche

  • Warum nicken wir mit dem Kopf, wenn wir Ja sagen?
    Von Anna Pataczek
    Moderation: Patricia Pantel

    Wenn wir mit dem Kopf nicken, dann wollen wir Ja sagen. Aber Achtung! Nicht überall auf der Welt wird das verstanden. Es gibt Länder, da bedeutet das genau das Gegenteil. Und ist es überall eine Beleidigung, wenn man jemandem einen Vogel zeigt? Das interessiert vor allem den Kakadu. Wie und warum sprechen wir mit dem Körper? Wieso sind nicht alle Gesten auf der Welt gleich? Das alles klären wir in dieser Podcastfolge.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Die Trockenhaubenverschwörung
    Von Beate Dölling
    Ab 7 Jahre
    Regie: Giuseppe Maio
    Mit: Johanna Kocher, Frauke Poolman, Vidina Popov, Pola Szymzcak, Kiluanji Leo, Aliyah Hamza, Florian Kleine, Meike Rötzer, Sara Sommerfeldt, Arnd Klawitter, Svenja Liesau, Christian Gaul, Rike Eckermann, Valentin Erb, Susanne Franzmeyer
    Deutschlandfunk Kultur 2022
    Moderation: Patricia Pantel

    Oma Traudl und ihr Friseursalon bedeuten Lila die Welt. Doch dann gerät diese Welt plötzlich ins Wanken.

    Oma Traudl ist Lilas Zuhause. Schon immer wohnt sie bei ihr, in der kleinen Wohnung über ihrem Friseursalon. Doch ihr Idyll ist in Gefahr, seitdem sich Peggy Plump, Chefin und Präsidentin der Pink-Community, den kompletten Kiez unter den Nagel reißen will. Für Peggy Plump und ihre vielen Anhänger zählen nur Likes und Follower, doch da Oma Traudl sich nicht einschüchtern lässt, wird ihr Friseursalon ungeplant zu einer Keimzelle des Widerstands gegen die Pinken. Aber dann passiert das Unbegreifliche: Oma Traudl soll bei einem Unfall ums Leben gekommen sein? Lila kann es einfach nicht glauben. Da stimmt doch etwas nicht. Mit der Hilfe ihrer besten Freunde und der Unterstützung des gesamten Kiezes kommt Lila der riesigen Ungerechtigkeit auf die Spur.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Patricia Pantel
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Angst vs. Kreativität
    “Ich hatte wahnsinnige Angst, auf die Bühne zu gehen”

    Utz Dräger im Gespräch mit Lisa Bassenge

    Obwohl sie Schweißausbrüche bekam, wenn sie vor Publikum performen sollte, wollte Lisa Bassenge schon als Jugendliche Sängerin werden. Wie es ihr gelungen ist, ihre Ängste zu überwinden und warum sie die Gelassenheit der Lebensmitte zu schätzen weiß, erzählt sie bei Plus Eins.



    Ahnenforschung und NS-Diktatur
    Späte Suche nach Wahrheit

    Utz Dräger im Gespräch mit Lukasz Tomaszewski

    Hans Joachim ist 94 Jahre alt. Seine Kindheit fiel in die Zeit der NS-Diktatur. Damals gestand ihm sein Vater Beteiligung an SS-Verbrechen und bat den Jungen darüber zu schweigen. 50 Jahre später entscheidet sich Hans Joachim dazu, die Wahrheit über seinen Vater herauszufinden.

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • Überschwemmungen in Thailand
    Der ewige Kampf gegen die Fluten 
    Von Dieter Jandt

    Die Stadt Mae Sai im Norden von Thailand wird jedes Jahr überflutet. Wenn das Wasser zurückgeht, bleibt der Schlamm zurück. Viele Menschen haben so ihr gesamtes Hab und Gut verloren, auch weil Hilfe oft zu spät kommt und schlecht koordiniert ist. Nun soll endlich ein Damm am Fluss gebaut werden. Auch andere Regionen und Bangkok sind immer wieder Opfer der Fluten. Die Ursachen in der Stadt sind klar. Sie ist fast komplett versiegelt, viele Abwasserkanäle sind verstopft, sodass das Wasser bei Monsunregen nur langsam abfließt. Die Landschaftsarchitektin Kotchakorn Voraakhom hält Lösungen parat.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Philosophie des Friedens: Pazifismus in der Zeitenwende
    Gespräch mit Prof. Olaf Müller

    Collage vom Schulstreik gegen Wehrpflicht
    Von Constantin Hühn

    Kommentar zum gestrandeten Wal: Fleisch gewordenes schlechtes Gewissen
    Von David Lauer

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Kirsten Dietrich

    Ich danke Gott - für mich! Über zurschaugestellte Demut in Dankesreden
    Von Ingrid Wenzel

    Demut hat Konjunktur - was Philosophen und Theologen dazu sagen
    Von Michael Hollenbach

    Selbstbejahung und Selbsteinschränkung - Die Ambivalenz der Demut
    Gespräch mit dem Theologen Jochen Schmidt von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

    Niederwerfen vor Gott - Demut im Islam
    Von Murat Koyuncu

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Schattenspiele
    Die Streichquartette von Benjamin Britten
    Moderation: Jürgen Otten
    Deutschlandfunk Kultur 2024

    Seine Opern wurden berühmt, seine Streichquartette weniger - zu Unrecht. Britten war auch ein Meister der Kammermusik.

    Seine Opern, darunter „Peter Grimes” und „The Turn of the Screw”, haben die Bühnen der Welt erobert und gelten als Meilensteine der Gattung im 20. Jahrhundert. Auch das „War Requiem” erfreut sich, nicht nur durch seinen politischen Kontext, enormer Beliebtheit. Und selbst einige der Lieder, die Benjamin Britten komponierte, tauchen hier und da auf den Konzertprogrammen auf. Weit weniger bekannt sind die Streichquartette des britischen Komponisten, die sich wie ein (allerdings äußerst zarter) roter Faden durch sein Oeuvre ziehen - angefangen mit dem Jugendwerk „Alla Marcia”, fortgesetzt mit den drei großen Streichquartetten. Diese Werke, zwischen 1941 und 1975 entstanden, bekunden Brittens stilistische Bandbreite und seine Meisterschaft auf kammermusikalischem Terrain.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Was macht einen guten Reitstall, eine gute Reitschule aus?
    Von Thomas Wheeler

    Trabrennsport in Mönchengladbach
    Von Stefan Osterhaus

    Im Schatten der VW-Krise: Sportstadt Baunatal bleibt optimistisch
    Von Heinz Schindler

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Fußballfest trotz Drogengewalt?
    Der Einfluss mexikanischer Kartelle bei der WM
    Von Ronny Blaschke

    Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Bislang konzentriert sich die internationale Öffentlichkeit auf Donald Trump. Was dadurch jedoch untergeht: In Mexiko gelten mehr als 130.000 Menschen als „verschwunden“. Vor allem junge Männer, die von den Drogenkartellen mutmaßlich rekrutiert und ermordet wurden. Vor Kurzem wurde in der Nähe des WM-Stadions von Guadalajara ein Massengrab entdeckt. Für eine Aufklärung fehlen der Justiz oft die Mittel. Die mexikanische Regierung geht darauf kaum ein. Und so dürften auch die Kartelle von der WM profitieren, vor allem durch die wachsende Nachfrage nach Prostitution und durch illegale Beteiligungen an Bauprojekten.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Lichtspiel (3+4/4)
    Hörspielserie nach dem Roman von Daniel Kehlmann
    Bearbeitung und Regie: Sebastian Stern
    Mit: Thomas Loibl, Michael Kranz, Bibiana Beglau, Fabian Hinrichs, Valery Tscheplanowa, Erwin Leder, Monica Gruber, Aenne Schwarz, Roman Knizka, Holger Handtke, Nicolas Mockridge, Oscar Kehlmann, Andreas Nickl, Oliver Urbanski, Antonia Bill, Felix Römer, Raphael Dwinger, Marion Breckwoldt, Hannes Liebmann, Jördis Trauer, Gudrun Gabriel, Uriel Jung, Alice Prosser, Julia Zimth, Anton Rattinger, Felix Pöchhacker, Theresa Albert, Konstantin Frank, Paul Heimel, Felix Laicher, Patrick Strasser, Eva-Marlen Hirschburger, Rudolf Krause, Eliot Karow
    Besetzung: Kathi Bonjour und Jutta Kommnick
    Komposition: Markus Lehmann-Horn
    Eingespielt vom: Leopold-Mozart-Quartett
    Klavier: Katrin Isabel Klein
    Ton und Technik: Alexander Brennecke und Eugenie Kleesattel
    Regieassistenz und dramaturgische Mitarbeit: Simon Hastreiter
    Dramaturgie: Christine Grimm
    Deutschlandfunk 2026
    Längen: 53’06 (Teil 3), 54'44 (Teil 4)
    (Ursendung)

    Teil 3
    Der Regisseur G. W. Pabst arrangiert sich mit dem NS-Regime. Seine Frau Trude besucht widerwillig einen Lesezirkel linientreuer Frauen, in dem regimetreue Literatur wie Alfred Karraschs „Die Sternengeige“ glorifiziert wird. Pabst wird zudem an das Set von „Tiefland“ in den bayerischen Alpen beordert, er soll dort Leni Riefenstahl heimlich bei der Regie unterstützen, da sie mit der Inszenierung und den Schauspielern überfordert ist. Am Set begegnet er auch dem jungen Kameraassistenten Franz Wilzek.

    Teil 4
    In den letzten Kriegsmonaten dreht G. W. Pabst in Prag seinen Film „Der Fall Molander“. Pabst redet sich ein, ein rein unpolitischer Künstler zu sein, der das System für seine eigenen filmischen Visionen nutzen und sich durch Kompromisse retten kann. Doch während er inmitten des Krieges obsessiv an seinem neuen Meisterwerk arbeitet, verstrickt er sich unweigerlich in moralische Schuld. Die Hörspielserie ist ein Stück über Opportunismus und fragt eindringlich: Welchen Preis darf ein Mensch für seine Kunst zahlen?

    Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Romane wie „Die Vermessung der Welt“ oder „Tyll“ machten ihn international berühmt. Er lebt in Berlin und New York.

    Dieser Roman, auch wenn er sich in vielem an den Lebensgeschichten des historischen G. W. Pabst und seiner Familie orientiert, ist ein Werk der Fiktion; so gab es etwa keinen Sohn mit dem Namen Jakob. Pabsts Filme sind bis heute zugänglich; allein „Der Fall Molander“, gedreht in den letzten Kriegsmonaten in Prag, gilt als verschollen.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Thüringer Bachwochen
    Stadtkirche St. Peter und Paul, Weimar
    Aufzeichnung vom 09.04.2026

    Werke von Johann Sebastian Bach
    und seinen Lieblingsschülern Johann Ludwig Krebs, Johann Gottlieb Goldberg, Carl Friedrich Abel, Philipp Kirnberger sowie Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann Bach

    Concerto Copenhagen
    Cembalo und Leitung: Lars Ulrik Mortensen

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Das Lyrische Quartett im Frühjahr 2026
    Gedichte im Gespräch
    Mit Marit Heuß, Gregor Dotzauer, Jan Bürger und Birgitta Assheuer
    Moderation: Maren Jäger
    Aufzeichnung vom 13.04.2026 im Deutschen Literaturarchiv Marbach

    Drei neue Lyrikbände, eine Empfehlung und mindestens vier Lesarten. Außerdem liest Birgitta Assheuer einige der besprochenen Gedichte.

    Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten - über Gedichte, ihre Form, Bildsprache und Themen indes sehr wohl, am lebendigsten vielstimmig und vor einem gespannten Publikum! Nach Stationen in München gastiert Das Lyrische Quartett im Frühjahr wieder im Leibinger Auditorium auf der Marbacher Schillerhöhe - mit drei frisch erschienenen Gedichtbänden und einer Empfehlung. Diesmal mit Marit Heuß als Gast. Sie ist Literaturwissenschaftlerin an der Universität Leipzig, hat über Handkes Bildpoetik promoviert - und sie ist auch Dichterin. 2025 erschien ihr Lyrikdebüt „Verschlissenes Idyll“ im Verlag Poetenladen.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    Jan Friedrich inszeniert in München nach Tonio Schachinger, "Echtzeitalter"
    Gespräch mit Christoph Leibold

    Melancholisch: Vincenzo Bellinis Oper ”I Capuleti e i Montecchi” in Braunschweig
    Gespräch mit Uwe Friedrich