Seit 15:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 21.10.2020
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Literatur / Archiv | Beitrag vom 21.07.2013

Das ganz alltägliche Pathos

Wie Gegenwartslyriker ihre Bilder finden

Von Astrid Mayerle

Podcast abonnieren
Quellen zeitgenössischer Lyrik: Wie ist das Verhältnis zwischen Text und Bild? (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)
Quellen zeitgenössischer Lyrik: Wie ist das Verhältnis zwischen Text und Bild? (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)

Eine neue Generation von Gegenwartslyrikern macht sich seit einiger Zeit bemerkbar – durch neue Verlage, Anthologien und Internetmagazine. Vor allem aber durch neue Stimmen. Auffällig ist, dass sich viele Lyriker mit der Transformation von Bildern in Sprache beschäftigen und sich dabei auf Gemälde oder Fotoarchive beziehen.

Sabine Scho nimmt sich private, auf dem Flohmarkt gefundene Fotoalben vor und betreibt Mentalitätsgeschichte. Monika Rinck beschäftigt sich anhand von Pflanzenbüchern mit der Frage, wie die Dinge zu ihren Namen kommen. Jan Wagner bezieht sich auf Barockgemälde, er untersucht in seinem Zyklus "Pasteten" das Verhältnis von Essen und Liebe. Und Marion Poschmann verortet vor den Bildern Nicolas Poussins und Cy Twomblys ihr Arkadien neu.

Die Sendung beschäftigt sich mit den Quellen der zeitgenössischen Lyrik und dem Verhältnis zwischen Text und Bild.

Manuskript zur Sendung alsPDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat


Mehr zum Thema bei dradio.de:

Lyriksommer - Der Schwerpunkt im Deutschlandradio Kultur in der Übersicht

Literatur

Erfolgsmodell Literaturinstitut Zwischen Handwerk und Genie
Illustration von einem Mann, der an beiden Seiten seines Gesichts zwei Bücher lächelnd gegen sich drückt.   (imago stock&people/ Simon Ducroquet )

Inspiration ist schön, macht aber viel Arbeit, hätte Karl Valentin das Studium an Schreibschulen zusammengefasst. An vielen Orten kann heute literarisches Schreiben erlernt werden, und die Kritik an der vermeintlichen „Institutsprosa“ ist fast verstummt.Mehr

Texte von Sinti und RomaAufbruch aus dem Verborgenen
Historische Fotografie der polnischen Roma-Lyrikerin Bronisława Wajs, bekannt als Papusza, auf einer Bühne.  (picture alliance / PAP / Zbigniew Staszyszyn )

Literatur über "Zigeuner" gibt es zuhauf, viel mehr als über Sinti und Roma. Literatur von der größten ethnischen Minderheit Europas aber gibt es kaum. Erst seit dem Holocaust nimmt die Zahl ihrer Texte zu. Sinti und Roma schreiben zurück.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur