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Samstag, 21.02.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Als der Gesang politisch wurde
    Eine Lange Nacht vom Männergesangverein
    Von Martin Erdmann
    Regie: der Autor

    Der deutsche Männergesangverein ist für viele eine Einrichtung, die längst aus der Zeit gefallen ist. Erhabene Gefühle beim Anblick des deutschen Waldes oder Loblieder auf Königstreue und blinkende Schwerter scheinen ein Klischee des Ewiggestrigen zu bestätigen, politisch wie ästhetisch. In Vergessenheit geraten ist, dass diese spezielle Art des Chorgesangs zunächst eine politische Bedeutung hatte, die keineswegs rückwärtsgerichtet war. Sie bot im Gegenteil häufig Anlass zu Debatten, die von der Obrigkeit keineswegs erwünscht waren. Das gilt für die Restaurationszeit Metternichs ebenso wie für die aufkommende Arbeitersingbewegung nach der Gründung des Deutschen Reiches. Martin Erdmann zeichnet die Geschichte des Männergesangvereins von den Anfängen bis in seine Blütezeit nach und porträtiert einzelne Komponisten und Dichter. Bis heute ist die Vergangenheit noch lebendig, wie Porträts eines traditionsreichen Gesangvereins aus Bochum und eines jungen Männerchors aus Berlin, der die überlieferten Klischees aufbricht, zeigen.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    (Wdh. v. 04.02.2026)

    Villa Elisabeth, Berlin
    Aufzeichnung vom 23.01.2026

    Elliott Carter
    Tarantella für Männerchor und Klavier zu vier Händen
    "Emblems" für Männerchor und Klavier
    "The Defense of Corinth" für Erzähler, Männerchor und Klavier vierhändig

    William Walton
    Auszüge aus "Façade"
    arrangiert für Klavier zu vier Händen von Constant Lambert

    Joanna Marsh
    "In Winter’s House" für Männerchor

    Benjamin Britten
    "The Ballad of Little Musgrave and Lady Barnard" für Männerchor und Klavier

    Angela Gassenhuber, Klavier
    Philip Mayers, Klavier
    Herren des RIAS Kammerchors Berlin
    Leitung: Justin Doyle

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Chaplin in Berlin
    Der Pressekrieg um den Filmstar
    Von Herbert Hansen
    Deutschlandfunk 1987
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    1931 wurde Charlie Chaplin in Berlin erwartet - zu einem Zeitpunkt, als der Einfluss der Nationalsozialisten schon spürbar war. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass der Besuch des damals berühmtesten und dazu noch komischsten Mannes der Welt keine politischen Implikationen haben würde. Die Nazis eröffneten prompt ihren Feldzug gegen den Hoffnungsträger.

    Chaplin selbst hatte das Gerücht über seine Religionszugehörigkeit bereits 1922 in seinem autobiografischen Buch „My Trip Abroad“ voller Respekt zurechtgerückt, als er die Begegnung mit einem jüdischen Mädchen schilderte, das ihn fragte, ob er Jude sei. „Nein, ich bin kein Jude, aber ich habe bestimmt einen Tropfen davon in meinem Blut. Ich hoffe es wenigstens.“ Später weigerte sich Chaplin aber, öffentlich zu dementieren, Jude zu sein, um nicht den Nationalsozialisten in die Hände zu spielen. Stattdessen spielte er die Doppelrolle eines jüdischen Friseurs und des deutschen Führers im erfolgreichsten und wohl großartigsten aller Anti-Nazi-Filme: „Der große Diktator“.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Diakon Tobias Petzoldt, Berlin
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Shelly Kupferberg

    Bildung & Demokratie

    Buchkritik:
    "Am Volk vorbei" von Jörg Baberowski
    Rezensiert von Katharina Döbler

    Katharina Maria Meiser: "Schule macht Demokratie"
    Gespräch mit der Autorin

    Daniel Bax: "Die neue Lust auf links"
    Gespräch mit dem Autor

    Buchkritik:
    Inbal Abergil "The Presence of Absence"
    Rezensiert von Frank Dietschreit

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Prof. Gunter Gebauer, Freie Universität Berlin, Philosoph und Sportwissenschaftler
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Martin Böttcher

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: André Mumot

    "Isidor": Shelly Kupferbergs Roman wird in Wien zum Theaterstück

    Theater in London: Neue Stoffe auf britischen Bühnen
    Von Barbara Behrendt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live von den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin
    Moderation: Susanne Burg

    Das Sehen der Anderen: der internationale Blick auf die Berlinale
    Von Christian Berndt

    Wo steht die Berlinale? Einschätzungen zum Festivalende
    Gespräch mit Anke Leweke

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Das ist Raumklang!
    Musikhören zu Hause zwischen Schellack und Streaming
    Von Sascha Wundes
    Regie: Nicole Paulsen
    Mit: Franziska Beyer, Udo Rau und Stefan Roschy
    Ton und Technik: Thomas Rau und Sabine Klunzinger
    SWR 2024
    Länge: 54'14

    (Wdh. am 22.02.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Wer erinnert sich noch an Tonmöbel, Testplatten und dieses ganz besondere Knistern vorm ersten Track? Damals nahm die Musik einen ganz eigenen Raum ein. Wie wir früher gehört haben und was davon blieb: eine akustische Spurensuche.

    Vor Spotify, Bluetooth-Speakern und In-Ear-Kopfhörern klang Musik nicht nur anders. Sie war außerdem noch sichtbar, präsent in wuchtigen Boxen, edlen HiFi-Anlagen und Schallplattencovern. So manifestierte sich eine eigene, inzwischen weitgehend verschollene Wohnzimmerkultur.
    Sascha Wundes und Nicole Paulsen nehmen uns mit auf eine Reise zurück in die Klanglandschaften der alten Bundesrepublik: in Wohnzimmer voller Tonmöbel, zu Testplatten mit seltsamen Geräuschen - und zum konzentrierten Hören als Kulturgut.

    Sascha Wundes, geboren 1971 in Solingen, studierte Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft. Er lebt seit 2005 in Dortmund, wo er mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeitet. Seit 2008 schreibt er auch für den Hörfunk. Zuletzt: „Die explosiven Reste der Vergangenheit - Blindgänger“ (SWR 2021).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Gran Teatre del Liceu, Barcelona
    Aufzeichnung vom 13.12.2025

    Gaetano Donizetti
    "L'Elisir d'amore"
    Melodramma giocoso in zwei Akten
    Libretto: Felice Romani

    Nemorino - Michael Spyres, Tenor
    Adina - Pretty Yende, Sopran
    Belcore - Jan Antem, Bariton
    Dr. Dulcamara - Fabio Capitanucci, Bariton
    Giannetta - Núria Vilà, Sopran

    Chor und Orchester des Gran Teatre del Liceu
    Leitung: Diego Matheuz

  • Karel Reiner
    Das komplette Klavierwerk

    Moritz Ernst, Klavier

    Produktion: NEOS / Deutschlandfunk Kultur 2025

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a. 76. Internationale Filmfestspiele Berlin
    Moderation: Gabi Wuttke

    Gute Entscheidungen? Die diesjährigen Bären-Gewinner*innen
    Gespräch mit Patrick Wellinski

    Bernhard Stengeles Bühnenrückkehr: Lortzings "Der Waffenschmied" in Rudolstadt
    Gespräch mit Georg Kasch

    Édouard Louis und seine Mutter: Jan Friedrich inszeniert in Mannheim
    Gespräch mit Shirin Sojitrawalla