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Lesart / Archiv | Beitrag vom 17.01.2018

Deutscher Krimipreis 2018Die mörderische Seite der Globalisierung

Kolja Mensing und Thomas Wörtche im Gespräch mit Frank Meyer

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Oliver Bottini (dpa / picture alliance / Uwe Zucchi)
Oliver Bottini (dpa / picture alliance / Uwe Zucchi)

Der Deutsche Krimipreis 2018 geht an Oliver Bottini. Der Berliner Autor erhält die Auszeichnung für seinen Roman "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens", in dem er die Machenschaften internationaler Agrarkonzerne anhand eines Mordfalls aufzeigt.

Der Roman "Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens" spielt in Rumänien und Mecklenburg. Zwei Schulfreunde aus Mecklenburg betreiben ein großes Gut in Rumänien. Als die Tochter des einen ermordet aufgefunden wird, zeigt sich bald, dass hinter dem Mordfall ganz andere Machenschaften stecken.

Unser Kritiker Kolja Mensing teilt die Entscheidung der Jury voll und ganz:

"Bottini musste diesen Prei kriegen, denn das ist ein immanent überzeugender politischer Kriminalroman. Sehr raffiniert gebaut, und auch eine sehr berührende Kriminalgeschichte. Bottini nutzt das Genre, um von einer viel abstrakteren Form des Verbrechens zu berichten, in diesem fall Landraub unter dem Deckmantel der Globalisierung. Ganz tolles Buch!"

Oliver Bottinis Roman ist auch auf Platz eins unserer Krimibestenliste im Januar.

Laut Auskunft der Jury gewann Bottini den ersten Platz in einem Kopf an Kopf-Rennen mit Monika Geier ("Alles so hell da vorn", Ariadne bei Argument) und Andreas Pflüger ("Niemals", Suhrkamp).

Der deutsche Krimipreis ist der älteste und zugleich renommierteste Krimipreis Deutschlands. Er wird seit 1985 vergeben und ist nicht dotiert. In der Jury sitzen sowohl Literaturkritiker als auch Buchhändler.

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