„Liebesdings“ mit Elyas M’Barek

RomCom 2.0: Queeres Leben inklusive?

24:08 Minuten
Szenenbild: Marvin (Elyas M’Barek) bleibt in seiner markanten Verkleidung von Markus (Lucas Reiber) unentdeckt.
Die Welt jenseits binärer Geschlechter zu entdecken mit Klitoris-Hüten und Vulva-Witzen. Darum geht es in der neuen romantischen Komödie "Liebesdings". © Constantin Film Verleih / Violetta Grimm
Von Christine Watty und Emily Thomey · 07.07.2022
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Boy meets Girl – und schon ist er fertig, der klassische Liebesfilm. Oder? Wir sprechen mit der Filmkritikerin Anna Wollner über den Stand der Dinge in Sachen Beziehungsgeschichten auf der Leinwand: Wer liebt denn 2022 wen?
Ein erfolgreicher Schauspieler hadert mit sich selbst, wird von einer gnadenlosen Journalistin im Interview entblößt und landet dann in einer exzessiven Nacht in einem queer-feministischen Off-Theater. Für ihn der Beginn, die Welt jenseits binärer Geschlechter zu entdecken mit Klitoris-Hüten und Vulva-Witzen. Darum geht es in der neuen romantischen Komödie "Liebesdings".
Die Hauptrolle wurde Elyas M’Barek von Regisseurin und Drehbuchautorin Anika Decker auf den Leib geschrieben. Und irgendwie passt der Film perfekt in unsere Zeit: eine romantische Komödie, die aktuelle Identitätsfragen und feministische Diskurse anspricht.

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Aber ob das auch wirklich funktioniert und ob man dazu Klitoris-Hüte braucht, wird uns die Filmkritikerin Anna Wollner erzählen.

Anpassung an die Realität?

Mit ihr wollen wir auch darüber sprechen, wie sich das Genre an die heutige Zeit anpasst. Jahrzehntelang beherrschten ja immer die gleichen Boy-meets-Girl-Geschichten die Leinwände (und Bildschirme), von "Frühstück bei Tiffany" bis "Isn't it Romantic".
Und heute? Ist die Auswahl an Liebeskonstellationen mittlerweile erweitert? Wie hat sich das Genre an Lebensrealitäten und aktuelle gesellschaftliche Diskurse angepasst? Sind (vor allem deutsche) romantische Komödien auf der Höhe der Zeit angekommen? Das wollen wir rausfinden, zwischen Klischee-Alarm und Popcorn-Krümeln.
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