Lesart 

Moni Nilsson: "So viel Liebe"Wenn Mama sterben muss

Zu sehen ist das Cover des Buches "So viel Liebe" von Moni Nilsson. (Carlsen Verlag / Deutschlandradio)

Mit Kindern übers Sterben reden: Ihre Trauer und ihre Wut zulassen - und ihnen Wege zeigen, wie ein Leben danach möglich ist. Genau das macht Moni Nilsson mit dieser wunderbar traurig-tröstenden Geschichte.

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Özlem Özgül Dündar über ihr Romanprojekt "türken, feuer"Schreiben nach einem rassistischen Anschlag

Porträt der Autorin Özlem Özgül Dündar am 4. Juli 2018, während der Eröffnung der "42. Tage der deutschsprachigen Literatur" in Kärnten, Österreich. (picture alliance / picturedesk / Gert Eggenberger)

Das Attentat von Hanau hat viele Menschen entsetzt und sprachlos gemacht. Wie kann Literatur so eine Erfahrung in Worte fassen? Ein Gespräch mit Özlem Özgül Dündar, die an einem Roman über den Mordanschlag in Solingen 1993 arbeitet.

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John von Düffel: "Der brennende See"Wie wollen wir leben?

Zu sehen ist das Cover des Buches "Der brennende See" von John von Düffel. (Dumont Verlag / Deutschlandradio)

John von Düffel bleibt in "Der brennende See" bei seinem bevorzugten Element: dem Wasser. Sein Roman über den Klimawandel, die Fridays for Future-Bewegung und über den Generationenkonflikt, der sich daran entzündet, ist aber leider ein wenig zu gut gemeint.

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Doku von Jia Zhangke im Berlinale-SpecialLiteratur als Spiegel der Geschichte Chinas

In einer Filmszene "Swimming Out Till The Sea Turns Blue" von Jia Zhangke arbeiten Menschen auf einem Getreidefeld. (mk2 Films / xstream pictures)

Jia Zhangkes Spielfilme handeln vom Umbruch in der Volksrepublik: Nun läuft eine Doku des chinesischen Regisseurs auf der Berlinale. In "Swimming out till the Sea Turns Blue" porträtiert er drei Schriftsteller, die allesamt aus der Provinz stammen.

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Michael Kumpfmüller über seinen Roman "Ach, Virginia"Die letzten Tage der Virginia Woolf

Historisches Porträt von Virginia Woolf von George Charles Beresford, 1902. (akg-images / Archive Photos)

Von Depressionen gepeinigt, nahm sich die Schriftstellerin Virginia Woolf im Frühjahr 1941 das Leben. Michael Kumpfmüller schildert in seinem neuen Roman die letzten zehn Tage vor ihrem Tod. Ihr klarer Blick auf das eigene Leiden fasziniert ihn.

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Joseph Stiglitz: "Der Preis des Profits"Neue Spielregeln gegen die "Trumponomics"

Das Buchcover von "Der Preis des Profits" (Siedler Verlag /Deutschlandradio )

Ein "moralisch verkommener Kapitalismus" gefährdet in den USA die Demokratie, davon ist der Wirtschaftsexperte Joseph Stiglitz überzeugt. Er fordert deshalb eine fortschrittliche Agenda und einen neuen Gesellschaftsvertrag.

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Buchautor Gunter Dueck kritisiert die Arbeitswelt Prozesse optimieren in sterbenden Firmen

Ein Arbeitnehmer in einem Büro in Hamburg sieht sich mit zahlreichen Anforderungen konfrontiert und wirkt gestresst. (picture-alliance/dpa-tmn/Jens Schierenbeck)

Mit zu viel Effizienzdruck setzen Unternehmen ihre Beschäftigten unter Dauerstress, kritisiert Buchautor Gunter Dueck. Dabei entstehe nicht die notwendige Innovationskraft, um sich in der digitalen Veränderung neu aufstellen zu können.

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Banerjee / Duflo: "Gute Ökonomie für harte Zeiten" Die Überlebensfragen der Menschheit

Das Buchcover von  "Gute Ökonomie für harte Zeiten".    (Pinguin-Verlag/Deutschlandradio )

Wie entsteht Armut? Ist Freihandel wirklich gut für alle? Die Wirtschaftsexperten Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo haben darüber ein ungewöhnliches Buch geschrieben. Ihre Antworten überzeugen, auch weil sie ideologiefrei argumentieren.

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Autorin der Vorlage zum Berlinale-Film "My Salinger Year""Der Film hat meine Prosa perfekt eingefangen"

Joanna Rakoff spricht bei der Pressekonferenz zum Film "My Salinger Year" bei den 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin  (imago images / snapshot / F Boillot)

Joanna Rakoff hat die Vorlage zum Eröffnungsfilm der Berlinale "My Salinger Year" geschrieben. Sie erzählt, wie sie über das Bearbeiten von Fanpost an J.D. Salinger zum Schreiben kam. Der Kultautor sei ihr bis dahin zu populär gewesen, sagt sie.

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Buch über Carola SpitzEine deutsche Emigrantin lehrte die New Yorker atmen

Porträt der Achtsamkeitspionierin Coralo Spitz.   (Nachlass Carola und Otto Spitz)

Achtsamkeit ist ein Trend. Heute zumindest. In den 1920er Jahren aber musste man soetwas lehren. Carola Spitz tat dies und zwar in New York, wohin sie vor den Nazis geflohen war. Das Buch "Die Atemlehrerin" erzählt, warum Carola Spitz ihrer Zeit voraus war.

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Asli Erdogan über Repression in der Türkei"Zu späte Gerechtigkeit ist überhaupt keine Gerechtigkeit"

Die türkische Autorin Asli Erdogan bei einer Veranstaltung 2017 in Leipzig. (Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

Asli Erdogan saß 130 Tage in U-Haft wegen angeblicher Beteiligung am Putschversuch. Als Beweis sollte ausgerechnet ein literarischer Essay von ihr gelten. Nun wurde sie freigesprochen, doch der Beleg für einen Paradigmenwechsel sei dies nicht, so die Autorin.

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Delphine Horvilleur: "Überlegungen zur Frage des Antisemitismus"Der ewige Antisemit

Coverabbildung des Buchs "Überlegungen zur Frage des Antisemitismus" von Delphine Horvilleur. (Coverabbildung: Hanser-Verlag)

Hass auf Juden existiert, seit es Juden gibt – und jüdische Philosophen denken darüber schon fast genauso lange nach. Wie, das zeigt die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur in einem stilsicheren und überzeugenden Essay.

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Abbas Khider über "Palast der Miserablen"Wo Literatur Oase und Gefahr ist

Ein Buchhändler an seinem Stand in der Muntanabi-Straße. (Getty Images / Metrography / Ali Arkady)

Richtig bekannt wurde der deutsch-irakische Schriftsteller Abbas Khider 2019 mit einer Satire über das Deutsche. Der neue Roman "Palast der Miserablen" spielt Ende der 80er im Irak und erzählt von einem Jungen, der für die Literatur sein Leben riskiert.

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Zum Tod von Schriftsteller Ror WolfEin genialer Außenseiter

Ein schwarz-weiß Porträt des deutschen Schriftstellers Ror Wolf aus dem Jahr 1996.  (laif / SZ Photo/ Anita Schiffer-Fuchs)

Bizarr, surreal, grotesk: Ror Wolf machte aus Fußball Hörkunst, schuf Kurzgeschichten, Lyrik und Papiercollagen. Er passte in keine Schublade, wurde vielfach ausgezeichnet - nun ist der Sprachartist und Künstler mit 87 Jahren gestorben.

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Pascal Mercier: "Das Gewicht der Worte"Sinnfragen im Angesicht des Todes

Zu sehen ist das Cover "Das Gewicht der Worte" von Pascal Mercier. (Hanser Verlag /Deutschlandradio)

Dem Titel seines Romans "Das Gewicht der Worte" macht Pascal Mercier alle Ehre: Nachdem der Held erfährt, dass er einen bösartigen Hirntumor hat, macht er sich ausschweifende Gedanken über Zeit, Sinn, Sterblichkeit. Dabei ist es eine Fehldiagnose.

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Earl of Chesterfield: "Über die Kunst, ein Gentleman zu sein"Alles, was man(n) wissen muss

Buchcover: "Über die Kunst, ein Gentleman zu sein" von Philip Dormer Earl of Chesterfield. (Manesse / Deutschlandradio)

Eines war der Earl of Chesterfield sicherlich nicht: ein Feminist. Dennoch sind seine vor rund 250 Jahren an seinen Sohn adressierten Briefe "Über die Kunst, ein Gentleman zu sein" noch heute mit Gewinn zu lesen.

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Autorin Katja Jungwirth über ihre TochterrolleJeder Tag ist Muttertag

Das Foto zeigt eine alte Frau in blauer Bluse mit einem Gehstock. Sie ist von hinten zusehen und steht in einem Garten. (Chastagner Thierry / Unsplash)

Die Mutter ist gebrechlich und erwartet, dass die Tochter immer für sie da ist. Der Sohn wird nicht in die Pflicht genommen. Autorin Katja Jungwirth beschreibt in "Meine Mutter, das Alter und ich", wie es ist, immer im "Mutterdienst" zu sein.

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