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Samstag, 19.04.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    'Guten Morgen, Du Schöne'
    Eine Lange Nacht über Irmtraud Morgner, Maxie Wander und Brigitte Reimann
    Von Carola Wiemers
    Regie: Rita Höhne

    Die Schriftstellerinnen Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander bilden ein einzigartiges Dreigestirn in der deutschsprachigen Literatur. In ihren Romanen, Erzählungen, Briefen und Tagebüchern sprechen sie offen über Ängste und Sehnsüchte, unerfüllte Träume und Visionen. Doch ihr Schreiben ist nicht privat. In ihren Texten spiegelt sich die Zeitgeschichte, werden menschheitsgeschichtliche Themen verhandelt. Während Brigitte Reimann und Irmtraud Morgner mit Romanen wie 'Franziska Linkerhand' und 'Amanda' moderne epische Formen ausprobieren, schafft Maxie Wander mit ihren Tonband-Protokollen 'Guten Morgen, du Schöne' eine neue Form des Dokumentarischen. Brigitte Reimann stammte aus Burg bei Magdeburg und Irmtraud Morgner aus dem sächsischen Chemnitz, während die in Wien geborene Maxie Wander 1958 in die DDR kam. Die drei Autorinnen verbindet darüber hinaus das gleiche Schicksal: Sie starben alle an einer Krebserkrankung. Brigitte Reimann wurde gerade einmal 39 Jahre alt, Irmtraud Morgner starb 56-jährig und Maxie Wander im Alter von nur 44 Jahren. Mit ihrem offensiv und mutig geführten Kampf gegen die Krankheit brachen sie auch ein gesellschaftliches Tabu. In einer Langen Nacht soll ihrem Leben und Werk jeweils eine Stunde gewidmet werden. Es ging Reimann, Morgner und Wander stets darum, Verstand und Sinne für Utopien und Träume zu schärfen, für Kreativität, Glück und Schönheit. Angesichts untergehender Gesellschaftsutopien setzten sie auf „Privat“-Utopien (I. Morgner), widerständig und unbequem.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

    05:50 Uhr
    Presseschau
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:15 Uhr
    Länderreport

    Die Rote Insel - Arbeiterbezirk in Berlin-Schöneberg
    Von Astrid Ule

    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Domprediger Thomas C. Müller
    Evangelische Kirche

    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar

    Eingeklemmtes Russland - zwischen dem Westen, China und dem eigenen Ego
    Von Gesine Dornblüth

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Reportage

    Meine Leberwurst - Metzger bietet Kurse zum Wurstmachen an
    Von Michael Engel

    Von Ekelfleisch bis Wurmbefall: Kaum ein Monat vergeht, dass nicht ein neuer Skandal die Fleischindustrie erschüttert und Verbraucher verunsichert. Viele Konsumenten achten deshalb auf die Herkunft, auf Zusatzstoffe oder werden zum Vegetarier. Um den Verruf der Fleischbranche zu korrigieren oder wenigstens zu zeigen, dass nicht alle Hersteller zu den schwarzen Schafen gehören, hat sich ein Fleischermeister aus Ronnenberg bei Hannover etwas Besonderes einfallen lassen: Er gründete direkt neben seinem Laden eine Wurstschule. Die erste und nach eigenem Bekunden auch die Einzige in Deutschland. Unser Reporter Michael Engel hat sich unter die Schüler gemischt.

    08:50 Uhr
    Kulturtipp

    "Ariodante" von Georg Friedrich Händel am Aalto Theater Essen
    Von Ulrich Bohn

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de
    Thema: Hitze, Sand und Eis - Wüstenabenteuer mit Michael Martin
    Gast: Michael Martin, Fotograf und Wüstenreisender

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Wölfen auf der Spur
    Von Lutz Reidt

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Julius Stucke

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Tacheles

    Kontrolle ist gut - Vertrauen ist besser
    Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, im Gespräch mit Burkhard Birke.

    Verena Bentele, der 12 fachen Goldmedaillengewinnerin bei Paralympischen Spielen, nimmt man dieses Leitmotiv ab: Von Geburt an blind, musste Sie lernen Vertrauen aufzubauen. Jetzt arbeitet sie als Coach, zeigt Menschen wie sie Vertrauen entwickeln, ihre eigenen Grenzen verschieben und Sicherheit gewinnen können. Sie selbst geniesst seit Anfang des Jahres das Vertrauen der Bundesregierung: Die hat die 32 Jährige als erste Behinderte zur Behindertenbeauftragten ernannt. Über Vertrauen, die ersten 100 Tage im Amt und darüber, was es bedeutet, mit einer Behinderung zu leben, spricht Verena Bentele in der Sendung "Tacheles" auf Deutschlandradio Kultur.

  • 13:30 Uhr

    Kakadu

    Entdeckertag für Kinder
    10 oder 100: Welches Alter ist das beste?
    Vom Unsinn, über das eigene Alter zu schimpfen
    Von Annette Bäßler und Kristine Kretschmer
    Moderation: Tim Wiese

    "Ich bin sieben und werde in drei Wochen acht", sagen Kinder, wenn sie nach ihrem Alter gefragt werden. Älter zu werden ist eine tolle Sache! Man darf mehr als die Jüngeren: länger aufbleiben, alleine verreisen, mehr Taschengeld auf den Kopf hauen. Und wenn man erst ganz groß ist, dann… Erwachsene mogeln bei der Frage nach dem Alter dagegen lieber ein paar Jahre weg. Sie finden es nicht immer schön, älter zu werden. So viele Pflichten, immer mehr Falten, diese Krankheiten, so stöhnen sie. Wir machen den Alters-Check und fragen Kinder, Erwachsene und Großeltern nach ihrem Leben. Außerdem tauschen wir munter unser Alter mit anderen, klären die wichtige Frage, "Ab wann darf man was?" und lassen einen Arzt unsere jungen und alten Körper unter die Lupe nehmen.

    Annette Bäßler und Kristine Kretschmer vom sowieso Pressebüro in Berlin arbeiten als Journalistinnen häufig für Kinderangebote in Radio und Internet. Für den Kakadu sind sie regelmäßig mit den Kinderreportern spannenden Themen auf der Spur.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Breitband

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Rote Insel
    Der Arbeiterbezirk in Berlin-Schöneberg
    Von Astrid Ule

    Ende des 19. Jahrhunderts ein Standort von Gewerbe und überfüllten Mietskasernen, wurde er bald von der Reichswehr entdeckt und entwickelte sich zu einem Silicon Valley des Kaiserreichs. Bitterste Armut existierte neben ambitionierter technischer Forschung - und der billige Arbeiterkiez wurde bald zur KPD- und SPD-Hochburg, in die sich rechte Schlägertrupps nur überfallartig hineintrauten. Diese "rote" Gesinnung der Bewohner gab dem Viertel seinen Namen, der sich bis heute hält. Auch wenn mittlerweile der Gasometer des Viertels eher als Studio für den Polit-Talk von Günther Jauch bekannt ist, denn als ein Industriedenkmal der Roten Insel. Die Geschichte des Viertels spiegelt die Geschichte der ganzen Stadt: Hier liegen die Brüder Grimm begraben, hier wurde Marlene Dietrich geboren, aber auch Alfred Lion, der später in New York das berühmte Jazzlabel Blue Note Records gründete. Hier schmiedete der Widerstandskämpfer Julius Leber seine Pläne gegen Hitler, und Willy Brandt trank hier sein Bier nach einem langen Tag im Schöneberger Rathaus. Auch heute noch ist der Inselbewohner gesellschaftlich engagiert - ob in kulturellen Kiezprojekten oder sozialen Bürgerinitiativen.

  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Religionen

    Gibt es wirklich „islamischen Faschismus?
    Kirsten Dietrich spricht mit dem Autor Hamed Abdel-Samad

    Päpstliche Heiligsprechung I:
    Wie bereitet sich Rom auf den Pilgeransturm vor?
    Von Thomas Migge

    Päpstliche Heiligsprechung II:
    Polen in Berlin fiebern der Pilgerfahrt entgegen
    Von Marta Kupiec

    Spannend wie bei Dan Brown:
    Das ungelöste Rätsel um die gestohlenen Tafeln des Genter Altars
    Von Kirsten Serup-Bilfeld

    Moderation: Kirsten Dietrich

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Lesung

    Aus "Marias Testament" von Colm Tóibín
    Gelesen von Maria Hartmann

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Innen und Dazwischen
    Ich lasse Hellseherinnen in mich hineinblicken
    Von Wibke Bergemann
    Regie: Friederike Wigger
    Mit: Britta Steffenhagen und Robert Frank
    Ton: Andreas Narr
    Produktion: DKultur 2014
    Länge: 53'46
    (Ursendung)

    Gibt es Menschen mit medialen Fähigkeiten, die in ihrem Gegenüber lesen können? Der Praxistest bringt der Autorin einige Überraschungen.

    Gibt es Menschen mit medialen Fähigkeiten, die in ihrem Gegenüber lesen können? Und wenn ja, was sehen sie dort? Die Autorin glaubt eigentlich nur, was sie sieht. Aber Neugier und der Wunsch nach Orientierung führen sie zu einer medialen Heilerin, einer Schamanin und schließlich zu einer Wahrsagerin. Kosmos, Trommeln und Karten werden befragt. Sie bekommt eine Ahnung von der Macht des Rituals, begegnet ihrem Vorleben, und ihr wird angeboten, in den Gedanken des eigenen Ehemanns zu lesen. Die Sitzungen bringen ein paar Überraschungen zutage, die sie schließlich trotz aller Skepsis nicht mehr kalt lassen.

    Wibke Bergemann, geboren 1972 und noch immer nicht getauft. Journalistin, Redakteurin, Moderatorin. Linguistin mit Faible für Kauderwelsch und Sprachmixturen. RIAS-Radiopreis 2009 für "Too Many Geister" (DKultur 2008). RIAS-Radiopreis 2011 für "Blitzpost? Ichpod? Hoich finf!" (DKultur 2010).
    Zuletzt: "Klauschke. Mein Hauswart und ich auf Spurensuche" (Autorenproduktion 2013).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Live aus der Metropolitan Opera New York

    Richard Strauss
    „Arabella“
    Lyrische Komödie in drei Aufzügen
    Libretto: Hugo von Hofmannsthal

    Arabella - Malin Byström, Sopran
    Zdenka - Juliane Banse, Sopran
    Mandryka - Michael Volle, Bariton
    Matteo - Garrett Sorenson, Tenor
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
    Leitung: Philippe Auguin

    nach dem 1. Akt ca. 20.15 Pause mit:
    "Zum Kitsch die meiste Begabung?"
    Richard Strauss und die Operette
    Von Laurenz Lütteken

    nach dem 2. Akt ca. 21.20 Pause mit:
    Debüt an der MET
    Im Gespräch mit Juliane Banse

  • 22:30 Uhr

    Erotikon

    Lesung zur Nacht
    Aus "Liebe Pur" von Yael Hedaya
    Gelesen von Roman Knižka
    (Wdh. v. 07.11.2009)

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    "Die Farbe hat mich für immer". Vor 100 Jahren unternahmen Paul Klee und August Macke ihre legendäre Tunisreise. Eine Spurensuche

    Das Museum of Modern Art in New York feiert den deutschen Künstler Sigmar Polke mit einer großen Retrospektive (19.4. - 3.8.) - danach in London und Köln

    Eine Party für Vinyl. Beim Record Store Day feierten heute unabhängige Plattenläden weltweit das Vinyl

    Mehr Platz für die Kunst, aber auch viel Beton. Die Architekten stellen ihren umstrittenen Anbau für das Sprengelmuseum in Hannover vor

    Wundert Euch Teil 3: "Das Wunder ist eine Öffnung in die Welt"
    Daniel Tyradellis, Philosoph und Kurator

    Aus den Feuilletons