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Samstag, 08.10.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Die Spur der Macht in uns allen
    Eine Lange Nacht über Michel Foucault
    Von Christoph David Piorkowski
    Regie: Rita Höhne

    Als Michel Foucault 1984 im Alter von 57 Jahren stirbt, ist er längst zum internationalen Pop-Star der Wissenschaften vom Menschen geworden. Viele seiner Gedanken, Begriffe und Methoden sind in jene Gebiete der Kultur aufgenommen werden, die er zuvor kritisiert hatte. Foucaults Diskursanalyse, mit der er jene Strukturen herausarbeitete, die dem Denken und Handeln der Menschen in einer bestimmten Zeit ihr Gepräge geben, ist eine anerkannte Methode in etlichen wissenschaftlichen Disziplinen geworden: in der Soziologie, Ethnologie, Literatur- und Geschichtswissenschaft und in der Philosophie. Seine Schriften zu modernen Machttechniken zeigen, wie eng Macht mit Wissen und körperlich wirksamen Disziplinen verbunden ist. Sie haben einen neuen Typus wissenschaftlichen Denkens geprägt. Die intellektuelle und biographische Unrast des Michel Foucault machte es schon zu seinen Lebzeiten schwer, ihm einen Stempel zu verpassen. Wahlweise als Kommunist, Dandy, Reaktionär, Antihumanist oder Anarchist bezeichnet, wurde ihm keine dieser Zuschreibungen gerecht. Vor allem in seiner letzten Schaffensphase bestand er auf der Möglichkeit zur Wandlung der eigenen Gestalt und suchte jenseits des Zugriffs moderner Macht nach Formen der Selbstgestaltung. Bis zuletzt hat sich Foucault philosophisch wie politisch, im Hörsaal und auf der Straße bemüht, für jene zu sprechen, die in der herrschenden Ordnung keine Stimme haben - die Wahnsinnigen, die Inhaftierten, diejenigen, deren Begehren die Gesellschaft als pervers bezeichnet.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Michael Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Pinsel und Schnorchel
    Kabarettistische Reihe mit Erich Kestin und Friedrich Steig
    RIAS 1951
    Vorgestellt von Michael Groth

    "Da ist der Wurm drin": Gespräche zweier DDR-Funktionäre beim Feierabendbier aus der Sicht von Rundfunk-Kabarettisten. "Pinsel und Schnorchel" kommentieren die Lage, von der Einführung einer Volksarmee, über die "Wohltaten" des großen Bruders Sowjetunion bis zu den Aktivitäten der "Gesellschaft für Sport und Technik".

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Eine Woche "funk"
    Wie jung ist das junge Angebot von ARD und ZDF?
    Gespräch mit Panajotis Gavrilis

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "Der Nußknacker" an der Deutschen Oper Berlin
    Gespräch mit Elisabeth Nehring

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Wie kann unser Bildungssystem gerechter werden?
    Suat Yilmaz, stellvertretender Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung
    Marco Maurer, Journalist und Autor des Buchs "Du bleibst, was du bist. Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet".
    Moderation: Klaus Pokatzky

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen:
    Telefonnummer 00800 2254  2254
    per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de
    sowie auf Facebook und Twitter.

    Zeige mir Dein Elternhaus - und ich sage Dir, was aus Dir wird …
    Auch, wenn Deutschland über eines der besten Bildungssysteme verfügt, sind wir nach wie vor von Bildungsgerechtigkeit weit entfernt. Das zeigt auch die aktuelle OECD-Studie "Bildung auf einen Blick". Zwar gehen in kaum einem anderen OECD-Land so viele junge Menschen zur Schule, sind in Ausbildung oder haben einen Job wie in Deutschland. Trotzdem bleibt mehr als jeder Zehnte ohne Abitur oder Ausbildung. Von 100 Akademikerkindern besuchen 77 eine Hochschule, von 100 Nicht-Akademikerkindern nur 23.

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    "Das unmögliche Exil. Stefan Zweig am Ende der Welt" von George Prochnik
    Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn
    Rezensiert von Joachim Hildebrandt

    Die Maiski-Tagebücher
    Ein Diplomat im Kampf gegen Hitler, 1932 - 1943
    Herausgegeben von Gabriel Gorodetsky
    C.H. Beck
    Rezensiert von Jörg Himmelreich

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Miriam Rossius

  • Der Wochenrückblick
    Zu Gast im Studio: Lorenz Maroldt, Tagesspiegel
    Moderation: Axel Rahmlow

    Friedensnobelpreis für Kolumbiens Präsident Santos

    Misstöne am Tag der deutschen Einheit

    Ungarns Präsident hält an Flüchtlingspolitik fest

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Christian Conradi

    Soziale Kybernetik
    Wie steuert man eine Gesellschaft mit Daten?
    Gespräch mit Jeanette Hofman, Internet-Forscherin am Wissenschaftszentrum Berlin

    Amazon, Google und Facebook
    Trojanische Pferde im Kampf ums Monopol
    Gespräch mit Stefan Heidenreich

    Musical.ly
    Kommerzielle Remixkultur für Teenies?
    Von Matthias Finger

    Podcastkritik
    "Pessimists Archive Podcast"
    Gespräch mit Dirk von Gehlen, Süddeutsche Zeitung, Leiter Jetzt.de

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

    Neue Rolle
    Suzanne Vega als Theaterautorin und Schauspielerin

    Dramatische Beziehung
    Warum Jan Küveler und andere "Theater hassen"
    Von Matthias Dell

    Die geniale Stelle
    Joachim Meyerhoff über "Der Ignorant und der Wahnsinnige"

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    "Die Welt der Wunderlichs"
    Familienleben als Achterbahnfahrt
    Gespräch mit dem Regisseur Dani Levy

    Vorgespult
    "Saint Amour" und "Swiss Army Man"
    Rezensiert von Christian Berndt

    "Welcome to Norway"
    Eine Komödie im Flüchtlingsheim
    Gespräch mit dem norwegischen Regisseur Rune Langlo

    "Divorce" und "Insecure"
    Neue HBO-Comedies, auch in Deutschland
    Von Hendrik Efert

    "American Honey" und die Filme von Andrea Arnold
    White Trash im Hochglanzlook
    Gespräch mit Anke Leweke

    "Köpek - Geschichten aus Istanbul"
    Gewalt am Bosporus
    Gespräch mit dem Regisseur Esen Isik

    Top Five
    Veni Vini Vici - die schönsten Filme über Wein
    Von Noemi Schneider

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Nachbarn
    Moderation: Mandy Schielke

    Wer im Glashaus sitzt...
    Nachbarschaftsstreit in London
    Von Ruth Rach

    Live on Tape
    Nachbarschaft in der Gefahrenzone
    Gespräch mit Jürgen Stratmann

    Freund oder Feind
    Nachbarschaft in Nairobi
    Von Linda Staude

    Mein Nachbar Robert der Trompeter
    Von Julia Macher

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Miriam Rossius

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    "Das Schweinesystem" der Nutztierhaltung - Wer trägt die Verantwortung?
    Matthias Wolfschmidt, Tierarzt, stellv. Geschäftsführer von foodwatch, stellt sich den Fragen von Susanne Führer

    Für den Tierarzt Matthias Wolfschmidt ist unser System der Nutztierhaltung ein "Schweinesystem" - so auch der Titel seines jüngst erschienenen Buches. Ein großer Anteil der Tiere leide unter so genannten "Produktionskrankheiten" - Krankheiten also, die vermeidbar wären und dadurch entstehen, wie die Tiere gehalten, gefüttert, betreut und gezüchtet werden. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um Massentierhaltung oder um kleinbäuerliche Landwirtschaft handele, um konventionelle oder Bio-Betriebe. Weder könne man die Verantwortung auf die Landwirte noch auf die Verbraucher schieben, stattdessen sollten Gesetze alle Landwirte zu tierschutzgerechten Haltungsbedingungen verpflichten.

    Wie sieht eine tierschutzgerechte Haltung von Nutztieren aus? Kann es die überhaupt geben? Braucht es wirklich neue Gesetze, wenn die Bürger durch ihr Kaufverhalten entscheiden können, wie wichtig ihnen der Tierschutz ist? Im Falle einer Gesetzesverschärfung in Deutschland - was tun gegen Billigimporte aus dem Ausland? Und: Wieviel teurer werden Fleisch und tierische Produkte, sollte der Tierschutz tatsächlich oberstes Gebot in den Ställen werden?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Der Krieg im Fokus
    Die Fotografin Herlinde Koelbl spricht mit Soldaten über das Handwerk des Tötens
    Von Heike Tauch
    Mit: Herlinde Koelbl und Claudia Jahn
    Ton und Technik: Johanna Fegert, Angela Raymond
    Produktion: SWR 2016
    Länge: 54'21

    Was geht in Soldaten und Scharfschützen vor, wenn sie auf Menschen schießen? Die Fotografin Herlinde Koelbl sprach mit ihnen über das Handwerk des Tötens.

    Über sechs Jahre reiste die Fotografin Herlinde Koelbl in fast 30 Länder, um an militärischen Ausbildungsorten landestypische Schießziele zu dokumentieren. Aus diesen fotografischen Aufnahmen entstand ihr Kunstprojekt TARGETS. Darüber hinaus sprach Koelbl mit Soldaten und Scharfschützen. Unter Zusicherung der Anonymität erzählen sie von den moralischen Herausforderungen, von ihrer Motivation und Ausbildung, von Führung und Gehorsam, von Schuld und Fehlentscheidungen. Und immer fragt Herlinde Koelbl nach dem ersten Schuss: "Wie war es, als Sie das erste Mal auf einen Menschen zielten und abdrückten? Können Sie sich daran erinnern?" Überdies berichtet die Fotografin, was sie bewegte, sich dem Thema und damit den Menschen zu nähern, die trainieren, gut zu schießen, um den Feind zu töten.

    Heike Tauch arbeitet seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio. Zuletzt: "Metamorphosen" (DLF 2015, zusammen mit Florian Goldberg) und "Fatima" (NDR 2015).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Beethovenfest Bonn
    Live aus der Oper Bonn

    Luigi Cherubini
    "Les deux journées ou Le porteur d’eau" (Der Wasserträger)
    Comédie lyrique in drei Akten
    Libretto: Jean-Nicolas Bouilly

    Thomas E. Bauer, Bariton - Mikeli
    Corby Welch, Tenor - Graf Armand
    Anders Dahlin, Tenor - Antonio
    Yannick-Muriel Noah, Sopran - Constance
    Lydia Teuscher, Sopran - Marcelina
    Vardeni Davidian, Sopran - Angelina
    Daniel Pannermayr, Bass - Daniel
    Sven Bakin, Bass - Sémos
    Chor des Theater Bonn
    Beethoven-Orchester Bonn
    Leitung: Christoph Spering

  • Max Reger
    Orchesterlieder

    Lieder von Edvard Grieg, Johannes Brahms, Hugo Wolf und Franz Schubert im Orchestersatz von Max Reger

    Stefanie Iranyi, Mezzosopran
    Rainer Trost, Tenor
    Paul Armin Edelmann, Bariton
    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
    Leitung: Gregor Bühl

    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    Ruinen von Europa
    Falk Richter sucht am Schauspiel Frankfurt nach "Safe Places"
    Gespräch mit Elske Brault

    Saisonstart
    Ex-Tatortkommissarin Imogen Kogge co-inszeniert "Norma" in Essen
    Gespräch mit Ulrike Gondorf

    Otto Dix
    Unbekannte Werke im Colmarer Museum Unterlinden
    Gespräch mit Vladimir Balzer

    Cappella Sistina singt Palestrinas "Missa Papae Marcelli" neu ein
    Von Jan-Christoph Kitzler

    "ATlas des Kommunismus"
    Menschen zwischen 8 und 84 im Maxim-Gorki-Theater Berlin

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    Von Arno Orzessek