Die Panflöte des Meisters Baudelaire

Porträtbild des Dichters Charles Baudelaire © picture-alliance / dpa
Von Uta Rüenauver · 20.08.2013
An dem Franzosen Charles Baudelaire (1821-1867) führt auch für heutige Poeten kein Weg vorbei. Der Schöpfer von "Die Blumen des Bösen" ist das Urbild einer bedingungslosen literarischen Existenz: ein "poète maudit", zerrissen und voller Verachtung für die bürgerliche Waren- und Funktionswelt, an Spleen und Ennui leidend und aus der Fremdheit gegenüber der Wirklichkeit seine poetische Energie beziehend.
Für Baudelaire ist die Welt nichts und die Dichtung alles. Die Großstadt war ihm als Erstem reiner Imaginationsraum, er verwandelte Hässlichkeit und Krankheit, Tod und Verfall in formvollendete poetische Landschaften. Was bedeutet dieses Rollenmodell des modernen Dichters den Gegenwärtigen? Welche Bedeutung hat Charles Baudelaire für die poetische Sozialisation heutiger Schriftsteller? Uwe Kolbe, Monika Rinck, Jan Volker Röhnert, Aris Fioretos und Jan Wagner erzählen von ihrer Begegnung mit einem großen Vorbild.

Ein Beitrag aus der Reihe Lyriksommer im Deutschlandradio Kultur


Manuskript zur Sendung als PDF oder im barrierefreien Textformat