- Warum ist in Kalendern der Frühlingsanfang 2026 am 20. März?
- Was ist der meteorologische Frühlingsanfang?
- Was hat Ostern mit dem Frühlingsanfang zu tun?
- Warum startet mit dem Frühling auch das persische neue Jahr?
- Hat der Klimawandel einen Einfluss auf den Frühjahrsanfang?
- Warum heißt der Frühling eigentlich Frühling?
Wechsel der Jahreszeit
Die Schneeglöckchen blühen mit als erste Blumen im Jahr und läuten langsam den Beginn des Frühlings ein © picture alliance / dpa / Patrick Pleul
Warum der Frühlingsanfang auf den 20. März fällt

Am 20. März ist Frühlingsanfang - so steht es im Kalender. Doch das gilt nur für die Nordhalbkugel: auf der südlichen Hälfte beginnt der Herbst. Und im Iran startet an diesem Tag das neue Jahr.
Endlich wieder in der Sonne sitzen, die Vögel zwitschern und Blumen zeigen ihre Farbenpracht: Viele Menschen freuen sich, wenn es Frühling wird. Am 20. März ist es wieder so weit, zumindest steht das so in den meisten Kalendern.
Inhalt
Warum ist in Kalendern der Frühlingsanfang 2026 am 20. März?
Die Kalender orientieren sich in der Regel am astronomischen Frühlingsbeginn. Der ist - zumindest auf der Nordhalbkugel der Erde - in diesem Jahr am 20. März 2026. Dann steht die Sonne senkrecht über dem Äquator, Tag und Nacht sind gleich lang. Auf der Südhalbkugel ist es andersherum, dort ist Herbstanfang.
Der 21. März gilt als das klassische Datum für den Frühlingsanfang. Doch auf diesen Tag fiel der Termin zuletzt im Jahr 2011 - und zum letzten Mal in diesem Jahrhundert. Das liegt an Schaltregeln des gregorianischen Kalenders. Dadurch ist der Frühlingsanfang auf den 20. März gerutscht. Bis 2099 wird er sogar häufig am 19. März sein.
Astronomisch endet der Frühling nach drei Monaten. Der Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, am 21. Juni oder in Schaltjahren am 20. Juni. Bis dahin wendet sich die Nordhalbkugel der leicht geneigt stehenden Erde immer stärker der Sonne zu. Auf der Südhalbkugel beginnt der Winter.
Was ist der meteorologische Frühlingsanfang?
Neben dem astronomischen gibt es auch den meteorologischen Frühlingsbeginn. Diesen hat die Weltorganisation für Meteorologie, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, auf den 1. März gelegt.
Der Frühling auf der Nordhalbkugel umfasst nach dieser Definition immer die kompletten Monate März, April und Mai. Der Sinn dahinter: So sind Statistiken mit Klimadaten einfacher zu erstellen und zu vergleichen.
Was hat Ostern mit dem Frühlingsanfang zu tun?
Am christlichen Osterfest wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Das Datum des Festes ist schon ziemlich lang mit dem Frühlingsbeginn verbunden.
Die Regel für den Ostertermin wurde im Jahr 325 auf dem Konzil von Nicäa festgelegt. Demnach ist Ostern am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Dank des Mathematikers Carl Friedrich Gauß (1777-1855) und seiner Osterregel lässt sich der Ostertermin für Jahrhunderte im Voraus berechnen. Was immer gilt: Der frühestmögliche Termin ist der 22. März und der spätestmögliche der 25. April.
Warum startet mit dem Frühling auch das persische Nouruzfest?
Wenn bei uns der astronomische Frühling beginnt, fängt für die Menschen im Iran das neue Jahr an. Das liegt am persischen Kalender: Er ist der genaueste der Welt, weil er sich allein am Sonnenlauf orientiert.
Das neue Jahr beginnt stets an dem Tag, dessen Anfang dem Moment der Frühlingstagundnachtgleiche am nächsten ist. Am 20. März 2026 genau um 18:16 iranischer Zeit steht die Sonne im Frühlingspunkt.
Am 21. März ist dann der Feiertag zum Nouruzfest, dem Neujahrsfest des Jahres 1405. Grundlage dieser Zählung ist das Jahr 622, als Mohammed von Mekka nach Medina zog. Im Zuge der Islamisierung wurde dieses Jahr als Nullpunkt gesetzt.
Die Wurzeln des Nouruzfestes reichen aber Jahrtausende zurück. Der Name des Festes geht auf persisch "nou" ("neu") und "ruz" ("Tag") zurück.
Hat der Klimawandel einen Einfluss auf den Frühjahrsanfang?
Neben dem astronomischen und dem meteorologischen Frühlingsbeginn gibt es noch den phänologischen Frühlingsanfang. Er leitet sich vom Entwicklungsstand der Vegetation ab.
Der phänologische Frühling besteht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Mitteleuropa aus den Phasen Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Die erste Phase beginnt beispielsweise mit der Blüte der Schneeglöckchen.
Die Winterruhe der Pflanzen wird kürzer
Laut DWD-Daten hat der Klimawandel Auswirkungen auf den phänologischen Frühling. Die Winterruhe der Pflanzen sei durch die Klimaerwärmung inzwischen zwei Wochen kürzer als noch vor 50 oder 60 Jahren. Das führt auch dazu, dass Pflanzen, die Heuschnupfensymptome auslösen, früher blühen und die Allergiesaison verlängert wird.
Warum heißt der Frühling eigentlich Frühling?
Das Wort kommt aus dem Spätmittelhochdeutschen. „Vrüelinc“ bezeichnete den frühen, den ersten Jahresabschnitt. Das Wort ist im Wesentlichen seit dem 15. Jahrhundert gebräuchlich. Daneben wurde die Jahreszeit auch damals schon „Frühjahr“ genannt.
Der „Spätling“ als analoger Begriff für den Herbst konnte sich hingegen nicht durchsetzen. Bereits vom Klang her drücken die beiden Worte „Frühling“ und „Herbst“ Eigenschaften ihrer Jahreszeiten aus: Der Herbst klingt dunkel und einsilbig, hingegen enthält das Wort „Frühling“ gleich zwei helle Vokale.
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