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Literatur / Archiv | Beitrag vom 27.08.2013

"Immer schon bin ich unzeitgemäß"

Die Dichterin Friederike Mayröcker

Von Andrea Marggraf

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Friederike Mayröcker, österreichische Autorin (AP Archiv)
Friederike Mayröcker, österreichische Autorin (AP Archiv)

Gedichte, Prosa, Hörspiele, Kinderbücher - unzählige Werke hat Friederike Mayröcker in ihrem Leben verfasst und dafür angesehene Preise erhalten. Sie sei mit ihren fast 90 Jahren die jüngste Dichterin, meinen Autoren, die aus ihrem Werk Anreize für eigene Sprachbilder schöpfen.

Mit 15 Jahren schreibt sie ihr erstes Gedicht und seitdem scheint die Flut der Wortbilder unerschöpflich. Schreiben heißt für Friederike Mayröcker, sich in einer Welt zu realisieren, die für die Autorin ein Wunder bleibt. "1 Alpengenuss ist dieses Schreiben und damit basta", sagt sie und fährt fort mit ihrer Farben- und Gedankenexplosion.

Im hohen Alter schaut die Sprachkünstlerin mit Demut auf das Geschenk, das ihr einst gegeben wurde - Worte zu finden für ihre "Kopf-, Körper- und Erinnerungs-Exaltationen", wie sie es nennt.

Ein Beitrag aus der Reihe Lyriksommer im Deutschlandradio Kultur

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Wdh. Vom 15.12.2009

Literatur

Schriftsteller, die gehenIch ist ein Wanderer
Peter Handke beim Spaziergang auf der Insel Lido, Venedig 1982. (imago images / Andrea Merola)

Das Gehen dient ihnen als Schmiermittel des Denkens oder auch als Schleichpfad zur Selbstfindung. Ob Tomas Espedal, Peter Handke, Virginia Woolf oder Samuel Beckett – sie alle berichten, dass die Bewegung zu Fuß entscheidend ist für ihr Schreiben. Mehr

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