Kompositionen von Mesías Maiguashca

"Monolog mit uns selbst"

Im Freien: Der Komponist Mesías Maiguashca © Gabriel Maiguashca
Vorgestellt von Carolin Naujocks · 14.05.2020
Der 1938 geborene Mesías Maiguashca hat mit seinem biografischen auch einen weiten musikalischen Weg zurückgelegt. Die Sprünge zwischen den Kulturen sind immer auch ein starker Antrieb für seine kompositorische Arbeit gewesen.
Seine musikalische Biographie führte den Sohn eines indianischen Vaters aus einem, wie er sagt, "slumartigen Viertel" Quitos über die Vereinigten Staaten und Buenos Aires nach Köln, wo er unter anderem mit Karlheinz Stockhausen im Elektronischen Studio arbeitete.
Immer wieder findet er für seine Musik Anknüpfungspunkte in der Literatur: zum Beispiel bei Jorge Carrera Andrade, Jorge Luis Borges, Samuel Beckett.
"Wir leben", sagt Mesias Maiguashca, "in einem ständigen Monolog mit uns. Ein Monolog, der uns zu jeder Zeit begleitet, im Prosaischsten und im am wenigsten Prosaischen eines jeden Tages. Unsere Handlungen werden ständig von Erinnerungen angegriffen".

Mesías Maiguashca

5 Microgramas (2014)
für Gitarre und Cajón
Ricardo Cuadros Pradilla, Gitarre

Reading Beckett (2016)
für Klavier, Violine, Violoncello und Elektronik
Franziska Stadler, Klavier
Antonio Pellegrini, Violine
Gaby Schumacher, Violoncello
Mesías Maiguashca, Elektronik

...por el Yasuní... (2015)
für Violine, Violoncello und Elektronik
Antonio Pellegrini, Violine
Gaby Schumacher, Violoncello
Elektronik: Teresa Carrasco, Mesías Maiguashca

Tango en sol menor (2014)
für Klavier
Franziska Stadler, Klavier

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