Lesart 

Konrad O. Bernheimer über MuseumsbesucheVon der Kunst, ein Bild zu betrachten

Der Kunsthändler Konrad O. Bernheimer in seiner Galerie in München (imago/argum)

Ein Besuch im Museum kann überwältigend sein. Für alle, die sich fragen, wo man am besten anfängt und wie man sich den Werken der alten Meister richtig nähert, hat Konrad O. Bernheimer eine „Gebrauchsanweisung fürs Museum“ geschrieben.

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Hörbuch "Agentterrorist" von Deniz YücelDas Gefängnis vom Leib geschrieben

Das Cover des Hörbuchs "Agentterrorist" von Deniz Yücel. (Roof Music / Deutschlandradio)

Schläge und Folter, davon berichtet Deniz Yücel in "Agentterrorist". Das Hörbuch zeichnet tagebuchartig die Haft des Journalisten in der Türkei nach – und erzählt neben aller Dunkelheit inspirierend von der Kraft der Solidarität.

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Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff: "Von oben"Schreibend die Angst vorm Tod überwinden

Bei einer Lesung in der Akademie der Künste wendet sich Sibylle Lewitscharoff lächelnd ihren Mitstreitern auf der Bühne zu. (Imago / gezett)

Die Seele eines Philosophieprofessors, die über Berlin schwebt: Das ist die Hauptfigur in Sibylle Lewitscharoffs "Von oben". Der Roman stellt die ganz großen Fragen: über das Leben und das Sterben, über Sünden, Seelen – und alles dazwischen.

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Debatte über Buchpreis-Jurorin"Geheuchelte" Aufregung

Die Buchhändlerin und Buchpreis-Jurorin Petra Hartlieb greift in ein Regal im Buchladen. (picture alliance/dpa/Herbert Neubauer)

Die Empörung, den ein Text der Buchhändlerin Petra Hartlieb über ihre Juryarbeit für den Deutschen Buchpreis ausgelöst hat, hält Lesart-Redakteurin Wiebke Porombka für übertrieben. Auffallend sei, dass die Kritik nur von männlichen Kollegen komme.

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Bücher über die WendezeitProblematische Schönzeichnungen

Menschenmassen auf dem Berliner Alexanderplatz während der Demonstration am 4. November 1989 für Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie eine reformierte DDR. (imago images / Stana)

War der 4. November 1989 der Höhepunkt des Wendeherbstes? Diesen Eindruck erweckt das Buch "Der Traum ist aus". Das sei falsch, meint der Schriftsteller Rolf Schneider. Die Interviewsammlung "Kein Land in Sicht" sei dagegen schon aufschlussreicher.

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Cornelius Pollmer: "Heut ist irgendwie ein komischer Tag"Fontane-Wallfahrt mit Überraschungen

Vor dem Fontane-Denkmal am Fontaneplatz in Neuruppin steht eine Fußgängerampel mit einem Abbild des Schriftstellers Theodor Fontane als Ampelmännchen. (picture alliance/dpa/Nestor Bachmann)

Wissen Sie, was eine "Hauptsehenswürdigkeit" ist? Hat mit Brandenburg zu tun und ist eine Wortschöpfung von Theodor Fontane, der vor knapp 200 Jahren durch Brandenburg gewandert ist. Der Reporter Cornelius Pollmer ist ihm hinterhergewandert.

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Ina Schmidt: "Über die Vergänglichkeit"Dem Leben die Endlichkeit verzeihen

Cover von Ina Schmidts Sachbuch "Über die Vergänglichkeit. Eine Philosophie des Abschieds" (Edition Körber / Deutschlandradio)

Vom Tod möchten wir meist lieber nicht so viel wissen – aber Wegschauen geht nicht, macht die Philosophin und Publizistin Ina Schmidt deutlich. In ihrer "Philosophie des Abschieds" zeigt sie, wie ein kluger Umgang mit Vergänglichkeit aussehen könnte.

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Eugen Ruge über seinen Roman "Metropol" Aus dem Inneren des Stalinterrors

Hauptsitz des KGB am damaligen Dzerzhinsky-Platz in Moskau. In der Mitte des Platzes die Statue des ersten KGB-Chefs Feliks Dzerzhinsky. Rundherum fahren Autos.  (imago images / United Archives International)

Mit seinem neuen Roman "Metropol" knüpft Eugen Ruge an seinen Bestseller "In Zeiten des abnehmenden Lichts" an. Anhand seiner Großeltern zeigt der Autor den stalinistischen Terror der 30er-Jahre in der Sowjetunion - und dessen absurde Mechanismen.

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Besuch bei Erling KaggeDer Expeditor der Kunstwelt

Erling Kagge steht am Oslofjord an einem Kai. (Jonas Bendiksen / Magnum Photos)

In Norwegen ist Erling Kagge berühmt: als Abenteurer, der zu Nord- und Südpol wanderte. Und als Autor von Büchern über Stille oder das Gehen. Weniger bekannt: Kagge ist ein großer Kunstsammler. Ein Hausbesuch in Oslo.

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Lutherbibel als HörbuchGott klingt wie Rufus Beck

Der Schauspieler Rufus Beck liest am 15.03.2014 in Köln im Rahmen des internationalen Literaturfestival lit.cologne. (imago stock&people)

Weltliteratur und Heilige Schrift: Die Bibel ist das am häufigsten gedruckte Buch. Jetzt wurde sie zum ersten Mal als Hörbuch interpretiert – ungekürzt und eindrucksvoll gelesen von Schauspieler Rufus Beck.

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Jon Fosse: "Der andere Name. Heptalogie I-II"In die Tiefe statt vorwärts

Das Buchcover zeigt eine Fjord-Landschaft in Norwegen vor einem aquarellierten Hintergrund. (Rowohlt / Deutschlandradio)

Der Norweger Jon Fosse erzählt in "Der andere Name" vom Sterben, von Gott, dem Alleinsein und vom Glauben. Sein Stil ist ein radikaler Bruch mit üblichen Spannungsbögen. Dennoch entwickelt der Roman um den Maler Asle eine eigene Sogwirkung.

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Sachbuch "Die Erfindung des Nordens"Faszination und Vereinnahmung einer Himmelsrichtung

Eine aurora borealis, Nordlicht am Polarkreis. (picture alliance/chromorange/Herwig Czizek)

Bestseller-Autor Bernd Brunner schreibt in seiner "Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung" über die Faszination für den Norden. Sie habe im 18. Jahrhundert in Europa begonnen - und sich später in Deutschland auf sehr unglückliche Weise zugespitzt.

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Sachbuch-Empfehlungen für den HerbstDiese Bücher sollten Sie lesen!

Die Cover der Bücher: "Die schweren Jahre ab Dreiunddreißig", "Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden" und "Harro und Libertas. Eine Geschichte von Liebe und Widerstand". (Edition TIAMAT / DuMont / KiWi / Deutschlandradio)

Der Herbst färbt die Blätter bunt und lädt ein, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Das Lesart-Team hat passend zur Jahreszeit eine Auswahl getroffen - unsere ganz persönlichen Empfehlungen für den Herbst.

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Karl Heinz Bohrer: "Mit Dolchen sprechen"Eine Literaturgeschichte des Hasses

Cover von Karl Heinz Bohrer: "Mit Dolchen sprechen"  (Suhrkamp)

Mit Leidenschaft begehrt der Literaturwissenschaftler Karl Heinz Bohrer seit Jahrzehnten gegen moralistische Gesinnungsästhetik auf. Sein neues Buch "Mit Dolchen sprechen" ist ein Plädoyer für den Hass, jedenfalls in der Poesie: von Homer bis Houellebecq.

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Norman Ohler: "Harro und Libertas"Ein Liebespaar kämpft gegen den Naziterror

Historische Fotografien aus dem Buch "Harro und Libertas" (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin)

Die Gestapo nannte ihre Widerstandsgruppe die "Rote Kapelle". Dabei kämpften mit dem Paar Harro und Libertas Schulze-Boysen Freunde aus ganz verschiedenen politischen Lagern gegen das NS-Regime. Norman Ohler rekonstruiert ihre Geschichte quellentreu.

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Sarah Ladipo Manyika: "Wie ein Maultier, das der Sonne Eis bringt"Das Cabrio der alten Dame

Auf dem Umschlag von Sarah Ladipo Manyikas Roman "Wie ein Maultier, das der Sonne Eis bringt" ist unter dem Titel der stilisierte Umriss eines Porsche zu sehen. (Cover: Hanser Berlin/Collage: Deutschlandradio)

Ein Fallschirmsprung zum Geburtstag: Die nigerianische Autorin Sarah Ladipo Manyika bezaubert mit dem Porträt einer weltläufigen Lady, die bis ins hohe Alter voller Neugier auf das Leben ist.

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Thomas Lang: "Freinacht“ Jugend, die fassungslos macht

Ein Porträt des Autors Thomas Lang. (imago stock&people)

Thomas Langs "Freinacht" beruht auf einem Verbrechen, das 2006 tatsächlich in Bayern passiert ist. Für den Roman veröffentlichte er das Manuskript im Internet – und lud die User zum Mitarbeiten ein.

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Raphaela Edelbauer liest ein BildDer doppelte Sebastian Kurz

Sebastian Kurz, Spitzenkandidat der ÖVP, in schwarzem Jackett mit blauer Krawatte, hebt die rechte Hand in Siegerpose, während seiner Rede nach ersten Hochrechnungen zur Nationalratswahl in Österreich am 29. September 2019, die seine Partei als stärkste Kraft bestätigen. Auf einer Videoleinwand in seinem Rücken ist er in derselben Pose vergrößert zu sehen. (APA/Georg Hochmuth)

Nach der Wahl in Österreich betrachtet die Schriftstellerin Raphaela Edelbauer für uns ein Bild des Wahlsiegers Sebastian Kurz: Mit erhobener Hand steht der ÖVP-Politiker vor einer Video-Wand, die ihn selbst noch einmal zeigt. Wer ist hier das Original, wer die Kopie?

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Thomas Knoefel: "Okkultes Brevier"Die Avantgarde der Gespenster

Das Titelmotiv von Thomas Knoefels Buch "Okkultes Brevier" zeigt einen Mann mit Moustache, in Anzug und Krawatte auf einem Stuhl sitzend, er schaut versonnen in die Höhe, und geisterhafte Hände tasten aus dem Dunkel nach seinen Schultern und seiner pomadierten Frisur im Stil des späten 19. Jahrhunderts. (Cover: Matthes und Seitz / Collage: Deutschlandradio)

Können Dämonen Blitze durch einen Raum zucken lassen? Gibt es Menschen, die mit dem Jenseits kommunizieren? Im 19. Jahrhundert waren nicht wenige große Geister davon überzeugt, das zeigt Thomas Knoefel in einem "Okkulten Brevier".

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