Seit 05:05 Uhr Studio 9
Mittwoch, 04.08.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Studio 9 | Beitrag vom 16.10.2016

DresdenMehrere Tausend beim zweiten Pegida-Jahrestag

Sebastian Brandau im Gespräch mit Axel Flemming

Pegida-Anhänger in Dresden mit Fahnen, auf denen ein Stopp für Flüchtlinge gefordert wird (dpa-Zentralbild)
Kundgebung zu zwei Jahren Pegida in Dresden (dpa-Zentralbild)

Rund 6500 bis 8500 Pegida-Anhänger haben am Sonntag auf dem Dresdner Theaterplatz den zweiten Jahrestag der Bewegung begangen. Zu hören waren die üblichen "rechten Hassparolen", berichtet unser Sachsen-Korrespondent. Vor einem Jahr waren noch bis zu 20.000 Anhänger gekommen.

Rund 6500 bis 8500 Teilnehmer haben sich zum zweiten Jahrestag von "Pegida" am Sonntag in Dresden versammelt. Knapp vier Stunden habe die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bewegung auf dem Theaterplatz gedauert, berichtete Sachsen-Korrespondent Bastian Brandau. Unter den Rednern seien auch Vertreter der Identitären Bewegung gewesen, die in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Inhaltlich seien es die "rechten Hetz- und Hassparolen gegen den Islam, gegen alles Fremde" gewesen, die jeden Montag in Dresden zu erleben seien.

An mehreren Gegendemonstrationen nahmen rund 300 Personen teil, so Brandau.

Montags noch der "harte Kern" von Pegida"

Pegida hatte die Veranstaltung zum zweiten Jahrestag von Montag auf Sonntag vorverlegt, da für Montag bereits für alle zentralen Plätze Gegenkundgebungen angemeldet waren.

Am ersten Pegida-Jahrestag 2015 hatten noch rund 15.000 bis 20.000 Anhänger demonstriert. Doch damals sei das auch nur noch so ein "Aufflackern" gewesen, sagte Brandau. "Da waren die Zahlen schon stärker zurückgegangen im Sommer."

An die Zahl der damaligen Demonstration sei man bislang nicht wieder herangekommen. "Seit Beginn des Jahres sind es etwa 2000 bis 3000 Menschen, die hier Montag für Montag auf die Straße gehen - also ein harter Kern." Was dort geäußert werde, sei deutlich rechter und radikaler geworden als noch vor einem Jahr.

Mehr zum Thema

Erste Demos vor zwei Jahren - Wo steht Pegida heute?
(Deutschlandfunk, Nachrichten vertieft, 14.10.2016)

Säxit - Die Okkupanten gehen freiwillig
(Deutschlandradio Kultur, Politisches Feuilleton, 12.10.2016)

Identitäre Bewegung - "Das ist eine rechtsextreme Splitterbewegung"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 12.08.2016)

Simone Rafael über Identitäre Bewegung - "Rechtsextreme, die so tun als wenn sie keine wären"
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 29.04.2016)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Interview

weitere Beiträge

Frühkritik

Friedrich Ani: "Letzte Ehre"Im Dunkel des Alltags
Friedrich Ani sitzt in brauner Lederjacke mit einem Bein auf einem Geländer und blickt ernst ins Off des Bildes. (Imago/Sabine Gudath)

Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Femizid: In seinem neuen Kriminalroman "Letzte Ehre" gelingt es Friedrich Ani, eine Sprache für das Leiden und das Schweigen der Opfer zu finden. Es ist sein bislang persönlichster Roman. Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur