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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 23.12.2020

Peter Jacksons "Beatles"-Film Herumalbernde Männer mit Gitarren

Tobi Müller im Gespräch mit Anke Schaefer

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Ein Foto von der Popgruppe "Beatles" um 1970. (picture-alliance / akg-images)
"Eine Fehde sieht anders aus": Die Beatles um 1970. (picture-alliance / akg-images)

Der Regisseur Peter Jackson arbeitet an einem Beatles-Film. Erste Ausschnitte könnten ein neues Licht auf das Ende der Band werfen. Der Kulturjournalist Tobi Müller mit einer Kurzanalyse.

Peter Jackson ("Herr der Ringe") arbeitet an einem Beatles-Film. Grundlage sind Aufnahmen von den letzten Sessions der Band. Der Film wurde wie viele andere Kulturprojekte auch von Corona gestoppt und soll nun im Sommer 2021 zu sehen sein. Jackson hat allerdings schon einige Schnipsel veröffentlicht und sagt in einer Einführung, er hoffe, mit den Bildern ein Lächeln bei den Betrachtern zu erzeugen.

Beim Kulturjournalisten Tobi Müller hat das geklappt. An den bisher veröffentlichten Bildern findet Müller erstaunlich, dass sie keine völlig zerrüttete Band zeigen, sondern einfach nur junge Männer, die Musik machen und dabei viel herumalbern.

"Eine Fehde sieht doch anders aus"

Erzählungen über das Ende der Beatles werden in der Regel von der Rivalität zwischen John Lennon und Paul McCartney bestimmt. Natürlich hätten sich die Beatles ehemals auseinander gelebt, etwas anderes zu behaupten wäre Geschichtsklitterung, sagt Müller:

"Aber wir haben uns da ein bisschen festgesessen in den üblichen Geschichten und Erzählungen, dass alles auf dieses 'Celebrity Deathmatch', auf dieses Duell zwischen John Lennon und Paul McCartney hinausgelaufen ist. Und das zu wenig Platz für die beiden Egos gewesen sei."

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Jetzt sehe man an den Bildern von den Sessions, dass die Beatles auch damals noch "too much fun" gehabt hätten. "Eine Fehde sieht dann doch anders aus", sagt Müller. 

Vitalität der Bilder

Dass die Erzählungen über die Beatles bisher anders lauten, habe vielleicht mit einer "typischen Pop-Dynamik" zu tun, die uns Wahlmöglichkeiten vorgaukele, wo in Wahrheit gar keine seien, sagt Müller: John oder Paul? Stones oder Beatles? Oasis oder Blur? Mick Jagger oder Keith Richards?

Die Bilder, die Jackson zeige, sähen nun aus, als hätten die Beatles "doch ein paar Gemeinsamkeiten mehr gehabt, als uns immer weisgemacht wurde". Auf diese "Vitalität der Bilder" freue er sich wie ein kleines Kind, bekennt Müller.

(ahe)

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