Dienstag, 15.10.2019
 

Interview | Beitrag vom 12.06.2019

Kinderrechtsexperte Benjamin PütterVerbraucher können Beitrag gegen Kinderarbeit leisten

Moderation: Axel Rahmlow

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Ein Mädchen sitzt inmitten von roten Steinen und zerschlägt sie mit einem Hammer in kleine Stücke.  (picture alliance/ Sony Ramany/ NurPhoto)
Ein Mädchen bei der Arbeit in Dhaka, Bangladesch: Sie verdient Geld für ihre Familie mit dem Zerschlagen von Steinen. (picture alliance/ Sony Ramany/ NurPhoto)

Pflastersteine, Räucherstäbchen, aber auch Schokolade und Bananen - viele Produkte werden in anderen Ländern von Kindern hergestellt. Benjamin Pütter vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" erklärt, wie auch Verbraucher dagegen angehen können.

Augen auf im Supermarkt, dazu rät Benjamin Pütter vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit. Jeder Verbraucher könne seinen Beitrag dazu leisten, dass Kinderarbeit in fernen Ländern reduziert werde, sagte er auf Deutschlandfunk Kultur. Es lohne sich die Recherche im Internet über Herstellungsweisen und mögliche Fairtrade-Siegel.

"Niemand ist perfekt, aber man kann anfangen", betonte er. Es gehe nicht darum, bei wirklich jedem Produkt alles zu prüfen. Wenn der eine bei Bananen, der zweite bei Schokolade und der dritte bei Kleidung – oder auch nur ausgewählten Stücken wie etwa Oberhemden – auf die Herkunft der Produkte achte, sei viel gewonnen. 

Deutschen Importeuren ist die Kinderarbeit egal

Bekannte Produkte aus Kinderarbeit seien neben Orientteppichen etwa Natursteine für Außenfassaden und Pflasterarbeiten. "99 Prozent aller Pflastersteine in Deutschland stammen aus Indien, China und Vietnam", sagte Pütter. "Der deutsche Importeur sagt einfach, ist doch egal, wie es produziert ist, ich nehme das billigste." Aber auch Räucherstäbchen, Bananen und Kakao würden häufig von Kindern produziert.

(ske)

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