Programm

Kalender
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Samstag, 31.01.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Mensch ohne Gott
    Eine Lange Nacht über Atheismus
    Von Rolf Cantzen
    Regie: Philippe Brühl

    Ohne Gott denken, ohne Gott leben - zwischen Philosophie, Theologie und Literatur entfaltet sich ein facettenreiches Feature über die wohl grundlegendste Frage der Menschheit: Gibt es einen Gott - und, wenn ja, was sagt das über unsere Welt aus? Zweifel an der Existenz eines gütigen, allmächtigen Gottes reichen weit zurück: Die Gnostiker der Antike sahen in der Schöpfung nicht das Werk eines weisen Schöpfers, sondern eines fehlerhaften - oder bösen - Gottes. Radikal-Aufklärer des 17. Jahrhunderts entlarvten den Gottesglauben als Instrument weltlicher Herrschaft. Für Ludwig Feuerbach war die Gottesliebe eine fehlgeleitete Menschenliebe. Sigmund Freud ging noch weiter: Der Glaube sei ein kindlicher Reflex, den der reife Mensch ablegen müsse. Kann man moralisch handeln ohne göttliche Instanz? Was bleibt von Ethik ohne ein Jenseits? Sind alles diese Fragen falsch gestellt, wie Eugen Drewermann meint? Was treibt religiösen Glauben in einer zunehmend säkularen Gesellschaft immer wieder an die Oberfläche? Literarische Figuren - wie Dostojewskis zerrissene Helden - und moderne Theologen, die selbst eine individuelle Weiterexistenz nach dem Tod für unwahrscheinlich halten, begleiten diese „lange Nacht“ voller Fragen, Zweifel, Ideen und unbefriedigender Antworten.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Karl Valentin
    Der schalkhafte Melancholiker
    Von Renate Milczewsky
    Deutschlandfunk 1989
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Der strichdünne knochenbleiche rothaarige Mann lachte nie und war gleichzeitig einer der größten und großartigsten Komiker des 20. Jahrhunderts. Karl Valentin starb am 9. Februar 1948 und aus Anlass seines 50. Todestages entstand diese Sendung in der DLF-Reihe "Querköpfe". Der hintergründige Wortwitz der Dialoge, die der Meister des vollendeten Missgeschicks gemeinsam mit Liesl Karlstadt auf die Bühne brachte, gehört auch heute noch zu den feinsten Schätzen der Kabarett-Geschichte.

    Er gefällt sich - herausgewachsenen aus dem eigenen zu knappen Anzug - als seine eigene Karikatur. Karl Valentin ist ein großer Künstler. Nur das Leben selbst ist für ihn bis zuletzt ein unlösbares Problem. Aus dieser Tragik entwickelt niemand so große Komik wie er, der brillante Humorist, Volkssänger und Sprachakrobat. Man muss furchtbar lachen über ihn - obwohl er gar nicht lustig ist. Ein kostbares Phlegma der Narretei. Er war ein Münchner Grantler und Pessimist. In Monologen, Dialogen und Szenen beschäftigte er sich mit der Verlorenheit des Menschen, der Vieldeutigkeit von Sprache und den Fallstricken der Kommunikation. Sein Todestag ist ein Rosenmontag, am Aschermittwoch wird er beerdigt. Was bleibt, sind seine Bonmots. "Es ist schon alles gesagt, nur nicht von jedem".

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Luisa Maurer, Saarbrücken
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Die schöne Landschaft aller
    Von Antje Meichsner
    Regie und Ton: die Autorin
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur / SWR 2024
    Länge: 54‘30
    (Wdh. am 01.02.2026, Deutschlandfunk)

    Wald. Schluchten. Felsformationen. Die Sächsische Schweiz ist wie ein Märchenland. In der viele Rechtsextreme leben. Was erzählen Ehemalige, Zugezogene und Dagebliebene, die damit nicht einverstanden sind?

    Wer hier wandert und sich auskennt, tut es leise. Durch die Wälder und Schluchten, über die Felsen und Stege bewegt man sich behutsam - eine ungeschriebene Grundregel in der Sächsischen Schweiz. Und wer nur etwas abseits der viel frequentierten Wanderwege und Zeiten unterwegs ist, bewegt sich aus der rationalen Alltagswelt heraus. In eine Wirklichkeit, wo ein Hausgeist namens Buddel zu Reichtum verhilft, wenn ihm abends Milch hingestellt wird.
    Etwas ganz Eigenes, Magisches, auch Rauhes hat die Sächsische Schweiz. Wer hier aufgewachsen ist, trägt sie ein Leben lang in sich. Andere verlieben sich in sie und ziehen hin. Aber es ist auch eine Region, in der Rechtsextreme Mehrheiten bilden, sozial akzeptiert und gut vernetzt sind. Wie geht es denen, die da nicht mitmachen wollen? Antje Meichsner führt Gespräche mit Menschen, die in der Schule gemobbt und verprügelt wurden, und hört Erlebnisse aus den Dörfern, aus der Schule, aus der Landschaft. Manche haben die Sächsische Schweiz verlassen, andere sind hingezogen, verbunden mit ihr sind sie alle. Und alle eint die Frage: Wie lebt es sich in der schönen Landschaft aller?

    Antje Meichsner ist multidisziplinäre Künstlerin in den Feldern Komposition, Text, Radio und Film. Sie beschäftigt sich mit Landschaften und ihrer Repräsentation in den Menschen, die darin leben. In ihren Soundarbeiten dekonstruiert sie mit Field Recordings und Sprachmaterial das Befinden des Subjekts in der Gesellschaft. Neben Installationen und Hörspielen macht sie auch Live-Konzerte. Zuletzt im Radio: „Genauso bloß anders“ (Deutschlandfunk 2021), ein Hörspiel über das Coming of Age einer Ost-Punkerin in der Wendezeit.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
    Radialsystem Berlin
    Aufzeichnung vom 18.01.2026

    Amen Feizabadi
    "Deep Siesta"
    Eine Kammerhöroper in drei Akten mit Prolog

    Amen Feizabadi, Konzept, Komposition und Regie
    Dilek Mayatürk, Libretto
    Konstantin Parnian, Dramaturgie
    Zafraan Ensemble
    Neue Vocalsolisten
    Leitung: Yalda Zamani

    Koproduktion von Deutscher Musikrat/Podium Gegenwart und Zafraan Ensemble mit Ultraschall Berlin

    Radialsystem Berlin
    Aufzeichnung vom 17.01.2026

    Alt/voice (Thickets of Love)
    Klavierlied update

    Ying Wang
    "Mask" Uraufführung

    Søs Gunver Ryberg
    "We move like Shadows" Uraufführung

    Simon Steen-Andersen
    Mono

    Mathias Monrad Møller
    "history is a nightmare from which I am trying to awake" Uraufführung

    Luxa M. Schüttler
    "Vertreute Lieder"

    Mathias Monrad Møller, Gesang
    Sebastian Berweck, Keyboard

    Zwei künstliche Wesen - Ök und Mani - werden aus einem digitalen Chaos geboren. Neugierig und staunend entdecken sie die Welt der Menschen: ihre Schönheit, ihre Emotionen, ihre Widersprüche. Anfangs verspielt und kindlich, erkennen sie bald die Abgründe menschlicher Existenz - Krieg, Zerstörung, Selbstverlust. Sie beschließen, die Menschheit zu vernichten. Nach der Apokalypse finden sie nur noch sich selbst. Aus der Leere entsteht Liebe - und daraus neuer Konflikt.
    Eine Oper über künstliches Bewusstsein, über Menschlichkeit, Zerstörung und das Staunen vor dem Sein.
    Und anschließend: der klassische "Liederabend", in radikal neuer Klanggestalt.

  • Misha Cvijovic

    "Tikkun olam“
    für Streichquartett (2016)

    "Cirque du Soleil“
    für Trompete, Bassklarinette, Vibrafon, Marimba und Kontrabass (2017)

    "Penumbra“
    für Saxofon, E-Gitarre, Akkordeon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug (2019)

    "Carbon“
    für Posaune, Akkordeon, Klavier und Violoncello (2022/2023)

    "Emotional Logic Anger“
    für Trompete, Flöte, Bassklarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello (2020/2021)

    Ensemble Musikfabrik
    Leitung: Gregor A. Mayrhofer

    "Lica Persefone“
    Zwei Szenen für Orchester (2018)
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Enno Poppe

    Produktion Deutschlandfunk Kultur / Deutscher Musikrat 2025

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage