Lesart 

Oliver Bullough: "Land des Geldes" Moneyland wächst nahezu unkontrolliert

Das Cover von "Land des Geldes" auf orangenem Hintergrund. (Deutschlandradio/ Kunstmann)

Sie sind mächtig, steinreich und korrupt: Oliver Bullough beschreibt, wie eine Clique von Politikern, Unternehmern und Polizeichefs ganze Länder ausnimmt - und warum sich Steuerbehörden mit der Strafverfolgung so schwer tun.

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Helena Adler: "Die Infantin trägt den Scheitel links""Familie ist der Gipfel der Provinz"

Porträt der Autorin Helena Adler in rosa Bluse mit neongrünen Ohrringen. (Eva Trifft)

Isolation auf dem Lande, eine bigotte, frömmelnde Mutter und ein trinkender Vater - aus dieser Enge befreit sich die Bauerntochter in Helena Adlers Roman mit Brutalität. Diese komme aus ihrem Innersten, sagt Adler, die ebenfalls auf dem Land aufwuchs.

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Valerie Fritsch: "Herzklappen von Johnson & Johnson"Vererbte Traumata

Buchcover von Valerie Fritsches neuer Erzählung mit einer Herzzeichnung. (Deutschlandradio/ Rowohlt)

Ein Gendefekt sorgt dafür, dass Emil keine Schmerzen spürt. Deshalb muss er nachts eine Taucherbrille tragen, um die Augen zu schützen. Steckt dahinter die verschwiegene und verdrängte Kriegsschuld seines Urgroßvaters?

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Jens Malte Fischer: "Karl Kraus. Der Widersprecher"Lebender Selbstwiderspruch

Das Covoer der Biografie von Autor Jens Malte Fischer "Karl Kraus. Der Widersprecher" vor einem bunten Hintergrund. (Zsolnay Verlag Wien / Deutschlandradio)

Karl Kraus war ein begnadeter Polemiker und einer der einflussreichsten Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts. Eine dicke neue Biographie bietet Einblicke in eine widersprüchliche Figur.

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Gender Pay Gap im LiteraturbetriebSchwestern in der Krise

schreibende Frau mit zerknülltem Papierkopf (imago images / Ikon Images)

Männer verdienen das Geld und Frauen kümmern sich um Haus und Kinder. Auch im Literaturbetrieb verstärkt die Corona-Krise längst überkommen geglaubte Strukturen. "Wir brauchen eine neue Schwesternschaft" fordert die Bloggerin Emilia von Senger.

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Maya Lasker-Wallfisch über ihre "Briefe nach Breslau"Ein "Ort der Ewigkeit" für die ermordeten Großeltern

Blick auf die Freiheitsbrücke in Breslau, ca. 1930 (imago / Arkivi)

Wie Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden, wurde zu Maya Lasker-Wallfischs Lebensthema − ihre Mutter hatte Auschwitz überlebt. Durch die "Briefe nach Breslau" an ihre Großeltern habe sie sich selbst gefunden, sagt sie.

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Jeremy Tiang: "Das Gewicht der Zeit"Flucht in den Dschungel

Das Cover des Buches zeigt die Fotografie eines jungen malaysischen Paares. (Residenzverlag / Deutschlandradio)

Jeremy Tiangs neuer Roman "Das Gewicht der Zeit" führt zurück in das Malaysia und Singapur der Fünfziger Jahre. Bislang unerzählte Geschichten werfen in Südostasien noch heute ihre Schatten.

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Desmond Morris: "Das Leben der Surrealisten"Als die Maler in den Zoo gingen

Buchcover "Das Leben der Surrealisten" von Desmond Morris (Unionsverlag / deutschlandradio)

Bevor Desmond Morris zu einem der bekanntesten Zoologen Englands wurde, war er surrealistischer Maler und stellte u.a. mit Miró aus. Jetzt erzählt er amüsante Geschichten über Salvador Dali, Man Ray und Co.

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Max Goldt: "Die Toilette bleibt weiß"Das kreative Leiden eines Moralisten

Das Cover der Hörbuch-CD zeigt über die gesamte Fläche verteilt lediglich den Schriftzug des CD-Titels und des Autors vor einem abstrakten gelbgrünem Hintergrund. (Verlag Hörbuch Hamburg / Deutschlandradio)

Max Goldt pries kürzlich in einem Interview all jene Zuhörer seiner Lesungen, die "konzentriert zuhören und anschließend fest und lang applaudieren." Sein neues Hörbuch wird viel von diesem Applaus bekommen, ist unser Rezensent Georg Gruber sicher.

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Sachbuch "Grüner wird's nicht" Wie mehr Klimaschutz gelingen kann

Demonstranten bereiten eine Demo mit Plakate und Bannern in Hannover  vor.  (picture-alliance/GES-Sportfoto)

Die Umweltjournalistin Kathrin Hartmann hält es für ignorant, wenn Politiker behaupten, mehr Klimaschutz sei der Bevölkerung nicht zuzumuten. Sie plädiert im Buch "Grüner wird´s nicht" für eine Trendwende und glaubt an Mehrheiten dafür.

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Ausstellung "Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie"Dichten als spielerisches Ereignis

Der Dichter Johann Christian Friedrich Hölderlin im Porträt. (picture alliance / Heritage-Images)

Viel zu lang und zu komplex erscheinen Hölderlins Gedichte, um sie auswendig zu lernen. So suchen sich seine Leser gern einzelne Stellen heraus. Eine Hölderlin-Ausstellung im Marbacher Literaturarchiv nähert sich dem Dichter nun auf ähnliche Weise.

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Krise der BuchbrancheMit Lesungen im Freien wieder sichtbar werden

Karin Graf, künstlerische Leiterin der LIT:potsdam auf der Bühne. (imago images / Martin Müller)

Kein Treffen, keine Lesungen, geschlossene Läden: Die Buchbranche hat wegen des Lockdowns unter starken Umsatzeinbußen zu leiden. Im Onlinehandel habe zudem Amazon die Branche „schmählich im Stich gelassen“, sagt Literaturagentin Karin Graf.

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Die Rolle des Vaters in der GegenwartsliteraturÖfter da und doch oft fern

Bundeskanzler Willy Brandt (r) wird am 11.07.1972 von seinem Sohn Matthias vom Flughafen abgeholt.  (NTB As Norsk Telegrambyra)

Ratgeber für Väter gibt es inzwischen viele - was sie gemeinsam haben, beschreibt Kim Kindermann aus unserer Sachbuchredaktion. Auch neue Romane stellen die Beziehung zum Vater in den Mittelpunkt: Literaturredakteurin Wiebke Porombka mit Empfehlungen.

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Karosh Taha: "Im Bauch der Königin"Minirock oder Kopftuch als Provokation

Das schwarze Cover des Buches zeigt zwei illustriete, untereinander stehende Augen (Dumont / Deutschlandradio)

Zwei Frauen lehnen sich gegen die Regeln der Männer in ihrem kurdisch-irakischen Umfeld auf. Die eine provoziert durch Freizügigkeit, die andere durch Rückzug. Karosh Taha erzählt aus der Perspektive der nächsten Generation.

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Eshkol Nevo über "Die Wahrheit ist""Es ist ein sehr ehrliches und sehr offenes Buch"

Porträt des israelischen Autoren Eshkol Nevo. (Getty/Archive Photos/Dan Porges)

Schreiblockade, was nun? - Statt sich etwas auszudenken, hat Eshkol Nevo sich daran gemacht, Fragen seiner Leser an ihn zu beantworten. Daraus ist dann ein Buch geworden. Der israelische Schriftsteller nennt dieses Projekt eine "sehr ehrliche Fiktion".

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Huw Lewis-Jones: "Das Buch des Meeres"Jenseits des Seemannsgarns

Das Buchcover von Huw Lewis-Jones: "Das Buch des Meeres. Tage- und Skizzenbücher großer Seefahrer". (DuMont/Deutschlandradio)

Nehmt Papier und Tinte mit, lautete im 16. Jahrhundert ein Ratschlag an Seefahrer, die ins Unbekannte aufbrachen. Und das taten sie: Huw Lewis-Jones hat jetzt aus den Tagebüchern von 70 Reisenden ein opulentes Buch zusammengestellt.

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