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Freitag, 26.08.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Nouvelles Aventures
    Von Hanno Leichtmann
    Mit: Jörg Hartmann, David Moss
    Produktion: Deutschlandradio Kultur/Internationales Musikinstitut Darmstadt 2016
    Länge: 52'06
    (Ursendung)

    Ein Remix aus 70 Jahren Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

    Seit 70 Jahren trifft sich die Musikwelt in Darmstadt: Bei den Ferienkursen des dortigen Musikinstituts erscheint alles, was als Komponistin/Komponist oder Interpretin/Interpret Rang und Namen hat. Zum Jubiläum werfen die Ferienkurse einen Blick zurück und öffnen ihr Archiv. Unter dem Titel 'historage' erhalten Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart Zugang zu der Schatzkammer aus Konzertmitschnitten, Vorträgen und Diskussionen. Einer davon ist der Elektronikmusiker Hanno Leichtmann. Für Deutschlandradio Kultur komponiert er seinen persönlichen Parcours durch die Hinterlassenschaften von Stockhausen, Boulez, Ligeti und Co. Seine Arbeit ist Collage, Remix und Hommage gleichzeitig. Dafür wendet er vorrangig Klangbearbeitungs- und Kompositionsmethoden an, die stark vom Studio für Elektronische Musik Köln sowie von der Musique Concrète beeinflusst sind.

    Hanno Leichtman, 1970 geboren, kam Anfang der 90er-Jahre als Schlagzeuger der Improvisierten Musik nach Berlin und gründete mit anderen Musikern die sogenannte "EchtzeitMusikSzene". Ende der 90er-Jahre wandte er sich der Elektronischen Musik zu, veröffentlichte unter dem Pseudonym STATIC etliche Tonträger und tourte durch Europa, Japan, Nord und Südamerika.
    Er schrieb zusammen mit Lars Rudolph die Musik zum Tanzstück und Film "Allee der Kosmonauten" von Sasha Waltz and Guests, komponierte den Soundtrack zu Christoph Schlingensiefs nie vollendetem Film "African Twintowers" sowie Hörspielmusiken unter der Regie von Leonard Koppelmann für WDR und NDR.

    In den letzten Jahren stellte er vier Arbeiten auf Grundlage von (Klang)Archiven vor, zwei Longplayer und zwei Klanginstallationen: Unfinished Portrait of ROEDELIUS Today, Haus der Kulturen der Welt Berlin und PRIMITIVA im Osthaus Museum Hagen.

    Seit 2008 ist er auch mit Denseland (mit Hannes Strobl und David Moss) sowie mit Groupshow (mit Jan Jelinek und Andrew Pekler) aktiv. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören "Minimal Studies" 2013 und "Unfinished Portrait of Youth Today" 2015.

    Leichtmann ist auch als Kurator genreübergreifender Festivals und Musikreihen tätig:
    MY FAVOURITE THING - Festival für Schlagzeug und Elektronik
    LETRA / TONE - Festival für Grafik und Musik
    MINIMAL STUDIES - Festival für zeitgenössische Minimal Music
    GRAND JETÉ - eine Veranstaltungsreihe für spartenübergreifende elektronische Musik

    Hanno Leichtmann lebt und arbeitet in Berlin.
    www.hannoleichtmann.com

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Wolfgang Meyering

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Dieter Kassel

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Jake Bugg - gestern Abend in der Kölner Philharmonie

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Lexikon der Phantominseln" von Dirk Liesemer

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Peking ist viel mehr als nur Smog
    Ulrike Timm im Gespräch mit der Journalistin Ruth Kirchner, von 2005 bis 2015 Korrespondentin in China

    Chinas Wanderarbeiter, die Familienpolitik und der Smog in Peking gehörten zu den wiederkehrenden Themen in den Berichten der ARD-Hörfunkkorrespondentin Ruth Kirchner. Zehn Jahre lang gab sie den Hörerinnen und Hörern in Deutschland einen tiefen und auch persönlichen Einblick in die chinesische Politik und Gesellschaft. Ruth Kirchners Faszination für die Vielfalt der Volksrepublik, ihre Fremdheit und Widersprüche hält immer noch an, obwohl sie inzwischen mit ihrer Familie wieder in Deutschland lebt.
    Die beiden Kinder der Journalistin sind in der 22-Millionen-Metropole Peking aufgewachsen und haben mit ihren Eltern den Jangtse-Fluss bereist und auf der Chinesischen Mauer gezeltet. Zurück in Deutschland wundern sie sich darüber, dass sie oft nur nach dem Leben mit dem Smog gefragt werden.
    Warum sie in ihrem Pekinger Supermarkt immer nach Importfleisch suchte, und warum ihr Umzugscontainer mit einem Monat Verspätung wieder in Berlin ankam, davon wird Ruth Kirchner in der Sendung Im Gespräch erzählen.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    "Die Welt im Rücken" - wie ein Autor mit seiner bipolare Störung umgeht
    Gespräch mit dem Autor Thomas Melle

    Lyriksommer
    Titus Meyer über Martin Mooz

    "Schnee" von Maxence Fermine

    ... liest Musik: „Coolaid Man“ von Snoop Dogg

    Straßenkritik: "Der Weisheit letzter Kuss" von Susan Mallery

    Ihr Buchhändler empfiehlt:
    Stories! Buchhandlung

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Void - Das neue Album der Singer/Songwriterin Andrea Schröder
    Gespräch mit der Künstlerin

    Das muss man gehört haben oder auch nicht!

    11:35 Uhr
    Tonart

    Bach in neuem Design? - Die Köthener Bachfesttage 2016
    Gespräch mit Folkert Uhde, zum 1. Mal künstlerischer Leiter der Bachfesttage

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag
    Moderation: André Hatting

    13:00 Uhr
    Nachrichten
  • Helgoland, 26. August 1841. Die Insel, Fallersleben und "Das Lied der Deutschen"

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Timo Grampes

    Die Anti-Bravo: Willy Fleckhaus' Bildsprache in der "Twen"
    Gespräch mit Kurator Hans Michael Koetzle, Museum für angewandte Kunst Köln

    Nirgendwo war die "Bravo" so wertvoll wie in der DDR
    Gespräch mit Vladimir Balzer

    Fundstück 05: Allen Ginsberg - Ruhr-Gebiet
    Von Paul Paulun

    Lippenstift, Luxus, Glamour?
    Eine künstlerische Analyse der russischen Gesellschaft
    Gespräch mit der Natalia Gershevskaya, Kunsthistorikerin und Kuratorin

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Keine Seite ohne Aufgabe
    Über die Geschichte des Schulbuchs
    Von Kati Obermann
    Moderation: Tim Wiese

    Man muss keine Leseratte sein, um jeden Tag in diese Bücher zu gucken. Sie gehören zur Schule wie der Ranzen oder die Federtasche. Die Rede ist von euren Schulbüchern. Aber: Was macht eigentlich ein gutes Schulbuch aus? Wie sollte es sein, damit das Lernen wirklich Spaß macht? Und: Lernen alle Menschen gleich? Oder sehen Schulbücher in anderen Ländern ganz anders aus? Wir finden es heraus. Im Leibniz-Institut für internationale Schulbuch-Forschung. Dort stehen mehr als 180000 Schulbücher aus der ganzen Welt - auch die, mit denen eure Eltern Lesen und Schreiben gelernt haben.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Oliver Schwesig

    Ein Wegbereiter des Modern Jazz - Zum Tod von Rudy van Gelder
    Gespräch mit Bert Noglik, Ex Jazzfest-Leiter

    Das muss man gehört haben oder auch nicht!
    Von Uwe Wohlmacher

    "Ihr von der Bravo habt ja keine Ahnung" - Der Popmusikfotograf Didi Zill

    "Ich will nicht in den Himmel" - Hans Scheibner wird morgen 80 Jahre alt
    Gespräch mit dem Kabarettisten

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:07 Uhr

    Wortwechsel

    Smartphone-Verbot in Schulen: Sinnvolle Maßnahme?
    Darüber diskutieren:
    Ties Rabe, SPD, Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung
    Josef Kraus, Präsident Deutscher Lehrerverband
    Paula Bleckmann, Professorin für Medienpädagogik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn
    Konstantin Gülden, Gymnasiast, Mitglied Landesschülerausschuss Berlin

    Moderation: Oliver Thoma

    In vier Bundesländern beginnt in dieser Woche wieder die Schule - darunter im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen. Dort befürchten einige Lehrer und Eltern, die virtuellen Monster von "Pokémon Go" könnten den Unterricht stören. Sie fordern deshalb ein generelles Smartphone-Verbot für alle Schulen. Antiquierte Maßnahme oder pädagogische Notwendigkeit? In Bayern sind Mobiltelefone im Schulunterricht seit zehn Jahren verboten. Andererseits weisen Bildungsexperten auf die didaktischen Nutzen neuer Medien hin: Durch Smartphones, Tablets & Co. würde der Unterricht moderner, Lehrer könnten sich besser auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler einstellen.
    Sollten Mobiltelefone in Schulen generell verboten werden? Ließe sich das praktisch überhaupt durchsetzen? Oder sind das Maßnahmen von gestern, die die Chancen des digitalen Lernens behindern? Wie steht es mit der digitalen Schule in Deutschland und wie mit der Medienkompetenz deutscher Schüler und Lehrer?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 500 Jahre venezianisches Ghetto
    Von Arkadiusz Luba

    Zum Schabbat
    Salamone de' Rossi:
    "Mizmor Letoda", der 100. Psalm
    "Lemi Echpots"
    Mänerchor Pro Cantione Antiqua
    Leitung: Sydney Fixman
    venezianische Synagogenmusik aus der Zeit des Ghettos. Sie wurde erstmals 1623 in Venedig veröffentlicht.

    Moderation: Miron Tenenberg  

    Das Ghetto Nuovo in Venedig begeht in diesem Jahr das 500-jährige Jubiläum. Doch Juden kommen deswegen nicht wirklich in Feierlaune. Immerhin stehen Ghettos für Verfolgung, Unterdrückung und Ausgrenzung. Das war vor 500 Jahren nicht anders.
    Jüdinnen und Juden wurden selbst im damals reichsten, mächtigsten und liberalsten Stadtstaat Europas - der Republik Venedig - per Dekret gezwungen, in einem abgetrennten, verschlossenen und überwachten Teil der Stadt zu leben. Ein Zeichen der Trennung, aber auch des Schutzes. Denn die Behörden sicherten ihnen Schutz vor Pogromen und Inquisition zu.
    Venedig hat das Ghetto nicht erfunden. Doch das Ghetto in Venedig gab der Diskriminierung einen Namen.
    "Geto" hieß das Viertel, in dem die Juden nun leben mussten; Venezianisch für Gießerei. Es war der verlassene Bezirk der unbeliebten Eisengießer. Eingewanderte deutsche Juden hatten jedoch ihre Probleme mit dem weichen G, das "Dsch" ausgesprochen wurde: Geto. Sie sprachen das G jedoch wie im Deutschen aus und so verhärtete das Wort mit der Zeit. Dadurch wurde das H nach dem G notwendig, damit es auch im Italienischen Ghetto ausgesprochen werden konnte.
    Gut 400 Juden leben heute noch in Venedig, davon aber nur drei Familien im Ghetto. Es ist jedoch immer noch jüdisches Zentrum der Stadt und besitzt ein jüdisches Restaurant, eine koschere Bäckerei, einige Buchhandlungen, Galerien, ein jüdisches Altenheim, ein Museum und eine handvoll Synagogen. Zynischerweise steht das Ghetto wieder unter Polizeischutz. Ein Arbeitscontainer dient dort als lokale Wache.

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    Lyriksommer
    "ma belle - skalpelle..."
    Lyriker remixen Reime, Verse, Sonette
    Von Astrid Mayerle
    (Wdh. v. 28.08.2015)

    Zeitgenössische Lyriker setzen wieder auf Rhythmen und Klangbilder und greifen zu bekannten Formen wie Vers und Reim.

    Im Gegensatz zu allen anderen Textarten zeichnet sich das Gedicht dadurch aus, dass es die Nähe zum Lied, zum Song, zum Sprechgesang sucht - und findet. Um der Alltagssprache zu entkommen, setzen zeitgenössische Lyriker wieder auf Rhythmen, Klangbilder und Wortcluster, wobei sie zu bekannten Formen wie Vers und Reim greifen. Während spätestens die Moderne ein Gipfeltreffen von Mund, wund, Schwund noch verpönt hat, erscheint genau das jetzt wieder möglich - vorausgesetzt, es ist klug arrangiert und erzeugt wie etwa bei Sina Klein neue Liebesmetaphern, in denen der Specht in Doppelbesetzung auch noch Nachtigall und Lerche ablöst. Sina Klein versteht die neue Hinwendung zu Reim und Vers als Antwort auf die Rationalisierungsprozesse in der Sprache der Gegenwart. Jan Wagner hält strenge Formen wie das Sonett für "ein Korsett, in dem man besonders gut atmen kann". Dagmara Kraus setzt auf die Assoziationskraft der kapriziösen Wortmalerei, wie sie im Frankreich des 13. Jahrhunderts in sogenannten Fatrasien entwickelt wurde und unterzieht die simplen Reime dieser Unsinnspoesie einem lyrischen Upgrading. Eine Sendung über die Freiheit der Form und die Strenge des Spiels.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Raritäten der Klaviermusik
    Live aus dem Rittersaal im Schloss vor Husum

    Baldassare Galuppi
    Sonate F-Dur

    Carl Philipp Emanuel Bach
    Sonate G-Dur Wq 62/19

    Johann Sebastian Bach
    Siciliano aus: Sonate Nr. 2 Es-Dur für Flöte und obligates Cembalo BWV 1031
    bearbeitet für Klavier von Ignaz Friedman

    Johann Sebastian Bach
    Fantasie und Fuge g-Moll für Orgel BWV 542
    bearbeitet für Klavier von Franz Liszt

    César Franck
    Prélude, Fugue et Variation op. 18 Nr. 3 für Orgel
    bearbeitet für Klavier von Ignaz Friedman

    Franz Liszt
    Klavierstück Fis-Dur
    Hymne de la nuit
    Csárdás macabre

    ca. 20:50 Konzertpause

    Nikolaj Medtner
    Märchen op. 34 Nr. 1
    Canzona serenata op. 38 Nr. 6

    Sergej Rachmaninow
    Sonate Nr. 1 d-Moll op. 28

    Zlata Chochieva, Klavier

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Verhüllung- Über die "Last" des Stoffes
    Gespräch mit dem Performancekünstlerin Nezaket Ekici

    "Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten" Jugendbuch zur Terrorradikalisier
    von Holger Schmidt

    Lyriksommer Gerhard Falkner über Tristan Marquardt (25)
    Von André Hatting

    Kulturpresseschau
    Von Arno Orzessek