Seit 17:30 Uhr Tacheles

Samstag, 15.08.2020
 
Seit 17:30 Uhr Tacheles

Lesart / Archiv | Beitrag vom 27.09.2019

Josef Haslinger: "Child in Time"Der Song, der eine neue Welt eröffnete

Josef Haslinger im Gespräch mit Joachim Scholl

Beitrag hören Podcast abonnieren
Der österreichische Schriftsteller Josef Haslinger mit Brille. (picture alliance/APA/picturedesk.com)
Der Schriftsteller Josef Haslinger erzählt in selbstironischem Stil von den Zumutungen der Kindheit und Jugend. (picture alliance/APA/picturedesk.com)

Seine Internatszeit als Sängerknabe hat der österreichische Schriftsteller Josef Haslinger in keiner guten Erinnerung. Eine neue Welt eröffnete sich ihm mit dem Deep-Purple-Song "Child in Time", der auch Titel seiner autobiografischen Erzählungen ist.

"Child in Time", der Song von Deep Purple aus dem Jahr 1970, war für den 15-jährigen Josef Haslinger der Abschiedssong vom Kloster, in dem er Sängerknabe war. Doch so einfach wird man die Gespenster der Vergangenheit nicht los.

In einem lakonischen und selbstironischen Stil erzählt er in seinen gleichnamigen autobiogragfischen Skizzen von den Zumutungen der Kindheit und Jugend in den sechziger und siebziger Jahren, aber auch vom pubertären Eigensinn und jugendlichen Abgrenzungswahn, der dem Erwachsenwerden die Richtung vorgibt.

Im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur berichtet Haslinger aus Anlass der Buchveröffentlichung von seiner Internatszeit im Sängerknabenkonvikt, seiner Kindheit im Dorf und von seiner mährischen Großmutter.

Über den Deep-Purple-Song sagt Haslinger: 

"Ich habe nachgelesen, dass in diesem Song - 'Child in Time' - der Tonus pellegrinus Verwendung findet, der auch im Gregorianischen Choral verwendet wird. Vielleicht war es das, dass es bestimmte Brücken gab, die mir dieses Lied eine neue Welt eröffnen ließen."

(huc)

Josef Haslinger: Child in Time. Ein literarisches Bilderbuch über die Zumutungen des Jungseins
Fotografisch eingerichtet von Maix Mayer
Faber & Faber, Leipzig 2019
124 Seiten, 20 Euro

Lesart

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur