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Chor der Woche | Beitrag vom 25.08.2020

Das JodeldiplomAuch in Kassel hat man gern was Eigenes

Gruppenbild des Chores vor einer Hauswand. (Andreas Kropf)
Die Sängerinnen und Sänger des Kasseler Chores "Das Jodeldiplom" eint ihr Humor und die Liebe zum Singen. (Andreas Kropf)

Das "Jodeldiplom" war ursprünglich ein Kurs an der Kasseler Volkshochschule. Chorleiter Timm Reitinger griff den Namen des berühmten Loriot-Sketches auf, um Sängerinnen und Sänger anzulocken. Nun gibt es einen Chor. Gejodelt wird aber nicht.

Wie kommt man als junger Chorleiter zu einem Chor? Timm Reitinger aus Kassel gab einfach einen Volkshochschulkurs "für Leute, die nicht singen können".

Unter dem Titel "Das Jodeldiplom" suchte er Leute, die singen wollten. Jodeln war nie das Ziel. Es meldeten sich dann einige Männer und Frauen, die die Anspielung auf den berühmten Sketch von Loriot verstanden - und die Reitinger zum Singen führte.

Eine der ersten war Ute Ochs. Warum sie Interesse hatte? Ochs lacht und zitiert aus dem Loriot-Sketch: "Na, da hat man was Eigenes. Auch als Frau."

Nach dem Grundkurs bekam sie tatsächlich eine Kursbescheinigung mit der Überschrift "Jodeldiplom". Auch ihren Mann hat sie für den Chor begeistert. Und auch er machte sein Jodeldiplom.

Aus jedem Kurs wollten einige Teilnehmer weitermachen, die Reitinger in einem Fortgeschrittenenkurs versammelte. Mittlerweile singen die etwa 30 Sängerinnen und Sänger seit 20 Jahren im Chor "Das Jodeldiplom".

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